Dinarski-Vuk
Vuk sa Dinare
Es ging nie um Rechte,sondern um einen Sonderstatus, den die Serben wie selbstverständlich beanspruchten, was sie ja schon in Jugoslawien hatte, in dem Militär, Polizei und Wirtschaft überproportional mit Serben besetzt waren. In Metkovic war der Anteil der orthodoxen Bevölkerung keine 5 % , aber 90 % der Milicija waren Serben.
Dass ist der wahre Grund und vor allem die Armee, die von Serben besetzt war mit ihrem Status hatten kein Interesse das Kroatien austritt, denn dann hätte die Bande arbeiten müssen und nicht davon leben können, was der kroatische Tourismus jährlich nach Belgrad schickt.
Raskovic war ein Cetnik durch und durch
Du legst und interpretierst die Statistik natürlich zu deinem Gunsten. Zu deiner Info, in allen jugoslawischen Teilrepubliken waren die Minderheiten als politische Beamte prozentual an der Bevölkerung gemessen gesehen in grösserer Zahl als die Mehrheitsnation vertreten. Wegen der Überrepräsentierung der Serben bei den Kommunisten waren auch somit viele Serben bei der Milicija vertreten, wobei auch deine Zahlen nicht von offiziellen amtlichen Statistiken belegt wurden.
Der Fokus der Serben in Kroatien auf diverse Staatsdienste (vor allem militärische) haben reale sozialkulturelle Hintergründe. Als Minderheit fühlte sich ein Teil der serbischen Bevölkerung in Kroatien verwundbar und von der Vergangenheit immer noch traumatisiert. Eine neue Gefahr wie zu Zeiten der NDH bestand natürlich nicht, aber in einer undemokratischen Gesellschaft die eine lange gewalttätige Tradition aufzuweisen hat, wird die Minderheit natürliche Selbstschutz-Mechanismen entwickeln. Deswegen waren viele Serben auch der Meinung, dass sie erst "sicher" sind, wenn sie führende Positionen im Staatsapparat besetzen können. Das hat natürlich dann zur weiteren Entfremdung beider Völker und Bildung von Stereotypen beigetragen die dann vor allem in den 70er Jahren offen zur Schau gelegt wurden.
Sonderstatus sagst du. In den 50er Jahren beispielsweise hat das kommunistische Politbüro konstatiert dass alle Bauernaufstände in Kroatien zu dieser Zeit auf grossserbischer Grundlage angezettelt wurden. Zu dieser Zeit wurden die führenden serbischen Politiker aus Kroatien (um mal Dusko Brkic und Rade Zigic zu nennen, der eine Vize-Premierminister der kroatischen Volksrepublik und der andere Minister für Forstwirtschaft) festgenommen und beseitigt und die Aufstände brutal niedergeschlagen, die auch eine kulturelle Autonomie gefordert haben. Trotzdem sahen die Serben in Kroatien das sozialistische Jugoslawien als eine Art kollektive Sicherheit, natürlich auch unter anderem wegen der wirtschaftlicher Prosperität und empfanden den Verlust Jugoslawiens als ihren persönlichen Untergang.
Das viel Geld nach Belgrad geflossen war ist zwar eine Sache, aber serbische und kroatische Bauern schliefen bis in die frühen Sechziger Jahre in Kordun und Banija (die am meisten im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden) unter offenem Himmel und kalten Nächten ohne Dach über den Kopf, ohne das sich jemand darum gekümmert hat. Der gewöhnliche Bauer konnte sich also nichts davon kaufen, dass die Armee und Polizei mehrheitlich serbisch geprägt waren.
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