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Hamed Abdel-Samad auf Provokations- und Selbsttherapie-Tour

  • Ersteller Ersteller Nik
  • Erstellt am Erstellt am
Eine religion zu kritisieren heisst Gott kritisieren......und kein gläubiger akzeptiert sowas.

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Und rafi......dass was du am islam kritisierst kannst mal am judentum versuchen, da wirst du auch auf "Unverständniss" stossen.

Judentum ist kein Stück besser aber warum gerade du gläubiger Muslim darauf aufmerksam machst ist mir schleierhaft.... ist nämlich alles der selbe Wahnsinn..
 
von religion habt ihr alle keine ahnung.ihr blättert ein bisschen in der bibel oder koran herum,trinkt dabei ein getränk eurer wahl und meint es verstanden zu haben.religion ist keine mathematikformel,die man erlernen kann.religion ist tiefgreifend,etwas mystisch und geheimnisvoll.man muss sie fühlen und spüren.gruss oliver
 
Genau das passiert aber zur Zeit nicht.

Ich habe da andere Meinung. Religionen (inkl. des Islams) heute sind noch lebendig und haben sogar in vielen Orten eine Dynamik. Das zeigt, dass sie an der Entwicklung der Gesellschaft anpassen - ob das uns gefällt oder nicht.

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Alle Kritiker werden "sogenannte Islamkritiker" genannt. Ich kenne keinen, der von einem größeren Teil Muslime anerkannt wird, selbst von europäischen Muslimen nicht - Stichwort Korchide als Beispiel. Machen wir uns doch nichts vor, der Islam hat nicht kritisiert zu werden und damit juck ;)

Wie du weiß, habe ich von was man in der letzten Zeit als "Islamkritik" betitelt keine gute Vorstellung. Ihr wesentliches Fehler, ist dass sie annehmen, dass es DEN Islam gibt. Diesen einförmigen Islam gibt es aber nur in den Augen der Islamisten und der Islamophoben. Wenn ein neutraler nicht-Muslim dagegen die Geschichte des Islams studiert, kommt man schnell zum Ergebnis, dass so etwas Einförmiges nie existiert hat. Vereinfachungen sind nötig für die Menschen, um die Welt zu verstehen, wenn sie aber zu groß werden, sind sie einfach falsch.

Es wäre interessant, das von mir verlinkte Interview von Gudrun Krämer zu lesen, um zu sehen, wie man kritisch zu Zuständen sein kann, ohne den Islam als Einheit zu betrachten. Man sollte natürlich auch nicht hoffen, dass eine solche Kritik auf viele Muslime wirken wird. Das kann nur der innermuslimische Dialog, der natürlich vorwiegend in Sprachen stattfindet, die zumindest ich nicht lesen kann, um ihn zu verfolgen.


EDIT: Ich habe deinen nächsten Beitrag gelesen und so gesehen, dass du das Interview schon gelesen hast. Das freut mich. Ich schätze Gudrun Krämer sehr: meine eigene Vorstellung über den Islam gründet sich zu einem wichtigen Teil auf ihre Vorlesung und ihr Buch. Das was sie in ihrem Interview sagt, stimme ich fast völlig zu. Vor allem könnte man in ihrer Vorlesung spüren, dass ihr Objekt, also islamische Kultur und Geschichte, schon sehr liebt. Wenn man mit etwas wissenschaftlich befassen will, muss man es lieben - und gleichzeitig eine gewisse Distanz zu ihm haben.

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Ich glaube eher ihr realisiert nicht, dass auf dem Balkan ein Islam light praktiziert wird. Der "richtige" Islam, der sich so langsam auch auf dem Balkan und Europa breit macht, ist so faschistisch, wie Faschismus überhaupt nur sein kann. Das ist ja auch nicht verwunderlich, denn der Gott der abrahamitischen Religionen ist quasi der Prototyp des allmächtigen Diktators, dem alle irdischen Diktatoren nacheifern.

Das ist genau das Fehler, über das ich spreche: dass man annimmt, dass man auch aus der Sicht eines nicht-Muslimen es einen "richtigen" Islam gibt. Damit tut man nur den Islamisten und Islamophoben ein Gefallen. So etwas hat es nie wirklich in der Geschichte gegeben.

Faschistisch kann der Islam übrigens schon nicht sein, weil der Faschismus eine neue Erscheinung des 20. Jahrhunderts ist. Man sollte nicht alle Begriffe verwechseln, um etwas als negativ darzustellen.
 
Faschistisch kann der Islam übrigens schon nicht sein, weil der Faschismus eine neue Erscheinung des 20. Jahrhunderts ist. Man sollte nicht alle Begriffe verwechseln, um etwas als negativ darzustellen.

Im Sinne des Begriffes vielleicht nicht. Text ist nicht von mir, ich unterschreibe den aber.

Religionen und faschistoide Ideologien haben sehr viel gemeinsam, wenn

1. die Gruppe über den Individual-Rechten steht,

2. Dogmen nicht hinterfragt werden dürfen, sondern (von den Anhängern) zwingend umgesetzt werden müssen,

3. ein starkes Hierarchiegefälle mit der Förderung von absolutem Gehorsam besteht,

4. Macht wichtiger ist als Menschenrechte,

5. Nicht-Mitglieder diskriminiert werden,

6. es keine demokratischen Strukturen gibt (was ja schon aus 1 und 3 folgt),

7. eigenes Denken der Anhänger unerwünscht sind und Abweichlern mit Sanktionen gedroht wird (von sozialer Ausgrenzung über Höllenaufenthalt bis Todesstrafe)
 
Im Sinne des Begriffes vielleicht nicht. Text ist nicht von mir, ich unterschreibe den aber.

Religionen und faschistoide Ideologien haben sehr viel gemeinsam, wenn

1. die Gruppe über den Individual-Rechten steht,

2. Dogmen nicht hinterfragt werden dürfen, sondern (von den Anhängern) zwingend umgesetzt werden müssen,

3. ein starkes Hierarchiegefälle mit der Förderung von absolutem Gehorsam besteht,

4. Macht wichtiger ist als Menschenrechte,

5. Nicht-Mitglieder diskriminiert werden,

6. es keine demokratischen Strukturen gibt (was ja schon aus 1 und 3 folgt),

7. eigenes Denken der Anhänger unerwünscht sind und Abweichlern mit Sanktionen gedroht wird (von sozialer Ausgrenzung über Höllenaufenthalt bis Todesstrafe)

Viele Gemeinsamkeit gibt es schon, aber auch wichtige Unterschiede. Vor allem würde ich die enge Beziehung des Faschismus mit dem Nationalismus und Antikommunismus nennen (das zweite galt natürlich auch für einige religiöse, sogar islamistische Bewegungen, aber eher als sekundärer Faktor).
 
Ich versteh immer noch nicht, warum man bei einem islamkritiker ne christenkritik zücken muss.....kannst du mir das bitte noch mal erklären?

Ich versuche es mal.... Weil der Aufschrei: "Haltet den Dieb, er hat mein Messer in den Rücken", peinlich ist. Zumindest für gebildete Menschen.
 
Im Sinne des Begriffes vielleicht nicht. Text ist nicht von mir, ich unterschreibe den aber.

Religionen und faschistoide Ideologien haben sehr viel gemeinsam, wenn

1. die Gruppe über den Individual-Rechten steht,

2. Dogmen nicht hinterfragt werden dürfen, sondern (von den Anhängern) zwingend umgesetzt werden müssen,

3. ein starkes Hierarchiegefälle mit der Förderung von absolutem Gehorsam besteht,

4. Macht wichtiger ist als Menschenrechte,

5. Nicht-Mitglieder diskriminiert werden,

6. es keine demokratischen Strukturen gibt (was ja schon aus 1 und 3 folgt),

7. eigenes Denken der Anhänger unerwünscht sind und Abweichlern mit Sanktionen gedroht wird (von sozialer Ausgrenzung über Höllenaufenthalt bis Todesstrafe)

+ der Glaube an eine bessere Zukunft durch gehorsam, Einheit etc, also die Schaffung eines neuen Ideals, was natürlich viele abhängt. Bei den einen der Übermensch oder Germania, bei den anderen das Paradies, der Himmel etc, oder der letzte Tag. Liegt aber daran, dass die Faschisten sich an der Religion orientierten
 
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