Wie eine Gruppe rund um Ex-EZB-Chef Draghi Europa antreiben will
Der Ex-Notenbanker will seinem Bericht zur Wettbewerbsfähigkeit Leben einhauchen – und bringt dabei mächtige Wirtschaftsvertreter an einen Tisch. Nicht alle finden das gut
Es war ein Bericht, der Europa wachrütteln sollte. Als Ex-Notenbankchef Mario Draghi im September 2024 seinen Befund der europäischen Wettbewerbsfähigkeit vorlegte, war die Aufregung groß. Europa gerate bei der Produktivität ins Hintertreffen, urteilte Draghi. Die EU sei überreguliert, der Binnenmarkt zersplittert, die Energiekosten hoch – und der Unternehmergeist im so wichtigen Tech-Sektor überschaubar.
Zwei Jahre später scheint es Draghi zu langsam voranzugehen. Gemeinsam mit dem irischen Tech-Unternehmer Patrick Collison rief er kürzlich die "Rhine Group" ins Leben. Ein Zusammenschluss mehrerer Dutzend Ökonominnen, Unternehmer, Ex-Politikerinnen und Bänker. Gemeinsam soll der Kontinent zu alter Stärke finden. Die Forschung bilde die Basis der Gespräche, Erkenntnisse seien der "Chatham House Rule" unterworfen. Jeder darf frei darüber sprechen – nicht aber die Identität des Urhebers preisgeben. So sollen heikle Themen diskutiert werden, ohne sich öffentlich die Finger zu verbrennen.
Zwei Nobelpreisträger, ...
Die Mitgliederliste liest sich wie das Who's Who der europäischen Wirtschaft. Als Gründer scheint neben Draghi der irische Multimilliardär Patrick Collison auf. Der 37-Jährige hat vor 16 Jahren den Zahlungsdienstleister Stripe gegründet. Als Geschäftsführer agiert Luis Garicano, Ex-EU-Parlamentarier der wirtschaftsliberalen Renew-Fraktion, der etwa die Neos angehören.
www.derstandard.at
Der Ex-Notenbanker will seinem Bericht zur Wettbewerbsfähigkeit Leben einhauchen – und bringt dabei mächtige Wirtschaftsvertreter an einen Tisch. Nicht alle finden das gut
Es war ein Bericht, der Europa wachrütteln sollte. Als Ex-Notenbankchef Mario Draghi im September 2024 seinen Befund der europäischen Wettbewerbsfähigkeit vorlegte, war die Aufregung groß. Europa gerate bei der Produktivität ins Hintertreffen, urteilte Draghi. Die EU sei überreguliert, der Binnenmarkt zersplittert, die Energiekosten hoch – und der Unternehmergeist im so wichtigen Tech-Sektor überschaubar.
Zwei Jahre später scheint es Draghi zu langsam voranzugehen. Gemeinsam mit dem irischen Tech-Unternehmer Patrick Collison rief er kürzlich die "Rhine Group" ins Leben. Ein Zusammenschluss mehrerer Dutzend Ökonominnen, Unternehmer, Ex-Politikerinnen und Bänker. Gemeinsam soll der Kontinent zu alter Stärke finden. Die Forschung bilde die Basis der Gespräche, Erkenntnisse seien der "Chatham House Rule" unterworfen. Jeder darf frei darüber sprechen – nicht aber die Identität des Urhebers preisgeben. So sollen heikle Themen diskutiert werden, ohne sich öffentlich die Finger zu verbrennen.
Zwei Nobelpreisträger, ...
Die Mitgliederliste liest sich wie das Who's Who der europäischen Wirtschaft. Als Gründer scheint neben Draghi der irische Multimilliardär Patrick Collison auf. Der 37-Jährige hat vor 16 Jahren den Zahlungsdienstleister Stripe gegründet. Als Geschäftsführer agiert Luis Garicano, Ex-EU-Parlamentarier der wirtschaftsliberalen Renew-Fraktion, der etwa die Neos angehören.
Wie eine Gruppe rund um Ex-EZB-Chef Draghi Europa antreiben will
Der Ex-Notenbanker will seinem Bericht zur Wettbewerbsfähigkeit Leben einhauchen – und bringt dabei mächtige Wirtschaftsvertreter an einen Tisch. Nicht alle finden das gut