Aktuelles
  • Herzlich Willkommen im Balkanforum
    Sind Sie neu hier? Dann werden Sie Mitglied in unserer Community.
    Bitte hier registrieren

Wieso kehrt sich die Welt immer mehr zur Islamskepsis? [Sammelthread]

Dutzende Schulen suchten wegen islamistischer Vorfälle Rat
Dutzende Male haben sich Hamburger Schulen im vergangenen und im laufenden Schuljahr wegen islamistischer Vorfälle an die Schulbehörde gewandt. 22 Beratungsanfragen gingen an das Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI), wie aus der Senatsantwort auf eine Schriftliche Kleine Anfrage der CDU-Bürgerschaftsfraktion hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Weitere 50 Anfragen seien im vergangenen und laufenden Jahr an die Beratungsstelle Gewaltprävention der Schulbehörde gerichtet worden.

In seiner Antwort verweist der Senat darauf, dass die Anfragen «ausdrücklich nicht als bestätigte Radikalisierungs- oder Extremismusfälle zu interpretieren» sind, «sondern als Beratungsanfragen, innerhalb derer ein Radikalisierungsverdacht geklärt wird und ein schulischer Umgang ermöglicht werden soll». Zur Zahl der bestätigten Fälle machte der Senat keine Angaben.

Senat will Schulen vor Stigmatisierung schützen

 
Islamfeindlichkeit in Deutschland: Wie für viele Muslime Angst zum Alltag wird
Die Anzahl antimuslimischer Übergriffe ist in Deutschland rasant gestiegen. Besonders Frauen sind betroffen – viele fühlen sich im öffentlichen Raum nicht mehr sicher.

Zum 1. Juli jährt sich der Tag gegen antimuslimischen Rassismus. Zeitgleich werden alarmierende Zahlen von der Melde- und Beratungsstelle Claim veröffentlicht. Im Jahr 2024 wurden rund 3080 antimuslimische Übergriffe und weitere Diskriminierung dokumentiert, ein Anstieg um rund 60  Prozent im Vergleich zu 2023. Das sind 1154 Meldungen mehr als im Vorjahr. Eine besondere Auffälligkeit: Muslimische Frauen mit Kopftuch sind häufiger betroffen.

Wenn mich jemand fragen würde, wie ich mich die meiste Zeit im Alltag fühle, sobald ich einen Schritt vor die Haustür setze, dann würde ich sagen: anders. Jetzt, mit über 3000 gemeldeten antimuslimischen Vorfällen allein im letzten Jahr, wird klar: Was für viele wie eine subjektive Wahrnehmung klingt, spiegelt sich nun in Zahlen wider. Hinter diesen Zahlen stehen Betroffene, deren Alltag von Angst, Abwertung und Ausgrenzung geprägt ist. Diese Entwicklung kommt nicht aus dem Nichts. Lasse ich die negativen Schlagzeilen über den Islam der letzten Jahrzehnte Revue passieren und habe die unzähligen Kopftuch- und Burkadebatten vor Augen, dann wundern mich die Statistiken keinesfalls.

 
Islamfeindlichkeit in Deutschland: Wie für viele Muslime Angst zum Alltag wird
Die Anzahl antimuslimischer Übergriffe ist in Deutschland rasant gestiegen. Besonders Frauen sind betroffen – viele fühlen sich im öffentlichen Raum nicht mehr sicher.

Zum 1. Juli jährt sich der Tag gegen antimuslimischen Rassismus. Zeitgleich werden alarmierende Zahlen von der Melde- und Beratungsstelle Claim veröffentlicht. Im Jahr 2024 wurden rund 3080 antimuslimische Übergriffe und weitere Diskriminierung dokumentiert, ein Anstieg um rund 60  Prozent im Vergleich zu 2023. Das sind 1154 Meldungen mehr als im Vorjahr. Eine besondere Auffälligkeit: Muslimische Frauen mit Kopftuch sind häufiger betroffen.

Wenn mich jemand fragen würde, wie ich mich die meiste Zeit im Alltag fühle, sobald ich einen Schritt vor die Haustür setze, dann würde ich sagen: anders. Jetzt, mit über 3000 gemeldeten antimuslimischen Vorfällen allein im letzten Jahr, wird klar: Was für viele wie eine subjektive Wahrnehmung klingt, spiegelt sich nun in Zahlen wider. Hinter diesen Zahlen stehen Betroffene, deren Alltag von Angst, Abwertung und Ausgrenzung geprägt ist. Diese Entwicklung kommt nicht aus dem Nichts. Lasse ich die negativen Schlagzeilen über den Islam der letzten Jahrzehnte Revue passieren und habe die unzähligen Kopftuch- und Burkadebatten vor Augen, dann wundern mich die Statistiken keinesfalls.

Das ist ein verdrehtes verkehrtes Bild meiner Meinung nach. Muslime brauchen in Deutschalnd und generell in Westeuropa keine Angst zu haben. Sie werde schlichtweg nicht verfolgt und drangsaliert so wie es den jüdischen Menschen in Deutschland und Westeuropa ergeht.
 
Wegen Demokratiefeindlichkeit
Medienaufsicht sperrt Islamisten-Website kalifat.com
Im Kampf gegen islamistische Propaganda hat die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) eine Sperrverfügung für kalifat.com ausgesprochen. Demnach stelle das Angebot eine »konkrete Gefahr für den Frieden dar.«
Die Medienanstalten gehen erneut gegen islamistische Propaganda in Deutschland vor und lassen die Website kalifat.com sperren. Entsprechende Verfügungen wurden an die fünf größten Telekommunikationsunternehmen ausgesprochen, wie die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) mitteilte . Kleinere Anbieter sollen nach und nach folgen.

»Das deutschsprachige Angebot verbreitet in erheblichem Maße islamistische Propaganda, ruft zum Sturz von Regierungen in muslimisch geprägten Staaten und zur Gründung eines weltweiten Kalifats auf«, begründete die Kommission den Schritt. Somit stelle die Website eine »konkrete Gefahr für den Frieden und den Zusammenhalt in der Gesellschaft dar«.

Es ist nicht der erste Vorstoß der Medienaufsicht gegen islamistische oder antisemitische Propaganda. Vor gut einem halben Jahr hatte die KJM etwa die arabisch- und englischsprachigen Websites des libanesischen TV-Senders Al-Manar in Deutschland sperren lassen. Al-Manar gilt als Propagandakanal der Hisbollah.

 
Ich wollte es nur nebenher laufen lassen, aber das Video ist teils wirklich phantastisch

Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.
 
Tiktok-Imam Ramazan Demir: "Der Hassprediger hat den Vorteil, dass er 24/7 da ist"
Der frühere Gefängnisseelsorger weiß, wie es radikalen Islamisten online gelingt, Jugendliche für Terroranschläge zu ködern. Die Bedrohung werde "definitiv größer", sagt der Experte

Ein mulmiges Gefühl bekommt Ramazan Demir ab und zu, wenn er auf Wiens Straßen unterwegs ist. Der Imam versucht, die Propaganda von Hasspredigern auf Tiktok mit eigenen Videos auseinanderzunehmen. "Nach einiger Zeit habe ich auf der Straße schon einige Blicke gespürt, bei denen ich mir gedacht habe: 'Okay, das kann knifflig werden.'" Radikale Islamisten auf Tiktok seien nicht bloß Maulhelden, "es gibt auch unter denen Gewaltbereite – und das macht mir schon Angst".

STANDARD: Jung, verzweifelt, psychisch auffällig: So wirkt der radikale Jihadisten-Nachwuchs, der laufend vor Gericht Platz nimmt. Erst am Montag wurde ein schmächtiger 15-Jähriger verurteilt, der einen Messeranschlag am Wiener Westbahnhof geplant hatte. Am Freitag steht ein brutaler Sittenwächter vor Gericht, der als enger Vertrauter des mutmaßlichen Anschlagsplaners rund um das Taylor-Swift-Konzert in Wien 2024 gilt. Wächst uns die Gefahr über den Kopf?

Demir: Es sind nur wenige, die so radikal sind. Die Mehrheit sind Mitläufer. Aber genau diese kleine Gruppe richtig radikaler Extremisten unter Muslimen ist brandgefährlich. Die Gefahr wird definitiv größer.

 
Muslime und Juden: Die Mär vom ewigen Konflikt
In seinem Buch „Ohne Judentum kein Islam“ widmet sich der islamische Theologe Mouhanad Khorchide antisemitischen Einstellungen, die bei vielen Muslimen und Musliminnen heute verbreitet sind. Dem Experten zufolge enthalte der Islam bisher ungenütztes Potenzial, um diese zu überwinden.

Wie Khorchide ausführt, haben viele antisemitische Einstellungen ihre Grundlage nicht in eigenen Erfahrungen, sondern in Erzählungen, die häufig unreflektiert weitergegeben würden. Viele davon seien „religiös überformt und emotional aufgeladen“. Ausführlich geht er in „Ohne Judentum kein Islam. Die verleugnete Quelle“ auf die dahinterliegende Auslegung des Islams ein und dekonstruiert diese Stück für Stück.

Von Interesse ist sein neues Buch für alle theologisch und historisch interessierten Leser und Leserinnen, im Besonderen für jene, die „neuen Denkansätzen für eine islamische Theologie“, dem interreligiösen Dialog und Friedensinitiativen etwas abgewinnen können.

Konstruktion eines Feindbildes
Khorchide verknüpft in „Ohne Judentum kein Islam“ Praxis und Theorie. So erzählt er aus seiner Arbeit mit radikalisierten jungen Muslimen im Rahmen eines Präventionsprogramms. Dort habe sich ihm deutlich gezeigt, dass ihre „Radikalisierung nicht durch eine tiefere Auseinandersetzung mit religiösen Texten oder durch das Studium islamischer Lehren“ erfolgte. Identitätsstiftend waren für diese jungen Menschen „emotional codierte Deutungsmuster (gewesen, Anm.), die die Welt in einfache Gegensätze auflösen“.

 
Zurück
Oben