Zum Verlauf im 14. Jahrhundert. Sein Sohn "Uros der Schwache", so wie Car Lazar konnten den Vormarsch der Osmanen nicht stoppen, so erlitten die Serben eine Niederlage bei der strategisch wichtigen Schlacht von Marica in der heutigen Türkei/Griechenlandwo die Osmanen richtig Fuss fassen konnten im Zentralbalkan, bevor es auf dem Kosovo Amselfeld 1389 zur entscheidenten Schlacht zwischen Serbien und den Osmanen kam.
Nicht wenige Historiker meinen das es unter Kaiser Dusan erst garnicht zum ausbreiten des Osmanischen Reich auf den Balkan gekommen wäre, sondern sich im gegenzug Dusan reich weiter nach Osten ausgebreitet hätte und somit den Vormarsch der Osmanen gestoppt hätte
Nicht nur das. In den vom serbischen Volk bewohnten Gebieten gab es eine Grenze zwischen den untergeordneten Kirchengebieten der Päpste und dem Patriarchen von Konstantinopel. Bis zur Mitte des 8. Jahrhunderts standen die Gebiete im Westen des Balkans unter der Jurisdiktion des römischen Papstes. Es hätte aber natürlich auch anders kommen können, beispielsweise dass die Macht in Byzanz und Raska im 12. Jahrhundert immer schwächer und ganz Serbien katholisch geworden wäre? Stellen wir uns vor, dass die Raska nach Vukans Tod seine Bedeutung verloren hätte und Konstantinopel damals nicht den grossen, letzten imperialen Aufstieg unter Manuel (Manojlo) des Ersten erreicht hätte? Byzanz wäre dann ziemlich sicher noch vor der Eroberung durch die katholischen Kreuzfahrer im Jahre 1204 früher zerfallen. Unter extremen Bedingungen würde vielleicht das Zeta Gebiet den Vorrang behalten dürfen, und die Raska würde ein anderes politisches Schicksal ereilen. Wäre also Serbien zu diesem Zeitpunkt ein katholisches Land geworden und der Schwerpunkt seines Staates an der Küste geblieben wäre, würde es seine Zentralmacht über Zeta, Travunien, Zachlumien und Raska festigen. Im Kampf gegen das angeschlagene Byzanz, ohne Verbindungen zu Bulgarien, dessen Bestrebungen sich nach dem zwölften Jahrhundert nach Süden wendeten, würde ein solches Land sein Bestreben auf die Errichtung des Katholizismus im Hinterland (hauptsächlich in Raska) und den Kampf gegen die Bogomillen in Bosnien richten.
Heute besteht kein Zweifel, dass das päpstliche Erbe Stefan zum ersten serbischen König in der Kirche St. Peter und Pavle in Ras, der Kathedrale der Bischofskirche, gekrönt hat. Somit wurde Stefan der erste König, dessen Krone die Einheit aller serbischen Gebiete und Küste symbolisierte. Es stimmt auch, dass zur Zeit der Nemanjici der serbische Staat seine Blütezeit auf geopolitischer und kultureller Ebene erlebte und genoss einen Ruf, der danach nie mehr erreicht wurde. Die Fähigkeit der Nemanjici als Politiker zeigte sich wohl am besten beim Treffen zwischen Nemanja und Friedrich Barbarossa, wo es glaubwürdige "Aufzeichnungen" und Schriften gibt. Meines Erachtens steht dennoch fest, dass die beiden grössten serbischen Politiker (zu dieser Zeit eher Herrscher) Stefan Prvovencani und der Despot Stefan Lazarevic waren. Unter ihrer Regierungszeiten wurde das Hilandar erneuert und unabhängige Klostergemeinschaft gegründet, bekamen eine Krone aus Rom, und zwei Jahre später unter Sveti Sava bekam die serbischen Kirche die Autokephalie, die bald ihr 800-jähriges Jubiläum feiern darf.
Nun ja, um die Grösse von Dusans Ehrgeiz und Errungenschaften zu verstehen, sollten wir die Bedeutung des Ausdrucks "Reich" in diesem Kontext verdeutlichen. In der mittelalterlichen Ideologie ist der Kaiser mehr als nur ein Herrscher eines einzelnen Staates. In der christlichen Welt kann es nur einen Kaiser geben. Natürlich hat sich dieser Gedanke seit der Zeit Karls des Grossen verringert, der dieses Dogma mit seinem Aufstieg zum Kaiser "gestört" hat. Später wandte sich dieses Reich dem Heiligen Römischen Reich des deutschen Volkes zu. Einen Herrscher zu einem König zu krönen war jedoch ein sehr seltenes Ereignis. Zu dieser Zeit gab es nur wenige Imperien, die im Mittelalter so deklariert wurden: die Byzanz, Fränkisches-Reich, Heiliges Römisches-Reich, Serbien, Bulgarien und Russland. Dusans Erfolg ist im grundgenommen eine Errungenschaft auf europäischer Dimension, ohne den Hang zur Glorifizierung. Er hatte natürlich auch günstige Gelegenheit dazu. Ohne einen einzigen grossen Kampf mit den Byzantinern hat er sein Territorium verdoppelt. Seine Kriegsführung wurde auf die Belagerung der Städte reduziert, in denen sich die Gegner schnell ergaben. Der einzige grosse Sieg von Car Dusan war die Schlacht von Welbaschd im Jahre 1330, als er zusammen mit seinem Vater die Bulgaren schlug, die von den Byzantinern unterstützt wurden, zu einer Zeit, als er noch nicht Herrscher war.