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US-News

Rubio und Vance bereiten Trump auf Krieg bis 2029 vor
Eigentlich hatte Donald Trump versprochen, keine "endlosen Kriege" in Nahost zu beginnen. Ob er das einhalten kann, ist offenbar fraglich.

Donald Trump ist sich sicher, dass der Krieg im Iran "sofort" nach den Kongresswahlen im November enden wird. Seine eigenen Berater scheinen das allerdings anders zu sehen. Sie wiesen den US-Präsidenten auf die Möglichkeit hin, dass sich der Krieg bis zum Ende seiner Amtszeit hinziehen könnte. Das berichtet das "Wall Street Journal" (WSJ) unter Berufung auf US-Beamte.

Unter anderem Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio erklärten Trump demnach, dass Teheran dem Druck der USA weiter standhalten könnte. Der Konflikt könne sich dadurch möglicherweise über den Tag der Amtseinführung des Präsidenten im Januar 2029 hinaus verlängern, so die Beamten.

Ein jahrelanger Konflikt würde die ohnehin angeschlagenen militärischen Ressourcen überlasten. Und auch die wirtschaftlichen Folgen und langfristigen Störungen auf dem globalen Ölmarkt wären für Trump während des Präsidentschaftswahlkampfs 2028 wenig förderlich.

Kein Frieden in Sicht
Bereits bei den Midterm-Wahlen droht den Republikanern eine empfindliche Schlappe. Meinungsforschern zufolge könnte die Regierungspartei die Mehrheit im Repräsentantenhaus verlieren, im Senat droht ein Patt. Viele Wählerinnen und Wähler sind unzufrieden mit dem Iran-Krieg. Er hat vor allem die Treibstoffkosten in den vergangenen sechs Monaten deutlich in die Höhe getrieben. Trump war damals mit dem Versprechen, keine "endlosen Kriege" im Nahen Osten zu beginnen, ins Amt zurückgekehrt.

 
Gemeinsame Interessen entfachen die Männerfreundschaft zwischen Trump und Putin neu
Der US-Präsident engagiert sich wieder im Ukrainekonflikt und spricht von einem "großartigen" Telefonat mit Putin. Dass es bald einen Friedensdeal gibt, bezweifeln viele

Es keimte etwas Hoffnung für die Ukraine: Nachdem die US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner etliche Male in Moskau gewesen waren, kamen sie am Sonntag auch erstmals in die Ukraine. Offiziell ist nur wenig zu konkreten Ergebnissen des US-Besuchs bei den beiden Kriegsparteien bekannt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj gab sich jedenfalls Anfang der Woche zweckoptimistisch: "Mein Gefühl sagt mir, dass Putin Trump braucht, er will ihn nicht verärgern", sagte er im Interview mit dem US-Nachrichtenportal Axios.

Doch womöglich täuscht sich Selenskyj. Es könnte auch genau umgekehrt sein. Die Wahrscheinlichkeit, dass es US-Präsident Donald Trump wirklich um die Ukraine geht, sei "eher klein", meint der Politologe und Ex-Kremlberater Sergej Markow. Trump aber könnte seinen Amtskollegen Wladimir Putin brauchen – in Sachen Iran. Das sei für Trump "wirklich wichtig", so Markow.

 
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