Aktuelles

Wirtschaft USA

US-Expertin: „Wirtschaft wird weiter leiden“
Nach Einschätzung der US-Expertin Cathryn Clüver Ashbrook wird die Weltwirtschaft weiterhin durch Unsicherheiten in der Straße von Hormus belastet. Ein „De-Risking“ gestalte sich schwierig. Daher werde die Weltwirtschaft weiterhin unter der Willkür von US-Präsident Donald Trump leiden.

 
Zwölf US-Bundesstaaten klagen gegen Verkauf von Warner
Kalifornien und elf weitere US-Bundesstaaten haben Klage gegen die 110 Milliarden Dollar (97 Mrd. Euro) schwere Übernahme des Unterhaltungskonzerns Warner Bros. Discovery durch den Konkurrenten Paramount eingereicht.

Sie argumentieren, der Deal würde den Wettbewerb im Filmvertrieb und im Kabelfernsehen einschränken und den Kinos, TV-Anbietern und Vertreibern schaden. „Mit dieser Klage setzen sich Kalifornien und unsere Nachbarstaaten für freie und faire Märkte ein – nicht für manipulierte Märkte“, sagte gestern Kaliforniens Generalstaatsanwalt Rob Bonta. Mit der Übernahme will Paramount-Chef David Ellison sein Unternehmen zu einem bedeutenden Konkurrenten von Netflix und Disney machen.

Bis zu einer Entscheidung über die Klage dürften voraussichtlich Monate vergehen. Diese Verzögerung könnte Paramount Kosten in dreistelliger Millionenhöhe verursachen. Die Bundesstaaten haben Paramount aufgefordert, den Abschluss der Transaktion bis zum Ende des Rechtsverfahrens zu verschieben.

 
USA: Fed-Chef Warsh will „schlankere Bilanz“ der Notenbank
US-Notenbankchef Kevin Warsh hat seine Vorstellungen für eine mögliche Verkleinerung der Bilanz der Notenbank konkretisiert. Vor dem Bankenausschuss des Senats sagte er gestern, er wolle zwar den Ergebnissen einer Arbeitsgruppe zur Fed-Bilanz nicht vorgreifen.

Doch sei er persönlich der Ansicht, dass das Portfolio der Zentralbank in der Praxis so klein wie möglich gehalten werden sollte, um damit die geldpolitischen Operationen zu gestalten. „Ich hätte gerne eine schlankere und effizientere Bilanz“, sagte Warsh mit Blick auf die 6,8 Billionen Dollar (rund sechs Billionen Euro) umfassende Bilanzsumme der Fed. Er äußerte Skepsis gegenüber einer dauerhaft aufgeblähten Bilanz.

Die Bilanz könne allerdings in Krisenzeiten durchaus ausgeweitet werden, sagte er weiter. Wie die Zinspolitik sei sie ein Instrument der Geldpolitik. Es werde also darum gehen, mit Blick auf die Ausgestaltung der Bilanz eine geldpolitische Entscheidung zu treffen.

„Offen für Änderungen“
„Ich bin sehr offen für Änderungen“, sagte Warsh. Etwaige Reformen würden gründlich besprochen und transparent gemacht. Die Finanzmärkte hätten die Bilanz nun seit langer Zeit wachsen sehen. Im Falle von Änderungen werde ihnen in jedem Fall genügend Zeit gegeben, sich anzupassen, betonte Warsh.

 
US-Notenbank Fed lässt Leitzins unverändert
Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hält trotz anhaltender Inflationsgefahr durch den wieder aufflammenden Krieg in Nahost den Leitzins stabil.

Die Fed beließ ihn gestern in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. Damit bleibt der Leitzins in den USA seit Dezember unverändert. Insgesamt stimmten neun von zwölf Mitgliedern der Zentralbankrats für die Beibehaltung. Dass das Fed-Gremium nicht einstimmig votiert, ist zwar nicht außergewöhnlich, zeigt allerdings, wie unterschiedlich stark die derzeitige Teuerungsrate auf hohem Niveau gewichtet wird.

Fed sind die Hände gebunden
Die Energiekrise und der Iran-Krieg ließen praktisch keine andere Entscheidung zu: Nach der jüngsten Eskalation im Nahen Osten war der Preis für ein Fass (159 Liter) Rohöl der weltweiten Referenzsorte Brent über die Marke von 100 Dollar je Barrel gestiegen. Erst die jüngste Pause der US-Angriffe am Wochenende ließ den Preis wieder fallen.

Während Wirtschaftsfachleute vor diesem Hintergrund eine wie von US-Präsident Donald Trump geforderte Zinssenkung praktisch ausgeschlossen hatten, wäre – wenn auch unwahrscheinlich – höchstens eine Zinsanhebung denkbar gewesen. Damit verbunden ist die Hoffnung, die Teuerungsrate in den Griff zu bekommen.

US-Inflation bei 3,5 Prozent
Im Juni lag diese bei 3,5 Prozent und damit immer noch deutlich über dem von der Fed angestrebten Ziel von zwei Prozent. Zugleich war zuletzt die Beschäftigungsentwicklung deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

 
Trumps Zölle bremsen US-Wirtschaft – und könnten bald Geschichte sein
25 demokratische Bundesstaaten klagen gegen die neuen Handelsbarrieren - Experten sehen gute Chancen, dass sie gewinnen.
Milliardeneinnahmen, einen Jobboom in der Industrie und eine Investitionswelle Richtung USA hatte Donald Trump einst angekündigt, als er die Welt mit seinen Zöllen überzog. Die Bilanz nach eineinhalb Jahren Hin und Her in Sachen Handelshemmnissen – einige Zölle wurden vom Supreme Court kassiert, andere nachverhandelt – fällt für den US-Präsidenten aber nicht überwältigend aus: Im Juni sank das Handelsdefizit zwar, aber nur gering; und neben den Importen sank auch die Exportrate. Der Industrie gingen dadurch sogar Jobs verloren.

Zwar verweist Trump darauf, dass der Staat durch seine Zölle ein massives Einnahmenplus verzeichnen konnte, bis Ende Juni kassierte Washington 163 Milliarden Dollar, heißt es im jüngsten Bericht des Kongresses. Doch auch hier gibt es einen Wermutstropfen. Weil das Höchstgericht einen Teil der Zölle als unzulässig eingestuft hat, müssen die US ausländische Unternehmen entschädigen – bisher flossen dafür 70 Milliarden.

Aussichtsreiche Klage
Nun haben sich auch noch 25 demokratische Bundesstaaten zusammengetan, um Trump mit seiner jüngsten Zollkeule einzubremsen. Seit 24. Juli gelten neue Tarife zwischen zehn und 12,5 Prozent für Länder, die in den Augen der USA nicht genügend gegen Zwangsarbeit unternehmen. Die EU ist davon genauso betroffen wie China, die Zölle treffen in Summe 99,4 Prozent aller US-Importe.

 
Realitätsverlust:
Trump: „Die Wirtschaft ist mit großem Abstand die beste Wirtschaft, die wir je hatten. Die Umfragen sind gefälscht.“

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Was haben die alle in den Frühstücksflocken nur ... Auch schaut der Reporter ganz ungläubig drein, nur darf er nichts dagegen sagen, sonst ist er seinen Job los
Vance: „Wir sehen bereits die positiven Ergebnisse von Trumps Wirtschaftspolitik.“
Kurzer Faktencheck. sonst würde er 20 Seiten lang:
Der aktuelle Arbeitsmarkt hat weitere Stellen verloren, frühere Beschäftigungszahlen wurden massiv nach unten korrigiert und das Wirtschaftswachstum hat sich verlangsamt. Die Verbraucherpreise lagen im Juli 3,4 Prozent höher als vor einem Jahr, Mieten und Wohnkosten stiegen weiter um 3,2 Prozent. Benzin - trotz eines Rückgangs im Juli lag es noch immer 24,6 Prozent über dem Vorjahresniveau; der landesweite Durchschnitt lag zuletzt bei rund 4 Dollar pro Gallone. Auch Lebensmittel zu Hause waren 2,7 Prozent teurer. Für eine pauschale Erfolgserklärung geben die offiziellen Zahlen derzeit schlicht keine Grundlage her.

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Deutsche Firmen drosseln USA-Investitionen um zwei Drittel
Mit hohen Zöllen will US-Präsident Trump die Unternehmen dazu bringen, mehr in den USA zu investieren. Bei deutschen Unternehmen ist er damit bislang nicht erfolgreich.
Berlin. Deutsche Unternehmen treten bei Investitionen in den USA auf die Bremse. Im ersten Halbjahr haben sie einer Studie zufolge ihr Engagement um fast zwei Drittel zurückgefahren. Demnach flossen nur noch rund 4,3 Milliarden Euro an deutschen Direktinvestitionen in die weltgrößte Volkswirtschaft, wie aus Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) auf Basis von Bundesbank-Daten hervorgeht. Diese lagen der Nachrichtenagentur Reuters am Sonntag vorab vor. Das ist ein Einbruch um 65 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

„Damit setzt sich der Negativtrend seit Beginn von Donald Trumps zweiter Amtszeit im Januar 2025 fort“, sagte IW-Expertin Samina Sultan. Verglichen mit dem ersten Halbjahr 2024, dem letzten vor Trumps Wiedereinzug ins Weiße Haus, beträgt der Rückgang sogar knapp 80 Prozent. Trump hat mit seiner Wirtschaftspolitik viele wichtige Handelspartner verprellt und mit hohen Zöllen überzogen, darunter die EU und damit Deutschland.

Auch im langfristigen Vergleich ist der Wert alarmierend: In den fünf Jahren vor der Pandemie investierten deutsche Firmen im Schnitt 15,8 Milliarden Euro im ersten Halbjahr in den USA – fast viermal so viel wie heute.

Zwar lagen die Werte während der Pandemie-Jahre 2020 bis 2023 noch niedriger, teils sogar im negativen Bereich. „Das war jedoch dem wirtschaftlichen Einbruch durch die Corona-Pandemie geschuldet – ein Sonderfall“, erklärte Sultan.

 
"Dinge ziemlich außer Kontrolle"
US-Staatsverschuldung steigt auf satte 40 Billionen Dollar
Eine erratische Zollpolitik, langfristige Zahlungsverpflichtungen, steigende Zinskosten - die USA verschulden sich immer weiter. Experten sind besorgt: "Wir bringen unsere Wirtschaft und die Zukunft unseres Landes wirklich in Gefahr."

Die Staatsverschuldung der USA ist erstmals auf über 40 Billionen Dollar (34,3 Billionen Euro) gestiegen. Entsprechende Zahlen veröffentlichte das Finanzministerium in Washington. Demnach belief sich die gesamte ausstehende Staatsverschuldung auf 40,05 Billionen Dollar.

Damit stieg die Staatsverschuldung höher als von der Regierung und Experten bisher prognostiziert. Grund dafür sind nach Angaben von Experten unter anderem die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump, langfristige Zahlungsverpflichtungen in den Bereichen soziale Sicherheit und Gesundheitsversorgung sowie steigende Zinskosten.

 
40 Billionen Dollar Schulden: Warum die USA immer tiefer ins Minus rutschen
Die US-Staatsschulden steigen so schnell wie nie zuvor, mittlerweile zählen Zinsen zu größten Ausgaben in Washington. Das könnte auch Kredite in Europa teurer machen

Die USA haben erstmals die Marke von 40 Billionen Dollar Staatsschulden überschritten. Der Schuldenberg wächst rasant – und inzwischen steigen auch die Kosten für Zinsen. Was steckt hinter der Entwicklung und wie gefährlich ist sie?

Frage: Wie hoch sind die US-Schulden und wie schnell steigen sie?

Antwort: Die US-Staatsschulden haben erstmals die Marke von 40 Billionen Dollar überschritten, wie Daten des US-Finanzministeriums zeigen. Das entspricht umgerechnet rund 34,3 Billionen Euro. Zum Vergleich: Österreichs Staatsschulden liegen bei rund 431,8 Milliarden Euro. Als Donald Trump im Jänner 2017 erstmals Präsident wurde, beliefen sich die US-Schulden noch auf knapp 20 Billionen Dollar. Seither hat sich der Schuldenberg also mehr als verdoppelt. Besonders schnell ging es im vergangenen Jahr. Erst im März wurde die Marke von 39 Billionen Dollar überschritten, im Oktober waren es noch 38 Billionen. Allein seit Trumps Amtsantritt im Jänner 2025 sind weitere 3,8 Billionen Dollar hinzugekommen.

Frage: Warum sind die Schulden in den USA so stark gestiegen?

Antwort: Washington gibt seit Jahren mehr Geld aus, als der Staat einnimmt. Die Lücke wird mit neuen Schulden finanziert. Einen großen Sprung gab es während der Corona-Pandemie, als die Regierung viel Geld ausschüttete, um Unternehmen und Haushalte zu unterstützen. Rund ein Drittel des seit 2017 angehäuften zusätzlichen Schuldenbergs entstand in den zwei Pandemie-Jahren, danach normalisierten sich die Defizite aber nicht mehr. Unter Joe Biden kamen große Infrastrukturinvestitionen und Subventionen für saubere Energie dazu. Und auch Trump gibt weiter viel Geld aus. Etwa mit seinem großen Steuer- und Ausgabenpaket, dem "One Big Beautiful Bill Act". Dieses "schöne Paket", dürfte die Schulden laut Congressional Budget Office um weitere 4,7 Billionen Dollar erhöhen. Die New York Times nannte zudem die hohen Kosten des Iran-Kriegs und Trumps Zollpolitik als Gründe für den schnellen Schuldenanstieg.

 
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