Aktuelles

Der Ukraine Sammelthread

Ein Militärbündnis der Willigen springt ein, weil die EU-Sicherheitspolitik nicht klappt
Frankreich und Großbritannien führen ein neues loses Bündnis an, das einen Waffenstillstand im Ukrainekrieg mit einer Militärtruppe absichern soll

Seit den 1990er-Jahren versuchen die Staaten der Europäischen Union, eine gemeinsame Außen-, Sicherheits- und Militärpolitik aufzubauen. Davor gab es nichts davon. Die Nato schützte unter Führung der USA damals Westeuropa gegen den Warschauer Pakt der Sowjetdiktatur.

Die deutsche Wiedervereinigung, dann der Schock und die Ohnmacht in vier Kriegen in Ex-Jugoslawien brachten eine Wende. Man entwickelte ein gemeinsames Vorgehen – langsam, mit mäßigem Erfolg. Der russische Eroberungskrieg gegen die Ukraine ab 2022 aber brachte die große Ernüchterung. Die EU-Staaten können Wirtschaftssanktionen, sind aber nicht wehr- und konsensfähig, wenn es um Kriegs- und Kampfeinsatz geht.

Keine EU-Militärunion
Die Folge: Nationalstaaten springen ein. Da sich die USA aus Europa verabschieden, findet wieder eine Neustrukturierung statt, zu sehen bei der großen Militärparade in Paris am 14. Juli. Es marschierte eine Formation einer "Koalition der Willigen" mit. Eine solche haben Frankreich und die Regierung des Nicht-mehr-EU-Mitglieds Großbritannien initiiert.

 
Ukraine meldet Tote und Verletzte bei Angriff auf Odessa
Russische Angriffe auf die Hafenstadt Odessa im Süden der Ukraine haben laut Behördenangaben mindestens drei Menschen das Leben gekostet. Drei weitere Personen seien verletzt worden, teilte der Leiter der örtlichen Militärverwaltung, Serhij Lyssak, heute Früh in sozialen Netzwerken mit. Beim Angriff wurden laut den Angaben mehrere Wohnhäuser beschädigt.

Das russische Militär bestätigte einen Angriff auf Odessa. Bei einem kombinierten Schlag mit „luftbasierten Hochpräzisionswaffen und Kampfdrohnen“ seien in den Häfen Odessa und Tschornormorsk Reservoirs und Anlagen zur Verschiffung von Treibstoffen für das ukrainische Militär getroffen worden, hieß es in einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums in Moskau. Außerdem sei eine Drohnenfabrik beschossen worden.

 
EU und Ukraine kooperieren enger bei Drohnenproduktion
Die Europäische Union (EU) und die Ukraine haben ein Abkommen über eine engere Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Produktion von Drohnen geschlossen.

Ziel sei es, das ukrainische Know-how mit den industriellen Kapazitäten Europas zu verzahnen, um gemeinsame Projekte aufzubauen und die Produktion hochzufahren, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen heute bei einem Besuch in Kiew. Es ist die erste Vereinbarung dieser Art mit der Ukraine.

Das Abkommen bringe den ukrainischen Erfindungsgeist und die industrielle Größe Europas zusammen und solle Länder und Unternehmen in der gesamten EU abdecken, so die Kommissionspräsidentin. „Wir müssen unsere Stärken bündeln“, sagte von der Leyen.

 
Lockt Russland Südamerikaner mit 14.000 Euro an die Front?
Videos von Männern aus Bolivien, Peru und Kolumbien in russischen Uniformen sorgen für Aufsehen.
Boliviens Behörden wollen Berichten nachgehen, wonach Staatsbürger des südamerikanischen Landes unter falschen Versprechungen nach Russland gelockt worden seien, um im Ukraine-Krieg zu kämpfen. Generalstaatsanwalt Roger Mariaca kündigte am Dienstag Untersuchungen an, nachdem in den vergangenen Tagen Aufnahmen von Bolivianern in russischen Uniformen in Onlinediensten aufgetaucht waren.

Der Fernsehsender Red Uno zitierte einen 29-jährigen Bolivianer mit den Worten, ihm seien umgerechnet knapp 14.000 Euro angeboten worden, wenn er nach Russland reise. In einem Onlinevideo, das offenbar im Kriegsgebiet aufgenommen wurde, waren er, sein Cousin und zwei weitere Menschen zu sehen, die offenbar aus Peru und Kolumbien stammen. Der 29-Jährige wurde nach Angaben seiner Frau am Dienstag bei Kämpfen getötet. Auch die Behörden in Peru und Kolumbien kündigten Untersuchungen an.

 
Ukrainische Seedrohne brachte Kampfroboter hinter die russischen Linien
Weil der Einsatz von Menschen zu gefährlich wäre, übernahmen Roboter die erste durch Maschinen durchgeführte amphibische Landung der Geschichte

Auf das Konto der Ukraine geht eine weitere historische Premiere in der unbemannten Kriegsführung. Erstmals hat eine ukrainische Seedrohne einen Kampfroboter an der Küste von russisch besetztem Gebiet abgesetzt.

Dies geht aus einer Mitteilung der 123. Brigade der Territorialverteidigung vom Montag hervor. "Ein bodengestützter Roboterkomplex wurde von einer unbemannten Seepassage zur feindlichen Küste transportiert, landete auf dem besetzten Gebiet und wurde zur Durchführung eines Kampfeinsatzes eingesetzt", teilte die Brigade in einem Beitrag in den sozialen Medien mit.

 
Landwirte in Russland beklagen, dass sie ihre Ernte aufgrund von Kraftstoffmangel bald mit der Sichel einbringen müssen.

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Rostow. Ein Streit in der Warteschlange für Benzin.
 
In Dnipro werden Mitarbeiter der Rekrutierungszentren (CCC) festgenommen. Unsere Quellen bestätigen dies. Sie hatten von Wehrpflichtigen Geld für die Umgehung der Mobilisierung gefordert. Wir warten auf offizielle Informationen.

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Spezialoperation „Gentlemen-2026“: 172 kg Cannabis und 30.000 drogenhaltige Pflanzen wurden beschlagnahmt – so die Generalstaatsanwaltschaft (OGP).
In 23 Regionen sowie in Kiew wurden 435 Durchsuchungen durchgeführt. 12 illegale Drogenlabore wurden ausgehoben. 34 Personen wurden festgenommen, gegen 74 weitere wird ermittelt. Zudem wurden Waffen, Sprengstoff, Fahrzeuge und große Mengen Bargeld sichergestellt.
 
Die Produktion von Patriot-Raketen durch ein ukrainisches Team könnte noch vor Jahresende beginnen, so Selenskyj. Die Ukraine arbeitet daran, Lizenzen für Patriot- und SAMP/T-Raketen zu erhalten sowie die heimische Fertigung bestimmter Raketen und Waffensysteme aufzunehmen.

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Selenskyj zu den Wahlen in Russland: Wir sind uns bewusst, dass dies einen Wendepunkt darstellt, nach dem Putin die Lage eskalieren lassen könnte.

„Das könnte eine verstärkte Mobilisierung bedeuten; wir ziehen diese Möglichkeit in Betracht und bereiten uns auf solche Schritte vor.“
 
Ukrainischer Verteidigungsminister Fedorow tritt zurück
Der ukrainische Verteidigungsminister Mychailo Fedorow hat seinen Rücktritt erklärt. „Es war eine große Ehre, dem ukrainischen Volk als Verteidigungsminister zu dienen“, erklärte Fedorow gestern Abend im Onlinedienst Telegram.

Am Sonntag hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine Regierungsumbildung verkündet, die unter anderem den Rücktritt der ukrainischen Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko beinhaltete.

In einer langen Stellungnahme auf Telegram zählte Fedorow die Erfolge seines Ministeriums auf, dessen Leitung er im Jänner übernommen hatte. In einer zweiten, kürzeren Stellungnahme legte er seine Misserfolge dar.

Naftogas-Chef soll neuer Premier werden
Zuvor hatte Selenskyj bekanntgegeben, den Chef des staatlichen Energiekonzerns Naftogas, Serhij Korezkyj, zum neuen Ministerpräsidenten nominieren zu wollen. Die Vorbereitungen auf die kalte Jahreszeit hätten für das Land oberste Priorität, sagte Selenskyj. „Die Prioritäten sind klar – die Vorbereitung auf den Winter“, erklärte er. Nach allen Konsultationen sei Korezkyj der am besten geeignete Kandidat für das Amt.

 
Behörden: Tote nach russischen Angriffen in Saporischschja
Im südostukrainischen Gebiet Saporischschja sind mindestens fünf Zivilisten durch russische Angriffe getötet worden. Allein in der gleichnamigen Gebietshauptstadt seien drei Menschen ums Leben gekommen und 15 verletzt worden, teilte der Gouverneur der Region, Iwan Fedorow, gestern via Telegram mit. Zuvor hatte er über zwei getötete Männer infolge von Angriffen mit ferngesteuerten Drohnen in der frontnahen Stadt Orichiw informiert.

Die Großstadt Saporischschja ist ebenso nur etwas über 20 Kilometer von der Front entfernt. Aufgrund der ständigen russischen Angriffe mit Drohnen, Bomben und Raketen herrscht in der Industriestadt fast rund um die Uhr Luftalarm.

 
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