Amerikas Absturz in den Aberglauben – 37 Prozent der GOP-Anhänger stellen den Holocaust in Frage – Was eine Umfrage des Manhattan Institute wirklich zeigt
Die Umfrage stammt nicht von einem linken Kampagnenbüro, sondern vom Manhattan Institute, einem konservativen Thinktank, der der republikanischen Welt normalerweise eher wohlgesonnen ist. Genau das macht die Zahlen so brisant. Abgefragt wurde, was Anhänger der heutigen GOP (Republikaner) von Aussagen halten, die das Institut selbst „häufig als Verschwörungstheorien bezeichnete Ideen“ nennt. Die Befragten sollten sagen, ob sie diese Aussagen für wahr, falsch oder unsicher halten. Aus den Antworten wurde ein „Netto-Zustimmungswert“ berechnet: Zustimmung minus Ablehnung. Was dabei herauskam, ist ein Blick in ein politisches Milieu, das sich Schritt für Schritt von überprüfbaren Tatsachen entfernt.
Beim Ursprung von COVID-19 liegen die Werte weit jenseits der Vorsicht, mit der Fachleute über die Laborfrage sprechen. 65 Prozent der befragten Republikaner sagen, das Virus sei aus einem Labor in China ausgetreten. Nur 27 Prozent halten diese Behauptung für falsch, 8 Prozent wissen es nicht. Das ergibt einen Netto-Zustimmungswert von plus 38 Punkten – ein gewaltiger Ausschlag. Hier geht es nicht mehr um „könnte sein“, hier ist der Laborunfall für eine deutliche Mehrheit schon zur festen Überzeugung geworden, unabhängig davon, wie dünn die Beweislage dafür ist.
Nicht weniger gefährlich ist der Blick auf die Wahl 2020. Laut Manhattan-Institute-Umfrage sind 51 Prozent der GOP-Anhänger überzeugt, die Präsidentschaft sei durch gefälschte Stimmzettel oder gehackte Wahlmaschinen entschieden worden. 40 Prozent widersprechen, 9 Prozent sind unsicher. Netto bleiben plus 11 Punkte. Gerichte, Wahlbehörden, republikanische Wahlleiter in den einzelnen Bundesstaaten – all das scheint gegen die Erzählung vom Betrug kaum noch anzukommen. Die Lüge vom „gestohlenen Sieg“ ist in diesem Lager längst zur Grundüberzeugung geworden. Wer so denkt, akzeptiert Niederlagen nicht mehr als Teil eines demokratischen Prozesses, sondern als Beweis dafür, dass das System angeblich gegen einen arbeitet.
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Die Umfrage stammt nicht von einem linken Kampagnenbüro, sondern vom Manhattan Institute, einem konservativen Thinktank, der der republikanischen Welt normalerweise eher wohlgesonnen ist. Genau das macht die Zahlen so brisant. Abgefragt wurde, was Anhänger der heutigen GOP (Republikaner) von Aussagen halten, die das Institut selbst „häufig als Verschwörungstheorien bezeichnete Ideen“ nennt. Die Befragten sollten sagen, ob sie diese Aussagen für wahr, falsch oder unsicher halten. Aus den Antworten wurde ein „Netto-Zustimmungswert“ berechnet: Zustimmung minus Ablehnung. Was dabei herauskam, ist ein Blick in ein politisches Milieu, das sich Schritt für Schritt von überprüfbaren Tatsachen entfernt.
Beim Ursprung von COVID-19 liegen die Werte weit jenseits der Vorsicht, mit der Fachleute über die Laborfrage sprechen. 65 Prozent der befragten Republikaner sagen, das Virus sei aus einem Labor in China ausgetreten. Nur 27 Prozent halten diese Behauptung für falsch, 8 Prozent wissen es nicht. Das ergibt einen Netto-Zustimmungswert von plus 38 Punkten – ein gewaltiger Ausschlag. Hier geht es nicht mehr um „könnte sein“, hier ist der Laborunfall für eine deutliche Mehrheit schon zur festen Überzeugung geworden, unabhängig davon, wie dünn die Beweislage dafür ist.
Nicht weniger gefährlich ist der Blick auf die Wahl 2020. Laut Manhattan-Institute-Umfrage sind 51 Prozent der GOP-Anhänger überzeugt, die Präsidentschaft sei durch gefälschte Stimmzettel oder gehackte Wahlmaschinen entschieden worden. 40 Prozent widersprechen, 9 Prozent sind unsicher. Netto bleiben plus 11 Punkte. Gerichte, Wahlbehörden, republikanische Wahlleiter in den einzelnen Bundesstaaten – all das scheint gegen die Erzählung vom Betrug kaum noch anzukommen. Die Lüge vom „gestohlenen Sieg“ ist in diesem Lager längst zur Grundüberzeugung geworden. Wer so denkt, akzeptiert Niederlagen nicht mehr als Teil eines demokratischen Prozesses, sondern als Beweis dafür, dass das System angeblich gegen einen arbeitet.
Amerikas Absturz in den Aberglauben – 37 Prozent der GOP-Anhänger stellen den Holocaust in Frage – Was eine Umfrage des Manhattan Institute wirklich zeigt
Die Umfrage stammt nicht von einem linken Kampagnenbüro, sondern vom Manhattan Institute, einem konservativen Thinktank, der der republikanischen Welt normalerweise eher wohlgesonnen ist. Genau das macht die Zahlen so brisant. Abgefragt wurde, was Anhänger der heutigen GOP (Republikaner) von...
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