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US-News

Bundesrichter Contreras stoppt DHS-Warnung gegen ICE-Kritiker – nachdem Beamte ihn bis ins Hotel verfolgten
David Streever hatte im Januar eine wütende E-Mail an den damaligen kommissarischen ICE-Direktor Todd Lyons geschickt. Monate später erschienen Bundesbeamte an seinem Haus in Rochester und übergaben seiner Frau ein Warnschreiben. Als Streever dort nicht anzutreffen war, suchten sie ihn in einem Hotel in New York City, wo er mit seiner 7-jährigen Tochter wohnte. Sie kontaktierten die Rezeption und hinterließen mehrfach Nachrichten. Außerdem verlangten sie seine Unterschrift unter das Schreiben. Bundesrichter Rudolph Contreras hat dem Department of Homeland Security nun vorläufig untersagt, diese Warnung weiter gegen Streever einzusetzen. Seine Klage wegen Verletzung des 1. Verfassungszusatzes hat nach Einschätzung des Richters gute Erfolgsaussichten. Das Hauptverfahren läuft weiter. (U.S. District Court for the District of Columbia in Washington, D.C. – Streever v. Mullin, No. 26-cv-2356)

Streevers Nachricht an Lyons sei scharf gewesen. Die Regierung habe vor Gericht jedoch nicht behauptet, dass die E-Mail eine tatsächliche Drohung enthalten habe. Contreras habe die Äußerungen als geschützte politische Kritik bewertet. Das Warnschreiben habe Streever mit möglicher Strafverfolgung konfrontiert, falls er sich weiter in dieser Weise äußere. Später habe er erklärt, dass ihn die Erfahrung vorsichtiger gemacht habe. Der Druck war längst bei seiner Familie angekommen. Nachdem die Beamten ihn im Hotel ausfindig gemacht hatten, habe Streever seine Tochter darauf vorbereitet, dass ihnen auf der Heimreise erneut Bundesbeamte begegnen könnten. Das 7-jährige Mädchen habe geweint und gesagt, sie wolle nicht, dass die Beamten ihren Vater töteten.

Das Department of Homeland Security habe sein Vorgehen damit verteidigt, glaubhafte Drohungen gegen ICE-Beschäftigte und andere Bundesbeamte untersuchen zu müssen. Die Behörde verweise auf eine Zunahme von Drohungen und Angriffen gegen Mitarbeiter der Einwanderungsbehörden. Contreras habe solche Ermittlungen nicht grundsätzlich untersagt. Seine Anordnung hindere DHS daran, das Warnschreiben gegen Streevers geschützte politische Äußerungen einzusetzen. Die entscheidende Frage vor Gericht laute damit, ob eine Bundesbehörde einem Bürger Strafverfolgung in Aussicht stellen dürfe, wenn seine politische Kritik keine tatsächliche Drohung darstelle.

Streever ist nicht der einzige Empfänger eines solchen Schreibens. Paigelynne Gonyea aus New York ist an ihrem Arbeitsplatz von ICE-Beamten aufgesucht worden, nachdem sie nach der Tötung von Renee Good gefordert habe, Jonathan Ross müsse angeklagt werden. Auch ihr wurde dasselbe Formular vorgelegt worden. Sie bestreite den Vorwurf, die Adresse eines ICE-Beamten rechtswidrig veröffentlicht zu haben. Ihr Fall sei getrennt und falle nicht automatisch unter Contreras‘ Anordnung. DHS habe bislang nicht offengelegt, wie viele Menschen solche Warnungen erhielten oder nach welchen Maßstäben sie verschickt würden. Offen sei auch, wer diese Praxis genehmigt habe und welche Unterlagen über Empfänger angelegt worden seien. Streever habe sich nach der Entscheidung erleichtert gezeigt, dass sein Recht bestätigt worden sei, Regierungsvertreter zu kritisieren. Für seine Familie kam dieser Schutz erst, nachdem Bundesbeamte bereits vor der Haustür und im Hotel angekommen waren.

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Trumps Iran-Abenteuer: Diesen Krieg bezahlen die USA doppelt
Der Waffengang im Iran kostete die USA bisher 38 Milliarden Dollar, jedes Monat kommen drei Milliarden hinzu. Zugleich gehen die Abwehrraketen aus – das wirkt wie eine Einladung an alle Feinde.
Wie viel sein Krieg die USA kosten wird, darüber hat Donald Trump nie gesprochen. Als er im Februar über dem Iran die ersten Bomben abwerfen ließ, versprach er lediglich, er werde das Regime in Teheran „in die Knie zwingen“ – binnen Wochen.

Nun, sieben Monate später, macht sich sogar Irans Außenminister Abbas Araghtschi über Trumps „übermächtige Streitkraft“ lustig. „In Stücke geschossen“ habe der Iran die US-Militäreinrichtungen in der Region, schrieb er höhnisch auf X. Trumps Behauptung, Teheran sei „wehrlos“, sei schlicht falsch.

Pro Monat drei Milliarden
Tatsächlich hat sich der Iran in den letzten Monaten als außerordentlich resilient erwiesen. Erst kürzlich gelang es der militärischen Führung, bei Angriffen verschüttete Arsenale auszugraben, zudem verlagerten die Revolutionsgarden ihre Waffenproduktion erfolgreich in den Untergrund. Trump kann hingegen kaum Erfolge vorweisen, innerhalb der USA ist sein Krieg noch unbeliebter als er selbst – nur ein Drittel der US-Amerikaner stehen hinter dem Präsidenten, 31 Prozent hinter seiner Fehde mit dem Iran.

Dieser Wert wird durch den jüngsten Bericht des Congressional Budget Office (CBO) wohl noch sinken. Die unparteiische Aufsichtsbehörde des US-Kongresses, unbeliebt bei Demokraten wie Republikanern, legte eine Analyse zu den Kosten des Krieges vor – allein 38 Milliarden Dollar verschlangen Waffen und Munition bis Anfang August, die wirtschaftlichen Kosten und der Wiederaufbau zerstörter US-Basen noch nicht eingerechnet. Pro Folgemonat kämen dann noch mindestens zwei bis drei Milliarden hinzu, vielleicht sogar mehr, schätzt die Behörde – das Pentagon verweigerte den Prüfern nämlich neue Zahlen.

 
Kennedys eigene Spitzenkandidaten widersprechen ihm bei Impfstoffen – während die Masernfälle steigen
Zwei Kandidaten für zentrale Posten im amerikanischen Gesundheitswesen gehen bei Impfungen offen auf Abstand zu Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. Dr. Nicole Saphier, vorgesehen als oberste Gesundheitsbeauftragte der USA, erklärte bei ihrer Anhörung im Senat, sie halte die Masern-Mumps-Röteln-Impfung nicht für tödlich. Seriöse Belege dafür, dass Impfstoffe Autismus verursachten, habe sie ebenfalls nicht gesehen. Die MMR-Impfung sei das wirksamste Mittel gegen Masern. Saphier, Radiologin und frühere Fernsehkommentatorin, widersprach damit Aussagen, mit denen Kennedy seit Jahren Zweifel an Impfstoffen nährt. Bill Cassidy, republikanischer Senator und früherer Arzt, reagierte hörbar erleichtert. Saphier legte nach: Kinderimpfungen verursachten nach ihrer Überzeugung keinen Autismus.

Auch Chris Klomp, bislang Berater im Gesundheitsministerium und Kandidat für den Posten des stellvertretenden Ministers, stellte sich bei seiner Anhörung klar hinter die Masernimpfung. Gegenüber dem demokratischen Senator Ron Wyden erklärte er, die MMR-Impfung sei ohne Frage das wirksamste Mittel des öffentlichen Gesundheitswesens gegen Masern. Die Bekämpfung des gegenwärtigen Ausbruchs bezeichnete Klomp als wichtigste gesundheitspolitische Aufgabe des Landes. Damit sollen ausgerechnet 2 künftige Spitzenbeamte unter Kennedy eine Impfpolitik vertreten, die mit seinen bekannten Positionen kollidiert. Sein Programm, Amerika wieder gesünder zu machen, bekommt noch vor der Besetzung dieser Ämter Widerspruch aus dem eigenen Haus.

Die Zahlen lassen wenig Raum für politische Fantasie. In diesem Jahr starben in den Vereinigten Staaten bereits 4 Menschen an Masern, so viele wie seit 1992 nicht mehr. Mehr als 3.200 Menschen wurden infiziert. Damit liegt die Zahl bereits um Hunderte Fälle über dem gesamten Vorjahr. Gleichzeitig sank die Impfquote bei amerikanischen Kindergartenkindern von 95,2 Prozent im Schuljahr 2019/20 auf 92,4 Prozent im Schuljahr 2025/26. Die für einen breiten Gemeinschaftsschutz gegen Masern wichtige Marke von etwa 95 Prozent wird damit unterschritten. Der politische Druck auf Kennedy wächst. Demokratische Politiker fordern seine Entlassung und verweisen auf Briefe, die seine impfgegnerische Reise nach Samoa 2019 mit der damaligen tödlichen Masernepidemie in Verbindung bringen sollen. Senator Ed Markey aus Massachusetts erklärte, Kennedy könne keinen weiteren Tag mit der Leitung des Gesundheitsministeriums betraut werden. Hawaiis Gouverneur Josh Green, der den Ausbruch in Samoa selbst erlebt hat, forderte Kennedys sofortigen Rücktritt zum Schutz der Bevölkerung. Senatorin Angela Alsobrooks aus Maryland machte Kennedys Führung direkt für die derzeitige Masernkrise mitverantwortlich. Während sich die Krankheit wieder ausbreitet, müssen nun ausgerechnet seine eigenen Kandidaten öffentlich erklären, dass Impfstoffe wirken.
 
...gebt ihm mal ein Tempo, der weint gleich....
JD Vance zu den Wählern: „Gebt uns noch eine Chance. Gebt uns noch ein paar Jahre.“
(Ja die Angst breitet sich aus ....)

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UNO sieht mögliche US-Kriegsverbrechen im Iran
Zwei US-Luftangriffe in der frühen Phase des Iran-Kriegs könnten nach Einschätzung einer UNO-Kommission als Kriegsverbrechen eingestuft werden.

Luftangriffe auf eine Mädchenschule in Minab im Süden des Landes sowie ein separater Angriff auf einen Sportkomplex in der Provinz Fars seien willkürliche Angriffe mit tödlichen Folgen für die Zivilbevölkerung, heißt es in dem Bericht der Kommission.

„Fahrlässig gehandelt“
Bei dem Angriff auf die Schule waren nach offiziellen Angaben 168 Schülerinnen getötet worden. Die UNO-Kommission spricht unter Berufung auf unabhängige Berichte von insgesamt 157 Toten. US-Streitkräfte hätten dabei nicht nur aufgrund veralteter Informationen gehandelt.

„Die USA haben den Angriff auf das Gebäude der Schule unter Bewusstsein eines erheblichen Risikos angeordnet, ein ziviles Objekt zu treffen und fahrlässig gehandelt“, schreibt die Kommission.

Schrot aus Wolfram
Bei einem weiteren Angriff auf ein Sportkomplex in Lamerd in der Provinz Fars seien nach offiziellen Angaben 22 Menschen getötet worden, heißt es in dem Bericht. Internationale Medien hatten über den Einsatz neuartiger US-Munition bei dem Vorfall berichtet.

 
Kanada schaut nach Europa – Trump droht der EU mit Zöllen und Handelsstopp
Donald Trump hat die mögliche Annäherung Kanadas an die Europäische Union mit einer neuen Drohung beantwortet. Am Mittwoch erklärte der US-Präsident in North Carolina, die Einladung an Kanada, assoziiertes Mitglied der EU zu werden, könne aus seiner Sicht einen „feindseligen Akt“ darstellen. Sollte er zu diesem Schluss kommen, werde er „sehr ernste Zölle“ verhängen oder den Handel mit Europa einstellen. Trump trat dort im Wahlkampf für den republikanischen Senatskandidaten Michael Whatley auf. Die Vorstellung einer kanadischen EU-Mitgliedschaft nannte er „lächerlich“ und bezeichnete Kanada als „schrecklichen Handelspartner“. Falls die europäische Initiative gut gemeint sei, sei sie für ihn in Ordnung. Falls er dahinter eine schlechte Absicht sehe, werde Europa mit hohen Zöllen rechnen müssen. Der politische Streit bekommt damit unmittelbar einen Preiszettel.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte am Mittwoch in ihrer jährlichen Rede in Frankreich erklärt, sie wolle Kanada die Tür für eine assoziierte Mitgliedschaft öffnen. Kanada könne damit das 1. Land mit einem solchen Status werden. Mark Carney war bei der Rede anwesend. Einen Tag später sprach der kanadische Premierminister vor dem Europäischen Parlament und forderte eine engere Zusammenarbeit. Bei kritischen Rohstoffen solle sie vertieft werden, ebenso bei den industriellen Fähigkeiten im Verteidigungsbereich. Auch künstliche Intelligenz gehöre dazu. Eine engere Verbindung mit Europa werde Kanadas Souveränität stärken, erklärte Carney. Sie solle zugleich die Lebenshaltung erschwinglicher machen und neue Chancen schaffen. Auch die Sicherheit der Bürger müsse profitieren. Die Menschen sollten ihr Leben weiterhin nach eigenen Vorstellungen führen können.

 
Inkompetenz, Krisen, Inkompetenz: Der Teufelskreis der Trump-Regierung
Wenn sich die EU und Kanada annähern oder die Fed die Zinsen erhöht, statt sie zu senken, reagiert der Präsident mit wilden und irrationalen Drohungen

Wie geht der erfolgsverwöhnte Präsident der USA mit Gegenwind um? Nicht gut, zeigt sein Verhalten eines einzigen Tages. Wenn für Donald Trump etwas nicht so läuft, wie er es wünscht, verlässt er noch mehr den Boden der Realität und schlägt – zumeist nur verbal – wild um sich.

Das gilt etwa für die Annäherung zwischen der EU und Kanada, die Trump selbst durch seine Annexionsfantasien und dem Zollkrieg mit seinem friedlichen Nachbarn im Norden provoziert hat. Ob Kanada tatsächlich ein assoziiertes Mitglied der Union werden wird, wie es EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der kanadische Premier Mark Carney am Mittwoch verkündeten, ist ungewiss. Weiters kann niemand sagen, was dieser Status tatsächlich bringen würde. Viel mehr als ein paar Erleichterungen für Handel und Investitionen sowie eine verstärkte Zusammenarbeit in Technologie und Forschung ist nicht zu erwarten. Nur Kanadas Teilnahme am Eurovision Song Contest nächstes Jahr kommt bestimmt.

 
Dokumentation: 178 tote Zivilisten – UN-Ermittler sehen mögliche US-Kriegsverbrechen in Iran
Der Krieg in Iran bekommt nun auch eine Akte des Völkerrechts. Die vom UN-Menschenrechtsrat eingesetzte unabhängige Untersuchungsmission zu Iran sieht hinreichende Gründe für die Annahme, dass die Vereinigten Staaten bei 2 Angriffen am 28. Februar Kriegsverbrechen begangen haben könnten. Mindestens 178 Zivilisten wurden dabei getötet, darunter Frauen und Kinder. Zugleich wirft die Mission der iranischen Regierung schwere Menschenrechtsverletzungen vor, von denen viele nach ihrer Bewertung Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellen. Der Bericht ist rechtlich nicht bindend. Er kann jedoch später in internationalen Verfahren eine Rolle spielen. Die Mission unter Vorsitz der bangladeschischen Juristin Sara Hossain wurde 2022 vom UN-Menschenrechtsrat geschaffen und soll ihre Ergebnisse am Montag dem aus 47 Mitgliedstaaten bestehenden Gremium vorlegen.

 
Ein schöner Erfolg: Texas blockierte seine Auslieferung. Jetzt sitzt ICE-Beamter Christian Castro doch in Minnesota in Haft
Minneapolis (KB) – Ein Haftbefehl ist Papier, bis jemand bereit ist, ihm staatliche Gewalt zu geben. Minnesota wollte Christian Castro seit Monaten vor Gericht sehen. Der texanische Gouverneur Greg Abbott verweigerte die Auslieferung. Castro kam wieder frei. Am Mittwoch endete dieses Kapitel in der Innenstadt von Minneapolis: Beamte des Minnesota Bureau of Criminal Apprehension nahmen den ICE-Beamten auf Grundlage des weiter bestehenden Haftbefehls fest. Am Donnerstag saß er ohne Kaution im Hennepin County Jail und wartete auf seinen Termin vor einem Gericht des Bundesstaates.

Der Fall führt zurück in den Januar und mitten in Operation Metro Surge, den massiven Einwanderungseinsatz der Regierung von Präsident Donald Trump im Raum Minneapolis und Saint Paul. Dabei wurde der 24-jährige Venezolaner Julio Cesar Sosa-Celis am Bein angeschossen. Die Staatsanwaltschaft wirft Castro vor, er habe durch die Eingangstür eines Hauses gefeuert und Sosa-Celis getroffen. Danach habe er Ermittlern erzählt, Männer hätten ihn mit einem Besenstiel und einer Schneeschaufel angegriffen, bevor er seine Waffe abgefeuert habe.

 
Richter schaltet sich in Baumaßnahmen am Kennedy Center ein
Nach der Schließung des Kennedy Centers in Washington wegen angeblicher Sicherheitsbedenken hat ein Richter allzu schnelle Baumaßnahmen untersagt.

Sollten größere Bauarbeiten oder eine Zerstörung des Hauptgebäudes geplant sein, müsse das Kennedy Center 30 Tage zuvor darüber informieren, ordnete der Bundesrichter gestern in Washington an.

Trump: Kennedy Center wird geschlossen
Trump hatte am Dienstag bekanntgegeben, Washingtons größte öffentliche Kultureinrichtung – das Kennedy Center – müsse wegen Sicherheitsbedenken und dringend nötiger Renovierungsarbeiten umgehend geschlossen werden.

 
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