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Sammelthread: Israel/Nahost-Konflikt

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Wie lange Israel im Irankrieg noch außen vor bleiben kann
Während die USA den Iran angriffen und der Iran Ziele am Golf beschoss, blieb es in Israel erstaunlich ruhig. Doch das kann sich bald ändern

Wie lange wird sich Israel aus dem neuerlichen Aufflammen des Irankriegs noch heraushalten? Das ist eine Frage, die sich im Land viele stellen. Verteidigungsminister Israel Katz gab am Dienstag eine Antwort: "In einer Stunde" könnte der Iran Israel angreifen, sagte er in einem Interview mit dem regierungsfreundlichen TV-Sender 14.

Nun war das nicht wörtlich gemeint. Dennoch ist es auch laut Militärexperten nur eine Frage der Zeit, bis auch Israel wieder in den Schlagabtausch hineingezogen wird.

Dass es bisher nicht dazu gekommen ist, liegt nicht am mangelnden Willen der israelischen Regierung.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, der am Dienstagvormittag (Ortszeit) mit US-Präsident Donald Trump zusammentraf, soll dort sein Interesse an einer Ausweitung des Kriegs gegen das iranische Regime deponiert haben – mit israelischer Beteiligung.

Grenznahe Episoden
Es war Trump, der Israel bislang aus der aktuellen Eskalation heraushalten wollte. Die Devise lautet: Israel darf erst angreifen, wenn es selbst von dem Iran angegriffen wird.

 
Netanjahu traf Trump in Washington
US-Präsident Donald Trump und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu haben sich gestern im Weißen Haus getroffen. Das teilte Trumps Sprecherin Karoline Leavitt nach dem Ende der knapp eineinhalbstündigen Begegnung auf der Plattform X mit.

Unmittelbar zuvor hatte Trump dort bereits den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj empfangen. „Beide Treffen verliefen positiv und produktiv!“, schrieb Leavitt. An beiden Gesprächen nahmen unter anderem auch US-Außenminister Marco Rubio und US-Verteidigungsminister Pete Hegseth teil, wie Fotos der Treffen zeigen.

 
Israel: Hisbollah-Angriff nach Waffenruhe
Die libanesische Hisbollah hat laut israelischen Angaben erstmals seit mehr als einem Monat wieder eine mit Sprengstoff beladene Drohne auf ein Fahrzeug der israelischen Armee im Südlibanon gesteuert.

Zuletzt hatte die vom Iran unterstützte Terrororganisation solche Drohnen vor Inkrafttreten der neuen Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah im Juni eingesetzt und dabei auch immer wieder israelische Soldaten getötet.

Medien: Israel will reagieren
Israels Armee sprach heute Nachmittag von einem „eklatanten Verstoß gegen die Waffenruhe“. Soldaten seien bei dem Vorfall in der Nacht nicht verletzt worden.

 
Tote bei israelischen Angriffen im Gazastreifen
Bei israelischen Angriffen im Gazastreifen trotz der geltenden Waffenruhe sind palästinensischen Angaben zufolge mindestens vier Menschen getötet worden.

In Chan Junis im Süden des Küstengebiets seien bei einem Luftangriff auf ein Flüchtlingslager ein Mann und ein achtjähriges Mädchen ums Leben gekommen, teilten Mitarbeiter der von der Terrororganisation Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde heute mit.

In der Flüchtlingssiedlung al-Bureidsch im Zentrum des Gazastreifens schlug den Angaben zufolge eine Rakete in ein Haus ein. Dabei sei ein 18 Monate altes Kind getötet worden, mindestens acht weitere Menschen seien verletzt worden.

 
Westjordanland: Israel beschlagnahmt Land für Siedlungsstraße
Die israelische Armee beschlagnahmt laut einem Bericht Land im nördlichen Westjordanland, um zwei neue israelische Siedlungen durch eine Straße miteinander zu verbinden. Es handle sich um Flächen, die bisher von der Palästinensischen Autonomiebehörde kontrolliert worden seien, berichtete die israelische Zeitung „Haaretz“ gestern.

Der für das Westjordanland zuständige israelische Militärkommandeur Avi Bluth habe 15 entsprechende Anordnungen unterzeichnet. Die Straße soll die neuen Siedlungen Noa und Emek Dotan verbinden, in die nach Angaben der Zeitung bereits im kommenden Monat die ersten Familien einziehen könnten.

Armee begründet Maßnahme mit Sicherheitsbedarf
Die israelische Armee teilte auf Anfrage mit, zum „wirksamen Schutz israelischer Ortschaften“ müsse sie einen schnelleren Zugang für ihre in dem Gebiet eingesetzten Kräfte ermöglichen. Mit diesem Ziel solle eine bereits bestehende, unbefestigte Straße genutzt und ausgebaut werden. Die Strecke solle auch für Palästinenser zugänglich bleiben.

 
Trump: Vereinbarung zur Hamas-Entwaffnung erzielt
Der von den USA initiierte Friedensrat hat laut US-Präsident Donald Trump eine Vereinbarung zur „vollständigen Entwaffnung“ der islamistischen Hamas im Gazastreifen erzielt. Das sei „ein monumentaler Schritt“ hin zu dauerhaftem Frieden und Sicherheit, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Auch alle anderen islamistischen Gruppen in dem Küstengebiet würden entwaffnet. Im Gegenzug würden Israels Streitkräfte nach Abschluss der Entwaffnung abziehen.

Zudem solle eine internationale Stabilisierungstruppe mit „einer neuen palästinensischen Polizei“ zusammenarbeiten, um die Sicherheit der Bewohner im Gazastreifen und dessen Nachbarn zu gewährleisten. Israel solle die Sicherheit erhalten, dass der „Gazastreifen nicht länger als Basis für Terroranschläge missbraucht wird“, schrieb Trump weiter.

Hamas bestätigte Einigung
Ranghohe Hamas-Funktionäre bestätigten die Einigung am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Israel äußerte sich zunächst nicht dazu. Zwei namentlich nicht genannte Hamas-Vertreter sagten, sie erwarteten vom „Friedensrat“ und den Vermittlern sicherzustellen, dass Israel sich an die Bedingungen der Vereinbarung halte.

 
Trump wäre "sehr enttäuscht", sollte Israel Plan zur Entwaffnung der Hamas nicht zustimmen
Der von den USA initiierte sogenannte Friedensrat erzielte die Einigung, die am Freitag von Hamas-Funktionären bestätigt wurde. Israel sieht Bedingungen offenbar nicht erfüllt

Kairo/Gaza – Der von den USA initiierte sogenannte Friedensrat hat laut US-Präsident Donald Trump eine Vereinbarung zur "vollständigen Entwaffnung" der islamistischen Hamas im Gazastreifen erzielt. Das sei "ein monumentaler Schritt" hin zu dauerhaftem Frieden und Sicherheit, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Auch alle anderen islamistischen Gruppen in dem Küstengebiet würden entwaffnet. Im Gegenzug würden Israels Streitkräfte nach Abschluss der Entwaffnung abziehen.

Zudem solle eine internationale Stabilisierungstruppe mit "einer neuen palästinensischen Polizei" zusammenarbeiten, um die Sicherheit der Bewohner im Gazastreifen und dessen Nachbarn zu gewährleisten. Israel solle die Sicherheit erhalten, dass der "Gazastreifen nicht länger als Basis für Terroranschläge missbraucht wird", schrieb Trump weiter.

Hamas bestätigt, Israel nicht

 
Videos aus dem Irak 2006-2008
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Hochschulen
„Wer israelische Unis boykottiert, hilft Regierung“
Nach dem Hamas-Angriff auf Israel im Oktober 2023 und dem Gaza-Krieg danach haben zahlreiche Einrichtungen in Europa die israelische Wissenschaft boykottiert. Eine Taskforce der Universitäten Israels versucht seit einiger Zeit gegenzusteuern. Hauptargument: Wer die Unis boykottiert, hilft der Regierung.

Rund 1.200 Boykottmaßnahmen hat diese Taskforce der Association of University Heads (VERA) in Israel zuletzt gezählt – sowohl gegen einzelne Forschende aus Israel als auch gegen ganze akademische Einrichtungen.

40 europäische Unis kappten Kontakt
Aktuell gebe es 40 europäische Universitäten, die jeglichen Kontakt mit israelischen Hochschulen eingestellt haben, vor allem in Belgien, den Niederlanden, Italien und Spanien. Darunter befinden sich etwa die Universitäten in Gent, Rotterdam und Amsterdam, sagt Emmanuel Nahshon, der die Maßnahmen gegen den Boykott israelischer Universitäten für VERA koordiniert. In Österreich und Deutschland gibt es keinen institutionellen Boykott.

Die Auswirkungen der Boykottmaßnahmen auf dieser Ebene seien bisher „äußerst begrenzt“, sagt Nahshon gegenüber ORF Wissen. „Unsere wichtigsten Partner befinden sich in den USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland. Und dort werden wir überhaupt nicht boykottiert.“

Dank an Österreichs Soziologie
Ähnliches gilt auch für Berufsverbände: Eine Reihe von Weltverbänden in sehr unterschiedlichen Disziplinen wie Archäologie, Kristallografie und Geschichtswissenschaft habe Versuche unternommen, Israel oder in Israel forschende Personen zu isolieren. Ein Beispiel betrifft, wie berichtet, Österreich: Die Österreichische Gesellschaft für Soziologie war 2025 aus dem Weltverband (ISA) aus Protest ausgetreten, nachdem diese die Soziologische Gesellschaft Israels ausgeschlossen hatte.

 
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