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US-News

Minensuche, Märkte und Mitternachtstelefonate – wie Trumps Umfeld seinen Ausnahmezustand zur Goldgrube macht
Trump ist kein Stratege. Trump ist eine Flasche, die man gut füllen kann, mit dem, was man braucht. Wer das Militär nach seinem Bild umbauen will, benutzt ihn. Wer an den Finanzmärkten verdienen will, benutzt ihn. Und alle zusammen müssen nur dafür sorgen, dass er aufrecht steht, weil er aufrecht stehen muss, damit das Konstrukt funktioniert. Die einzige Frage, die in diesem System noch gestellt wird, ist nicht, was gut für das Land ist, sondern wer ihn als nächstes braucht.

Pete Hegseth braucht ihn gerade für die Minensuche. Die amerikanische Marine soll die Straße von Hormus von iranischen Minen befreien, sagt Trump auf Truth Social, und er habe angeordnet, die Aktivität auf das Dreifache zu steigern. Ein Satz, der nach Entschlossenheit klingt und nach nichts anderem. Das Pentagon teilte Abgeordneten in einem geheimen Briefing mit, die Räumung werde voraussichtlich sechs Monate dauern. Hegseth wurde danach gefragt und sagte, das Militär spekuliere nicht über Zeitpläne, bestritt die Aussage aber nicht. Angeblich sei das gesagt worden, sagte er. Eine Formulierung, die weder ja noch nein bedeutet und beides gleichzeitig vermeiden soll.

Pete Hegseth, Verteidigungsminister, nach eigenen Worten ohne Zustimmung des Kongresses – ein Kriegsminister. Vollkommen deplatziert in dieser verantwortungsvollen Rolle, schlicht ein Totalausfall.

 
Trump bringt staatlichen Einstieg bei Spirit Airlines ins Spiel
Bei einer Nachfrage zur Zukunft von Spirit Airlines reagiert Donald Trump mit einem Vorschlag, der weit über klassische Wirtschaftspolitik hinausgeht. Er stellt offen in den Raum, dass die Regierung selbst einsteigen und die Airline übernehmen könnte. Trump verweist dabei auf eine frühere gescheiterte Fusion und zieht einen direkten Vergleich zur damaligen Entscheidung unter Barack Obama. Sein Fazit fällt knapp aus: Es habe nicht funktioniert. Daraus leitet er die Idee ab, dass der Staat diesmal selbst handeln sollte.

Sein Ansatz ist ungewöhnlich klar formuliert. Kaufen, stabilisieren, später wieder verkaufen. Der mögliche Gewinn soll aus sinkenden Ölpreisen entstehen, die die Kostenstruktur der Airline verändern würden. Damit beschreibt er ein Vorgehen, das eher an einen Investor erinnert als an einen Präsidenten. Der Staat würde in diesem Fall nicht regulieren, sondern direkt eingreifen und unternehmerisch handeln. Ob ein solcher Schritt überhaupt umgesetzt werden könnte, bleibt offen. Doch allein die Aussage zeigt, wie weit sich die wirtschaftspolitischen Vorstellungen verschoben haben. Staatliche Beteiligung wird hier nicht als Hilfe beschrieben, sondern als mögliche Investition. Wie das unter Trump enden dürfte, ist kein Rätsel – das ist ein sicherer Absturz.

 
Trump deutet Angriff als Zeichen seiner Bedeutung – und fordert neuen Ballsaal

US-Präsident Donald Trump sagt, die Schüsse beim Dinner der White House Correspondents’ Association heute Abend seien ein klares Beispiel dafür, warum das Weiße Haus einen neuen Ballsaal brauche.

Nach den Schüssen beim Dinner der White House Correspondents’ Association verlagert Donald Trump den Fokus schnell auf sich selbst. Bei einer Pressekonferenz spricht er davon, dass wiederholte Gewalt in seiner Nähe ein Hinweis auf seine eigene Bedeutung sei. Menschen mit Einfluss würden angegriffen, sagt er, und fügt hinzu, er empfinde es fast als Auszeichnung. Der Täter hatte sich laut Polizei durch einen Sicherheitsbereich in Richtung des Ballsaals bewegt, in dem Trump saß. Ein Motiv ist weiterhin unklar. Der Präsident reagiert darauf nicht mit Zurückhaltung, sondern mit einer Mischung aus Selbstdeutung und politischer Forderung. Er erklärt, dass genau solche Vorfälle zeigten, warum ein neuer Ballsaal im Weißen Haus notwendig sei.

Trump verweist dabei auch auf frühere Vorfälle, darunter ein Attentatsversuch während des Wahlkampfs und eine weitere Bedrohung auf einem Golfplatz. Für ihn gehört die Gefahr zum Amt, auch wenn er einräumt, dass er sie in dieser Form nicht erwartet habe. Gleichzeitig betont er, dass er sich davon nicht beeinflussen lassen wolle. Das Dinner selbst wollte er fortsetzen, doch Sicherheitskräfte brachen die Veranstaltung ab. Trump kündigt an, sie innerhalb von 30 Tagen nachholen zu wollen. Es gehe darum, sich nicht von Gewalt diktieren zu lassen, wie das öffentliche Leben ablaufe.

Seine Aussagen zeigen vor allem eines: Der Angriff wird nicht nur als Sicherheitsproblem behandelt, sondern auch als Teil seiner eigenen politischen Erzählung, in der Bedrohung und Bedeutung eng miteinander verknüpft werden. Ob er sich da nicht irrt.

 
Eines der Videos zum Artikel: Schüsse, Sirenen, Chaos – und ein Präsident wird aus dem Saal gerissen


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50m sollen ihn von unserem Lieblingspräsidenten getrennt haben. Dass jemand es schafft mit einer Schrotflinte so weit zu kommen, spricht nicht gerade für die Wachsamkeit der Zuständigen.
 
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