Aktuelles

US-News

Häme im Akkord: das Geschäft mit der Demütigung
Ein Gesicht, festgehalten in seinem hässlichsten Augenblick, daneben ein gelber Pfeil und ein Wort, das schreit. „Verliert." Am nächsten Tag „zerstört", nur der Mund gehört einem anderen, verzerrt im Standbild. Der politische Gehalt schrumpft zur Beigabe, verkauft wird der Triumph, den man dem Zuschauer alle paar Minuten hinhält: sieh her, der Gegner liegt wieder am Boden.
Die Freude am Erniedrigten ist die älteste, die eine Menge kennt. Der Marktplatz brauchte immer einen im Halseisen, an dem die Vorübergehenden sich größer fühlen durften. Dieses Format stellt das Halseisen wieder auf, in besserer Auflösung und mit einer Klickzahl darunter. Verächtlichkeit geht als Auskunft durch, und der Betrachter verwechselt sein eigenes Hochgefühl mit Erkenntnis.
Ein einzelner spöttischer Titel wäre eine Sache für sich. Hier läuft ein Band. Fast jeder Beitrag folgt demselben Rezept, ein entstelltes Gesicht mit einem Pfeil daran, und die immer gleiche Erniedrigung als Ertrag. Aus dem Angriff wird eine Fertigung, die Verachtung ausstößt, wie andere Betriebe Schrauben ausstoßen.
Billig ist das obendrein. Wer einen Politiker wirklich auseinandernehmen kann, braucht nicht 20-mal am Tag ein verzerrtes Gesicht mit einem „HAHA" daneben. Wäre echtes Handwerk vorhanden, käme die Demütigung gar nicht erst ins Bild. Feindseligkeit geht hier als Information über den Ladentisch, und das Publikum zahlt willig, weil das Gefühl der Überlegenheit bequemer ist als das Nachdenken.
Und dann die Zahl. 200.000 Menschen folgen dem, was hier entsteht. Diese Zahl misst den Stand einer Gesellschaft, die sich das Fließband leistet und es für Aufklärung hält. Ein Publikum, das alle paar Minuten den vernichteten Gegner sehen will, wird in der Verachtung geübt, Tag für Tag. Genau dieser geübte Hochmut ist der Boden, auf dem die Rechte wächst. Das Fließband der Häme und ihr Aufstieg schöpfen aus derselben Verrohung, und jede neue Demütigung treibt beide voran.
Was an alldem faktisch falsch liegt, zählen wir hier nicht auf. Da zieht einer die Lage der Matrosen auf dem Flugzeugträger Abraham Lincoln ins Lächerliche und verbreitet Schlüsse, die mit der Wirklichkeit nichts gemein haben. Nach eigener Auskunft berät derselbe Mann die Linke. Solche Leute sollten uns einmal 2 Wochen begleiten, in ein Kriegsgebiet wie Iran oder die Ukraine. Sie sollten den Beamten der ICE unmittelbar gegenüberstehen und sich durch El Salvador schlagen, dorthin, wo die Abgeschobenen ankommen. Vielleicht begriffen sie danach, wie armselig der Hochmut ist, den sie vom Schreibtisch aus verkaufen.

Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.
 

Anhänge

    Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.
Mehrere Verletzte nach Schüssen an US-Universität
Bei Schüssen auf dem Gelände einer Universität im US-Bundesstaat Virginia sind mehrere Menschen verletzt worden. Eine Person befinde sich in kritischem Zustand, vier weitere hätten nicht lebensgefährliche Verletzungen, berichtete der Lokalsender WTVR gestern unter Berufung auf die Polizei.

Der Campus der Virginia State University blieb nach dem Vorfall zunächst abgeriegelt. Studierende und Beschäftigte wurden aufgefordert, den betroffenen Bereich zu meiden und den Anweisungen der Sicherheitskräfte zu folgen.

Nach Angaben der Universität waren mehrere Verdächtige an dem Vorfall beteiligt. Nähere Angaben dazu, wie viele Menschen geschossen haben sollen oder was den Schüssen vorausging, gab es zunächst nicht. Auch über mögliche Festnahmen war zunächst nichts bekannt.

 
Zurück
Oben