Aktuelles

Der Ukraine Sammelthread

Milliardenertrag aus eingefrorenem russischem Geld für Ukraine
Die Ukraine kann mit einer weiteren Milliardenunterstützung aus Erträgen von festgesetztem russischem Geld rechnen. Die EU erhielt eine Zahlung in Höhe von 1,4 Milliarden Euro an außerordentlichen Gewinnen aus den Zinsen, die von den immobilisierten Vermögenswerten der russischen Zentralbank stammen, wie die EU-Kommission mitteilte.

Es ist die fünfte Tranche dieser Art. Das Geld wird für laufende EU-Unterstützungsmaßnahmen für die Ukraine verwendet. Infolge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine sind in der EU Vermögenswerte der russischen Zentralbank festgesetzt, der größte Teil davon wird vom Finanzinstitut Euroclear mit Sitz in Brüssel verwaltet. Ende Juni 2026 entfielen 202 Milliarden Euro der Bilanzsumme des Instituts auf sanktionierte russische Vermögenswerte.

Während die Vermögenswerte selbst immobilisiert bleiben, gehören die Zinsen auf die Barmittel nicht Russland, so die EU-Kommission. Seit ihrer Immobilisierung haben die russischen Vermögenswerte den Angaben nach insgesamt acht Milliarden Euro an außerordentlichen Gewinnen erwirtschaftet.

 
Ukraine: Behörden ermitteln gegen Ex-Vizeregierungschefin
Die ukrainische Justiz ermittelt gegen die gerade von ihrem Posten zurückgetretene Ex-Botschafterin in den USA, Olha Stefanischyna. Vor dem obersten Antikorruptionsgericht werde über Auflagen für die frühere Vizeministerpräsidentin entschieden, berichteten örtliche Medien heute übereinstimmend. Zu den konkreten Vorwürfen wurde vorerst nichts bekannt.

Stefanischyna war bis zum vergangenen Montag ukrainische Botschafterin in den USA. Mit Berichten über ihren möglichen Rücktritt hatte Mitte Juli eine große Regierungsumbildung durch Präsident Wolodymyr Selenskyj begonnen. Medienberichten zufolge soll Stefanischynas Mutter im ersten Kriegsjahr 2022 eine Wohnung im Zentrum der Hauptstadt Kiew weit unter dem Marktpreis erworben haben. Stefanischyna war zu dieser Zeit Vizeregierungschefin und Justizministerin. Sie hat Korruptionsvorwürfe mehrfach zurückgewiesen.

Die von Russland angegriffene Ukraine gilt Antikorruptionsexperten von Transparency International trotz jahrelanger Reformen als eines der korruptesten Länder Europas.

 
Kramatorsk: Hunderte Familien sollen Häuser verlassen
Angesichts russischer Angriffe hat die Ukraine Hunderte Familien aus der ostukrainischen Stadt Kramatorsk angewiesen, sich in Sicherheit zu bringen. „Das ist eine schwierige, aber notwendige Entscheidung“, erklärte der Gouverneur der Region Donezk, Wadym Filaschkin, heute. „Die Sicherheitslage verschlechtert sich, deswegen ist es inakzeptabel, Kinder unter der ständigen Bedrohung russischer Angriffe zu lassen.“

Den Angaben zufolge sollen 525 Kinder und ihre erwachsenen Begleiter in Sicherheit gebracht werden. Zuletzt waren russische Truppen in der Region vorgerückt, laut DeepState, einem der ukrainischen Armee nahestehenden Onlineportal für militärische Analysen, befinden sie sich nur noch 20 Kilometer vom östlichen Rand von Kramatorsk entfernt.

Die Region Donezk ist großteils von Russland besetzt. Kramatorsk befindet sich aber noch unter ukrainischer Kontrolle.

 
Am Flughafen Leipzig wurde versucht, ein ukrainisches Antonow-Frachtflugzeug in die Luft zu sprengen; direkt daneben wurde eine mit Sprengstoff und Zünder ausgestattete Drohne entdeckt, wie die *Bild* berichtet.

Der Flughafen stellte den Betrieb vorübergehend ein. Die deutsche Polizei setzte einen Entschärfungsroboter ein, um die Drohne vom Fundort zu entfernen. Nach dem Steuerer der Drohne wird derzeit gesucht.

Zudem kollidierte zwei Stunden später ein weiteres Frachtflugzeug in einer Höhe von 400 Metern in der Nähe desselben Flughafens mit einem unbekannten Objekt, was zu leichten Schäden führte.


Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.

Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.


Die von dem ukrainischen Präsidenten unabhängigen Antikorruptionsbehörden NABU und SAP haben die ehemalige ukrainische Botschafterin in den USA, Olga Stefanischina, offiziell über den Verdacht auf Straftaten in Kenntnis gesetzt. Vor zwei Tagen hatte Wolodymyr Selenskyj sie von ihrem Posten als Botschafterin in den USA abberufen. Ein offizieller Zusammenhang zwischen der Entlassung und den Ermittlungen wurde nicht bestätigt.

Der ehemaligen Botschafterin drohen bis zu 10 Jahre Haft; das Gericht setzte die Kaution auf 13,1 Millionen Hrywnja fest. Olga Stefanischina wird der unrechtmäßigen Bereicherung in Höhe von 13,9 Millionen Hrywnja sowie der zweifachen Abgabe falscher Vermögenserklärungen verdächtigt. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Gelder für den Kauf zweier Wohnungen im Kiewer Wohnkomplex „Faina Town“ verwendet worden sein könnten, die auf den Namen einer engen Freundin Markarovas registriert waren.

Die SAP wirft ihr zudem vor, diese Wohnungen, einen Mercedes sowie die Nutzung weiterer Immobilien nicht deklariert zu haben, während sie gleichzeitig medizinische Behandlungen für Angehörige, Flugkosten und Mietzahlungen als nicht näher belegte Ausgaben angab.
 
Ukraine: Nordkorea verlegt Raketeneinheit nach Russland
Eine nordkoreanische Raketeneinheit hat nach Angaben eines ukrainischen Geheimdienstvertreters mit der Verlegung nach Westrussland begonnen. Sie könnte für Angriffe auf die Ukraine mit 120 ballistischen Raketen und sechs Startrampen ausgerüstet werden, sagte Andrij Tschernjak vom Militärgeheimdienst der Ukraine gestern.

Stationierung in Woronesch geplant
Russland plane, die Einheit mit rund 90 nordkoreanischen Soldaten in der westrussischen Region Woronesch zu stationieren. Eine mit der Angelegenheit vertraute Person sagte der Nachrichtenagentur Reuters, die USA wüssten von der Verlegung.

Die Entsendung der Einheit wäre eine Ausweitung der militärischen Zusammenarbeit zwischen Moskau und Pjöngjang. Russland hat bereits seit Ende 2023 Dutzende nordkoreanischer Raketen auf die Ukraine abgefeuert.

Raketenabwehr als Schwachstelle der Ukraine
Die Abwehr ballistischer Raketen gilt derzeit als eine der größten Schwachstellen der Ukraine. Das Land leidet unter einem Mangel an modernen Flugabwehrsystemen.

 
Drei Tote bei russischem Angriff auf Balaklija gemeldet
In der ostukrainischen Stadt Balaklija sind den örtlichen Behörden zufolge bei einem russischen Angriff drei Menschen getötet worden. Durch den nächtlichen Angriff seien Brände ausgebrochen, teilten die Behörden via Telegram mit. Rettungskräfte seien im Einsatz, um das Feuer zu löschen und Trümmer zu beseitigen.

 
Russland: Nach Angriff Brand in Ölraffinerie Jaroslawl
In der russischen Region Jaroslawl brennt nach Angaben des Gouverneurs Michail Jewrajew eine Ölraffinerie nach einem schweren ukrainischen Drohnenangriff. Die Rettungskräfte arbeiteten daran, den Brand zu löschen, teilte er auf Telegram heute mit.

Herabfallende Drohnenteile hätten den Lagertank der Raffinerie getroffen. Zuvor teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit, die Streitkräfte seines Landes hätten zwei russische Ölraffinerien angegriffen. Eine davon sei die Slawnet-Janos-Raffinerie in Jaroslawl.

Behörden: Tote in Region Brjansk
In der russischen Region Brjansk starben nach Behördenangaben zwei Menschen bei einem ukrainischen Drohnenangriff. Fünf weitere seien verletzt worden, hieß es.

 
Angriffe auf die russische Logistik entlang der Strecke zwischen dem besetzten Mariupol und Tschonhar

Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.

Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.


Ölraffinerie in Jaroslawl nach ukrainischem Drohnenangriff in Brand geraten
 
Attentat auf deutschen Rüstungschef verhindert
Der Fall wurde laut „Zeit“ wiederholt bei der „Nachrichtendienstlichen Lage“ im Kanzleramt besprochen. An diesen Treffen nehmen auch die Chefs der Geheimdienste teil. Brisant: Neben dem Fall Thumann soll es auch bei einem anderen, namentlich nicht genannten Unternehmen Spionage gegeben haben. Jetzt wächst die Sorge, dass der Kreml bei seinen Aktivitäten in Deutschland keine Grenzen mehr kennt.

Wieso ausgerechnet der Donaustahl-Chef ins Visier der Agenten geriet, dafür gibt es zumindest Indizien: Statt sich wie viele andere Rüstungsunternehmer öffentlich zurückzuhalten, positionierte er sich kurz nach Beginn des russischen Angriffskrieges klar gegen den Kreml und lieferte der Ukraine frühzeitig Drohnen.
Im März klickten in Spanien die Handschellen, Sergey N. wurde festgenommen. Auch eine mutmaßliche Komplizin aus Rumänien konnte später aufgespürt werden. Doch Thumann steht laut „Zeit“ seither unter erhöhtem Personenschutz.

Die Geschichte beginnt in der beschaulichen Gemeinde Straßkirchen in Niederbayern. Dort soll der Ukrainer Sergey N. im Dezember 2025 gezielt Thumanns Wohnhaus ausgespäht und Fotos angefertigt haben. Nach einem Hinweis eines ausländischen Nachrichtendienstes schlugen die Ermittler zu. Bayerische Beamte nahmen den Verdächtigen fest. Fatal: Offenbar musste der Mann wegen mangelnder Beweise schnell wieder entlassen werden. Erst als die Ermittler schließlich seine Handydaten auswerteten, stießen sie auf Brisantes: N. soll nicht nur Thumann, sondern auch dessen Vater überwacht haben. Zudem fanden sich Hinweise auf Kontakte zu einem russischen Geheimdienst. Doch da war N. längst aus Deutschland ausgereist.
 
Massenabschiebung ukrainischer Männer aus Polen, die keinem legalen Job nachgehen: Die polnische Oppositionspartei PiS hat mit der Ausarbeitung eines Gesetzesentwurfs begonnen. Das Projekt sieht die Schaffung von Abschiebezentren vor, die den gesamten Prozess vereinfachen und beschleunigen sollen.

Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.

Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.


Bei der militärmedizinischen Kommission und dem Einberufungsamt von Mukatschewo finden umfangreiche Durchsuchungen statt; die Behörden untersuchen die unrechtmäßige Entlassung von rund 1.500 Wehrpflichtigen – von denen ein Drittel sofort die Ukraine verließ –, wie der Lokaljournalist Hlahola berichtet.
 
Zurück
Oben