Aktuelles
  • Herzlich Willkommen im Balkanforum
    Sind Sie neu hier? Dann werden Sie Mitglied in unserer Community.
    Bitte hier registrieren

Albaner / Islam

  • Ersteller Ersteller Mudi
  • Erstellt am Erstellt am
Die Burmali Moschee in Shkup wurde 1925 von den mazedonischen Kreuzritter abgerissen . Nun will man auf den Platz der Moschee ein Hotel bauen ... Am 15.3 protestieren die Albaner in Shkup dagegen , und fordern das die Moschee wieder aufgebaut wird und niemals das auf den Platz der Moschee ein Hotel gebaut wird .

Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.
 

Anhänge

    Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.
Muslimische Albaner retteten Juden während des Holocaust das Leben

Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.


Während des Zweiten Weltkriegs retteten die mehrheitlich muslimischen Albaner fast 2000 Juden vor der Deportation in Konzentrationslager - zum Beispiel die Familie von Johanna Jutta Neumann.

"Die Albaner waren fantastisch - dort gab es nach dem Krieg sogar mehr Juden als vor dem Krieg", sagt die 83-jährige Johanna Jutta Neumann. Während des Zweiten Weltkriegs fand die Jüdin aus Hamburg Schutz bei einer muslimischen Familie in Albanien. In dem kleinen südosteuropäischen Land lebten vor dem Krieg nur knapp 200 Juden (bei einer Gesamtbevölkerung von damals weniger als einer Million Einwohnern) - und kurz danach mehr als 2000.
Heute wohnt Johanna Jutta Neumann in Washington. Nach Deutschland wurde sie von der Deutsch-Albanischen Freundschaftsgesellschaft eingeladen, um ihr Buch "Umweg über Albanien" vorzustellen. Darin beschreibt sie die Flucht ihrer Familie im Frühjahr 1938 in das damals von italienischen Truppen besetzte Albanien. Die Albanische Botschaft in Berlin stellte Juden noch bis 1942 Visa aus. So beantragten bis zum Sommer 1943 viele Juden aus Europa Asyl in Albanien, weil das in anderen Ländern nicht mehr möglich war.

Hilfe für den Gast: Eine Frage der Ehre

Dem Gast ("Mikut") soll man in Albanien nach althergebrachter Sitte persönliche Treue und Gastfreundschaft entgegen bringen und für seine Sicherheit garantieren. Gibt der Albaner dem Gast sein Wort, also die "Besa", dann muss er auch dazu stehen. Genau diese Tradition trug dazu bei, dass zwischen 1938 und 1945 Juden aus ganz Europa einen sicheren Zufluchtsort in einem Land mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung finden konnten. Dort lebten die meisten von ihnen bis Anfang der 1990er Jahre. Nach dem Sturz des kommunistischen Regimes wanderten viele albanische Juden nach Israel und in die USA aus.
Die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem hat bis jetzt 69 Albaner mit dem Preis "Gerechter unter den Völkern" geehrt. Einige von ihnen werden auch durch die Wanderausstellung "Besa: Eine Sache der Ehre" gewürdigt, die 2008 zuerst im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York gezeigt wurde und in Deutschland gerade in Dresden zu sehen war. Die nächsten Stationen sind Görlitz und Leipzig.

Auch für die Familie von Johanna Jutta Neumann war Albanien die Rettung vor Deportation und Vernichtung. Zuerst lebten sie in einem Hotel, doch schon bald lernten sie die albanische Gastfreundschaft kennen: "Wir sind nach etwa drei Monaten aus dem Hotel ausgezogen und wohnten bei einer muslimischen Familie. Und da erlebten wir zum ersten Mal die Feste Ramadan und Bajram. Es war wunderbar. Die Leute haben uns behandelt wie ihre eigene Familie."

Albanien als Zufluchtsraum

Zwar versuchten die faschistischen Besatzer auch in Albanien, die Juden zu deportieren. Doch die albanische Bevölkerung weigerte sich, die in ihrem Land lebenden Juden auszuliefern. Sogar Regierungsangehörige statteten jüdische Familien mit falschen Papieren aus.
Viele albanische Bauern nahmen Juden auf und versteckten sie: Zum Beispiel in dem Dorf "Tre Vllaznit" (Drei Brüder), in der Nähe von "Vlora" (Zuflucht), wo die Familie von Anna Cohen Zuflucht fand. "Ich bin kurz nach Kriegsende in Albanien geboren und dort aufgewachsen. Ich habe mich immer als Albanerin jüdischer Herkunft gefühlt. Meine Familie war aus Thessaloniki geflohen", erinnert sich die New Yorker Zahnärztin, die Albanien 1992 verließ.

Was die Situation der Juden angeht, sei Albanien ein Gegenmodell zu den übrigen osteuropäischen Ländern unter nationalsozialistischer Besatzung - es sei zum Zufluchtsraum geworden, schreibt der Historiker und Balkan-Experte Michael Schmidt-Neke aus Kiel in einem Aufsatz.
Zwischen 1938 und 1945 waren über 70 Prozent der albanischen Bevölkerung muslimisch. Die anderen 30 Prozent waren Christen orthodoxer und katholischer Konfession. Diese Verhältnisse hätten zu einer besonderen interreligiösen Toleranz geführt, meint Schmidt-Neke. Die Bereitschaft, verfolgten Juden zu helfen, habe sich durch alle sozialen, religiösen und politischen Gruppen gezogen, erklärt der Wissenschaftler: "Es gab sowohl Leute, die mit dem kommunistischen Widerstand zusammenarbeiteten, die Juden gerettet haben, als auch andere, die mit den Besatzern zusammenarbeiteten und trotzdem Juden bei sich zu Hause versteckt hielten."

Albaner retteten fast 2000 Juden | Europa | DW.DE | 21.12.2012

Besa - Ein Ehrenkodex

Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.


Es ist ein kaum bekanntes Kapitel in der Geschichte des Holocaust, dass bis zum Abzug der Deutschen aus Albanien 1944 fast 2000 Juden Zuflucht bei muslimischen Familien fanden und beinahe alle die tödliche Jagd der Nationalsozialisten überlebten.

„Besa“ heißt das Wort für diese Rettung, denn „Besa“ ist Teil des uralten Ehrenkodex der Albaner. Wer jemandem Hilfe anbietet, ihn bei sich zu Hause aufnimmt, muss sein Schutzversprechen halten: „Das Haus des Albaners gehört Gott und dem Gast.“

Albanien mit seiner muslimischen Bevölkerungsmehrheit erreichte, woran viele andere europäische Nationen scheiterten: fast alle Juden die während der deutschen Besatzung auf albanischen Staatsgebiet lebten, wurden gerettet. Dabei spielte es keine Rolle ob sie albanischer oder ausländischer Herkunft waren.
Die albanische Bevölkerung bewies außerordentlichen Mut, als sie sich weigerte, dem Befehl der deutsche Besatzer folge zu leisten, die in ihrem Land lebenden Juden aus zu liefern. Gleichzeitig gewährte sie jüdischen Flüchtlingen Zuflucht, als diese in Albanien nach Rettung suchten.
Viele Regierungsangehörige statteten jüdische Familien mit falschen Papieren aus, die ihnen ein normales Leben als Teil der Bevölkerung ermöglichten.

Ihre Hilfe gründete sich auf „BESA“ – einem ethischen Prinzip, das bis heute seine Gültigkeit in der albanischen Gesellschaft hat. BESA bedeutet „ein Versprechen halten“, Menschen in Not zu
helfen, das Leben dieser zu schützen, ohne Rücksichtnahme ob der eigenen Gefahr bzw. seiner Familie. Diese Hilfestellung ist eine Frage der Ehre.

Bis Januar 2010 wurden 69 Albaner von Yad Vashem als „Gerechte unter den Völkern” geehrt.
BESA ist in Wien, als erste europäische Station zu sehen und hatte seine Premiere am internationalen Holocausttag, 27. Januar 2008 im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York.



http://www.millisegal.at/besa/besa_catalog_ger.pdf

Bilder:
http://www.millisegal.at/besa/html/fotos.html

https://www.youtube.com/watch?v=2MdxW6SnVNI


 

Anhänge

    Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.
Das war nicht nur das Werk muslimischer Albaner, sondern aller Albaner. "Besa" kommt aus dem Kanun, der mehr als nur katholisch angehaucht ist.
Lustig zu sehen wie andere Muslime versuchen aus der ehrenvollen Tat der Albaner im zweiten Weltkrieg, Profit für ihr mehr als nur angekratztes Image zu schlagen.
Die Realität: Anti-Semitismus in der islamischen Welt verkauft sich besser als Sex in der westlichen Welt.
 
Das war nicht nur das Werk muslimischer Albaner, sondern aller Albaner. "Besa" kommt aus dem Kanun, der mehr als nur katholisch angehaucht ist.
Lustig zu sehen wie andere Muslime versuchen aus der ehrenvollen Tat der Albaner im zweiten Weltkrieg, Profit für ihr mehr als nur angekratztes Image zu schlagen.
Die Realität: Anti-Semitismus in der islamischen Welt verkauft sich besser als Sex in der westlichen Welt.

Nur weil im Kanun die Kirche erwähnt wird heißt es nicht dass er katholisch ist :lol:
erstens hat Besa (das was die Juden gerettet hat) rein garnichts mit dem Christentum/Katholizismus zu tun
und zweitens ist der Kanun eher muslimisch angehaucht:
http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=SJLXhku48Kc#t=215s
 
Nur weil im Kanun die Kirche erwähnt wird heißt das nicht dass er katholosch ist :lol:

Nur? Wenn statt der Kirche das Wort "Moschee" drinnen stehen würde, dann hätte man das als "islamisches Wunderwerk des Humanismus" verkauft, nur weil besa drinnen vorkommt. :D

Kanuni i Leke (Aleksander) Dukagjinit. Der Name sagt doch schon alles :D Benannt nach einem katholischen Albaner, der an der Seite von Gjergj Kastrioti den Osmanen das Leben zur Hölle machte.
 
Zurück
Oben