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US-News

Zwei Ex-Frauen, ein Schulfreund – warum sah niemand hin, bevor in Biddeford ein Mann starb – Sein Spitzname war: „White Boy David“
Am vergangenen Montag erschoss ein Beamter der Einwanderungsbehörde ICE in Biddeford im Bundesstaat Maine einen 25-jährigen Familienvater namens Johan Sebastián Durán Guerrero. Der Schütze heißt David Michael Brouillette, ist 37 Jahre alt und war früher so einiges. Was seither über ihn ans Licht kommt, stammt nicht von politischen Gegnern, sondern aus Recherchen und von den Menschen, die ihn am längsten kannten, und es zeichnet das Bild eines Mannes, dessen Umfeld die Katastrophe kommen sah.

Am Samstag wandte sich seine zweite Ex-Frau, Lucinda Brouillette, mit einer schriftlichen Erklärung an die Presse. Ob sie ihn für fähig halte zu einer Gewalt dieses Ausmaßes, fragte sie darin selbst, und ihre Antwort ließ keinen Zwischenraum. Uneingeschränkt ja. Dieser Glaube beruhe nicht auf Spekulation, sondern auf dem, was sie über viele Jahre selbst erlebt habe. Sie habe lange gefürchtet, dass seine Wut und seine sich steigernde Aggression irgendwann in schwere, lebensbedrohliche Gewalt münden würden, und oft geglaubt, sie selbst werde am Ende die Empfängerin sein.

Es ist eine Erklärung, die sich ihrer eigenen Zurückhaltung bewusst ist. Lucinda betont mehrfach, sie sei nicht dabei gewesen und wolle nicht über die Tat mutmaßen, die Fakten müssten Ermittler und Justiz feststellen, nicht die öffentliche Meinung. Was sie schildern könne, sei allein ihre eigene Erfahrung. Und diese Erfahrung reicht weit zurück. Sie sei während seiner gesamten militärischen Laufbahn mit ihm verheiratet gewesen und habe während dieser Jahre und lange danach ein anhaltendes Verhalten aus Einschüchterung, Manipulation und Kontrolle erlebt. Seine körperlichen Übergriffe seien mehrfach von Freunden und Angehörigen beobachtet worden.

 
Tate-Brüder wurden in den USA festgenommen
Der als frauenverachtender Influencer bekannte Andrew Tate und sein Bruder Tristan sind in den USA festgenommen worden. Die Festnahme erfolgte gestern in Miami im Zusammenhang mit Ermittlungen der britischen Polizei wegen einer Reihe mutmaßlicher Sexualdelikte, teilte die Polizei von Bedfordshire in der Nacht mit.

Die Brüder sollen kommende Woche vor einem Bundesgericht in Miami erscheinen, berichtete der US-Sender CNN unter Berufung auf Strafverfolgungskreise.

Die beiden Männer wurden laut britischen Polizeiangaben im Rahmen eines laufenden Strafverfahrens in Gewahrsam genommen. Dabei geht es um die Vorwürfe von drei Opfern.

Weitere Vorwürfe gegen Tate-Brüder
Die britische Staatsanwaltschaft teilte mit, sie werde weitere Anklagen gegen die Brüder erheben, die sich auf Vorwürfe von vier weiteren Opfern beziehen. Dabei gehe es unter anderem um „Vergewaltigung, das Organisieren oder Erleichtern von Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung sowie Straftaten im Zusammenhang mit kinderpornografischen Inhalten“, erklärte Malcolm McHaffie, Leiter der Abteilung für besondere Straftaten.

Das muss doch jetzt mindestens das dritte Mal sein, dass sie festgenommen wurden... warum kommen sie immer wieder frei? Wenn's so komplett egal ist, dann lasst sie einfach machen...
 
Das muss doch jetzt mindestens das dritte Mal sein, dass sie festgenommen wurden... warum kommen sie immer wieder frei? Wenn's so komplett egal ist, dann lasst sie einfach machen...
Es ist den Gerichten überhaupt nicht egal. Die Justizmühlen mahlen bei grenzüberschreitenden Fällen wie diesem (Rumänien, UK, USA) einfach nur extrem langsam. Dass sie nach den langen Arresten in Rumänien jetzt in den USA wegen 59 neuer, schwerer Anklagepunkte der britischen Justiz direkt wieder in Handschellen abgeführt wurden, zeigt deutlich, niemand lässt sie einfach machen. Sie stehen kurz vor der Auslieferung und einem Mammutprozess. Habe dazu auch KI befragt;

1. Sie sind keineswegs „frei“, sondern extrem im Visier der Justiz
Die Tate-Brüder wurden erst am 18. Juli 2026 in Miami, USA, erneut festgenommen. Grund dafür ist ein dringender Auslieferungsantrag Großbritanniens. Die britische Justiz (Crown Prosecution Service) hat die Anklage drastisch ausgeweitet: Insgesamt liegen nun 59 Anklagepunkte gegen die Brüder vor, darunter mehrfache Vergewaltigung, schwerer Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung und der Besitz kinderpornografischer Inhalte. Sie befinden sich aktuell in US-Bundeshaft. [1, 2, 3, 4]

2. Warum waren sie zwischendurch auf freiem Fuß?
Dass Verdächtige während eines laufenden Verfahrens nicht durchgehend im Gefängnis sitzen, ist in einem Rechtsstaat völlig normal:
  • Unschuldsvermutung und U-Haft: Bis zu einem rechtskräftigen Urteil gilt die Unschuldsvermutung. Untersuchungshaft ist kein Vorab-Gefängnis, sondern dient rechtlich nur dazu, Flucht oder Beweisvereitelung zu verhindern.
  • Lockerung der Auflagen: In Rumänien saßen sie monatelang im Gefängnis und danach im Hausarrest. Weil sich die dortigen Ermittlungen wegen bürokratischer und verfahrenstechnischer Fehler massiv in die Länge zogen, hob ein Gericht im April 2026 die Reisebeschränkungen auf. Deshalb durften sie überhaupt erst in die USA reisen. [1, 2, 3, 4, 5, 6]

3. Internationales Kompetenz-Gerangel
Die Ermittlungen erstrecken sich über drei Länder: Rumänien, Großbritannien und die USA. [1, 2]
  • Solange in Rumänien das Verfahren lief, durften sie rechtlich nicht einfach an das Vereinigte Königreich ausgeliefert werden.
  • Da sie nun in den USA festsitzen, läuft ein formelles Auslieferungsverfahren nach Großbritannien. Weil bei internationalen Auslieferungsverfahren in den USA extrem selten eine Kaution gewährt wird, stehen die Chancen gut, dass sie dieses Mal bis zur Entscheidung in Haft bleiben. [1, 2, 3]
 
Fünf bewaffnete Beamte gegen ein Katzenkonto, und am Ende steht der Satz, der die Regierung entlarvt
Man stelle sich den Aufwand vor. Ein Vizepräsident der Vereinigten Staaten, geschützt von einem Apparat mit Waffen, Ausweisen und Funkgeräten, tritt in Bangor im Bundesstaat Maine auf, um über eine Arbeitsgruppe des Weißen Hauses gegen Betrug zu sprechen. In der Schlange davor steht eine 37-jährige Frau, die im Internet ein Konto über Katzen führt. Sie hat sich ordnungsgemäß angemeldet, die Bestätigung des Präsidialamts erhalten, jede Vorgabe befolgt. Dann lösen sich aus dem Apparat 5 Beamte, einige bewaffnet, treten auf sie zu, nennen sie beim Namen und weisen sie ab. Amanda, Sie kommen hier nicht rein. Auf ihre Frage nach dem Warum fällt der Satz, der diesen ganzen Vorgang überlebt.

Es ist der Aufwand selbst, der alles verrät. Wer 5 Bewaffnete abstellt, um eine Spötterin aus einer Warteschlange zu entfernen, gibt zu Protokoll, dass er sich von ihr bedroht fühlt. Und bedroht wird JD Vance nicht durch eine Waffe, sondern durch einen Vergleich. Amanda McGonigle hat ihn ein empfindungsfähiges Glas Mayonnaise genannt. Ein feuchtes Papiertuch in Slippern. Einen Mann mit der Ausstrahlung eines ungewürzten Auflaufs. Es sind Sätze, gegen die kein Personenschutz hilft, denn sie zielen nicht auf den Körper, sondern auf die Würde des Amtes, und die lässt sich nicht abschirmen.

McGonigle betreibt unter dem Namen CatsOnACouch politische Konten, auf denen sie sich Ihre kleine boshafte Bestie in Sachen Politik nennt. 2,1 Millionen Menschen folgen ihr inzwischen. Entstanden ist das Ganze 2024, als eine Bemerkung des heutigen Vizepräsidenten aus dem Jahr 2021 wieder auftauchte, jene über die kinderlosen Katzenfrauen, mit der Vance Frauen ohne Kinder verächtlich gemacht hatte. McGonigle machte daraus ein Programm. Ihr erklärtes Ziel ist es, bis zum Ende seiner Amtszeit 2029 mehr Anhänger zu haben als er. Derzeit steht es 2,1 Millionen gegen seine 15,4, und der Abstand schrumpft mit jedem Auftritt, den er ihr durch solche Szenen verschafft.

 
Recherchen belegen: Die Beamten trugen Kameras, als sie in Maine einen Mann erschossen, nur einschalten dürfen sie die Kameras nicht
Es begann mit einer Auskunft, die sich als unwahr erwies. Nachdem ein Beamter der Einwanderungsbehörde ICE in Biddeford in Maine den 25-jährigen Kolumbianer Johan Sebastián Durán Guerrero erschossen hatte, teilte der Minister für innere Sicherheit, Markwayne Mullin, dem Senator Angus King mit, die beteiligten Beamten hätten keine Körperkameras getragen. Es klang nach einer jener Erklärungen, mit denen sich Behörden aus der Verantwortung ziehen, und es war falsch.

4 Beamte der ICE, die Bilder vom Tatort prüften und ihren Namen aus Sorge um ihre Stellung nicht nennen wollten, erkannten an der Ausrüstung zweier Kollegen in unmittelbarer Nähe des Toten sehr wohl Kameras. Es sind Geräte des Herstellers Motorola, das Modell SVX, ein drahtloses Funkmikrofon mit einer zusätzlichen Eigenschaft, die niemand nutzt. Es trägt eine Kamera. Man verwende die Geräte derzeit nur als Mikrofone, sagte einer der Beamten, wegen des Vertrags mit Axon.
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Donald Trump kaufte Aktien von Axon im Wert von bis zu 5 Millionen Dollar

Nun tritt die Firma Axon aus dem Hintergrund ins Licht, und mit ihr eine Spur, die bis ins Weiße Haus führt. Axon hieß früher Taser, benannt nach jener Elektroschockwaffe, die den Ruf des Unternehmens begründete und die es bis heute verkauft. Im vergangenen Monat sorgten die Finanzangaben des Präsidenten für Aufsehen. Die ICE hatte öffentlich einen Auftrag für Elektroschockwaffen im Wert von 220 Millionen Dollar ausgeschrieben, der wie zugeschnitten auf die Produkte von Axon wirkte. Nur 2 Wochen bevor diese Anfrage hinausging, hatte Donald Trump Aktien von Axon im Wert von bis zu 5 Millionen Dollar gekauft.

 
Trump räumt Sicherheitslücke bei seinem Katar-Jet ein – ausgerechnet nach den Ermittlungen gegen Journalisten
Manchmal dauert ein Dementi nur so lange, bis das nächste Mikrofon auftaucht. Wochenlang hatte das Weiße Haus den Eindruck vermittelt, der von Katar geschenkte Jumbojet sei bereit für den Einsatz als Air Force One. Nun sagt Donald Trump selbst etwas anderes. Das Flugzeug werde in Kürze außer Dienst gestellt und noch einmal umfassend aufgerüstet. In etwa einem Monat, erklärte er, solle die Maschine „maxed out“ sein. Mehr sagte er nicht. Doch genau dieses eine Wort beantwortet eine Frage, die das Weiße Haus bisher vermieden hatte. Denn der Jet war bereits im Einsatz. Trump flog mit der rund 14 Jahre alten Boeing 747-800 unter anderem zum NATO-Gipfel in die Türkei. Schon damals gab es Zweifel, ob die Maschine überhaupt über jene Schutzsysteme verfügt, die eine amerikanische Präsidentenmaschine normalerweise besitzt. Dazu gehören Raketenabwehr, besondere Abschirmungen gegen elektromagnetische Impulse nach einem Atomschlag, Luftbetankung sowie technische Systeme, die eine Air Force One zu einem fliegenden Weißen Haus machen. Genau diese Ausstattung fehlte nach Recherchen der New York Times zumindest teilweise.

Brisant ist nicht nur, was jetzt bekannt wird, sondern auch, wie darauf reagiert wurde. Nur einen Tag nach Veröffentlichung der Recherchen schaltete das Weiße Haus das FBI ein. Mehrere Journalisten der New York Times erhielten Vorladungen für eine Grand Jury. Bundesbeamte erschienen persönlich an ihren Wohnhäusern, um die Schriftstücke zu übergeben, statt den üblichen Weg über die Anwälte der Zeitung zu wählen. Ziel war herauszufinden, wer Informationen über die Sicherheitsausstattung des Flugzeugs weitergegeben hatte. Jetzt bestätigt ausgerechnet Trump selbst indirekt den Kern der damaligen Berichte. Wenn die Maschine erst noch umfassend nachgerüstet werden muss, war sie zuvor eben nicht vollständig ausgerüstet. Welche Systeme fehlen und was genau eingebaut werden soll, beantwortete das Weiße Haus auch nach Trumps Aussage nicht. Ebenso offen bleibt, ob der von ihm genannte Zeitraum von nur einem Monat überhaupt realistisch ist.

Bemerkenswert ist auch, was unmittelbar nach dem NATO-Gipfel geschah. Für den Rückflug verzichtete Trump plötzlich auf den geschenkten Jet und stieg wieder in eine der älteren Präsidentenmaschinen um, die er zuvor selbst jahrelang als veraltet verspottet hatte. Nach Berichten aus Washington soll der Secret Service ihm genau dazu geraten haben. Damit bleibt ein Vorgang zurück, der mehr Fragen als Antworten liefert. Ein Präsident nutzt ein geschenktes Flugzeug, das offenbar nicht denselben Schutz bietet wie die bisherige Air Force One. Journalisten berichten darüber. Das FBI sucht anschließend nach ihren Quellen. Wenige Wochen später erklärt derselbe Präsident selbst, die Maschine müsse nun erst einmal vollständig aufgerüstet werden. Manche Geschichten schreiben ihre Bestätigung am Ende selbst.
 
DOGE ist offiziell tot – doch Elon Musks Leute sitzen noch immer in Washingtons Schaltzentralen
Als Elon Musk Ende 2024 gemeinsam mit Vivek Ramaswamy die Leitung des Department of Government Efficiency übernahm, war das Versprechen spektakulär. DOGE sollte den Staat verschlanken, zwei Billionen Dollar einsparen und sich am 4. Juli 2026 selbst auflösen. Dieses Datum ist vorbei. Die Internetseite liegt praktisch still, die Mitteilungen auf dem offiziellen Konto sind fast verstummt. Wer deshalb glaubt, DOGE sei Geschichte, irrt. Die Organisation verschwand auf dem Papier, ihre Leute blieben im Apparat. Nach Auswertungen von Gerichtsunterlagen und Regierungsdokumenten arbeiten noch immer zahlreiche frühere DOGE-Mitarbeiter in Schlüsselpositionen der Bundesverwaltung. Manche sitzen heute im Pentagon, andere im Außenministerium oder in Behörden, die über Milliardenprogramme entscheiden. Die Gesichter haben sich kaum verändert, nur die Türschilder vor den Büros.

Besonders sichtbar ist das im Außenministerium. Jeremy Lewin, der maßgeblich am Abbau der Entwicklungshilfebehörde USAID beteiligt war, verantwortet inzwischen große Teile der amerikanischen Auslandshilfe. Im Pentagon wurde Gavin Kliger Datenchef. Andere ehemalige DOGE-Mitarbeiter arbeiten deutlich unauffälliger, aber nicht weniger einflussreich weiter. Viele ihrer Namen wurden überhaupt erst durch Gerichtsverfahren oder Anfragen nach dem Informationsfreiheitsgesetz bekannt. Parallel entstand mit dem National Design Studio eine neue Einrichtung, die intern von mehreren Beteiligten als geistiger Nachfolger von DOGE beschrieben wird. Offiziell modernisiert sie Internetseiten des Bundes und digitale Dienstleistungen. Tatsächlich arbeiten dort zahlreiche frühere DOGE-Leute weiter. Chef ist Airbnb-Mitgründer Joe Gebbia. Chefingenieur wurde Edward Coristine, besser bekannt unter seinem Spitznamen „Big Balls“, jener junge Mitarbeiter, der schon während der DOGE-Zeit Zugang zu besonders sensiblen Behörden erhielt.

Auch viele Projekte laufen einfach weiter. So digitalisierte DOGE die bislang papiergebundene Rentenverwaltung der Bundesbeamten, deren Akten jahrzehntelang in einem Bergwerk in Pennsylvania lagerten. Ende Juni stellte die Personalbehörde den Versand neuer Papierunterlagen endgültig ein. Das Projekt trägt heute einen anderen Namen, stammt aber direkt aus der DOGE-Werkstatt. Der eigentliche Umbau des Staatsapparates wirkt ohnehin bis heute nach. Behörden wurden zusammengestrichen, Mitarbeiter entlassen, später teilweise wieder eingestellt. Ganze Abteilungen mussten neu aufgebaut werden. Gleichzeitig explodierten die Prozesskosten, weil Bundesstaaten, Gewerkschaften und Beschäftigte gegen zahlreiche Maßnahmen klagten. Nach Berechnungen der Organisation Partnership for Public Service summieren sich die wirtschaftlichen Folgekosten inzwischen auf mehr als 165 Milliarden Dollar. Das entspricht rechnerisch über 1.000 Dollar pro amerikanischem Steuerzahler.

Ironischer könnte die Bilanz kaum ausfallen. Musk versprach Einsparungen von zwei Billionen Dollar. Tatsächlich stiegen die Staatsausgaben im vergangenen Jahr weiter an. Gleichzeitig beginnen zahlreiche Behörden wieder Personal einzustellen, nachdem Hunderttausende Beschäftigte den öffentlichen Dienst verlassen hatten. Selbst republikanische Senatoren verlangen inzwischen nachvollziehbare Belege dafür, wo die versprochenen Milliarden überhaupt verbucht worden sein sollen. Auch vor Gericht lebt DOGE weiter. Die Regierung argumentierte mehrfach, Klagen gegen die Organisation seien erledigt, weil DOGE seit dem 4. Juli offiziell nicht mehr existiere. Eine Bundesrichterin ließ dieses Argument nicht gelten. Eine Organisation könne sich ihrer Verantwortung nicht entziehen, nur weil ihr Ablaufdatum erreicht sei, stellte sie fest.

Vielleicht beschreibt ausgerechnet eine frühere DOGE-Mitarbeiterin die Lage am treffendsten. Am 4. Juli schrieb Katie Miller einen einzigen Satz. DOGE sei keine Behörde, sondern eine Lebensweise. Es ende nie. Genau danach sieht Washington heute aus.
 
Geschenkte US-Präsidentenmaschine wird umgerüstet
Die den USA von Katar geschenkte Präsidentenmaschine soll laut Worten von US-Präsident Donald Trump aufgerüstet werden. „Sie hat viele Fähigkeiten, aber soweit ich weiß, wird sie in etwa einem Monat weggebracht, um das Maximum herauszuholen“, sagte Trump gestern zu Journalisten und Journalistinnen. Er machte keine Angaben dazu, was genau geändert wird. Die Arbeiten sollen rund einen Monat dauern.

Trump hatte die Boeing 747-8 erstmals am 1. Juli genutzt. Bereits bei der Bekanntgabe, dass Katar Trump beziehungsweise den USA ein Flugzeug schenken will, gab es Sicherheitsbedenken.

Die Debatte bekam neuen Auftrieb, nachdem Trump beim Abflug vom NATO-Gipfel in der Türkei auf die Luxusmaschine verzichtet und stattdessen einen anderen Jet seiner alten Air-Force-One-Flotte genutzt hatte.

 
Rechts weht wie der Wind: Ein Becher namens Panzer, ein Freund der Trumps und eine Bewegung ohne Grenze
Manche Dinge verraten sich durch ein einziges Wort. Am 18. Mai stellte Starbucks Korea einen Thermobecher in die Regale und nannte ihn Tank, Panzer, und den Verkaufstag Tank Day. Ein Becher, harmlos wie Geschirr, doch das Datum macht aus dem Geschirr eine Waffe. Der 18. Mai ist in Südkorea kein Tag wie andere. Er ist der Beginn des Aufstands von Gwangju, jener 10 Tage im Jahr 1980, in denen Bürger sich gegen die Militärdiktatur erhoben und in denen Panzer durch die Straßen einer Stadt im Südwesten rollten, bis der Widerstand unter ihren Ketten erstickt war. Wer an diesem Tag einen Becher Panzer nennt, weiß, was er tut. Ein Zufall stolpert nicht so genau ins Schwarze.

Der Mann, dem der Becher gehört, heißt Chung Yong-jin, und er besitzt nicht nur Starbucks Korea, sondern Shinsegae, das größte Handelsimperium des Landes. Er ist ein alter Freund von Donald Trump Jr. und ein Rechtsausleger, der aus seiner Gesinnung nie ein Geheimnis gemacht hat. Der Zorn über den Panzerbecher wuchs so rasch, dass am 21. Juni mehr als 2.000 Filialen früher schlossen, um 24.000 Angestellte in der Geschichte ihres eigenen Landes zu unterrichten. 2,1 Milliarden Won, umgerechnet 1,4 Millionen Dollar, kostete das an entgangenem Umsatz. Man zahlte es, wie man ein Bußgeld zahlt, das billiger ist als die Wahrheit.

Doch der Becher ist nur das, was man sieht. Darunter läuft Geld, und es läuft zu einer jungen Frau namens Mina Kim. In den Vereinigten Staaten ausgebildet, konservativ, christlich, gründete sie 2023 die Gruppe Build Up Korea, ein koreanisches Abbild von Charlie Kirks Turning Point USA, bis in die Scherze hinein. Ob er sie verklagen werde, weil sie ihn kopiere, fragte sie Kirk im September 2025 lachend. Er lachte zurück, als Hauptredner ihres Jahrestreffens, versorgt mit endlosem Kaffee, den Chungs Konzern spendete. Wenige Wochen darauf war Kirk tot, ermordet, und Kim baute ihm mitten in Seoul einen Altar aus Blumen und Kerzen. So schnell wird aus einem Vorbild ein Märtyrer, und ein Märtyrer trägt weiter als jeder Redner.

 
Junge, von was träumst Du denn ...
„Amerika wird so respektiert wie noch nie zuvor

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