Erst umworben, dann gejagt: Trump verliert die Latinos, die ihm den Sieg brachten
2024 holte Donald Trump 42 Prozent der Latinos, ein Ergebnis, das es für einen Republikaner so noch nicht gegeben hatte. Sofort war von einer neuen, vielfarbigen Koalition der Rechten die Rede, einem Beweis, dass seine Botschaft über alle Herkünfte hinweg zünde. Kommentatoren sahen eine dauerhafte Neuordnung, das Ende der alten Selbstverständlichkeit, dass diese Stimmen den Demokraten gehören. Keine zwei Jahre hat es gebraucht, aus der Werbung eine Hetzjagd zu machen. Zwei aktuelle Umfragen von NBC und Telemundo zeigen, dass sich die Mehrheit der Latinos von ihm abgewandt hat, eine Bewegung, die läuft, seit er zurück im Amt ist und seine schonungslose Jagd auf Einwanderer begonnen hat.
Die Zahlen sind deutlich. Vor den Zwischenwahlen wollen 59 Prozent der Latinos demokratisch stimmen, fast doppelt so viele wie 2024. In einer zweiten Umfrage bevorzugen 60 Prozent die Bewerber der Demokraten fürs Repräsentantenhaus. 69 Prozent sind mit Trumps Arbeit unzufrieden. Diese Werte bedeuten keinen leichten Rückgang, sie bedeuten einen Absturz. Zwei getrennte Umfragen zeichnen dasselbe Bild. Der Traum von der bunten Rechten ist so gut wie tot.
Die Gründe liegen offen. Seine Wirtschaftspolitik stößt sie ab, sein Nichtstun gegen die Teuerung ebenso. Billigeres Leben hatte er versprochen, geliefert hat er Razzien. Dazu die Massenabschiebungen, mit denen er seit der Rückkehr ins Weiße Haus ganze Viertel überzieht. Viele dieser Wähler hatten auf Ordnung und Aufstieg gehofft, nicht auf Panzerwesten vor der eigenen Tür. 2 Jahre lang gewaltsame Festnahmen und Entführungen. Schüsse und Pfefferkugeln. Tote. Familien, die seit Jahren hier arbeiten, verschwinden von einem Tag auf den anderen. In ihren Straßen entscheidet inzwischen das Klopfen an der Tür über den Tag.
So lehrt Trump seine Wähler, was ihm ihre Stimme wert ist. Er nahm sie und schickte ihnen die Beamten. Treue zahlt er in Handschellen zurück. Aus der Hoffnung von 2024 ist in zwei Jahren Angst geworden, und Angst wählt anders als Zuversicht.
Ein Selbstläufer für die Demokraten ist das nicht. 42 Prozent der Latinos sehen auch diese Partei negativ, die 2 Jahre voller Gewalt verstreichen ließ, ohne daraus etwas zu machen. Trump hat die Menschen vergrault, die ihm seinen Erfolg schenkten. Dass die andere Seite daraus bisher kaum Nutzen zieht, bleibt ihr eigenes Versäumnis.
kaizen-blog.org
2024 holte Donald Trump 42 Prozent der Latinos, ein Ergebnis, das es für einen Republikaner so noch nicht gegeben hatte. Sofort war von einer neuen, vielfarbigen Koalition der Rechten die Rede, einem Beweis, dass seine Botschaft über alle Herkünfte hinweg zünde. Kommentatoren sahen eine dauerhafte Neuordnung, das Ende der alten Selbstverständlichkeit, dass diese Stimmen den Demokraten gehören. Keine zwei Jahre hat es gebraucht, aus der Werbung eine Hetzjagd zu machen. Zwei aktuelle Umfragen von NBC und Telemundo zeigen, dass sich die Mehrheit der Latinos von ihm abgewandt hat, eine Bewegung, die läuft, seit er zurück im Amt ist und seine schonungslose Jagd auf Einwanderer begonnen hat.
Die Zahlen sind deutlich. Vor den Zwischenwahlen wollen 59 Prozent der Latinos demokratisch stimmen, fast doppelt so viele wie 2024. In einer zweiten Umfrage bevorzugen 60 Prozent die Bewerber der Demokraten fürs Repräsentantenhaus. 69 Prozent sind mit Trumps Arbeit unzufrieden. Diese Werte bedeuten keinen leichten Rückgang, sie bedeuten einen Absturz. Zwei getrennte Umfragen zeichnen dasselbe Bild. Der Traum von der bunten Rechten ist so gut wie tot.
Die Gründe liegen offen. Seine Wirtschaftspolitik stößt sie ab, sein Nichtstun gegen die Teuerung ebenso. Billigeres Leben hatte er versprochen, geliefert hat er Razzien. Dazu die Massenabschiebungen, mit denen er seit der Rückkehr ins Weiße Haus ganze Viertel überzieht. Viele dieser Wähler hatten auf Ordnung und Aufstieg gehofft, nicht auf Panzerwesten vor der eigenen Tür. 2 Jahre lang gewaltsame Festnahmen und Entführungen. Schüsse und Pfefferkugeln. Tote. Familien, die seit Jahren hier arbeiten, verschwinden von einem Tag auf den anderen. In ihren Straßen entscheidet inzwischen das Klopfen an der Tür über den Tag.
So lehrt Trump seine Wähler, was ihm ihre Stimme wert ist. Er nahm sie und schickte ihnen die Beamten. Treue zahlt er in Handschellen zurück. Aus der Hoffnung von 2024 ist in zwei Jahren Angst geworden, und Angst wählt anders als Zuversicht.
Ein Selbstläufer für die Demokraten ist das nicht. 42 Prozent der Latinos sehen auch diese Partei negativ, die 2 Jahre voller Gewalt verstreichen ließ, ohne daraus etwas zu machen. Trump hat die Menschen vergrault, die ihm seinen Erfolg schenkten. Dass die andere Seite daraus bisher kaum Nutzen zieht, bleibt ihr eigenes Versäumnis.
Erst umworben, dann gejagt: Trump verliert die Latinos, die ihm den Sieg brachten
2024 holte Donald Trump 42 Prozent der Latinos, ein Ergebnis, das es für einen Republikaner so noch nicht gegeben hatte. Sofort war von einer neuen, vielfarbigen Koalition der Rechten die Rede, einem Beweis, dass seine Botschaft über alle Herkünfte hinweg zünde. Kommentatoren sahen eine...