USA: Fed-Chef Warsh will „schlankere Bilanz“ der Notenbank
US-Notenbankchef Kevin Warsh hat seine Vorstellungen für eine mögliche Verkleinerung der Bilanz der Notenbank konkretisiert. Vor dem Bankenausschuss des Senats sagte er gestern, er wolle zwar den Ergebnissen einer Arbeitsgruppe zur Fed-Bilanz nicht vorgreifen.
Doch sei er persönlich der Ansicht, dass das Portfolio der Zentralbank in der Praxis so klein wie möglich gehalten werden sollte, um damit die geldpolitischen Operationen zu gestalten. „Ich hätte gerne eine schlankere und effizientere Bilanz“, sagte Warsh mit Blick auf die 6,8 Billionen Dollar (rund sechs Billionen Euro) umfassende Bilanzsumme der Fed. Er äußerte Skepsis gegenüber einer dauerhaft aufgeblähten Bilanz.
Die Bilanz könne allerdings in Krisenzeiten durchaus ausgeweitet werden, sagte er weiter. Wie die Zinspolitik sei sie ein Instrument der Geldpolitik. Es werde also darum gehen, mit Blick auf die Ausgestaltung der Bilanz eine geldpolitische Entscheidung zu treffen.
„Offen für Änderungen“
„Ich bin sehr offen für Änderungen“, sagte Warsh. Etwaige Reformen würden gründlich besprochen und transparent gemacht. Die Finanzmärkte hätten die Bilanz nun seit langer Zeit wachsen sehen. Im Falle von Änderungen werde ihnen in jedem Fall genügend Zeit gegeben, sich anzupassen, betonte Warsh.
orf.at