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Der Ukraine Sammelthread

London liefert Ukraine bis Jahresende 150.000 Drohnen
Großbritannien will der Ukraine bis Ende des Jahres 150.000 Drohnen liefern – hinzukommen 350 Luftabwehrraketen und Radarsysteme. Das kündigte der britische Verteidigungsminister Dan Jarvis bei einem Treffen der NATO-Ministerinnen und -Minister heute in Brüssel an. Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nahm teil.

Finanziert wird das gut 750 Millionen Pfund (rund 865 Mio. Euro) schwere Paket durch den Erlös aus eingefrorenen russischen Vermögen. „Dieses Paket von Drohnen, Luftabwehrraketen und Radarsystemen wird dabei helfen, unschuldige Menschen in der Ukraine vor Putins Sperrfeuer aus Drohnen und Raketen zu schützen“, sagte Jarvis einer Mitteilung zufolge.

Die Ukraine konnte mit Hilfe von Drohnen zuletzt erhebliche Erfolge im Abwehrkampf gegen den russischen Angriffskrieg verzeichnen. Die westlichen Unterstützer des Landes wollen Russland nun zusätzlich unter Druck setzen, in der Hoffnung, dass sich der russische Präsident Wladimir Putin auf Verhandlungen über ein Ende des Krieges einlässt.

Vereinbarung zwischen Ukraine und Deutschland
Auch die Ukraine und Deutschland unterzeichneten eine Vereinbarung über Fähigkeiten zur Abwehr ballistischer Raketen, wie Selenskyj mitteilte. Er rief außerdem andere westliche Verbündete auf, sich der Initiative anzuschließen und bis zum Winter Ergebnisse zu erzielen.

 
Auf der Rüstungsmesse Eurosatory 2026 in Paris stellte das ukrainische Rüstungsunternehmen Fire Point neue Versionen seiner Drohnen FP-1 und FP-2 vor, die über eine erhöhte Reichweite und integrierte künstliche Intelligenz verfügen.

Die präsentierte Kamikaze-Drohne zeichnet sich durch ein neues Monowing-Design (Eindecker-Konfiguration) mit integriertem Treibstofftank aus.

Diese Modifikation ermöglicht es der FP-2, einen 200 kg schweren Gefechtskopf zu tragen und dabei eine Reichweite von 370 km zu erzielen.

Durch das Upgrade wird die Reichweite der „Mid-Strike“-Variante auf 700 km erhöht, wobei der 105 kg schwere Gefechtskopf der Vorgängerversion beibehalten wird.

Unterdessen wird die für Angriffe auf große Distanzen („Deep-Strike“) ausgelegte FP-1, die über einen zusätzlichen Treibstofftank im Flügel verfügt, in der Lage sein, Ziele in einer Entfernung von 2.700 km vom Startpunkt zu bekämpfen; die Vorgängerversion hatte eine Reichweite von 1.650 km.

Eine Variante der aktualisierten Drohne ist mit zwei Startvorrichtungen ausgestattet, die jeweils vier ungelenkte S-5-Raketen tragen. Dies ermöglicht es der Drohne, auf dem Weg zu ihrem Primärziel leicht gepanzerte oder leicht entflammbare Ziele zu bekämpfen.

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Solche Drohne kann dann bis nach Sibirien fliegen

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Nach Angaben der Polizei eröffnete ein Mann gestern Abend in der Region Chmelnyzkyj mit einem Sturmgewehr das Feuer auf ein militärisches Rekrutierungsbüro; er wurde anschließend festgenommen.
 
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Etwa 300 Drohnen fliegen von der Ukraine in Richtung Russland
 
EU verlängert Russland-Sanktionen erstmals um zwölf Monate
Die EU verlängert ihre Wirtschaftssanktionen gegen Russland erstmals nicht nur um sechs, sondern um zwölf Monate. Eine entsprechende Entscheidung trafen die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsstaaten gestern Abend bei ihrem Juni-Gipfel in Brüssel, wie eine Sprecherin von EU-Ratspräsident Antonio Costa mitteilte.

In den vergangenen Jahren hatte der damalige ungarische Regierungschef Viktor Orban eine einjährige Verlängerung blockiert. Der neue Ministerpräsident Peter Magyar gilt als deutlich russlandkritischer als sein Vorgänger, der enge Kontakte zu Kreml-Chef Wladimir Putin pflegte.

Handel, Finanzwesen, Energie
Die Wirtschaftssanktion der EU gegen Russland wegen des Angriffskrieges gegen die Ukraine umfassen insbesondere Beschränkungen im Handel, im Finanzwesen, im Energiesektor sowie in der Industrie, im Verkehrswesen und bei Luxusgütern. Darüber hinaus besteht etwa ein Verbot der Einfuhr von russischem Rohöl auf dem Seeweg, und es wurden etliche russische Banken vom Finanzkommunikationssystem Swift abgekoppelt.

 
Gipfel debattiert Ukraine-Verhandlungen mit Moskau
Auf dem EU-Gipfel hat heute ein Vorstoß des Teams von EU-Ratspräsident Antonio Costa für Diskussionen gesorgt. Sein Büro nahm nach eigenen Angaben Kontakt mit Russland bezüglich möglicher Verhandlungen über das Ende des Krieges in der Ukraine auf.

Besonders Vertreterinnen und Vertreter Deutschlands und Frankreichs sollen Medienberichten zufolge ihren Unmut darüber ausgedrückt haben. Mehrere kleinere Staaten, darunter Österreich, sehen den Vorstoß dagegen positiv.

Macron und Merz verärgert
Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) sagte vor Beginn des zweiten Gipfeltages, es habe am Vortag keine Kritik an Costa wegen seiner Kontaktaufnahme zu Russland gegeben. Es gehe darum, dass die EU Kanäle offen halte und sich auf eine Situation vorbereite, wenn Verhandlungen eintreten, „damit die Europäische Union ihre Interessen in diesen Verhandlungen wahren kann“.

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz stellte dagegen in der Sitzung klar, dass Costa der Repräsentant der EU sei, aber nicht der Vermittler. Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zeigte sich verärgert.
 
Bei Gipfel in Brüssel
„Im allerletzten Moment”: Ungarns Magyar lässt wichtigen Ukraine-Satz aus EU-Text streichen
Ungarn hat beim EU-Gipfel in Brüssel eine Formulierung zum Ukraine-Beitritt entschärft. Kiew drängt weiter auf schnelle Fortschritte bei den Verhandlungen.
Ungarns Ministerpräsident Peter Magyar hat beim EU-Gipfel in Brüssel durchgesetzt, dass eine Passage zum Ukraine-Beitritt aus der Abschlusserklärung gestrichen wird. Im Entwurf hatte noch gestanden, die übrigen Verhandlungscluster sollten „so bald wie möglich“ geöffnet werden.

In der am Abend beschlossenen Endfassung fehlten diese Worte, berichtet der „Kyiv Independent“. Magyar schrieb nach dem Treffen auf X, die Klausel zur Beschleunigung des Beitritts sei „im allerletzten Moment“ aus dem Text entfernt worden. „Das war nicht einfach“, betonte er.

EU öffnet erstes Verhandlungscluster
Erst drei Tage zuvor hatte die EU das erste von sechs Erweiterungsclustern für die Ukraine und Moldau eröffnet. Diese Cluster fassen die Politikbereiche zusammen, in denen die Kandidatenländer ihre Gesetze und Regeln an die Standards der EU anpassen müssen. Konkret handelt es sich dabei um die folgenden Bereiche:


Tja, wie befürchtet, Magyar wandelt auf Orbans Spuren.
 
In Moskau wächst die Verunsicherung
Lange Zeit schien der Angriffskrieg gegen die Ukraine fernab von der Moskauer Bevölkerung zu toben. Die jüngste Drohnenattacke auf eine Raffinerie verstärkt das Gefühl der eigenen Verwundbarkeit

Der Krieg hat nun wohl endgültig Moskau erreicht: Dunkle Rauchwolken über dem südöstlichen Stadtbezirk Kapotnja, ein schmieriger Ölfilm liegt auf den Fensterbrettern der Wohnhäuser. Getroffen wurde eine Ölraffinerie, die für die Versorgung der Moskauer mit Benzin wichtig ist, sowie zwei Einkaufszentren. Über der Stadt habe die Flugabwehr rund 180 Drohnen abgefangen, teilte Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin mit. Bewohner mussten evakuiert werden.

"Heute Morgen bin ich gegen fünf Uhr aufgewacht, entweder durch eine Explosion oder durch das Raketenabwehrsystem. Ich wurde förmlich aus dem Bett geschleudert – so heftig war der Knall", sagt Arina, eine Anwohnerin, dem Onlineportal Meduza. "Ich saß eine Weile im Badezimmer und hatte Todesangst." Sie selbst hege keinen Hass auf die Ukrainer, ergänzt Natalia, eine Nachbarin. "Aber wissen Sie was? Wenn ich mit meinen Nachbarn spreche, lautet die Antwort in zwei von zehn Fällen: 'Bombardiert sie doch einfach alle in Kiew, dann ist die Sache erledigt!'". Und Artem betont: "Am meisten schockierte mich an diesem Angriff, dass es keinerlei Alarm oder Benachrichtigung gab. Ich mache mir große Sorgen um meine Familie. Sollten solche Angriffe weitergehen, sehe ich mich möglicherweise gezwungen, mit meiner Familie Russland zu verlassen."

Verbotene Postings
Panik ist keine zu spüren, Verunsicherung aber schon. Der Verkehr auf dem Moskauer Autobahnring nahe der Raffinerie wurde gestoppt. Die Moskauer Flughäfen stellten zeitweise den Betrieb ein. In sozialen Medien kursierten zahlreiche Videos von Augenzeugen der Angriffe, obwohl derartige Postings inzwischen verboten sind. Harte Strafen forderten russische Militärblogger.

 
Ukrainische Drohnenangriffe auf Moskau sind spektakulär – aber auch riskant
Kyjiw muss tunlichst vermeiden, dass bei seinen Angriffen Zivilisten zu Tode kommen. Etwas Besseres könnte Putin nämlich fast nicht passieren

Es waren spektakuläre Videos, die am Donnerstag von Moskau aus um die Welt gingen. Teile der russischen Metropole waren nach dem bisher massivsten ukrainischen Drohnenangriff mit einem schwarzen Ölfilm bedeckt. Das Dach eines Öldepots segelte meterhoch durch die Luft. Ein Fingerzeig, geht es nach Kyjiw: Wladimir Putin soll sein Krieg bald als ganzes um die Ohren fliegen.

Spätestens jetzt dürfte nämlich auch den bisher von Putin umhegten Hauptstädtern klar sein, dass der schmutzige Krieg in der Ukraine auch sie selbst betrifft. Umfragen legen nahe, dass Kyjiws Drohnen den Menschen in Russland immer mehr Angst einjagen.

Putin kann sein zentrales Versprechen, für Sicherheit und Wohlstand zu sorgen, solange man ihn nicht kritisiert, längst nicht mehr einlösen. Schon lange war er nicht mehr so unpopulär wie in diesem Sommer.

 
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Wie die BBC berichtet, wurden in Großbritannien zwei Ukrainer zu Haftstrafen verurteilt, weil sie Häuser und ein Auto des britischen Premierministers Starmer in Brand gesetzt hatten.

Roman Lavrynovych, ein 22-jähriger ukrainischer Staatsbürger, wurde zu sieben Jahren Haft verurteilt, während Stanislav Karpiuk, ein 27-jähriger rumänischer Staatsbürger ukrainischer Abstammung, eine zweijährige Haftstrafe erhielt.

Nach Angaben der Ermittler waren die Männer von Russland über Telegram gegen Bezahlung angeworben worden. Vor der Brandstiftung war Lavrynovych damit beauftragt worden, rechtsextreme Plakate aufzuhängen. Der Richter bezeichnete ihn als „nützlichen Idioten“, der leicht zu manipulieren gewesen sei. Bei seiner Vernehmung behauptete Lavrynovych, er habe nicht gewusst, wer Starmer sei.

„Romans schlechter Gesundheitszustand seit frühester Kindheit hat seine geistigen Fähigkeiten beeinträchtigt, und ich habe mein Bestes getan, um ihn vor schlechten Menschen zu schützen. Aber er ist so naiv“, erklärte Lavrynovychs Mutter.

Karpiuk habe bei diesen „absolut rücksichtslosen“ Angriffen eine „unterstützende Rolle“ gespielt, so der Richter. Ein dritter ukrainischer Verdächtiger, der 35-jährige Petro Pochynok, wurde vom Vorwurf der Verschwörung freigesprochen.

Nach diesem Vorfall wandte sich die britische Regulierungsbehörde Ofcom an Telegram und forderte die Messaging-App auf, zu erläutern, wie sie illegale Aufrufe zu Gewalt sowie die Anwerbung von Personen für Straftaten erkennt; dies berichtet „The Guardian“.
 
Wie das Staatliche Ermittlungsbüro berichtet, wurde einem Zugführer der ukrainischen Streitkräfte in der Region Kiew eine Mitteilung über den Verdacht der Erpressung zugestellt: Er soll von der Schwester eines unterstellten Soldaten ein Bestechungsgeld in Höhe von 80.000 Hrywnja gefordert haben, indem er drohte, den Soldaten an die Front zu schicken.

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Dem ehemaligen Minister für Kultur und Informationspolitik wird vorgeworfen, die illegale Schleusung von Personen über die ukrainische Staatsgrenze ermöglicht zu haben – so die Polizei.

Die Masche war als Reise zu Wohltätigkeitskonzerten im Ausland getarnt. Auf dem Papier gehörten die Männer einer Musikgruppe an; tatsächlich hatten sie jedoch keinerlei Bezug zur Musik. Auf diese Weise verließen 8 wehrpflichtige Männer die Ukraine. Medienberichten zufolge handelt es sich dabei wahrscheinlich um Rostyslaw Karandjejew. Er amtierte vom 28. Juli 2023 bis zum 4. September 2024 als ukrainischer Kulturminister.
 
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