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US-News

US-Medien im Umbruch: Wer beherrscht den Wahlkampf?
Eigentümerwechsel, Tech-Bros, Medienriesen, mächtige Plattformen und Newsfluencer. Wer kontrolliert das politische Narrativ in den USA?

Hollywood ist im Wahlkampf. Im Visier stehen Tech-Milliardäre, die Trump mal mehr, mal weniger offensichtlich unterstützen. Meta-CEO Mark Zuckerberg wird in Aaron Sorkins Whistleblower-Film The Social Reckoning roboterhaft von Jeremy Strong verkörpert. Als OpenAI-Chef Sam Altman steht in Luca Guadagninos Artificial Andrew Garfield vor der Kamera. Und in Alex Gibneys Monumental-Doku Musk tritt Tesla-Gründer und X-Besitzer Elon Musk als größenwahnsinnige KI‑Figur auf. Dass diese Filme, die mächtigen Tech-Bros entzaubern, so kurz vor den US-Midterms erscheinen, ist kein Zufall. Doch erreichen die Warnungen auch ein Massenpublikum?

1. Hollywoods Kampf und Social Medias Reichweite
Hollywood mag ein alter Koloss sein, doch seine Strahlkraft ist ungebrochen. Wenn Jeremy Strong erzählt, wie er sich mit radikalem Method-Acting in die Rolle Mark Zuckerbergs hineingearbeitet hat, oder Andrew Garfield gesteht, dass er seit seiner Verkörperung von Sam Altman ChatGPT aus Angst meide, schlägt das in den sozialen Medien Wellen. Dort generieren Filmausschnitte, Reels und Interviewschnipsel Abertausende Klicks und entfachen Debatten. Über Social-Media-Reels besitzt Hollywood also weiterhin spürbar Einfluss auf den öffentlichen Diskurs.

 
Investigative Recherche: Nach Afrika abgeschoben, in ICE-Haft gestorben, ans Krankenhausbett gefesselt: Die Menschen hinter Trumps Abschiebungszahlen
Marilú Paredes ist 66 Jahre alt. Sie ist Venezolanerin, Großmutter und seit mehr als 40 Jahren verheiratet. In den Vereinigten Staaten erscheint sie zu einem vorgeschriebenen Termin bei der Einwanderungsbehörde ICE. Sie erfüllt damit eine behördliche Verpflichtung. Die Beamten nehmen sie fest. Wenig später wird sie gemeinsam mit neun weiteren Frauen von Louisiana nach Bangui abgeschoben, in die Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik. Ein Land, das sie niemals besucht hat. Dort lebt niemand aus ihrer Familie, niemand wartet auf sie. Ihre Tochter berichtet von einem bestehenden Abschiebeschutz, der eine Rückführung nach Venezuela untersagt. Washington wählt stattdessen Afrika. Der Reisepass bleibt bei ICE. Marilú Paredes sitzt in einem fremden Land, ohne vertraute Menschen und mit erheblichen Schwierigkeiten, überhaupt neue Reisedokumente zu beschaffen. Aus einem vorgeschriebenen Behördentermin wird eine Entfernung von Tausenden Kilometern, die Verhandlungen gestalten sich als zäh.

Ihr Ehemann bleibt in den Vereinigten Staaten zurück. In jüngster Vergangenheit wurde ihm ein Bein oberhalb des Knies amputiert. Er erholt sich noch von der Operation. Gerade in dieser Zeit fehlt ihm die Frau, mit der er seit über 40 Jahren sein Leben teilt. Die Behörde kann eine Abschiebung als abgeschlossenen Vorgang verbuchen. Für die Familie beginnt damit ein Zustand, den keine amtliche Statistik angemessen beschreibt. Eine Frau sitzt in Zentralafrika fest. Ihr Mann versucht, nach einer schweren Amputation wieder zu Kräften zu kommen. Ob die Abschiebung in einen Drittstaat mit den bestehenden Schutzrechten vereinbar ist, verlangt eine rechtliche Klärung. Wir versuchen auch in diesem Fall, jede erdenkliche Hilfe zu leisten. Gerade bei Abschiebungen in Drittstaaten ist die Rechtslage außerordentlich kompliziert. Der Weg führt über Botschaften, Konsulate und Anwälte vor Ort. Wir haben in der Vergangenheit zahlreiche solcher Fälle begleitet und konnten auch Rückführungen durchsetzen. Doch diese Verfahren brauchen Zeit. Die Trennung hat längst stattgefunden.

 
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