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Islamisten aus Deutschland - Reisende kann man nicht aufhalten

Hör mir auf mit "der Westen..."!

Syrien hat sich schon selbst destabilisiert.
:toofunny:
Wer ist denn deiner Meinung nach "der Westen"? Tschechien? Österreich? Italien? Spanien? Schweiz? Deutschland? USA? Kanada? Brasilien? Chile?????
Du tust nur so oder? Die das Geld haben, die entscheiden bzw. hören, was Big Brother zu sagen hat.
Genmais-Sorte 1507 sagt dir nichts? Fragt dich mal, warum die Medien hier nicht durchrehen obwohl rund 90% der Deutsche dagegen sind und Deutschland nicht Nein dazu sagt.
 
:toofunny:

Du tust nur so oder? Die das Geld haben, die entscheiden bzw. hören, was Big Brother zu sagen hat.
Genmais-Sorte 1507 sagt dir nichts? Fragt dich mal, warum die Medien hier nicht durchrehen obwohl rund 90% der Deutsche dagegen sind und Deutschland nicht Nein dazu sagt.

Ich frage mich immer ob du das absichtlich machst und hoffst durch deine völlig unlogischen Beispiele für deine Behauptungen, die Menschen die das lesen manipulieren zu können und sie verblöden zu lassen oder ob du tatsächlich davon überzeugt bist dass deine Beispiele die du bringst logisch sind.
 
:toofunny:

Du tust nur so oder? Die das Geld haben, die entscheiden bzw. hören, was Big Brother zu sagen hat.
Genmais-Sorte 1507 sagt dir nichts? Fragt dich mal, warum die Medien hier nicht durchrehen obwohl rund 90% der Deutsche dagegen sind und Deutschland nicht Nein dazu sagt.
no comment.
 
Ich frage mich immer ob du das absichtlich machst und hoffst durch deine völlig unlogischen Beispiele für deine Behauptungen, die Menschen die das lesen manipulieren zu können und sie verblöden zu lassen oder ob du tatsächlich davon überzeugt bist dass deine Beispiele die du bringst logisch sind.

Natürlich, immer bei "was soll ich sagen" mit "ahh, ich gehe auf die Person".

Wie wäre es mal, wenn Ihr darauf antwortet? Könnt Ihr nicht, weil es dort nur eine Antwort gibt und diese wollt Ihr nicht hören.
Ich mach es mal, wie die mother Russia Medien "Von 5 Millionen Moslems gehen 500 nach Syrien! 0,01% aller Moslems in Deutschland sind gefährlich. 1500 mal weniger als NPD-Wähler" ::lol:

Wie im letzten Thread "Wer ist böse? Assad oder Islamisten?" - Medien sprechen von Assad aber selten über die andere Seite.
 
Dinslakener an Enthauptungen beteiligt

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Der Islamist Mustafa K. (24) kommt aus dem Dinslakener Stadtteil Lohberg.

Dinslaken. Ein 24 Jahre alter Mann aus Dinslaken posiert im Internet mit abgetrennten Köpfen. Der radikale Islamist kämpft in Syrien für einen "Gottesstaat". Er gehört der "Lohberger Gruppe" an, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Von Christian Schwerdtfeger

Wie eine Trophäe hält der aus Dinslaken stammende Mustafa K. (24) einen abgetrennten Kopf mit seiner rechten Hand am Schopf. Dabei grinst er in die Kamera. Zu seinen Füßen liegt ein weiterer vom Rumpf abgeschnittener Schädel neben einem Torso mit abgetrennten Gliedmaßen. Entstanden ist das grausame Foto in der syrischen Rebellenhochburg Azaz, im Nordosten des vom Bürgerkrieg zerrütteten Landes nahe der türkischen Grenze.
Philip B., der wie sein Freund Mustafa K. ebenfalls aus Dinslaken kommt, hat die Aufnahme ins Internet auf sein Profil bei Facebook gestellt. Unter dem Bild ruft ein Freund der Dinslakener in einem Kommentar zu weiterem Blutvergießen auf: "MashaAllah, lasst die Köpfe weiter Rollen. Allahuakbar."
Die beiden Islamisten gehören der "Lohberger Gruppe" an, benannt nach dem Dinslakener Stadtteil Lohberg. Dort gibt es eine islamistische Szene, die extrem radikalisiert ist. Mehrere Mitglieder dieser Gruppierung sind nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes in den vergangenen Wochen und Monaten ins Bürgerkriegsland Syrien gereist, um dort in islamistischen Widerstandsgruppen gegen das Regime von Präsident Assad und alle andereren zu kämpfen, die ihrer Ansicht nach gottlos sind.

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Ihr Ziel: die Errichtung eines islamistischen Gottesstaates. Ob noch weitere Islamisten aus der "Lohberger Gruppe" in Syrien sind, ist nicht bekannt. Insgesamt sollen sich zwischen 250 und 300 Islamisten aus Deutschland in Syrien aufhalten, laut NRW-Innenministerium 110 davon aus NRW. Experten schätzen aber, dass die Zahl schon auf 150 gestiegen ist. "50 Prozent von ihnen sind deutsche Staatsbürger, die konvertiert sind", berichtet Arnold Plickert, NRW-Chef der Gewerkschaft der Polizei.
Die deutschen Sicherheitsbehörden verfolgen diese Entwicklung mit wachsender Sorge. Besondere Gefahr geht von den Rückkehrern nach Deutschland aus. Die Gewerkschaft der Polizei warnt vor einem erhöhten Risiko von Anschlägen durch die Kriegsheimkehrer. "Die Islamisten kommen noch radikalisierter zurück. Sie haben gelernt, mit Sprengstoff umzugehen und Bomben zu bauen", betont Plickert. NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) ergänzt: "Einige werden traumatisiert zurückkehren und in ihrem Verhalten unberechenbar sein."


Mindestens sieben Islamisten aus NRW sollen aber auch schon bei Kämpfen ums Leben gekommen sein. Trotz der Gefahr, die von den Kriegsheimkehrern ausgeht, können diese nicht einfach nach ihrer Einreise nach Deutschland am Flughafen festgenommen werden. "Wir müssen ihnen eine Straftat nachweisen. Und das ist in den meisten Fällen sehr schwer", erklärt ein leitender Kriminalkommissar, der seit vielen Jahren in der Szene ermittelt. Die Islamisten werden jedoch vom Verfassungsschutz intensiv beobachtet.
Nach Informationen unserer Zeitung soll es auch eingeschleuste Verbindungsleute-Leute (V-Leute) in der islamistischen Szene geben. "Es ist im Vergleich zu anderen kriminellen Organisationen bei den Salafisten relativ leicht, Informanten zu gewinnen oder gar gezielt Personen einzuschleusen", berichtet der Kriminaldirektor. Peter Biesenbach, Rechtsexperte der CDU-Landtagsfraktion, betont, dass die Islamisten nach dem Grad ihrer Gefährlichkeit für die Allgemeinheit überwacht werden. "Das kann bis zu einer 24-Stunden-Observierung gehen", sagt Biesenbach.
Aus Sicherheitskreisen war zu erfahren, dass bereits 15 Islamisten aus dem syrischen Bürgerkrieg zurückgehrt sind, darunter bis zu fünf aus NRW. Es soll sich jedoch nicht um die beiden "Gotteskrieger" aus Dinslaken handeln. Die Familie von Mustafa K. wohnt nach wie vor in Dinslaken, jemand gleichen Nachnamens spielt in einem örtlichen Fußballverein. Wieso sich ausgerechnet im Dinslakener Stadtteil Lohberg, der sich im Umbruch befindet, eine so radikale Islamisten-Szene angesiedelt hat, können auch die Ermittler nur vermuten. "Das kann mit den Familienstrukturen vor Ort zusammenhängen", sagt der Kriminalhauptkommissar. Der Stadtteil ist vor allem geprägt durch den jahrzehntelangen Bergbau. Der türkische Migrantenanteil liegt nicht höher als in anderen Städten. Es gibt zwei Moscheen, dazu noch einige türkische Kulturvereine.
Die Ermittler halten es zum jetzigen Zeitpunkt für unwahrscheinlich, dass Mustafa K. überhaupt noch einmal nach Deutschland reisen wird. "Wer seine Taten im Internet so zu Schau stellt wie er, kommt in der Regel nicht zurück", sagt Biesenbach.
Quelle: RP

Radikaler Islamist in Syrien: Dinslakener an Enthauptungen beteiligt

- - - Aktualisiert - - -

[h=1]Bürgerkrieg in SyrienDeutscher Dschihadist an Hinrichtungen beteiligt[/h] [h=2]Im Internet posiert er mit abgehackten Köpfen ++ Terror-Experte warnt vor Rückkehr der deutschen „Heiligen Krieger“[/h]
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http://www.bild.de/politik/ausland/syrien-krise/deutscher-dschihadist-posiert-mit-abgehackten-koepfen-34814888.bild.html
 

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"Für mich ist das ein Haufen von Psychopathen", empört sich eine Angehörige von Mustafa K., auch sie strenggläubige Muslima. "Für das, was Mustafa und die anderen in Syrien machen, werden sie in der Hölle schmoren." Ihrer Darstellung zufolge radikalisierte sich ihr Verwandter in den vergangenen zwei Jahren mit rasanter Geschwindigkeit. "Das ist einfach eskaliert." Sie hätten nichts dagegen tun können
.

Syrien: Gotteskrieger aus Dinslaken posiert mit abgehackten Köpfen - SPIEGEL ONLINE
 
27. Februar 2014 | 12.55 Uhr

Mitglied der "Lohberger Gruppe"
Dinslakener Familie kauft Islamisten frei


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Auf dem Marktplatz in Dinslaken-Lohberg sollen Anwerbungsgespräche der Islamisten stattgefunden haben. Der Ort ist ein beliebter Treffpunkt von Jugendlichen.



Dinslaken. Ein junger Islamist aus Dinslaken, der in Syrien im Bürgerkrieg gekämpft haben soll, ist offenbar von seinen Eltern gegen eine hohe Geldsumme nach Hause zurückgeholt worden. Er gehörte wohl der extremistischen "Lohberger Gruppe" an. Von Christian Schwerdtfeger

Mitglied der 'Lohberger Gruppe': Dinslakener Familie kauft Islamisten frei
 

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[h=1]Der Traum deutscher Mädchen von der "Dschihad-Ehe"[/h]
Raus aus dem Gymnasium, hinein in den Dschihad: Die Zahl der Mädchen, die aus Deutschland nach Syrien ziehen, um Islamisten zu heiraten, steigt. So tat es auch eine 16-Jährige aus Baden-Württemberg. Von Florian Flade

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Als Sonja (Name geändert, d. Red.) verschwand, waren gerade Herbstferien in Baden-Württemberg. Die 16-jährige Gymnasiastin, Tochter eines Algeriers und einer Deutschen, verließ das Elternhaus in Konstanz am Bodensee, und kehrte nicht mehr zurück.
Sonjas Eltern alarmierten die Polizei. Sie fürchteten Schreckliches. War ihre Tochter entführt worden? Wurde sie womöglich das Opfer eines Verbrechens? Weder noch: Die Schülerin hatte Konstanz verlassen, um ihren Traum zu verwirklichen: Sonja wollte die Ehefrau eines islamistisches Gotteskriegers werden.
Die junge Muslimin hatte ihre Tasche gepackt und war nach Stuttgart gefahren. Am Flughafen legte sie eine gefälschte Vollmacht der Eltern vor, die es der Minderjährigen vermeintlich erlaubte, alleine zu reisen. Dann stieg sie in ein Flugzeug, das sie in die Türkei brachte. Von dort führte Sonjas Weg wohl nach Syrien.
[h=2]Der Traum: Witwe eines Märtyrers sein[/h] Raus aus dem Gymnasium, hinein in den Dschihad gegen das Regime von Baschar al-Assad: Über Facebook stand die Teenagerin in Kontakt mit deutschen Islamisten in Syrien. Deren Propaganda radikalisierte sie offenbar so sehr, dass sie beschloss, in das Kriegsgebiet auszuwandern. Zurück bleiben nun ratlose Eltern, die um das Leben ihrer Tochter fürchten.
Der Fall der 16-Jährigen aus Konstanz bestätigt einen Trend, den Sicherheitsbehörden aktuell beobachten. Immer häufiger reisen muslimische Frauen und Mädchen aus Deutschland nach Syrien, beseelt von dem Wunsch, in den "Heiligen Krieg" zu ziehen, einen Dschihadisten zu heiraten und die Witwe eines Märtyrers zu werden.



Rund 300 Islamisten sind nach Erkenntnissen des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) bislang nach Syrien ausgereist. Unter ihnen sind mindestens 20 Frauen, die aus "eigener dschihadistischer Motivation" – wie es der Inlandsgeheimdienst nennt – den Weg in das Bürgerkriegsland gesucht haben.
[h=2]Frauen werden für Fanatiker immer wichtiger[/h] Auf den ersten Blick mag dies verwundern. Gilt doch der Dschihad gemeinhin als Männerdomäne. Dies ist jedoch, wie Islamismus-Experten und Verfassungsschützer bestätigen, längst nicht mehr der Fall. Innerhalb der radikalislamischen Szene übernehmen Frauen zunehmend wichtige Aufgaben, insbesondere im Bereich von Propaganda, Spendensammlung, Logistik und Vernetzung. Sie orientieren sich dabei nicht selten an weiblichen Vorbildern der frühislamischen Zeit.
So soll etwa Aischa, die jüngste Ehefrau des Propheten Mohammed, bei einer Schlacht im Jahr 656 n. Chr. im heutigen Irak die Kämpfer auf einem Kamel begleitet haben. Der Legende zufolge trommelte Aischa auf dem Kamelrücken sitzend zur Schlacht. Dieses Bild der kämpferischen Muslimin, der "Mudschahida" (Gotteskriegerin), erachten viele Islamistinnen heute als nachahmenswert.

"Islamistische Frauen sehen sich in der Rolle der Unterstützerin", erklärt ein Verfassungsschützer. "Sie unterstützen den Kampf der Männer moralisch und mit Propagandaarbeit. Nicht selten heizen sie an und haben sogar radikalisierenden Einfluss. Sie sind quasi die Cheerleader des Dschihad."
Wie aktiv sich Islamistinnen innerhalb der Szene beteiligen, wird im Internet deutlich. In der Anonymität der Foren, Blogs und sozialen Netzwerke findet eine Art "dschihadistische Emanzipation" statt, analysiert der Verfassungsschutz. Hier diskutieren, kommentieren und agieren Islamistinnen oftmals auf Augenhöhe mit Männern. "Wir beobachten, dass Frauen teilweise über tiefgreifende Theologiekenntnisse verfügen", bestätigt ein Verfassungsschützer. "Sie kennen häufig mehr Koranstellen und mehr Aussagen des Propheten als die meisten Männer. Sie wissen genau, was erlaubt und was verboten ist."

[h=2]"Die meisten Männer sind keine wahren Männer"[/h] Mittlerweile haben sich auf Facebook und in diversen islamistischen Internet-Foren eigene deutschsprachige Frauengruppen etabliert. In ihnen wird intensiv über die Themen Auswanderung und Dschihad diskutiert. Und über die Rolle von Musliminnen. "Die meisten Männer sind keine wahren Männer mehr heutzutage. Sie lehnen sich zurück, um den Dschihad zu praktizieren, auf der gepolsterten Ledercouch vor dem TV", heißt es auf einer solchen Facebook-Seite. "Und so kommt es, dass Frauen immer männlicher werden, indem sie die Pflichten ihrer Ehemänner übernehmen wollen."
Diejenigen Männer, die den Weg auf das Schlachtfeld gefunden haben, und dort zu Tode kamen, werden von den Dschihadistinnen als Helden stilisiert. "Er war ein Löwe dieser Ummah!", schrieb eine Kommentatorin unter das Foto eines in Syrien getöteten Terroristen. "Wo sind die Löwen, die ihm folgen? Wo sind die wahrhaftigen Männer?"
Immer häufiger bleibt es nicht bei der Zustimmung und moralischen Unterstützung aus der Ferne. Deutsche Islamistinnen treten – an der Seite ihrer Ehemänner oder alleine – die Reise in das Kriegsgebiet an. In der Hoffnung auf ein Leben in einem muslimischen Land, nach den Regeln des Koran, als Gattin eines Gotteskriegers. "Nach konservativer muslimischer Vorstellung darf eine Frau eigentlich nicht ohne einen männlichen Verwandten oder Ehemann reisen", erklärt ein Mitarbeiter des Verfassungsschutzes. "Aber es gibt inzwischen Gelehrte, die in Rechtsgutachten behaupten: Wenn es um den Dschihad geht, dürfen Frauen auch alleine reisen."
[h=2]Kitschige Dschihad-Romantik im Blogformat[/h] Und sie tun es. So wie Sonja aus Konstanz. Und rund 20 weitere Islamistinnen aus der Bundesrepublik. Eine von ihnen veröffentlichte im vergangenen Jahr auf einem eigenen Blog regelmäßig Tagebucheinträge aus Syrien.
Sie philosophierte darin über die angebliche Unterdrückung der Muslime in Europa und über die Terroranschläge vom 11. September 2001. "Nun bin ich hier. Auf dem Boden des Dschihad, dem Boden der Ehre, in Syrien", schrieb die anonyme Autorin. "Ich bin die Frau eines Mudschahids."
Das Gefühl, in Syrien zu sein, sei unbeschreiblich. "Endlich darf ich frei sein, meinen Niqab (Gesichtsschleier, d. Red.) tragen, so, wie ich will, ohne Spott zu sehen und zu hören", heißt es auf dem Blog. "Wenn ich will, trage ich noch weitere zwei bis drei Niqabs. Keiner kann mir hier was." Kitschige Dschihad-Romantik, gezielt adressiert an die daheimgebliebenen Glaubensschwestern. Die Vorstellung eines idealen muslimischen Lebens unter der Herrschaft der Scharia, wirkt auf viele Islamistinnen anziehend. Sie begeben sich in sozialen Netzwerken auf die Suche nach einem heiratswilligen Dschihad-Kämpfer. Regelrechte Online-Heiratsbörsen sind so entstanden.
[h=2]Familienzusammenführungen von Fanatikern drohen[/h] "Dschihad-Ehen", nennt der Verfassungsschutz die daraus resultierenden Verbindungen. "Wir sehen, dass sogar über Facebook Ehen geschlossen werden", sagt ein Analyst des Inlandsgeheimdienstes. Ein Phänomen, das Sicherheitsbehörden Sorge bereitet. Womöglich steckt dahinter eine gezielte Strategie von islamistischen Terrorgruppen: Frauen mit deutschem Pass heiraten einen Dschihadisten, der bislang keinen Bezug zur Bundesrepublik hatte. "Die Frau kehrt dann vielleicht schwanger zurück. Irgendwann gibt es dann eine Familienzusammenführung", warnt ein Vertreter der Sicherheitsbehörden. "Dann darf der Ehemann, ein kampferprobter Dschihadist, nach Deutschland einreisen."
Um solche Szenarien zu verhindern, setzen Polizei und Verfassungsschutz auf direkte Ansprachen. Liegen Hinweise vor, nach denen eine Reise nach Syrien kurz bevorsteht, wird die Person kontaktiert: Sie soll wissen, dass sie ihm Visier der Behörden steht, dass man ihre Reisebewegungen beobachtet. Und es wird deutlich gemacht, dass die Unterstützung einer terroristischen Organisation in Syrien in Deutschland eine Straftat ist.
Die Taktik ist in vielen Fällen durchaus erfolgreich. Die islamistische Szene aber arbeitet intensiv weiter an der Rekrutierung für Syrien. Wichtig sind dabei insbesondere die Benefizveranstaltungen, bei denen bundesweit Spendengelder für Syrien gesammelt werden. Der Verfassungsschutz vermutet, dass viele der angeblich humanitären Aktionen eigentlich der Unterstützung von syrischen Aufständischengruppen dienen. Am kommenden Sonntag soll in einer Berliner Moschee erneut eine solche Veranstaltung stattfinden – "nur für Frauen"
Syrien-Krieg : Der Traum deutscher Mädchen von der "Dschihad-Ehe" - Nachrichten Politik - Deutschland - DIE WELT

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[h=1]Verbot der radikalen Moscheen nicht möglich [/h]
Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) ist besorgt darüber, dass sich auch aus Bremen radikale Islamisten auf den Weg Richtung Syrien gemacht haben, um dort zu kämpfen. Trotz der Vorwürfe, dass diese in Bremer Muslimvereinen radikalisiert worden seien, sei deren Verbot aber rechtlich nicht möglich.

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Innensenator Mäurer ist nicht überrascht, dass sich angesichts von 300 Salafisten in Bremen ein halbes Dutzend der radikalen Muslime abgesetzt hat, um in den "Heiligen Krieg" zu ziehen. Entsprechende Erkenntnisse habe auch das Landesamt für Verfassungsschutz.
[h=3]Ausreiseverbot schwierig[/h]Nur wenn die Männer eindeutig vorab zu erkennen gäben, dass sie auch Straftaten begehen wollen, könnten die Behörden einschreiten und zum Beispiel die Pässe einkassieren, um eine Ausreise zu verhindern, so Mäurer. Mindestens fünf Männer aus Bremen, die der Salafisten-Szene zugerechnet werden, sind nach Radio-Bremen-Recherchen über die Türkei nach Syrien aufgebrochen, um dort am Bürgerkrieg teilzunehmen.
[h=3]Familien machen islamischen Kulturverein verantwortlich[/h]Die hier gebliebenen Familien machen dafür unter anderem den islamischen Kultur- und Familienverein in Bremen-Gröpelingen verantwortlich, wo sie radikalisiert worden seien. Unter den Kämpfern sind ein 18-jähriger Schüler und ein 27-jähriger Arbeitsloser, über die Radio Bremen bereits berichtet hat.
Die Mütter der beiden jungen Männer suchen nun nach ihren Söhnen. Ebenso wie diese beiden jungen Männer sollen zwei weitere im Umfeld der Moschee für einen Einsatz in Syrien angeworben worden sein. Der fünfte Bremer gilt als einer der Anwerber. Der Kultur- und Familienverein, der auch eine Moschee betreibt, steht schon seit Jahren unter Beobachtung des Verfassungsschutzes.

[video]http://www.radiobremen.de/fernsehen/buten_un_binnen/video57610-popup.html[/video]



Was ist mit ihren Brüdern und Söhnen geschehen? Seit Wochen wühlt diese Frage mehrere Bremer Familien auf. Antworten fordern sie vom Verein Masjidu-I-Furqan in Gröpelingen. Laut Verfassungsschutz handelt es sich um ein Zentrum der Bremer Salafisten. Eben dort vermutet Hatice Selvarajah, die Mutter einer der Männer, den Grund für dessen Verschwinden: "Nachdem er angefangen hatte, hier in diese Moschee zu gehen, hat er sich völlig verändert." Seine Kleidung und sein Äußeres habe er verändert. "Sie bekommen eine Gehirnwäsche verpasst." Die große Befürchtung ist, dass ihr Sohn nun in Syrien kämpft.
Die Mütter der verschwundenen Männer im Gespräch
Die Angst um ihre Söhne



[h=3]Verfassungsschutz kennt die Fälle[/h]
Im Interview mit Radio Bremen bestätigte Hans-Joachim von Wachter, der Leiter des Bremer Landesamtes für Verfassungsschutz, das Verschwinden mehrerer Männer aus Bremen. Vermutlich hätten sie sich radikalisiert: "Wir beobachten bundesweit, dass etwa 300 deutsche Salafisten nach Syrien zum Kämpfen gegangen sind und wahrscheinlich auch mehrere Personen aus Bremen." In Bremen würden Salafisten vom Verfassungsschutz beobachtet, so von Wachter. "Es ist nicht verwunderlich, dass sich aus diesen Kreisen einzelne Männer finden lassen". Diese seien auch gewaltbereit und würden dann in den sogenannten heiligen Krieg ziehen.
Salafistische Bestrebungen in Deutschland [PDF, 249 Kb]
Bericht des Bundesamtes für Verfassungsschutz



Die Familien der verschwundenen Männer sind verzweifelt. Die Mutter Durdunaz Gaziyakaç hat seit drei Wochen nichts mehr von ihrem Sohn gehört. Seiner Frau habe er erzählt, dass er in die Türkei geht, um dort einen Job zu suchen. Seitdem habe er sich nicht mehr gemeldet. Verantwortlich für sein Verschwinden macht auch sie den Gröpelinger Kulturverein.
[h=3]Aufklärung über falsche Propaganda[/h]Donnerstagabend hatten Vertreter von Muslimverbänden bei einem Treffen im Bremer Rathaus versprochen, Jugendliche in den Moschee-Gemeinden über die falsche Propaganda der Salafisten aufzuklären. Sie distanzierten sich außerdem von Aufrufen, in Syrien mitzukämpfen, hieß es aus der Innenbehörde.
[h=3]Kulturverein weist Vorwürfe zurück[/h]Auch auf der Homepage des Kulturvereins werden die Vorwürfe zurückgewiesen. Zitat: "So wurde der Verein einigen unbegründeten und nicht nachweisbaren Anschuldigungen ausgesetzt, die jedoch keinen festen Boden haben. Die Taten, die diese Personen gemacht haben, stehen in keiner Beziehung/Verbindung zu unserem Verein. Der Verein hat nie in der Öffentlichkeit oder im Privaten zu den behaupteten Taten aufgerufen, noch motiviert." Die Angehörigen aber sind sich sicher, dass die verschwundenen Männer eben dort zu ihrem wahrscheinlichen Kampf in Syrien bewegt wurden.
[h=3]Rat für besorgte Eltern[/h]Was tun, wenn das eigene Kind plötzlich radikal-religiöse Ansichten vertritt oder sich im Internet Videos salafistischer Prediger ansieht? Eltern fühlen sich häufig überfordert und sind ratlos, wenn sie eine extremistische Entwicklung bei ihren Kindern befürchten. Seit 2012 bietet das Beratungsnetzwerk Kitab telefonische Hilfe an – nicht nur den Eltern, auch Lehrern, Sozialpädagogen und all denen, die Beratungsbedarf sehen.
In Bremen laufen die Anfragen aus Norddeutschland zusammen und werden unter anderem von der Soziologin Berna Kurnaz beantwortet. Ganz wichtig sei es, so Kurnaz, dass besorgte Eltern nicht in Panik verfallen. "Grundsätzlich ist davon abzuraten, irgendwelche vermeintlichen Checklisten abzuarbeiten. Entscheidend ist das eigene Gefühl. Man muss genau hinschauen, ob und wie sich die Person tatsächlich verändert."
Glaube oder Extremismus? Hilfe für Angehörige [PDF, 1.378 Kb]
Beratungsbroschüre vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge
Wenn sich ein Kind zum Islam hingezogen fühlt, sei das unproblematisch und könne sogar begrüßenswert sein. "Eltern sollten ihre Kinder mit Wertschätzung und Feingefühl ansprechen. Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass man ein Problem mit der Religion hätte. Denn die Hinwendung zum Islam ist nicht das Problem." Es handele sich hierbei um ein Jugendphänomen, welches nicht zwangsläufig in eine Radikalisierung münden müsse, so Kurnaz. Ein stabiler, familiärer Rückhalt und Aufmerksamkeit ist nach Ansicht der Soziologin der beste Schutz vor einer Radikalisierung.

Verbot der radikalen Moscheen nicht möglich - Bremer Salafisten in Syrien - Radio Bremen
 

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