Aktuelles

Der Ukraine Sammelthread

Ferienlager und Tourismus auf Krim gestoppt
Die Behörden auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim haben wegen ukrainischer Angriffe auf Versorgungswege und einer schweren Treibstoffkrise alle Ferienlager geschlossen sowie den Tourismus ausgesetzt.

Gouverneur Sergej Axjonow begründete die bis zum 1. September geltende Maßnahme auf Telegram heute mit der öffentlichen Sicherheit.

Verkauf von Benzin und Diesel gestoppt
Mit gestern haben die Tankstellen auf der Krim den Verkauf von Benzin und Diesel an Privatpersonen und Unternehmen komplett eingestellt. Die Regierung in Moskau erklärte, man bemühe sich intensiv, die Auswirkungen der gestörten Treibstofflieferungen zu begrenzen.

Die ukrainischen Drohnenangriffe beeinträchtigen die Treibstoffversorgung in weiten Teilen Russlands, dem drittgrößten Ölproduzenten der Welt.

Die Ukraine hat zuletzt gezielt nördliche und maritime Versorgungsrouten sowie russische Ölraffinerien angegriffen. Russland hatte die ukrainische Schwarzmeer-Halbinsel Krim 2014 besetzt und annektiert.

 
Honduras setzt im Kampf gegen Drogen auf Drohnen aus der Ukraine
„Mit ihrer Technologie kann uns die Ukraine sehr dabei helfen, unsere Grenzen noch besser zu sichern und den Drogenhandel zu bekämpfen“, sagt Honduras' Präsident Nasry Asfura.

Für den Grenzschutz und den Kampf gegen Drogen will Honduras Drohnen aus der Ukraine kaufen. „Mit ihrer Technologie kann uns die Ukraine sehr dabei helfen, unsere Grenzen noch besser zu sichern und den Drogenhandel zu bekämpfen“, sagte Honduras' Präsident Nasry Asfura am Montag der Nachrichtenagentur AFP.

Asfura hatte sich am Freitag in Kiew mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj getroffen. Dieser bot dem zentralamerikanischen Land Militärtechnologie an, insbesondere die Lieferung von Drohnen. Die Ukraine setzt seit Beginn der russischen Invasion 2022 in hohem Maße auf Drohnen.

 
Ukraine zerstört angeblich Fabrik in der die Iskander Raketen hergestellt werden

Zusammenfassung
In diesem Video analysiert Mark Reicher die jüngsten ukrainischen Angriffe im Sommer 2026 und stellt eine weitreichende These über die langfristige Strategie Kiews auf. Seiner Ansicht nach ist die aktuelle Belagerung der Krim nur ein Vorgeschmack und ein „Übungsfeld“ für das eigentliche, viel größere Endziel: die strategische Lähmung Moskaus und des gesamten russischen Militärapparats.

Die wichtigsten Punkte und Ereignisse aus der Analyse im Überblick:

1. Der Schlag gegen die Rüstungsindustrie in Woronesch​

  • Der Vorfall: Am helllichten Tag wurde das Halbleiterwerk „WSPBORka“ in Woronesch durch mindestens neun hochpräzise Marschflugkörper (vermutlich Storm Shadow oder Scalp EG) komplett zerstört [01:27].
  • Die Bedeutung: Die Fabrik stellte unersetzliche Elektronikkomponenten für russische Marschflugkörper (wie Ch-101, Iskander) und Flugabwehrsysteme (Pantsir-S1, S-400) her [01:47]. Da internationale Sanktionen den Import erschweren, galt das Werk als kritischer „Flaschenhals“ für Russlands gesamte Hightech-Waffenproduktion [01:57]. Zudem traf der Angriff das Werk mitten während der Schicht, was den Verlust zahlreicher seltener Fachkräfte und Ingenieure zur Folge hatte [03:03].

2. Angriffe auf die Infrastruktur im Raum Moskau und der Krim​

  • Dubna: In der Nacht wurde das Weltraumkommunikationszentrum in Dubna bei Moskau attackiert [03:44]. Es gilt als Russlands größter Satelliten-Teleport und verbindet Satelliten mit terrestrischen Netzen – eine Einrichtung mit enormer militärischer und staatssicherheitsrelevanter Doppelnutzung [04:10].
  • Krim-Blockade: Ein schwerer Schlag traf das Wärmekraftwerk in Tawrisk bei Simferopol, gefolgt von massiven Angriffen auf Häfen, Öllager, Fähren und die Flugabwehr rund um die Kertsch-Brücke [04:54].
  • Konsequenzen für die Krim: Auf der Halbinsel herrscht eine akute Versorgungskrise. Der Verkauf von Benzin und Diesel an Zivilisten wurde komplett eingestellt, Stromausfälle legen die Infrastruktur lahm, und eine Flucht mit dem eigenen Auto ist praktisch unmöglich [11:40]. Die Führung der Besatzungsbehörden musste Ausgangssperren verhängen und Einschränkungen einräumen [19:37].

3. Spannungen um Belarus​

  • Das Ultimatum: Kiew hat der Führung in Minsk ein einwöchiges Ultimatum gestellt, um alle elektronischen Sende- und Relaisanlagen zu entfernen, die zur Steuerung russischer Kampfdrohnen dienen [15:44].
  • Eskalationsgefahr: Es gibt deutliche Indizien der belarussischen Exil-Opposition, dass Minsk eine stärkere Kriegsbeteiligung plant (u.a. durch Aufhebung des atomwaffenfreien Status und massive Erhöhung der Militärausgaben) [16:11]. Ein ukrainischer Präventivschlag gegen kritische Infrastruktur wie die Ölraffinerie in Mosyr wird als sehr wahrscheinlich eingestuft [16:53].

Das strategische Fazit des Videos​

Reicher betont, dass die Angriffe auf Woronesch, Dubna und die Krim strategisch eng miteinander verknüpft sind [05:23]. Die Ukraine habe in den letzten zwei Jahren die Fähigkeiten entwickelt, um die Krim logistisch vollständig zu isolieren und in eine „Mausefalle“ zu verwandeln [18:14].

Das wahre Endziel sei laut ihm jedoch die Belagerung und Zerschlagung des Zentrums in Moskau [22:10]. Durch gezielte, chirurgische Schläge gegen die Energie- und Treibstoffversorgung, das Ausschalten der Flugabwehr und Angriffe auf wirtschaftliche Flaschenhälse (wie nun in Woronesch demonstriert) soll das gesamte russische Imperium im Kern gelähmt werden [22:37].

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Streit mit Polen: Selenskyj sagte Reise nach Gdansk ab
Wegen eines eskalierenden Geschichtsstreits mit Polen reist der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nicht zu einer Wiederaufbaukonferenz nach Gdansk. Ministerpräsidentin Julia Syrydenko teilte heute auf Telegram mit, dass sie die ukrainische Delegation bei der gemeinsam mit Polen ausgerichteten Konferenz leiten werde.

Der Streit zwischen Polen und der Ukraine wurde durch die Benennung einer Armee-Einheit nach den Kämpfern der Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA) im Zweiten Weltkrieg ausgelöst.

Die UPA ermordete unter deutscher Besatzung Zehntausende Polen im heutigen Westen der Ukraine, weshalb die Ehrung in Warschau große Empörung hervorrief. Der polnische Staatschef und promovierte Historiker Karol Nawrocki entzog Selenskyj einen polnischen Orden. Selenskyj und andere ukrainische Politiker gaben daraufhin polnische Auszeichnungen zurück.

 
Ukraine meldet Zerstörung von Eisenbahnbrücke auf Krim
Die ukrainische Armee hat nach eigenen Angaben eine Eisenbahnbrücke auf der von Russland 2014 annektierten Halbinsel Krim zerstört. Die Brücke über den Nord-Krim-Kanal sei ein strategisch wichtiger Übergang gewesen, der für die Logistik der russischen Truppen große Bedeutung gehabt habe, teilte das Militär heute mit.

Die ukrainischen Spezialkräfte schrieben auf Telegram, sie hätten in Zusammenarbeit mit Mitgliedern der Widerstandsbewegung zwei Angriffe auf die Brücke in der Nähe des Dorfes Rosdolne ausgeführt. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben nicht.

 
Lawrow sieht USA nicht mehr als „objektiven Vermittler“
Russland betrachtet die USA nach dem Kursschwenk von Präsident Donald Trump nicht mehr als neutralen Vermittler im Ukraine-Konflikt. „Was die Vereinigten Staaten betrifft, so scheinen sie, nach ihren Handlungen zu urteilen, jeden Anspruch auf die Rolle eines objektiven Vermittlers aufzugeben“, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow heute in Moskau.

Washington verfolge stattdessen einen Kurs, der darauf abziele, „den Sanktionsdruck auf Russland zu verstärken“. Lawrow verurteilte zudem die militärische Unterstützung für Kiew durch die europäischen Verbündeten der Ukraine.

Die G-7-Staaten hatten auf ihrem Gipfel in Frankreich vor einer Woche den Druck auf Russland erhöht und verschärfte Sanktionen angekündigt. Auch Trump zeigte sich bereit, auf diese Art auf ein Ende des Ukraine-Konflikts hinzuarbeiten.


Der sieht auch nur jemand als "objektiven Vermittler", der alles macht, was der wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen per Haftbefehl gesuchte Putin verlangt.
 
Donbass
Die Ukraine trifft Putins wunde Punkte – für Geländegewinne fehlen ihr aber die Soldaten
Kyjiws Drohnen zerstören Russlands Ölindustrie und isolieren zunehmend die Krim. Dass Putin deshalb einlenkt, halten Fachleute aber für unwahrscheinlich

Dass Wladimir Solowjow nicht eben ein Mann der feinen Klinge ist, hat der russische TV-Propagandist längst bewiesen. Deutschland werde "vom Erdboden getilgt", sollte Berlin der Ukraine Taurus-Marschflugkörper liefern. Großbritannien wiederum laufe Gefahr, im Atlantik versenkt zu werden, falls es Truppen in der Ukraine stationiert. Auch Wien wurde von Russlands Fernsehdemagogen Nummer eins schon einmal mit "Befreiung" bedroht.

Seine jüngste Volte richtet sich aber gegen Russlands vermeintliche Feinde im Inneren: "Panikmacher und Feiglinge", die ukrainische Drohnenangriffe so wie jenen auf eine Moskauer Ölraffinerie Moskau vergangene Woche filmen, müssten "auf der Stelle ausgerottet werden", forderte er.

Eine bizarre Tirade, die belegt, dass die Ukraine Russland mit ihren hochmodernen Drohnen tatsächlich dort trifft, wo es wehtut. So unmittelbar haben die meisten Russinnen und Russen den Krieg bisher nicht zu spüren bekommen. Nicht nur, weil der Sprit im Land knapp wird. Allein Moskau wurde in der vergangenen Woche dreimal angegriffen.

 
Imteressantes aus Weissrussland: Nachdem Zelenski von Lukashenko forderte, Verstärkeranlagen nahe der Grenze, die von russischen Drohnen in der Ukraine genutzt werden innerhalb einer Woche abzustellen. oder die Ukraine würde sie selber zerstören, hat Lukashenko wohl eingelenkt. Zelenski schreibt jetzt sie seien nicht mehr aktiv.

Ausserdem sagte Lukashenko in einem interview mit einem arabsichen TV Sender, dass man kein Interesse an einem Krieg mit der Ukraine hätte und sich auch gar nicht richtig verteidigen könnte.

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Putins Propaganda
Bericht: Russland bremst Kiews EU-Kurs mit Angstkampagnen
Russland versucht laut einem neuen EU-Ukraine-Bericht, den EU-Kurs Kiews gezielt zu sabotieren. Dabei geht es vor allem um Ängste vor Krieg, Korruption und hohen Kosten.
Russland versucht offenbar, den Weg der Ukraine in die Europäische Union zu erschweren. Dabei setzt Moskau nicht nur auf klassische Propaganda, sondern auch auf Einflusskampagnen, die je nach Land andere Ängste ansprechen, berichtet der „Kyiv Independent“ unter Berufung auf den Report des Europäischen Auswärtigen Dienstes und des ukrainischen Zentrums zur Bekämpfung von Desinformation.

Der Bericht erfasst für den Zeitraum von Januar 2025 bis Mai 2026 insgesamt 500 Vorfälle mit ausländischer Informationsmanipulation und Einflussnahme. In 80 Fällen ging es demnach um den EU-Beitritt der Ukraine.

Unterschiedliche Botschaften für verschiedene Länder
EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas findet dafür deutliche Worte. Eine „demokratische, souveräne und erfolgreiche Ukraine in der europäischen Familie“ wäre an Russlands Grenze „ein strategisches Scheitern der imperialen Ambitionen des Kremls in Europa“, heißt es laut „Kyiv Independent“ im Vorwort des Berichts.

 
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