„Es wird in Deutschland niemand obdachlos.“ – Wie ein Satz die Toten unsichtbar macht
Deutschland zählt viel. Einkommen, Beschäftigung, Inflation, Neubauten. Es zählt aber nicht, wie viele obdachlose Menschen sterben. Nicht bundesweit, nicht verbindlich, nicht kontinuierlich. Wer stirbt, wird Teil der allgemeinen Todesstatistik. Ob jemand auf der Straße lebte, taucht darin nicht auf. Damit gibt es offiziell kein Problem, das man politisch lösen müsste. Unsere Dokumentation prüft, was sich für den Zeitraum Oktober 2025 bis 20. Januar 2026 dazu belegen lässt – und was nicht. Nicht, weil niemand gestorben wäre, sondern weil niemand verpflichtet ist, es zusammenzuführen.
Deutschland verfügt über keine bundesweite amtliche Statistik, die Todesfälle obdachloser Menschen gesondert erfasst. Weder fortlaufend noch rückwirkend, weder nach Monaten noch nach Jahren. Das gilt für 2025 ebenso wie für den Jahresbeginn 2026. Die Todesursachenstatistik von Statistisches Bundesamt unterscheidet nicht nach Wohnstatus. Stirbt ein Mensch auf der Straße, in einer Notübernachtung oder nach einer Einlieferung ins Krankenhaus, verschwindet die Tatsache der Obdachlosigkeit vollständig in der allgemeinen Kategorie. Es existiert keine eigene Erhebungsvariable, keine Zusatzkennzeichnung, keine Pflicht zur Meldung. Damit existiert auch keine bundeseinheitliche Zahl.
Gleichzeitig ist die Größenordnung der betroffenen Gruppe bekannt. Nach der letzten umfassenden Hochrechnung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe lebten Ende 2024 rund 1.029.000 Menschen in Deutschland ohne eigene Wohnung. Diese Zahl umfasst Menschen in Notunterkünften, Gemeinschaftsunterkünften, Übergangslösungen und verdeckter Wohnungslosigkeit. Innerhalb dieser Gruppe lebten etwa 56.000 Menschen ohne jede Unterkunft, also dauerhaft oder überwiegend auf der Straße oder ausschließlich in Notübernachtungen. Diese Zahl ist keine Randgröße, sondern beschreibt eine Bevölkerung in der Größenordnung einer Großstadt. Aktuelle Recherchen von uns kommen auf über rund 1.350.000, einer Zahl, der wir weiterhin nachgehen werden und zu der wir auch eine filmische Dokumentation planen. (Stand 18. Januar 2026)
kaizen-blog.org
Deutschland zählt viel. Einkommen, Beschäftigung, Inflation, Neubauten. Es zählt aber nicht, wie viele obdachlose Menschen sterben. Nicht bundesweit, nicht verbindlich, nicht kontinuierlich. Wer stirbt, wird Teil der allgemeinen Todesstatistik. Ob jemand auf der Straße lebte, taucht darin nicht auf. Damit gibt es offiziell kein Problem, das man politisch lösen müsste. Unsere Dokumentation prüft, was sich für den Zeitraum Oktober 2025 bis 20. Januar 2026 dazu belegen lässt – und was nicht. Nicht, weil niemand gestorben wäre, sondern weil niemand verpflichtet ist, es zusammenzuführen.
Deutschland verfügt über keine bundesweite amtliche Statistik, die Todesfälle obdachloser Menschen gesondert erfasst. Weder fortlaufend noch rückwirkend, weder nach Monaten noch nach Jahren. Das gilt für 2025 ebenso wie für den Jahresbeginn 2026. Die Todesursachenstatistik von Statistisches Bundesamt unterscheidet nicht nach Wohnstatus. Stirbt ein Mensch auf der Straße, in einer Notübernachtung oder nach einer Einlieferung ins Krankenhaus, verschwindet die Tatsache der Obdachlosigkeit vollständig in der allgemeinen Kategorie. Es existiert keine eigene Erhebungsvariable, keine Zusatzkennzeichnung, keine Pflicht zur Meldung. Damit existiert auch keine bundeseinheitliche Zahl.
Gleichzeitig ist die Größenordnung der betroffenen Gruppe bekannt. Nach der letzten umfassenden Hochrechnung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe lebten Ende 2024 rund 1.029.000 Menschen in Deutschland ohne eigene Wohnung. Diese Zahl umfasst Menschen in Notunterkünften, Gemeinschaftsunterkünften, Übergangslösungen und verdeckter Wohnungslosigkeit. Innerhalb dieser Gruppe lebten etwa 56.000 Menschen ohne jede Unterkunft, also dauerhaft oder überwiegend auf der Straße oder ausschließlich in Notübernachtungen. Diese Zahl ist keine Randgröße, sondern beschreibt eine Bevölkerung in der Größenordnung einer Großstadt. Aktuelle Recherchen von uns kommen auf über rund 1.350.000, einer Zahl, der wir weiterhin nachgehen werden und zu der wir auch eine filmische Dokumentation planen. (Stand 18. Januar 2026)
„Es wird in Deutschland niemand obdachlos.“ – Wie ein Satz die Toten unsichtbar macht
Deutschland zählt viel. Einkommen, Beschäftigung, Inflation, Neubauten. Es zählt aber nicht, wie viele obdachlose Menschen sterben. Nicht bundesweit, nicht verbindlich, nicht kontinuierlich. Wer stirbt, wird Teil der allgemeinen Todesstatistik. Ob jemand auf der Straße lebte, taucht darin nicht...
