Die Ergebnisse: So haben Berlin und Mecklenburg-Vorpommern gewählt
Linke holt ganz klar Platz eins in Berlin, CDU scheitert an der Einzugshürde und fliegt in Mecklenburg-Vorpommern aus dem Landtag.
Zwei Wochen nach dem Erdrutschsieg der AfD in Sachsen-Anhalt haben die nächsten beiden Bundesländer in Deutschland gewählt. Diesmal ging es um weit mehr, als allein um die Frage, wer im Norden Deutschlands künftig regiert. In Mecklenburg-Vorpommern und Berlin wurde am Sonntag auch über die Kanzlerschaft von Friedrich Merz abgestimmt.
Wahlberechtigt waren rund 1,3 Millionen Menschen in Mecklenburg-Vorpommern und 2,49 Millionen in Berlin. In beiden Bundesländern durfte man erstmals ab 16 wählen.
Linke holt ganz klar Platz 1 in Berlin
In Berlin hatte der regierenden CDU in jüngsten Umfragen ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Linken gedroht. Letztlich setzte sich die Linke aber deutlich durch: Sie holte 25,7 Prozent. Die CDU, die bisher mit Kai Wegner den Bürgermeister stellt, erreichte laut Landeswahlleitung nach Auszählung aller Stimmen mit ihrem Spitzenkandidaten Stefan Evers 18,8 Prozent und damit Platz zwei. Dahinter folgen die AfD (16,3 Prozent), die Grünen (14,3 Prozent) und die SPD (12,1 Prozent). Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW, 4,7 Prozent) verpasste den Einzug in das Abgeordnetenhaus am Sonntag ebenso wie die FDP (2,5 Prozent), die schon 2023 an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert war.
Abgeordnetenhauswahl Berlin
Vorläufiges Ergebnis. Stimmenanteile in Prozent
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Die regierende CDU/SPD-Koalition hat damit ihre Mehrheit verloren. Die Grünen sprachen sich bereits für eine rot-grün-rote Koalition aus. Sollte das Linksbündnis zustande kommen, bekäme die deutsche Hauptstadt mit Elif Eralp erstmals eine türkischstämmige Bürgermeisterin. Eralp stellte bei der Wahlparty der Linken den Regierungsanspruch. „Ich will Regierende Bürgermeisterin für Berlin werden, damit die Menschen in unserer Stadt wieder ein besseres Leben haben. Vor allem die Menschen, die jeden Tag hier unsere Stadt mit am Laufen halten.“