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US-News

Pentagon vergibt Milliardenauftrag für Lenkwaffen
Nach mehrfachen Berichten über Engpässe bei den Raketenbeständen der USA infolge des Iran-Krieges hat das Pentagon einen milliardenschweren Auftrag zur Herstellung von Mehrzwecklenkwaffen vergeben.

Der Vertrag mit dem US-Unternehmen Raytheon mit einem Volumen von 24 Milliarden Dollar (rund 21,3 Mrd. Euro) werde die Produktion von Raketen des Typs SM-6 beschleunigen, erklärte das Pentagon gestern (Ortszeit).

Die Raketen seien „entscheidende Munition für die Luft- und Überwasserkriegsführung“. Der auf fünf Jahre ausgelegte Vertrag mit optionaler Verlängerung um zwei Jahre werde „eine schnellere Produktion vorantreiben“. Außerdem biete der Auftrag „der Verteidigungsindustrie langfristige Planungssicherheit“.

„Kampferprobte Waffe“
SM-6-Raketen sind bordgestützt und können Flugzeuge und Marschflugkörper treffen. Der Rüstungskonzern Raytheon hatte am Mittwoch gesagt, dass seine SM-6-Raketen „erfolgreich von verschiedenen bordgestützten Plattformen der US-Marine sowie von Abschussanlagen an Land abgefeuert“ worden seien. Sie seien eine „kampferprobte Waffe“.

 
Sonderermittlerin untersucht Vergewaltigungsvorwürfe an US-Elite-Uni
Die Generalstaatsanwältin New Yorks wird als Sonderermittlerin für den Fall eingesetzt. Der Bezirksstaatsanwalt sagte, dass in einer ersten Aussage keine Straftat beschrieben worden sei

Wien – Nach Vorwürfen einer Gruppenvergewaltigung an einer US-Eliteuniversität lässt New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul die Ermittlungen unter Aufsicht stellen. Es gebe "ernsthafte Fragen" zum bisherigen Vorgehen der lokalen Polizei und der Entscheidung des Bezirksstaatsanwalts, den Fall nicht strafrechtlich zu verfolgen, hieß es in einer Mitteilung Hochuls. Darum werde die Generalstaatsanwältin des Bundesstaates, Letitia James, als Sonderermittlerin für den Fall eingesetzt.

Eine ehemalige Studentin der renommierten Cornell-Universität wirft sieben Männern vor, sie 2024 in einem Verbindungshaus auf dem Gelände der Universität sexuell missbraucht und vergewaltigt zu haben. Sie sei mit Alkohol und Drogen gefügig gemacht worden. Ihre Aussagen kurz nach dem Vorfall führten nicht zu einem Verfahren.

Die örtlichen Behörden sehen sich nun heftiger Kritik ausgesetzt, seit die Frau Mitte September eine Zivilklage einreichte und der Vorfall große Aufmerksamkeit bekam. Auf Basis der Aussagen dort wollte die lokale Staatsanwaltschaft die Frage prüfen, ob der Fall nun zur Anklage gebracht werden kann.

 
Die Abfolge von Irrsinn: Trump lässt ein Warnschild fürs Rindfleisch prüfen, und seine Farmer sehen rot
Ein Etikett ist ein kleines Geständnis. Es verrät dem Käufer, was der Verkäufer lieber für sich behalten hätte. Bald könnte so ein Geständnis auf jeder Packung Hackfleisch in amerikanischen Kühlregalen kleben, und auf den Weg gebracht hätte es ausgerechnet Donald Trump. Am 29. September unterschrieb der Präsident eine Verfügung, die den Landwirtschaftsminister und den Gesundheitsminister anweist, binnen 60 Tagen Optionen vorzulegen. Geprüft wird, ob Lebensmittel und Arzneimittel mit „erheblichen Mengen“ Alpha-Galaktose künftig wie andere Allergene gekennzeichnet werden sollen. Bekannt ist der Stoff durch das Alpha-Gal-Syndrom, eine Allergie gegen rotes Fleisch, die nach einem Zeckenstich entstehen kann. Sie wird häufiger. Sie kann lebensgefährlich werden.

Dabei ist Alpha-Gal zunächst nichts Bedrohliches. Der Zuckerbaustein sitzt ganz natürlich auf den Zellen fast aller Säugetiere und steckt deshalb in ihrem Fleisch und ihrer Milch. Auch Gelatine kann ihn enthalten. Nur der Mensch und einige Primaten bilden ihn nicht selbst. Heikel wird es erst, wenn das Immunsystem nach bestimmten Zeckenstichen Antikörper dagegen entwickelt. Dann behandelt der Körper etwas Alltägliches wie einen Eindringling. Gift ist Alpha-Gal keines, und aus einem Labor stammt es schon gar nicht. Die Gefahr liegt allein in der fehlgeleiteten Abwehr eines sensibilisierten Menschen. Das Steak hat nichts zu gestehen.

 
Trumps Energiepolitik kommt auf der Stromrechnung zurück – Haushalte sollen bis 2040 im Schnitt 6.500 Dollar mehr zahlen
Donald Trump verspricht billigere Energie, doch eine neue Modellrechnung kommt zu einem ganz anderen Ergebnis. Haushalte in den 48 zusammenhängenden US-Bundesstaaten könnten durch die seit seiner Rückkehr veränderte Energiepolitik bis 2040 im Schnitt 6.500 Dollar zusätzlich zahlen. In Oregon steigt die Rechnung laut Berechnung sogar um insgesamt 9.300 Dollar, auch Mississippi und Wyoming liegen bei ungefähr 9.000 Dollar. Der Grund liegt aus Sicht der Forscher in Washington selbst: weniger Förderung für saubere Energie, gestoppte Wind- und Solarprojekte, gelockerte Verbrauchsvorgaben für Autos und mehr Abhängigkeit von Erdgas. Höhere Nachfrage trifft auf ein System, dessen Strompreise ohnehin schneller steigen als die Inflation. Der Iran-Krieg hat Öl und Benzin zusätzlich verteuert. Die Rechnung beschränkt sich ausdrücklich auf Folgen der Bundespolitik. Nach dem Modell steigen die jährlichen Energiekosten in jedem untersuchten Bundesstaat, in 47 von 48 Staaten gehen Arbeitsplätze verloren. Für 46 Staaten wird ein geringeres Bruttoinlandsprodukt berechnet. Hinzu kämen 37.000 vorzeitige Todesfälle durch Luftverschmutzung und zusätzliche Gesundheitskosten von 72 Milliarden Dollar. Alaska und Hawaii fehlen, weil entscheidende Bundesdaten nicht vorlagen. Besonders bitter: Staaten, die Trump 2024 gewählt haben, sollen pro Haushalt im Schnitt rund 7.000 Dollar zusätzlich zahlen, gegenüber 5.800 Dollar in Staaten, die für Kamala Harris stimmten.
Das Weiße Haus weist die Analyse zurück und nennt das Institut parteiisch. Sprecherin Taylor Rogers erklärt, Trump repariere eine von Joe Biden verursachte Stromkrise und setze auf Kohle sowie Erdgas, um zuverlässige Energie bereitzustellen. Die Regierung verweist außerdem auf hohe Preise in Kalifornien und New York. Die Zahlen selbst bleiben unbequem: Der durchschnittliche Strompreis für Privathaushalte lag im Januar 2021 bei etwa 12,6 Cent je Kilowattstunde, im Januar 2025 bei knapp 16 Cent. Im Juli 2026 waren es 18,31 Cent. In Oregon warnt der Verbraucherschutz bereits vor mehr Abschaltungen, weil Familien ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen könnten. Trump nennt seine Politik bezahlbar. Auf dem Küchentisch entscheidet später die Rechnung.

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Verfehlte Venen, experimentelle Methoden, lange Qualen: Auffällig viele Hinrichtungen in den USA laufen nicht nach Plan
Lange war die Todesstrafe in den USA auf dem Rückzug, die Trump-Regierung hat den Trend umgekehrt. Allerdings häufen sich bei den Exekutionen in den USA die Pannen

Als Christa Pike fragt, ob sie sich denn so fühlen solle, wie sie sich fühlt, läuft ihre Hinrichtung schon seit geraumer Zeit.

Vollzugsbeamte haben zuerst ihre Venen mehrfach verfehlt, und ihr danach eine eigentlich zweifach tödliche Dosis des Schlafmittels Pentobarbital gespritzt. Auch das aber schlug fehl: Laut Zeugen, die bei der versuchten Exekution Pikes dabeiwaren, sprach die verurteilte Mörderin zunächst noch mit ihren Henkern.

Später, als der Vorhang zum Zuschauerraum schon geschlossen worden war, sei lautes Schnarchen zu hören gewesen. Anschließend wurde Pike in ein Krankenhaus überstellt, wo versucht wurde, ihr das Leben zu retten, das man ihr zuvor gerade noch hatten nehmen wollen. Ihr Zustand gilt als kritisch. Ob sie bleibende Schäden erlitten hat, ist unklar. Auch weiß man nicht, ob sie eines Tages ausreichend gesunden wird, damit der Staat Tennessee erneut versuchen kann, sie umzubringen.

Grausam und ungewöhnlich
Wer die Schilderungen von der fehlgeschlagenen Exekution der 50-Jährigen Pike hört, die zuvor 30 Jahre in ihrer Todeszelle verbracht hatte, kommt nicht umhin dieses Geschehen für ungewöhnlich zu halten – und auch eine gewisse Grausamkeit ist schwer in Abrede zu stellen. Und das ist ein für die Zukunft der Todesstrafe in den USA womöglich kritischer Punkt: "cruel and unusual" ist nämlich die Formulierung, die im achten Zusatzartikel der US-Verfassung und im britischen "common law" steht – an jenem Punkt, an dem aufgeführt ist, welche Strafen dem Staat verboten sind.

 
Letztlich trifft man ja doch eine Wahl – und nichts ist sicher außer dem Tod und den Steuern. Aber wenn man diese nicht dafür einsetzen will, dass die Mitbürger essen können, wofür dann? Und genau das zeigt doch am Ende die Gefahr der "Diversität". Das Gemeinschaftsgefühl ist verschwunden. Niemand kann sich mit dem Nachbarn identifizieren. Ist wohl keine große Überraschung, dass es ausgerechnet die USA sind, die kein Sozialsystem haben und die nordischen Länder besonders homogen waren; und jetzt, wo auch sie diverser werden, ihre Sozialstaaten langsam zurückgefahren werden...

 
Causa Pike: Rufe nach Aus für Todesstrafe in USA
Nach der fehlgeschlagenen Hinrichtung einer US-Todeskandidatin werden Rufe nach Abschaffung der Todesstrafe in den USA laut. Nach Amnesty International forderte das auch UNO-Menschenrechtskommissar Volker Türk.

Die verurteilte Mörderin Christa Pike hatte zwei Giftspritzen überlebt und lag nach Angaben ihrer Anwälte in einem lebensbedrohlichen Zustand im Krankenhaus.

UNO: „Verabscheuungswürdig“
„Das anhaltende körperliche und seelische Leiden durch mehrere gescheiterte Hinrichtungsversuche ist verabscheuungswürdig und grausam“, sagte Türk auf den Onlineplattform X. Er verlangte Gnade für Pike.

 
Gruppenvergewaltigung an Uni
Gouverneurin erhebt schwere Vorwürfe
Seit Tagen gehen in den USA die Wogen hoch, nachdem in der Eliteuniversität Cornell der Verdacht einer Gruppenvergewaltigung aufgekommen ist. Sieben Studenten, inzwischen als „Cornell 7“ bekannt, sollen eine Frau vergewaltigt haben, zunächst wurde der Fall nicht weiter verfolgt. Doch der öffentliche Aufschrei sorgte nun für die Einsetzung der Sonderermittlerin Letitia James durch New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul. Beide reagierten am Freitag empört über den Umgang der Uni und der örtlichen Behörden mit dem Fall.

Kurz zuvor hatte Gouverneurin Hochul ein Dekret zur Einsetzung von James als Sonderermittlerin unterzeichnet. Sie habe „das Vertrauen in die Fähigkeit des Bezirksstaatsanwalts von Tompkins County verloren, den Fall fair zu beaufsichtigen“, so die Demokratin Hochul dazu.

Am Freitag gaben Hochul und James eine Pressekonferenz. Die Gouverneurin machte den lokalen Behörden schwere Vorwürfe: So habe die Campuspolizei die Schilderung der Frau nicht vollständig an die Staatsanwaltschaft weitergegeben. Der Bezirksstaatsanwalt habe den Fall zu den Akten gelegt, ohne dass das mutmaßliche Opfer befragt worden sei.

 
Trumps Anti-Kriminalitäts-Einsatz stolpert über die eigenen Leute - zweiter Soldat in 2 Monaten festgenommen
Ein Soldat aus Trumps Einsatzgruppe zur Kriminalitätsbekämpfung in Washington ist wegen einer nicht genehmigten Schusswaffe festgenommen worden. Der 22-jährige Jakob Noonan von der Nationalgarde Oklahomas war privat unterwegs, nicht in Uniform und hatte seine eigene Waffe dabei. Aus den Unterlagen, die auch uns vorliegen, geht hervor, dass sein Fahrzeug wegen eines abgelaufenen Kennzeichens gestoppt wurde und einem Beamten der Park Police dabei ein leeres Holster auffiel. Noonans Festnahme ist bereits die zweite eines Mitglieds dieser Einsatzgruppe innerhalb von 2 Monaten. Trump schickt die Nationalgarde gegen Kriminalität in die Hauptstadt - und erneut landet einer seiner eigenen Leute selbst vor Gericht.
 
Causa Pike: Rufe nach Aus für Todesstrafe in USA
Nach der fehlgeschlagenen Hinrichtung einer US-Todeskandidatin werden Rufe nach Abschaffung der Todesstrafe in den USA laut. Nach Amnesty International forderte das auch UNO-Menschenrechtskommissar Volker Türk.

Die verurteilte Mörderin Christa Pike hatte zwei Giftspritzen überlebt und lag nach Angaben ihrer Anwälte in einem lebensbedrohlichen Zustand im Krankenhaus.

UNO: „Verabscheuungswürdig“
„Das anhaltende körperliche und seelische Leiden durch mehrere gescheiterte Hinrichtungsversuche ist verabscheuungswürdig und grausam“, sagte Türk auf den Onlineplattform X. Er verlangte Gnade für Pike.


Sie war 30 Jahre inhaftiert und am Ende wurde ihr nicht mal der Wunsch erfüllt, erhängt zu werden.

Hier hätte sie nach Jugendstrafrecht maximal 15 Jahre bekommen, wahrscheinlich eher 10.
 
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