Lizenz als Erpressung – wie ein Witz zur Staatsaffäre wird
Ein paar Sätze in einer Late-Night-Show reichen aus, um eine staatliche Behörde in Bewegung zu setzen. Die Federal Communications Commission unter ihrem Vorsitzenden Brendan Carr hat eine vorgezogene Überprüfung der Sendelizenzen von Disney angeordnet. Betroffen sind die lokalen Sender des Netzwerks ABC in den größten Städten der Vereinigten Staaten. Offiziell geht es um mögliche unzulässige Diskriminierung und um Programme rund um Diversität und Gleichstellung. Der zeitliche Zusammenhang erzählt jedoch eine andere Geschichte.
Auslöser ist ein Konflikt, der seit Monaten eskaliert. Donald Trump und Melania Trump greifen den Moderator Jimmy Kimmel öffentlich an. Hintergrund ist ein Witz über das kommende Dinner der White House Correspondents’ Association, bei dem Kimmel die First Lady als „so strahlend wie eine werdende Witwe“ beschrieb. Zwei Tage später fallen Schüsse bei genau dieser Veranstaltung. Der Kontext verschiebt sich schlagartig, die Reaktionen werden härter.
Melania Trump fordert Konsequenzen. Sie spricht von hasserfüllter und gewaltfördernder Sprache, die das Land spalte. Donald Trump geht weiter und verlangt die Entlassung Kimmels. Kommunikationsdirektor Steven Cheung nennt den Moderator öffentlich einen „beschissenen Menschen“. Kimmel weist den Vorwurf zurück. Sein Witz habe sich auf den Altersunterschied bezogen, nicht auf Gewalt. Er habe sich über Jahre gegen Waffengewalt ausgesprochen und sehe keinen Zusammenhang.
Während diese Auseinandersetzung öffentlich läuft, setzt Brendan Carr ein Signal in Richtung Disney. Die Lizenzen, die eigentlich erst zwischen 2028 und 2031 erneuert werden sollten, werden vorgezogen überprüft. Carr hatte bereits zuvor angekündigt, Unternehmen genauer zu prüfen, die Programme zur Diversität fördern. In einem Podcast erklärte er offen, dass man den Zeitpunkt einer Lizenzprüfung vorziehen könne, wenn Zweifel an der Ausrichtung eines Unternehmens bestehen.
kaizen-blog.org
Ein paar Sätze in einer Late-Night-Show reichen aus, um eine staatliche Behörde in Bewegung zu setzen. Die Federal Communications Commission unter ihrem Vorsitzenden Brendan Carr hat eine vorgezogene Überprüfung der Sendelizenzen von Disney angeordnet. Betroffen sind die lokalen Sender des Netzwerks ABC in den größten Städten der Vereinigten Staaten. Offiziell geht es um mögliche unzulässige Diskriminierung und um Programme rund um Diversität und Gleichstellung. Der zeitliche Zusammenhang erzählt jedoch eine andere Geschichte.
Auslöser ist ein Konflikt, der seit Monaten eskaliert. Donald Trump und Melania Trump greifen den Moderator Jimmy Kimmel öffentlich an. Hintergrund ist ein Witz über das kommende Dinner der White House Correspondents’ Association, bei dem Kimmel die First Lady als „so strahlend wie eine werdende Witwe“ beschrieb. Zwei Tage später fallen Schüsse bei genau dieser Veranstaltung. Der Kontext verschiebt sich schlagartig, die Reaktionen werden härter.
Melania Trump fordert Konsequenzen. Sie spricht von hasserfüllter und gewaltfördernder Sprache, die das Land spalte. Donald Trump geht weiter und verlangt die Entlassung Kimmels. Kommunikationsdirektor Steven Cheung nennt den Moderator öffentlich einen „beschissenen Menschen“. Kimmel weist den Vorwurf zurück. Sein Witz habe sich auf den Altersunterschied bezogen, nicht auf Gewalt. Er habe sich über Jahre gegen Waffengewalt ausgesprochen und sehe keinen Zusammenhang.
Während diese Auseinandersetzung öffentlich läuft, setzt Brendan Carr ein Signal in Richtung Disney. Die Lizenzen, die eigentlich erst zwischen 2028 und 2031 erneuert werden sollten, werden vorgezogen überprüft. Carr hatte bereits zuvor angekündigt, Unternehmen genauer zu prüfen, die Programme zur Diversität fördern. In einem Podcast erklärte er offen, dass man den Zeitpunkt einer Lizenzprüfung vorziehen könne, wenn Zweifel an der Ausrichtung eines Unternehmens bestehen.
Lizenz als Erpressung - wie ein Witz zur Staatsaffäre wird
Ein paar Sätze in einer Late-Night-Show reichen aus, um eine staatliche Behörde in Bewegung zu setzen. Die Federal Communications Commission unter ihrem Vorsitzenden Brendan Carr hat eine vorgezogene Überprüfung der Sendelizenzen von Disney angeordnet.