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Sammelthread: Israel/Nahost-Konflikt

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Um Sucht in den Griff zu kriegen: Netanjahu tritt Anonymen Kriegsverbrechern bei
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu kann einfach nicht genug bekommen von Kriegsverbrechen. Nach dem letzten enthemmten Blutrausch, der dutzenden Zivilisten in Rafah das Leben kostete, besucht er nun erstmals ein Treffen der Anonymen Kriegsverbrecher.

JERUSALEM – „Hallo, mein Name ist Benjamin, ihr könnt mich gern auch Bibi nennen“, begrüßt Israels Regierungschef die Gruppe. „Hallo Bibi“, antworten alle gleichzeitig. Netanjahu kratzt sich nervös am Hals. „Also… ich habe ein Problem… strenggenommen haben andere ein Problem mit meinem Problem. Ich bin sozusagen süchtig nach, äh, Kriegsverbrechen… sagt jedenfalls diese depperte UNO-Vollversammlung.“ Verständnisvolles Murmeln im stickigen Meetingraum.

 
Nieder mit der Hamas. Hat die Auslöschung Israels und Ermordung aller Juden im Programm.
 
Algerien legt Resolutionsentwurf gegen Rafah-Offensive vor
Algerien hat den Mitgliedern des UNO-Sicherheitsrates einen Resolutionsentwurf vorgelegt, in dem ein Stopp der israelischen Offensive in der Stadt Rafah im Süden des Gazastreifens gefordert wird.

In dem Entwurf wird eine „sofortige Waffenruhe“ verlangt sowie die Freilassung der israelischen Geiseln. Heute soll der UNO-Sicherheitsrat zu seiner monatlichen Sitzung zur Lage in den palästinensischen Gebieten zusammenkommen. Dabei könnte die Resolution verabschiedet werden.

Gestützt auf IGH-Entscheidung

 
Iran liefert seegestützte Raketen an Huthi-Miliz
Der Iran stellt der schiitischen Huthi-Miliz im Jemen seegestützte ballistische Raketen vom Typ Ghadr zur Verfügung. „Jetzt ist die Rakete (…) zu einer Waffe geworden, die die Interessen der Vereinigten Staaten und ihres wichtigsten Verbündeten in der Region, des zionistischen Regimes, ernsthaft gefährden kann“, meldete die halbstaatliche, iranische Nachrichtenagentur TASNIM.

Mit zionistischem Regime wird in iranischen Medien und bei der Führung des Landes Israel bezeichnet.

Regelmäßig Angriffe auf Schiffe
Die Huthi-Rebellen gehören zur vom Iran angeführten „Achse des Widerstands“ und haben sich solidarisch mit der radikalislamischen Terrororganisation Hamas im Gazastreifen erklärt, die ebenfalls zur Achse des Widerstandes gehört.

Immer wieder hat die Miliz – auch zivile – Schiffe im Roten Meer beschossen, die sie in Verbindung mit Israel sieht. Auch Israel selbst, das seit Anfang Oktober Krieg gegen die Hamas führt, wurde von der Huthi-Miliz mit Raketen und Drohnen beschossen.

 
Israel stößt in Pufferzone zwischen Gaza und Ägypten vor
Die israelische Armee hat drei Viertel der Pufferzone zwischen dem Gazastreifen und Ägypten unter seine Kontrolle gebracht. Das teilte der Sicherheitsberater von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, Zachi Hanegbi, heute mit.

Er gehe davon aus, dass die Armee den gesamten Grenzstreifen namens Philadelphi-Passage beherrschen werde. „Gemeinsam mit den Ägyptern müssen wir sicherstellen, dass der Waffenschmuggel verhindert wird“, sagte er im israelischen Rundfunk.

Hanegbi äußerte überdies die Einschätzung, dass der Krieg im Gazastreifen noch mindestens bis Jahresende andauern werde. Das sei notwendig, um die Herrschaft der islamistischen Hamas und ihre militärischen Fähigkeiten zu zerstören.

Belastung für ohnehin angespanntes Verhältnis mit Ägypten
Israels Vorrücken in das Grenzgebiet bedeutet eine weitere Härteprobe für das Verhältnis mit Ägypten. Beide Länder hatten 1979 einen Friedensvertrag unterzeichnet und den Korridor dabei als Pufferzone errichtet.

 
Fast 40 Millionen mal auf Instagram geteilt: KI-Bild „All eyes on Rafah“ geht nach Luftangriffen viral

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Auf die verheerenden Entwicklungen im südlichen Gazastreifen machen Millionen Menschen in sozialen Medien aufmerksam. Auf X erinnern gleichzeitig viele an die Opfer der Hamas-Gräueltaten.

Ein mit Künstlicher Intelligenz geschaffenes Bild unter der Überschrift „All eyes on Rafah“ ist binnen kurzer Zeit in sozialen Medien viral gegangen. Allein auf Instagram wurde das Bild, das offenbar Zeltlager von Geflüchteten in der Stadt im Süden des Gazastreifens zeigen soll, fast 40 Millionen mal geteilt. Als Ursprung der Kampagne gilt ein Account in Malaysia.


Der Slogan stammt offenbar aus Äußerungen des Vertreters der Weltgesundheitsorganisation für die palästinensischen Gebiete, Rik Peeperkorn, der im Februar vor den Folgen einer israelischen Offensive in der mit Geflüchteten überfüllten Stadt gewarnt hatte.


 

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„Einfach ekelhaft“: Nikki Haley schreibt „Macht sie fertig!“ auf israelische Granate – und löst Kontroverse aus
Die ehemalige republikanische US-Präsidentschaftsbewerberin sorgt bei ihrem Israelbesuch mit einer Beschriftung für Aufsehen. Ihre Aktion wird unterschiedlich interpretiert.

Die ehemalige republikanische US-Präsidentschaftsbewerberin Nikki Haley hat bei einem Besuch an Israels Nordgrenze „Finish them! America loves Israel“ („Macht sie fertig! Amerika liebt Israel“) auf eine Mörsergranate geschrieben.

Dies löste in sozialen Netzwerken heftige Debatten aus. Obwohl sie sich offensichtlich auf die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah bezog, kritisierten viele den Schriftzug, als sei er für die Palästinenser im Gazastreifen bestimmt.

Äußerungen zur umstrittenen Aktion
Ein israelischer Journalist schrieb bei X zu Haleys Aktion am Dienstag: „Was für eine Königin!“. Likud-Politiker Danny Danon, der Ständige UN-Vertreter Israels, äußerte sich auf X wie folgt: „Macht sie fertig! Das hat meine Freundin, die frühere Botschafterin, Nikki Haley heute bei einem Besuch eines Artilleriepostens an der Nordgrenze auf eine Granate geschrieben. Es ist an der Zeit, die Gleichung zu ändern – die Bewohner von Tyrus und Sidon werden evakuiert, die Bewohner des Nordens werden zurückkehren. Die israelische Armee kann gewinnen!“

 
„Das UNRWA ist in alles verwickelt“, sagt die Mutter von Shani Louk
Die 22-jährige Deutsch-Israelin Shani Louk wurde beim Massaker der Hamas ermordet. Ihre Leiche wurde unter dem Gebäude des UN-Palästinenserhilfswerks im Gaza-Streifen gefunden und nach Israel zurückgeführt. Die Verwicklung des UNRWA findet ihre Mutter, Ricarda Louk, höchst problematisch.
Nach dem Mord an der Deutsch-Israelin Shani Louk im Gaza-Streifen, konnte ihre Leiche am 19. Mai in Israel begraben werden. Hunderte Menschen nahmen an der Beisetzung in Srigim nahe der Stadt Bet Schemesch teil. „Dass wir sie nah bei uns beerdigen konnten, hilft der Familie“, sagte ihre Mutter Ricarda Louk dem WELT-Nachrichtensender.

Das israelische Militär hat zuvor ihre Leiche sowie die Körper dreier weiteren Geiseln aus einem Tunnel unter einem Gebäude des UN-Palästinenserhilfswerks UNRWA im Gaza-Streifen geborgen. „Ich finde es schlimm, dass sich eine Hilfsorganisation in den Terrorismus eingliedert und mithilft“, sagte Ricarda Louk. „Das UNRWA ist in alles verwickelt und leistet einen riesengroßen Beitrag, Hass auf Israel zu schüren.“ Viele Hamas-Mitglieder seien Teil dieser Organisation.

„Da wird so viel Propaganda gemacht, dass die Wahrheit nicht rauskommt“
Ricarda Louk kritisiert, dass sich die Terroristen hinter den Zivilisten verstecken würden. „Es ist schlimm, dass so viele Zivilisten in Gaza sterben. Es ist ein schrecklicher Krieg“, sagte sie. Hilfslieferungen würden Bedürftige im Gaza-Streifen nicht erreichen. „Sie werden von der Hamas abgenommen – und die verkaufen es dann an die armen Leute“, sagte sie. „Da wird so viel Propaganda gemacht, dass die Wahrheit nicht rauskommt.“

 
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