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US-News

Der republikanische Gouverneurskandidat in Ohio, Vivek Ramaswamy, holt ein Kind auf die Bühne, nachdem er dessen Schild gesehen hat, auf dem steht, dass sein Vater derzeit im Dienst der US-Streitkräfte im Ausland eingesetzt ist.
Was dann folgte, zeigte wohl die „neue Stärke“ der Republikaner, seit Trump bei den Zwischenwahlen spirituell mit auf dem Wahlzettel steht.

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Investigative Recherche – Ein kühler Satz auf Seite 4: Trump bekommt mehr atomare Optionen, die Regeln bleiben geheim
Auf Seite 4 eines 16-seitigen Papiers das uns vorliegt steht ein Satz, der ohne Sirene auskommt und gerade deshalb so kalt wirkt. Das US-Kriegsministerium überprüft derzeit im Geheimen die Richtlinien für den Einsatz amerikanischer Atomwaffen. Ziel sei, dem Präsidenten mehr Optionen an die Hand zu geben, um atomare Krisen abzuschrecken oder auf sie wirksam zu reagieren. Elbridge Colby, politischer Unterstaatssekretär im Ministerium, legte diese Aussage am 22. September 2026 dem Streitkräfteausschuss des Senats vor. Das Papier trägt den Stempel „UNCLASSIFIED“. Der entscheidende Teil dahinter bleibt geheim. Trump soll mehr atomare Möglichkeiten bekommen, und die Öffentlichkeit erfährt nur, dass daran gearbeitet wird. Die kältesten Entscheidungen tragen oft die ruhigste Schrift.

Schriftliche Stellungnahme von Elbridge A. Colby zur Umsetzung der Nationalen Verteidigungsstrategie 2026

 
Im Big Bend stehen die Bagger still, weil ein Gericht Trump erneut einfängt
Am Freitag verlas die Bundesrichterin Kathleen Cardone im Western District of Texas eine kurze Entscheidung von der Richterbank und stoppte damit den Bau der Grenzmauer im gesamten Big-Bend-Sektor. Über 500 Meilen durch Westtexas, National- und Staatspark eingeschlossen, dürfen vorerst nicht weiter zugebaut werden, bis die Regierung sämtliche geltenden Gesetze einhält. Wieder reißt Trump etwas an, wieder hält ihn ein Gericht an. Mit dem Zählen kommt man kaum nach. Cardone entschied erst nach mehr als vier Stunden Zeugenaussagen von Naturschutzgruppen und Anwohnern. Die Kläger hätten voraussichtlich bei mindestens einem Vorwurf Erfolg, befand sie, und erlitten irreparablen Schaden, wenn die Bagger weiterrollten. Ihre einstweilige Verfügung gilt für den Big Bend National Park und den Big Bend Ranch State Park. Auch die Grenze am Rio Grande im übrigen Sektor fällt darunter, bis über die im April eingereichte Klage entschieden ist.

 
Geheimdienstchef wird Trumps „KI-Zar“
US-Präsident Donald Trump hat den nationalen Geheimdienstkoordinator Jay Clayton zum Sonderbeauftragten für künstliche Intelligenz (KI) ernannt. Clayton solle in seiner vielfach auch als „KI-Zar“ bezeichneten neuen Rolle die neu geschaffene Super Intelligence Force (SIF) leiten. Das Gremium soll die Anstrengungen der US-Regierung bei KI koordinieren, wie Trump am Sonntag auf seiner Onlineplattform Truth Social schrieb.

Clayton folgt mit rund sechsmonatigem Abstand auf David Sacks, der bis Ende März Trumps „KI-Zar“ war. Durch besondere Expertise bei der von Trump als „Superintelligenz“ bezeichneten KI fiel Clayton bisher nicht auf. Der 60-jährige Jurist ist seit August Direktor der US-Geheimdienste.

 
Ministerium: Langstreckenbomber aus GB zurück in USA
Nach dem Vorfall an einem US-Luftwaffenstützpunkt in Großbritannien hat das Pentagon all seine Langstreckenbomber zurückbeordert. „Wir können nun bestätigen, dass alle US-Bomber, die auf dem Stützpunkt RAF Fairford stationiert waren, wieder an ihre Heimatstützpunkte in den Vereinigten Staaten zurückgekehrt sind“, teilte ein Beamter des US-Verteidigungsministeriums gestern mit.

Die US-Streitkräfte hatten im März weitere Langstreckenbomber nach Großbritannien verlegt, um so flexibler im Krieg gegen den Iran agieren zu können. Das Pentagon betonte in seiner jetzigen Mitteilung: „Die Piloten der amerikanischen Bomberflotte, darunter B-1, B-2 und B-52, sind weiterhin bereit, präzise globale Angriffe durchzuführen.“

Aus Gründen der operativen Sicherheit habe das Ressort zuvor „Bewegungen unserer Ressourcen und Streitkräfte nicht in Echtzeit“ kommentieren können, hieß es weiter. Einen Zusammenhang zu dem mutmaßlich geplanten Terroranschlag Ende September bestätigte das US-Verteidigungsministerium nicht.

Fünf Männer sollen Terroranschlag vorbereitet haben
Damals waren fünf Männer nahe des von der US-Luftwaffe genutzten britischen Militärstützpunkts RAF Fairford aufgegriffen worden. Sie werden der Vorbereitung einer terroristischen Tat verdächtigt, ermittelt wird auch wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz. Inzwischen sind sie unter strengen Auflagen wieder freigelassen worden.

 
Washington plant schon die Reparatur nach Trump – bereits jetzt beginnt der Kampf um die Rückkehr des Rechts und der Rückbau
Noch sitzt Donald Trump im Weißen Haus. Seine Gegner entwerfen bereits Regeln für den Tag, an dem er dort nicht mehr sitzt. Jamie Raskin will präsidentielle Notstandsrechte enger fassen und Renovierungen des Weißen Hauses öffentlich prüfen lassen. Zahlungen ausländischer Regierungen an einen Präsidenten sollen ohne Zustimmung des Kongresses verboten werden. Ein weiterer Entwurf richtet sich gegen finanzielle Vergleiche eines Präsidenten mit seiner eigenen Regierung. Im Sommer hatte ein Bundesrichter Trump und das Justizministerium scharf gerügt, weil sie einen Vergleich legitimieren wollten, der Trump vor einer Prüfung der Steuerbehörde geschützt und einen Fonds von fast 1,8 Milliarden Dollar geschaffen hätte. Washington versucht damit, Türen wieder einzubauen, nachdem Trump gezeigt hat, wie bequem man sie aus den Angeln heben kann.

Seine 2. Amtszeit hat diese Frage aus der juristischen Seminarstunde in den Alltag gezogen. Trump erklärte rund ein Dutzend Notstände und nutzte sie für Zölle oder beschleunigte Abschiebungen. Auch Einsätze der Nationalgarde wurden darüber begründet. Mehr als 280 präsidentielle Anordnungen kamen hinzu. Chris Murphy will Regierungsbeamten verbieten, Menschen wegen ihrer Äußerungen politisch zu verfolgen oder zu bestrafen. Suzan DelBene und Don Beyer wollen verhindern, dass ein Präsident Zölle unter Berufung auf einen nationalen Notstand allein verhängt. Rahm Emanuel fordert für Vermögen über 1 Million Dollar einen Treuhandfonds und ein Verbot ausländischer Geschenke. Trump handelte während seiner Amtszeit mit Aktien im Millionenwert und nahm ein Flugzeug aus Katar an.

Die Geschichte entlastet ihn dabei nicht, sie erklärt nur, warum der Boden längst weich war. Ronald Reagan entließ 1981 mehr als 11.000 Fluglotsen. George W. Bush genehmigte nach dem 11. September geheime Verhörmethoden, die vielfach als Folter bewertet wurden. Barack Obama weitete mit DACA präsidentielle Befugnisse aus und ließ mutmaßliche Terroristen weit entfernt von klassischen Kriegsgebieten durch Drohnen töten. Tiffany Justice von Heritage Action hält die demokratischen Reformpläne deshalb für Heuchelei. Trump tue nichts, was demokratische Präsidenten zuvor nicht ebenfalls getan hätten, sagt sie. Das Weiße Haus erklärt, die Regierung habe gerichtliche Entscheidungen befolgt. Sein Wirken werde jedes künftige Weiße Haus prägen. Nach Ansicht seiner Kritiker gehe Trump bei Umfang und Härte seiner Eingriffe weit über moderne Vorgänger hinaus.

Selbst innerhalb des demokratischen Lagers lauert eine Versuchung. Eine spätere Regierung könnte Trumps Methoden gegen dessen eigenes Lager richten. Michael Waldman warnt davor. Rechtsstaatliche Regeln müssten auch dann gelten, wenn die andere Seite zuvor Grenzen gedehnt habe. Zugleich beraten frühere Mitarbeiter des Justizministeriums aus republikanischen und demokratischen Regierungen darüber, wie dessen Unabhängigkeit wieder gestärkt werden könne. Unter Todd Blanche, zuvor Trumps persönlichem Anwalt, verließen viele erfahrene Juristen die Behörde oder wurden hinausgedrängt. Trump habe seinerseits angekündigt, vor seinem Ausscheiden vorsorglich jeden zu begnadigen, der dem Oval Office auf weniger als 200 Fuß nahegekommen sei.

Watergate liefert den Reformern die historische Hoffnung. Nach Nixons Rücktritt beschränkte der Kongress staatliche Überwachung und präsidentielle Notstandsrechte. Damals besaßen die Demokraten Mehrheiten, die heute kaum vorstellbar sind. Eine Umfrage aus dem vergangenen Jahr ergab, dass 78 Prozent der Amerikaner Sorgen wegen wachsender Präsidentenmacht haben. Gleichzeitig gewann in konservativen Rechtskreisen die Theorie an Gewicht, der Präsident verfüge über nahezu unbeschränkte Kontrolle der Exekutive. Der Kongress sah oft zu. Genau dort liegt die offene Rechnung.

Raskin spricht von Jahrzehnten des Wiederaufbaus. Das Problem liegt tiefer als bei ein paar schlechten Regeln. Trump hat zukünftigen Präsidenten vorgeführt, dass man Zuständigkeiten erst einmal an sich ziehen, Grenzen austesten und Gerichte hinterher entscheiden lassen kann. William Galston beschreibt diese Methode ziemlich nüchtern: Trump stelle Forderungen, von denen er selbst nicht erwarte, jede vor Gericht durchzubekommen. Ein paar große Siege reichten. Genau darin steckt die Gefahr für die Zeit nach ihm. Der nächste Präsident muss Trump nicht mögen, um von ihm gelernt zu haben. 280 Anordnungen, rund ein Dutzend ausgerufene Notstände und ein Justizministerium, dessen Spitze zuvor Trumps persönlicher Anwalt war, stehen bereits im Handbuch dessen, was offenbar versucht werden kann. Washington diskutiert deshalb über neue Schranken, während der Mann, gegen dessen Amtsführung sie gedacht sind, noch im Oval Office sitzt.
 
US-Militär greift erneut Schnellboot in Karibik an: Vier Tote
Erneut hat das US-Militär ein nach eigenen Angaben von Drogenschmugglern in der Karibik genutztes Schnellboot zerstört und dabei vier Menschen getötet.

Das für die Region zuständige Militärkommando Southcom veröffentlichte gestern (Ortszeit) ein Video zu seiner Mitteilung, auf dem ein fahrendes Boot von einem nicht identifizierbaren Geschoß getroffen wird, explodiert und in einem riesigen Feuerball aufgeht.

Das Schnellboot sei nach bestätigten Geheimdienstberichten aktiv am Drogenhandel beteiligt gewesen, hieß es. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

Völkerrechtliche Zulässigkeit bezweifelt
Auf Anordnung von Präsident Donald Trump greift das US-Militär seit Herbst vergangenen Jahres wiederholt Boote in der Karibik und im östlichen Pazifik an, mit denen angeblich Drogen in die USA geschmuggelt werden. Wie auch diesmal ist danach meistens von mehreren getöteten „Drogenterroristen“ die Rede.

 
„Wir schieben es ihnen in den Arsch“: Trump verteilt Bundesgeld nach Treue, und die Welt sieht ratlos zu
In einer Turnhalle in Vandalia, Ohio, fand der Präsident der Vereinigten Staaten am vergangenen Samstag den Satz, der seine Vorstellung vom Regieren genauer beschreibt als jedes Programm. „Geht einfach wählen“, rief Donald Trump den Leuten in der Butler High School zu. „Wenn ihr das tut, gewinnen wir, und wir gewinnen groß, und wir schieben es ihnen in den Arsch.“ Gemeint waren die Demokraten. Gemeint war ein Land, das sich der Redner wie eine Sache vorstellt, mit der man nach Belieben verfährt.

Der Auftritt galt republikanischen Kandidaten, unter ihnen Senator Jon Husted und der Bewerber ums Gouverneursamt Vivek Ramaswamy. Zwischen die Beschimpfungen legte Trump ein Versprechen und eine Drohung. Bleibe seine Partei an der Macht, hätten die Leute in Ohio einen direkten Draht zu seiner Regierung und kämen leichter an Bundeshilfe. Gewännen die Demokraten, werde er weniger geneigt sein, dem Staat zu helfen. Über die Kandidatin Amy Acton sagte er schlicht: „Aber ihr werde ich nicht helfen.“ Ohios republikanische Amtsträger riefen ihn oft an und bäten um Geld, erzählte er. Lob und Strafe im selben Atemzug, dazwischen lag an diesem Abend kein Gedanke an das Land, nur an die Treue zu ihm selbst.

Bundesgeld gehört dem Bund, nicht dem Mann an seiner Spitze. Es stammt von allen Steuerzahlern, auch von denen vor der Halle, die ihm ihre Schilder entgegenhalten. In Trumps Mund wird daraus ein Gnadenerweis, den man sich durch das richtige Kreuz auf dem Stimmzettel verdient. Er teilt die Mittel des Staates aus wie ein Herrscher sein eigenes Gut, nach Zuneigung und nach Gehorsam. Wo die Kasse des Gemeinwesens am Wohlwollen eines Einzelnen hängt, verwandelt sich die Verwaltung in einen Hofstaat.

 
... u.a. einer seiner vielen Aussagen:
De Niro: „Wenn dieser Feigling, dieses verdammte Stück Scheiße Donald Trump, versucht, uns unsere Stimme und unsere Macht wegzunehmen, was sagen wir ihm dann? Lass deine verdammten Hände von unserer Stimme."

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Rubio: Abzug von US-Bombern keine Reaktion auf Terrordrohung
Der Abzug der US-Langstreckenbomber von einem Militärstützpunkt in Großbritannien steht laut US-Außenminister Marco Rubio nicht in direktem Zusammenhang mit mutmaßlichen Terrordrohungen.

„Ich würde das nicht unmittelbar mit der Entscheidung über die Verlegung in Verbindung bringen“, sagte Rubio vor Journalistinnen und Journalisten heute. Grundsätzlich sei die Verlegung „nichts Ungewöhnliches“.

Das Pentagon hatte zuvor bestätigt, dass alle US-Bomber, die auf dem Stützpunkt RAF Fairford stationiert waren, wieder an ihre Heimatstützpunkte in den Vereinigten Staaten zurückgekehrt sind. Zu den Hintergründen äußerte sich weder die US- noch die britische Regierung.

Fünf Männer wegen Terrorverdachts im September festgenommen
Nahe dem Stützpunkt waren Ende September fünf Männer unter Terrorverdacht festgenommen worden. In den folgenden Tagen wurde ein sechster Verdächtiger festgenommen. Alle befinden sich unter Auflagen auf freiem Fuß.

 
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