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Türken in Deutschland und Ihre Bildung

An der Uni hatten wir ein Seminar zum Them Einwanderung in den USA. Wie sich die verschiedenen Ethnien dort entwickelt haben. Allen gemein ist, dass sie idR. aus der Armut kamen, etwas weniger wegen Verfolgung und Krieg. Und es gibt ein deutliches Ranking. Die erfolgreichsten Immigranten-Gruppen sind Juden und Ostasiaten. Weil bei den beiden Gruppen wohl mehr als bei allen anderen Bildung und Fleiss etwas mit Familienehre zu tun hat. Die Asiaten kommen erst in den letzten Jahrzehnten in großer Zahl (wie die Latinos auch), haben viele andere Gruppen aber jetzt schon hinter sich gelassen.

Das Bildungsniveau der türkischen Diaspora in den USA ist deutlich höher als die der Gastarbeiterkindern in Deutschland. Ich glaube sowas kann man nicht von Ethnie, Religion etc. abhängig machen. Es kommt meistens auf die Lebensverhältnisse an und Umstände an in denen man aufwächst.
 
Das Bildungsniveau der türkischen Diaspora in den USA ist deutlich höher als die der Gastarbeiterkindern in Deutschland. Ich glaube sowas kann man nicht von Ethnie, Religion etc. abhängig machen. Es kommt meistens auf die Lebensverhältnisse an und Umstände an in denen man aufwächst.

Was aber vielleicht eher damit zusammen hängt, dass in die USA wohl eher Türken mit höherem Bildungsgrad ausgewandert sind. Und das prägt generell, denke ich, auch mehr die Kinder.

Wie gesagt. Die Deutschen machen sicher nicht alles richtig und es ist schon fraglich, warum da auch bildungstechnisch die geringsten Aufstiegschancen für den jeweiligen Nachwuchs bestehen. Es ist aber auch definitiv zu einfach, alles auf irgendwelche Diskriminierung zu schieben. Ich meins echt nicht böswillig. Die wenigsten Migrantencommunities haben es ach so leicht oder waren und sind nun mit Kusshand empfangen. Ich meine damit von Lehrern in der Schule bis zu Arbeitgebern.
 
Was aber vielleicht eher damit zusammen hängt, dass in die USA wohl eher Türken mit höherem Bildungsgrad ausgewandert sind. Und das prägt generell, denke ich, auch mehr die Kinder.

Bildungsgrad würde ich nicht sagen, eher wirtschaftliche und friedliche Verhältnisse. Während in die USA die meisten aus dem Westen der Türkei (Istanbul, Izmir, Bursa, Ankara) ausgewandert sind, sind nach Deutschland in erster Linie prächtige Kerle aus Anatolien gekommen.

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Wie auf dem Bild zu erkennen, wurde in erster Linie geschaut inwieweit man handwerklich begabt ist, bevor man nach Deutschland geschickt wurde.

Wie gesagt. Die Deutschen machen sicher nicht alles richtig und es ist schon fraglich, warum da auch bildungstechnisch die geringsten Aufstiegschancen für den jeweiligen Nachwuchs bestehen. Es ist aber auch definitiv zu einfach, alles auf irgendwelche Diskriminierung zu schieben. Ich meins echt nicht böswillig. Die wenigsten Migrantencommunities haben es ach so leicht oder waren und sind nun mit Kusshand empfangen. Ich meine damit von Lehrern in der Schule bis zu Arbeitgebern.

Das behauptet auch keiner und du hast ja auch Recht. Aber es ist ebenso ein Fakt dass man mit türkisch-arabischem Namen deutlich schwerer von der Gesellschaft akzeptiert wird wie mit einem Namen aus dem Abendland. Wohnungssuche, Jobsuche, Behördengänge etc. pp sind für die meisten Muslime eine Tortur.

Hans statt Hakan: Türkischer Name ist bei Bewerbungen ein Nachteil

Hätte man in Deutschland seit den 60er Jahren eine Integrationspolitik wie in den USA, gäbe es solche Probleme nicht mehr. Hier musst du betteln um einen Pass zu bekommen und wenn du ihn hast, wirst du trotzdem nicht akzeptiert. In den USA gibt es bei der Einbürgerung eine Zeremonie und wenn man einem Ami erzählt dass man amerikanischer Staatsbürger geworden ist freut er sich. Hier wird man der Unterwanderung der deutschen Kultur beschuldigt. Das ist kulturelles Problem das Deutschland hat und die Politik möchte/kann damit nicht umgehen.
 

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Das Bildungsniveau der türkischen Diaspora in den USA ist deutlich höher als die der Gastarbeiterkindern in Deutschland. Ich glaube sowas kann man nicht von Ethnie, Religion etc. abhängig machen. Es kommt meistens auf die Lebensverhältnisse an und Umstände an in denen man aufwächst.
Deutschland und gerade auch die Gastarbeiterverträge sind wahrscheinlich schon was anderes. Aber in den USA sind die Verhältnisse für alle ähnlich gewesen (bis auf Schwarze und Native Americans/Indianer). Keiner ist mit Hurra empfangen worden, alle haben sie ihre Gettos und Gangs gehabt (jüdische "Kosher Nostra" z.B.).

In der Forschung wurde Entwicklung von Bildungsgrad und Einkommen über mehrere Generationen festgehalten und es gibt da deutliche Unterschiede. Ein Fazit ist aber auch, dass bis auf die genannten Ausnahmen alle Gruppen einen einen Weg nach oben nehmen und mindestens den "Mittelstand" erreichen, nur unterschiedlich schnell.

Zu den Türken kann ich nichts sagen. Die gehören zahlenmäßig nicht zu den großen Einwanderergruppen, und kamen in der Seminar-Literatur darum nicht vor.

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Hätte man in Deutschland seit den 60er Jahren eine Integrationspolitik wie in den USA, gäbe es solche Probleme nicht mehr. Hier musst du betteln um einen Pass zu bekommen und wenn du ihn hast, wirst du trotzdem nicht akzeptiert. In den USA gibt es bei der Einbürgerung eine Zeremonie und wenn man einem Ami erzählt dass man amerikanischer Staatsbürger geworden ist freut er sich. Hier wird man der Unterwanderung der deutschen Kultur beschuldigt. Das ist kulturelles Problem das Deutschland hat und die Politik möchte/kann damit nicht umgehen.
Das sehe ich auch so. Aber richtig schlau werde ich nicht daraus. Weil es Berichte gibt, die da noch andere Gründe sehen.

Der Buschkowski (SPD Bürgermeister von Neukölln) erzählt immer wieder, dass leider gerade viele türkische und noch mehr arabische Mitbürger sich deutlich schwerer tun mit der Bildung. Bildungsangebot überhaupt zu akzeptieren. Man hätte darum bspw.mal mit viel Aufwand ein Nachmittags-Betreuungszentrum für Kids und Jugendliche mit diesem Hintergrund gebaut. Fazit war, dass fast keiner hinging, dafür aber ein neues Jugend-Zentrum an einer Moschee in der Nähe sofort voll war. Wie kriegt man das gelöst?
 
Du beschränkst das alles jetzt auf dich? Wenn ich alles auf mich beschränken würde, dann wären alle Türken Bauingenieure.

Ja, teilweise liegt es am jeweiligen Bundesland und dessen Bestimmungen zu einigen Kontrollen aber auch an der Masse der dort lebenden Ausländer. Du wirst sicherlich mehr Türken in Berlin treffen als in Bayern. Dafür aber triffst du in Bayern die schlaueren Türken was aber auch mit dem Bildungssystem zutun hat. Berlin ist ja dort eher nicht der Musterschüler sondern gerade viele der Ost-Länder, Bayern und einige Teile im Norden.



Ich glaube für Griechen ist es einfach wenn sie irgendwie Georgis Nikosolios heißen ihren Namen zu verdeutschen in Georg Niko als Beispiel was auch sehr viele tun. Mach das mal bei Atalay Sentürk bin ich jetzt gespannt.
ich kenne keinen einzigen Griechen, der seinen Namen verdeutscht hat. Adalbert sentrick! Wo ist das Problem? Ich wusste schon immer das wir pisatechnisch den Norden unterstützen. :-)


Ich beschränk das auf mich und mein Umfeld.
Was bleibt einem sonst übrig?

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Du Eumel, da schreibt man ernsthaft und du entwaffnest einen gleich so:-)



Ich weiß nicht, wen du unter "Asylrussen" kennst. Als Russe hast du kaum eine Chance auf dauerhafte Übersiedlung. Für gewöhnlich läuft das über die deutsche oder jüdische Herkunft. Das sind auch die, die aus Kasachstan oder Sibirien kommen, weil ihre Familien einst dorthin deportiert wurden. Selbst zu "besten" Zeiten Anfang Mitte 90er hat aber wohl keiner ein Haus hinterher geschmissen bekommen. Und auch nicht den deutschen Pass. Da haben sich die Bedingungen ohnehin sehr verschärft. Hängt aber nun mal mit der Herkunft einer Olga Schneider, Dmitri Pätzold usw. zusammen.

Und jene, die in den letzten Jahren wirklich als Asylbewerber aus der RF nach Deutschland kamen, sind allermeist aus dem Nordkaukasus. Und ich glaube kaum, dass diese so viel anders behandelt werden als andere Asylbewerber, Flüchtlinge auch.

Es ist wohl auch durch eine OSZE-Studie nachgewiesen, dass in kaum einem westlichen Land Bildungsabschlüsse so stark von der sozialen Stellung der Eltern abhängen wie in Deutschland. Das hat auch weniger was mit türkischem Namen zu tun. Sieh dir da all die Ronnys und Kevins usw. an. (Soll nicht snobistisch sein, aber man sammelt so Eindrücke). Teils mag das damit zusammen hängen, dass bewusst vielleicht auch "niedrigere" Schulempfehlungen gegeben werden usw. Teils braucht man sich aber auch nicht wundern, wenn man sich die mal ansieht und wie sie die Schule machen usw.

Wenn du im Ghetto lebst, dann wirst du im Grunde wissen, dass du dann vielleicht umso härter ackern, "kämpfen" musst, um aus dem rauszukommen. Ggf. auch gegenüber deiner Umgebung. Auch wenn die anderen es vielleicht sonst wie mega uncool finden, wenn du für ne Klassenarbeit lernst statt mit los zu ziehen. Mag ungerecht sein, ist aber leider wohl Realität. Und in der Tat, da ist es egal, ob du Russe, Türke oder sonst was bist.


Btw. Bauingenieur, cool:-)
Du gibst mir aber recht, dass Du weniger Hürden zu nehmen hast wenn Du Olga Schneider heißt wie Osama bin Laden heißt!?!?
 
Bildungsgrad würde ich nicht sagen, eher wirtschaftliche und friedliche Verhältnisse. Während in die USA die meisten aus dem Westen der Türkei (Istanbul, Izmir, Bursa, Ankara) ausgewandert sind, sind nach Deutschland in erster Linie prächtige Kerle aus Anatolien gekommen.

Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.


Wie auf dem Bild zu erkennen, wurde in erster Linie geschaut inwieweit man handwerklich begabt ist, bevor man nach Deutschland geschickt wurde.



Das behauptet auch keiner und du hast ja auch Recht. Aber es ist ebenso ein Fakt dass man mit türkisch-arabischem Namen deutlich schwerer von der Gesellschaft akzeptiert wird wie mit einem Namen aus dem Abendland. Wohnungssuche, Jobsuche, Behördengänge etc. pp sind für die meisten Muslime eine Tortur.

Hans statt Hakan: Türkischer Name ist bei Bewerbungen ein Nachteil

Hätte man in Deutschland seit den 60er Jahren eine Integrationspolitik wie in den USA, gäbe es solche Probleme nicht mehr. Hier musst du betteln um einen Pass zu bekommen und wenn du ihn hast, wirst du trotzdem nicht akzeptiert. In den USA gibt es bei der Einbürgerung eine Zeremonie und wenn man einem Ami erzählt dass man amerikanischer Staatsbürger geworden ist freut er sich. Hier wird man der Unterwanderung der deutschen Kultur beschuldigt. Das ist kulturelles Problem das Deutschland hat und die Politik möchte/kann damit nicht umgehen.

Nicht nur beim Amt. Melde dich in Lovoo mal mit Murat an und dann mit Michael.-.-
 
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