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Der Streit um Trumps Angriff auf die Briefwahl geht in die nächste Runde.
Eine Bundesrichterin hat die Umsetzung seiner Verfügung erneut gestoppt - nur wenige Tage nachdem der Supreme Court der Regierung aus verfahrensrechtlichen Gründen zunächst wieder Spielraum gegeben hatte

Der Mann, der seine eigene Stimme per Post abgibt, will ausgerechnet diesen Weg für alle anderen verengen, als ließe sich Vertrauen nach Belieben aus- und einschalten. Am Donnerstag hat ihm eine Bundesrichterin dabei zum 2. Mal in die Hand gegriffen. Indira Talwani untersagte der Regierung für zwei Wochen, Donald Trumps Verfügung gegen die Briefwahl umzusetzen, gut eine Woche bevor die ersten Unterlagen für die näher rückenden Zwischenwahlen in die Umschläge sollen.

Der Streit kann rasch wieder beim Supreme Court landen. Vor wenigen Tagen hatte das Gericht der Regierung mit einer verfahrensrechtlichen Entscheidung zunächst freie Bahn verschafft. Die konservative Mehrheit ließ die Rechtmäßigkeit der Verfügung dabei offen und hielt nur fest, Talwani habe zu früh eingegriffen. Am Montag hob sie eine ihrer Sperren auf, worauf die von Barack Obama ernannte Richterin die zweite widerwillig nachzog. Die Demokraten und die Wahlrechtsgruppen reichten ihre Verfahren daraufhin neu ein, angepasst an den Spruch aus Washington, und zielen nun auf eine dauerhaftere Blockade. Die Anordnung pendelt zwischen den Instanzen, und jeder Ausschlag frisst Tage, die vor der Wahl niemand mehr hat.

 
Washington will Tanker und Öl künftig schneller kassieren – mit einem Rechtsinstrument aus dem 19. Jahrhundert
Die US-Regierung arbeitet an der Wiederbelebung sogenannter Prisengerichte, einem Rechtsinstrument aus dem Zeitalter der Segelschiffe, um beschlagnahmte Tanker und ihre Ladung schneller in amerikanisches Eigentum zu überführen. Im Gespräch ist zunächst ein Gericht im texanischen Houston, weil der dortige Hafen als naheliegender Zielort für festgesetzte Schiffe gilt. Bundesstaatsanwälte könnten dann Öl und andere Ladungen als sogenannte Prise behandeln, verkaufen lassen und die Einnahmen dem Staat zuführen. Der Gedanke stammt aus einer Zeit, in der gegnerische Schiffe samt Ladung nach einem Sieg als Beute galten. Nach dem Zweiten Weltkrieg spielte dieses Verfahren in den USA praktisch keine Rolle mehr, stattdessen griff Washington auf die zivile Vermögensabschöpfung zurück.

Genau die dauert der Regierung inzwischen offenbar zu lange. Fälle können sich über Monate hinziehen, weil Reedereien, Eigentümer und andere Beteiligte gegen die Beschlagnahmung vorgehen. Ein Beispiel ist der Tanker Skipper mit venezolanischem Öl, den die USA Ende vergangenen Jahres festsetzten. Washington verlangte Schiff und rund 1,8 Millionen Barrel Rohöl, doch mehrere Drittparteien schalteten sich ein und verzögerten das Verfahren. Die neue alte Idee soll diese Hürden verkürzen und zugleich Geld aus beschlagnahmten Ladungen schneller in den Haushalt bringen. Befürworter verkaufen das als Möglichkeit, Kosten des Krieges teilweise auszugleichen.

Juristisch dürfte das allerdings alles andere als geräuschlos laufen, denn schon die Frage, wann ein modernes Handelsschiff überhaupt wie eine Kriegsbeute behandelt werden darf, wird zwangsläufig vor Gerichten landen. Dass Washington diesen Weg überhaupt prüft, passt zu einer Politik, bei der Tanker und Ölladungen längst selbst Teil der Auseinandersetzung mit Staaten wie Iran und Venezuela geworden sind. Donald Trump hatte diesen Kurs im Mai ungewöhnlich offen beschrieben. Die US-Marine habe ein Schiff, die Ladung und das Öl genommen, sagte er, das sei ein sehr profitables Geschäft. Dann fügte er hinzu: „Wir sind wie Piraten. Wir sind irgendwie Piraten, aber wir spielen keine Spielchen.“ Jetzt prüft seine Regierung offenbar, ob sich genau dieses Prinzip mit einem Rechtsinstrument aus dem 19. Jahrhundert noch leichter organisieren lässt.
 
Wo ist dieser verdammte Ausknopf auf meiner Fernbedienung nur ...
Handelsminister Howard Lutnick über das Kennedy Center: „Lasst uns dieses Gebäude richtig auf Vordermann bringen. Lasst uns daraus etwas Großartiges machen. Und lasst Trump das Ganze als Bauleiter übernehmen

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Lutnick? der kommt doch auch in den Epstein-Files vor.
 
Investigative Recherche: ICE hat sein eigenes FBI, nur dümmer – und der Blick nach Deutschland
Tief im Inneren von ICE arbeitet eine Art amerikanische Stasi mit der Vollmacht, eigene Staatsbürger ins Visier zu nehmen. Sie heißt Homeland Security Investigations, kurz HSI, nach dem FBI die zweitgrößte kriminalpolizeiliche Behörde des Landes, ausgestattet jedoch mit weiter reichenden Befugnissen. Und die gefährlichsten Bundesbeamten Amerikas könnten zugleich die unfähigsten sein.

Einen seltenen Blick hinein öffnete der laufende Versuch des Justizministeriums, 15 Anti-ICE-Aktivisten aus Minnesota zu einer weiten „Antifa“-Verschwörung zusammenzuschrauben. Die dabei offengelegten Akten sind verstörend und grotesk unbeholfen zugleich. Selten zeigt sich ein Geheimdienst so entblößt wie in diesen Papieren.

Aus den Akten ragen drei Fundstücke heraus. Eine verdeckte Ermittlerin bewachte die Turnhalle einer Kirche, bis ihr die versteckte Wanze aus der Kleidung fiel, was ihr erst später auffiel. Auf der Jagd nach einem angeblichen Netz zur Terrorismusfinanzierung ließ HSI heimlich jahrelange Bankauszüge der Gewerkschaft SEIU vorladen und stieß am Ende nur auf Ausgaben für Streikmaterial und die Beiträge von Rentnern. Dazu kamen Zahnleistungen für Mitglieder. Vor einer Grand Jury führten Staatsanwälte schließlich eine HSI-Präsentation im Alex-Jones-Stil mit dem Titel „The Conspiracy“ vor, in der eine Fahrradwerkstatt zum Knotenpunkt eines kriminellen Netzes geadelt wurde.

 
Protest gegen Wahlrechtseinschränkungen durch Trump
In der US-Hauptstadt Washington haben heute Hunderte Menschen gegen Einschränkungen des Wahlrechts unter Präsident Donald Trump demonstriert. Zu der Kundgebung unter dem Motto „Defend the vote“ (Verteidigt das Wahlrecht) hatten Bürgerrechtsaktivistinnen und -aktivisten sowie Oppositionspolitikerinnen und -politiker aufgerufen.

In gut zwei Monaten finden in den USA die Zwischenwahlen zum Kongress statt, die als wichtiger Stimmungstest für Trump zur Mitte seiner zweiten Amtszeit gelten.

Angeführt wurde die Kundgebung unter anderen von Martin Luther King III. Sein Vater, Martin Luther King jr., hatte 1963 den „Marsch auf Washington“ angeführt. Damals hielt er seine berühmte Rede „I have a dream“, in der er Gleichstellung einforderte.

 
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