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Der Ukraine Sammelthread

Neue Angriffe: Selenskyj wirft Moskau „Zynismus“ vor
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland „Zynismus“ vorgeworfen, weil der Kreml trotz einer angekündigten Waffenruhe rund um die Siegesparade am 9. Mai „weiter Raketen- und Drohnenangriffe ausführt“. Russland könne schon jetzt das Feuer einstellen – „und das würde den Krieg und unsere Reaktionen beenden“, sagte der ukrainische Präsident heute.

Moskau und Kiew hatten am Vortag einseitige Feuerpausen zu unterschiedlichen Daten angekündigt. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, rund um die Feier zum Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkrieges am 8. und 9. Mai die Waffen schweigen lassen zu wollen. Die Parade am 9. Mai in Moskau soll heuer aus Furcht vor ukrainischen Angriffen in abgespeckter Form stattfinden.

Tote in Poltawa, Charkiw und Saporischschja
Bei den jüngsten russischen Angriffen wurden nach Angaben örtlicher Behörden mehrere Menschen getötet. Bei einem Drohnen- und Raketenangriff in der zentralukrainischen Region Poltawa gab es laut Behörden vier Tote.

In der Region Charkiw wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein Mensch getötet, zwei Menschen seien verletzt worden. Russland habe insgesamt elf ballistische Raketen und 164 Drohnen auf die Ukraine abgefeuert, erklärten die ukrainischen Behörden.

Bei einem russischen Angriff mit einer Lenkbombe auf die südostukrainische Stadt Saporischschja starben nach Angaben des regionalen Gouverneurs mindestens zwei Menschen.

 
Russland beschoss Saporischschja und Kramatorsk. In der einen Stadt starben 5, in der anderen 12 Menschen.

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Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine um den 9. Mai wird immer unwahrscheinlicher
Mehr als 1800 Verstöße meldet Kyjiw, das den Zeitraum der Kampfpause einseitig nach vorn verlegt hatte. Nun muss Russland fürchten, dass die Ukraine Drohnen über seine Parade fliegen lässt

Geht es nach dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, sollte in der Ukraine eigentlich längst eine Waffenruhe gelten. Noch dazu eine, um die ursprünglich Russland gebeten hatte – wenn auch mit späterem Beginn. Bloß: Moskau will davon offensichtlich nichts wissen. Selenskyj hatte zu einer Pause ab Mittwoch aufgerufen, Russlands Machthaber Wladimir Putin wollte die Waffen aber erst ab Samstag ruhen lassen. Während der eine die Zivilbevölkerung schonen will, die zuletzt besonders unter intensiven russischen Angriffen gelitten hatte, sorgt sich der andere vorrangig um seine Militärparade, mit der in Moskau traditionell am 9. Mai des Weltkriegsendes gedacht wird.

Nun wirft die Ukraine Russland vor, die Waffenruhe schon unmittelbar nach dem – aus Kyjiwer Sicht – Inkrafttreten massiv verletzt zu haben: "Zum jetzigen Zeitpunkt stellen wir fest, dass die russische Seite die Waffenruhe gebrochen hat", erklärte Selenskyj am Mittwoch. Allein bis zehn Uhr am Vormittag seien mehr als 1800 Verstöße festgestellt worden. Behördenangaben zufolge wurde eine Frau bei einem russischen Drohnenangriff in Sumy getötet. In Charkiw, Krywyj Rih und Saporischschja, wo erst am Dienstag zwölf Menschen bei russischen Luftschlägen getötet worden waren, wurden nach Mitternacht Wohngebäude, Infrastruktur und Industrieanlagen durch Luftangriffe beschädigt.

 
Putins Zustimmungswerte vor dem Krieg 2021 lagen bei 32 %
Während des Krieges, als man glaubte, Russland würde gewinnen, stiegen sie auf 62 %
Vor einem Monat, als die Internetsperren begannen, lagen sie bei 49 %

Und jetzt, wo Russland bombardiert wird, die Preise steigen, Flugzeuge am Boden bleiben, das Internet gesperrt wird und viele Menschen inhaftiert werden, dürften sie deutlich niedriger sein. Es gibt jedoch keine Alternativen. Die Russen würden jetzt niemanden wählen, der Putin ersetzen will, berichtet das Lewada-Zentrum (Russlands einziges relativ unabhängiges Meinungsforschungsinstitut).

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Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts KIIS halten die Ukrainer Korruption (54 %) für eine größere Bedrohung für die Entwicklung des Landes als Krieg (39 %). Diese Kluft hat sich in den letzten zwei Jahren noch vergrößert: Im Mai 2024 lagen die Werte bei 48 % bzw. 36 %.
 
Kyjiws Drohnen brauchen keinen Sprengstoff, um den Krieg nach Moskau zu tragen
Mit der vorgezogenen Frist für eine Waffenruhe zum 9. Mai hat die Ukraine Putin erfolgreich unter Druck gesetzt

Ein wenig erinnert die Lage in Russland an die berühmten Dörfer, die Fürst Potemkin der Legende nach einst errichten ließ, um Zarin Katharina II. die erfolgreiche Besiedelung der Krim vorzugaukeln. Bloß, dass es dieses Mal der aktuelle Herrscher selbst ist, der sein Volk in großem Stil täuscht.

Anstatt bunte Holzfassaden in die Landschaft zu pflanzen, hat Wladimir Putin den Russinnen und Russen mit seiner Lüge von der "speziellen Militäroperation" erfolgreich eingeredet, der Krieg in der Ukraine ginge sie eigentlich gar nichts an. Wer nicht dagegen aufmuckt, kann ganz normal weiterleben, so das Versprechen.

Tausend Tote pro Tag
Lange hatte es so ausgesehen, als käme Putin damit durch. Dass knapp tausend Soldaten pro Tag sterben oder verwundet werden – für die meisten Menschen in Russland offenbar keine große Sache. Kein Wunder, handelt es sich dabei meist auch nicht um Moskowiter und Petersburger, sondern um Angehörige ethnischer Minderheiten oder ausländische Söldner, mit denen die urbane Elite für gewöhnlich kaum etwas zu tun hat. Wer das anders sieht, bekommt es zudem schnell mit der russischen Justiz zu tun.

 
Selenskyj beklagt Verstöße gegen Feuerpause
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat gestern Abend zahlreiche Verstöße Russlands gegen die von Kiew ausgerufene Feuerpause beklagt. Bisher antworte Russland auf den Vorschlag einer Waffenruhe nur mit neuen Schlägen und Attacken, sagte er in seiner abendlichen Videobotschaft. „Abhängig von der Lage heute Abend und morgen werden auch wir unsere völlig angemessene Antwort festlegen“, sagte er.

Russland habe ein klares Angebot bekommen und wisse, wie die Ukraine oder deren Partner für Detailfragen zu erreichen sei, sagte er. Damit gab er der Feuerpause noch eine zweite Chance.

Zugleich machte er deutlich, dass die Ukraine kein Interesse an der von Russland verkündeten Waffenruhe rund um die Feierlichkeiten zum Tag des Sieges am 9. Mai habe. Wenn es nur darum gehe, dass Kremlchef Wladimir Putin ungestört seine Militärparade abhalte, werde das noch gültige Angebot für eine Waffenruhe nicht aufrechterhalten, sagte er.

Zustandekommen einer Feuerpause weiter unklar
Putin hatte Ende April bei einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump über die Möglichkeit einer Waffenruhe zu den Feierlichkeiten am 9. Mai gesprochen. Später verkündete das russische Verteidigungsministerium eine zweitägige Feuerpause, die in der Nacht zum Freitag in Kraft treten soll. Kiew beantwortete dies mit dem Vorschlag, die Waffen bereits ab dem 6. Mai schweigen zu lassen. Moskau hat diese Offerte bislang ignoriert.

 
Behörden: Vier Tote nach russischen Angriffen auf Sumy
Die Behörden der nordostukrainischen Region Sumy haben heute vier Tote bei russischen Drohnenangriffen gemeldet. Unter den Opfern seien zwei Mitarbeiterinnen eines Kindergartens. Kinder hätten sich zum Zeitpunkt des Angriffs jedoch nicht in dem Gebäude befunden. Eine weitere Person sei ums Leben gekommen, als ein Wohnhaus von einer Drohne getroffen wurde.

Ein Mann sei durch eine Mine getötet worden, die mutmaßlich von russischen Streitkräften abgeworfen wurde, hieß es aus der Ukraine weiter. Auch in Großstädten wie Charkiw, Krywyj Rih und Saporischschja seien bei Luftangriffen private Gebäude und Infrastruktur beschädigt worden.

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha erklärte auf der Plattform X, dies zeige, dass Russland den Frieden ablehne. „Putin geht es nur um Militärparaden, nicht um Menschenleben.“ Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj beklagte bereits davor zahlreiche Verstöße Russlands gegen die von Kiew ausgerufene Feuerpause.

Selenskyj: „Werden angemessene Antwort festlegen“
Bisher antworte Russland auf den Vorschlag einer Waffenruhe nur mit neuen Schlägen und Attacken, sagte er in seiner abendlichen Videobotschaft. „Abhängig von der Lage heute Abend und morgen werden auch wir unsere völlig angemessene Antwort festlegen“, sagte er.

 
Ukraine: Selenskyj meldet Rückkehr von Gold und Millionen aus Ungarn
Mehrere Millionen und Gold, die ungarische Beamte beschlagnahmt hatten, sind laut Wolodymyr Selenskyj zurück in der Ukraine. Nach der Abwahl Viktor Orbáns scheinen sich die Beziehungen zwischen den Ländern zu verbessern.
Die Ukraine hat laut ihrem Präsidenten Wolodymyr Selenskyj beschlagnahmtes Bargeld in Millionenhöhe von Ungarn zurückbekommen. Selenskyj sprach auf der Plattform X von einem »wichtigen Schritt in den Beziehungen zu Ungarn«.

»Wir haben unsere Leute früher zurückgeholt, und nun sind sowohl die Gelder als auch die Wertgegenstände vollständig auf ukrainischem Territorium zurück. Ich bin Ungarn für seinen konstruktiven Ansatz und diesen zivilisierten Schritt dankbar«, teilte Selenskyj mit.

Anfang März hatten ungarische Sicherheitskräfte einen routinemäßigen Geldtransport zwischen Österreich und der Ukraine auf ihrem Gebiet gestoppt. Sie beschlagnahmten dabei 40 Millionen US-Dollar, 35 Millionen Euro in bar sowie neun Kilogramm Gold. Das Geld war für die ukrainische Oschadbank bestimmt.

Die ungarischen Behörden sprachen in diesem Fall von »Geldwäsche«, legten aber zu keinem Zeitpunkt Belege vor, die diesen Verdacht erhärtet hätten. Sieben ukrainische Begleiter des Transports wurden festgehalten, später aber in die Ukraine entlassen. Auch die beiden Transportfahrzeuge wurden der Ukraine übergeben.

 
Selenskyj rechtfertigt Drohnenangriffe trotz Feuerpause
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die ukrainischen Drohnenangriffe auf Russland trotz einer einseitig von Kiew erklärten Feuerpause gerechtfertigt. „Wir haben eine Waffenruhe ab Mitternacht des 6. Mai vorgeschlagen“, schrieb er in sozialen Netzwerken.

„Gestern ist diese Waffenruhe von Russland gebrochen worden. Die spiegelbildliche Reaktion auf die russischen Angriffe sind unsere Langstreckensanktionen.“ Wenn Moskau den Pfad der Diplomatie einschlage, werde auch Kiew das tun. Doch Russland töte weiter Menschen. Die russische Seite hat für morgen und Samstag eine Waffenruhe ausgerufen.

Wieder Drohnenangriff auf Perm am Ural
Selenskyjs Angaben zufolge erreichten ukrainische Drohnen in der Nacht erneut die russische Stadt Perm am Ural mehr als 1.500 Kilometer entfernt von der Grenze.

Der russische Gouverneur der Region Perm, Dmitri Machonin, bestätigte den Angriff auf ein nicht näher genanntes Industrieunternehmen. Ein Wohnblock sei beschädigt worden, schrieb er auf Telegram.

 
Putins Realitätsverweigerung: Flammen im Hinterland – Kreml kann nicht mehr schützen
Russlands Hinterland steht in Flammen – und selbst Moskau ist nicht mehr sicher. Der Krieg kehrt zurück, wo er nicht erwartet wurde.

Die anhaltenden ukrainischen Fernangriffe auf Städte tief im russischen Hinterland belegen nach Einschätzung des Instituts für Kriegsstudien (ISW), „dass Russland nicht in der Lage ist, die großen Städte und Infrastruktureinrichtungen des europäischen Teils Russlands zuverlässig gegen Drohnen- und Raketenangriffe zu verteidigen“. In den vergangenen Wochen haben die ukrainischen Streitkräfte ihre Langstreckenoperationen deutlich ausgeweitet und dabei eine Reihe russischer Großstädte ins Visier genommen.

Neben der Hauptstadt Moskau wurden auch Tscheljabinsk, Jekaterinburg, Primorsk, Ust-Luga, Tuapse und Noworossijsk getroffen. Die Angriffe hätten in zahlreichen russischen Städten „erheblichen Schaden“ angerichtet, hält das ISW in seiner jüngsten Lageeinschätzung fest.

Gezielte Infrastrukturangriffe
Das ukrainische Militär meldete am 5. Mai, dass in der Nacht eine Ölraffinerie des russischen Unternehmens „KINEF“ bei Kirischi im Gebiet Leningrad angegriffen worden sei. Die Anlage zählt zu den größten Raffinerien des Landes und verarbeitet jährlich rund 20 Millionen Tonnen Rohöl.

Ebenfalls attackiert wurde das Werksgelände „JSC VNIIR-Progress“ bei Tscheboksary in der Republik Tschuwaschien. Dort werden laut ISW Komponenten hergestellt, die für das russische Militär von erheblicher Bedeutung sind – konkret handelt es sich um Empfänger für elektronische Kriegsführung sowie Antennen für satellitengestützte Navigationssysteme, die in russischen Drohnen und Raketen zum Einsatz kommen.

 
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