US-Sicherheitsstrategie verschont Russland und China, aber geißelt "Zersetzung von Demokratie" in Europa
Das US-Papier sieht eine Perspektive von "mehrheitlich nichteuropäischen" Staaten in Europa als Gefahr für die Nato und will einen "Widerstand zum gegenwärtigen Weg" unterstützen
Die US-Regierung von Präsident Donald Trump hat ihre mit einiger Spannung erwartete erste eigene Nationale Sicherheitsstrategie veröffentlicht – und stößt damit die Staaten in Europa mehr als deutlich vor den Kopf. Wo bisher in ähnlichen Dokumenten vom Zusammenhalten zwischen Alliierten und dem Eintreten für die gemeinsamen Werte von Demokratie und Menschenrechten die Rede war, wo bisher klare Kante gegen Diktaturen wie Russland und China gezeigt wurde – da gibt es nun vor allem Kritik an den Regierungen in Europa.
Konkret werden sowohl Russland als auch China in dem am Freitag veröffentlichten Papier sehr schonend behandelt, wobei zumindest im Falle Chinas von militärstrategisch wichtigen Punkten im Pazifik die Rede ist, deren Verteidigung im Interesse der USA sei. Vor allem aber konzentriert sich das Papier auf das angebliche Defizit an Demokratie und freier Rede in Europa, das als Gegenstück zu den Werten der Trump-Regierung dargestellt wird. Das Papier schließt damit an die Rede an, die US-Vizepräsident J. D. Vance bei der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar 2025 gehalten hat.
Lasten nach Europa schieben
Das Strategieelaborat aus dem Präsidentenamt, dessen konkrete Autorschaft vorerst offen ist, wird durch ein Vorwort Donald Trumps eingeleitet. Dieser preist darin einmal mehr seine eigenen angeblichen Leistungen bei der Beilegung von Konflikten. Genannt werden unter anderem Pakistan und Indien (wobei Indien der Darstellung schon mehrfach widersprochen hat), Serbien und der Kosovo (wo eine konkrete Kriegsgefahr zuletzt nicht offensichtlich war) sowie "das Ende des Krieges in Gaza".
www.derstandard.at
Das US-Papier sieht eine Perspektive von "mehrheitlich nichteuropäischen" Staaten in Europa als Gefahr für die Nato und will einen "Widerstand zum gegenwärtigen Weg" unterstützen
Die US-Regierung von Präsident Donald Trump hat ihre mit einiger Spannung erwartete erste eigene Nationale Sicherheitsstrategie veröffentlicht – und stößt damit die Staaten in Europa mehr als deutlich vor den Kopf. Wo bisher in ähnlichen Dokumenten vom Zusammenhalten zwischen Alliierten und dem Eintreten für die gemeinsamen Werte von Demokratie und Menschenrechten die Rede war, wo bisher klare Kante gegen Diktaturen wie Russland und China gezeigt wurde – da gibt es nun vor allem Kritik an den Regierungen in Europa.
Konkret werden sowohl Russland als auch China in dem am Freitag veröffentlichten Papier sehr schonend behandelt, wobei zumindest im Falle Chinas von militärstrategisch wichtigen Punkten im Pazifik die Rede ist, deren Verteidigung im Interesse der USA sei. Vor allem aber konzentriert sich das Papier auf das angebliche Defizit an Demokratie und freier Rede in Europa, das als Gegenstück zu den Werten der Trump-Regierung dargestellt wird. Das Papier schließt damit an die Rede an, die US-Vizepräsident J. D. Vance bei der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar 2025 gehalten hat.
Lasten nach Europa schieben
Das Strategieelaborat aus dem Präsidentenamt, dessen konkrete Autorschaft vorerst offen ist, wird durch ein Vorwort Donald Trumps eingeleitet. Dieser preist darin einmal mehr seine eigenen angeblichen Leistungen bei der Beilegung von Konflikten. Genannt werden unter anderem Pakistan und Indien (wobei Indien der Darstellung schon mehrfach widersprochen hat), Serbien und der Kosovo (wo eine konkrete Kriegsgefahr zuletzt nicht offensichtlich war) sowie "das Ende des Krieges in Gaza".
US-Sicherheitsstrategie verschont Russland und China, aber geißelt "Zersetzung von Demokratie" in Europa
Das US-Papier sieht eine Perspektive von "mehrheitlich nichteuropäischen" Staaten in Europa als Gefahr für die Nato und will einen "Widerstand zum gegenwärtigen Weg" unterstützen