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Der Ukraine Sammelthread

Ukraine: Tote nach Angriffen auf Odessa und Charkiw
Bei einem russischen Raketenschlag sind im südukrainischen Gebiet Odessa gestern laut ukrainischen Angaben mindestens zwei Menschen getötet worden. 13 Personen seien verletzt worden, teilte Militärgouverneur Oleh Kiper auf Telegram mit. Infolge des Angriffs gebe es Schäden auf dem Gelände eines Unternehmens. Ein ausgelöster Brand wurde seinen Angaben zufolge gelöscht.

Auch in der ostukrainischen Großstadt Charkiw gab es nach Behördenangaben einen Toten nach russischen Gleitbombenangriffen. Ein 15-Jähriger sei getötet worden, schrieb Bürgermeister Ihor Terechow auf Telegram, rund ein Dutzend seien verletzt worden. Insgesamt habe es fünf Einschläge in zwei Stadtteilen gegeben.

 
Verletzte bei Luftangriffen in Kiew
Bei schweren russischen Angriffen mit Drohnen und Raketen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind in der Nacht zum Donnerstag mindestens 11 Menschen verletzt worden. Zudem wurden mehrere Wohngebäude getroffen, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. In einem beschädigten neunstöckigen Wohnhaus seien Menschen eingeschlossen, das Dach eines weiteren Hochhauses stehe in Flammen. Klitschko zufolge wurde Kiew auch mit ballistischen Raketen angegriffen. Einem Reporter der Nachrichtenagentur Reuters zufolge waren in der Stadt mehrere Explosionen zu hören.

Zudem geriet das Dach eines Hotels an dem zentralen Schewtschenko-Boulevard in Brand. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor vor einem nächtlichen Angriff gewarnt. Er habe deshalb seinen Aufenthalt in der irischen Hauptstadt Dublin verkürzt, den er zum Beginn der sechsmonatigen EU-Ratspräsidentschaft Irlands besucht hatte. Auf inoffiziellen Telegram-Kanälen veröffentlichte Bilder zeigten, wie Anwohner in U-Bahn-Stationen Schutz suchten.

 
Zahlreiche Probleme für Putin in Russland
Die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine sind immer deutlicher in Russland zu spüren. Auch am Mittwoch kam es wieder zu gegenseitigen Angriffen. Für den russischen Präsidenten Wladimir Putin werden die Probleme in Russland immer größer. Fachleute sehen eine größer werdende Kluft zwischen dem vermittelten russischen Selbstbild durch Präsident Wladimir Putin und dem Alltag der Bevölkerung.

So weitet sich die durch ukrainische Drohnenangriffe ausgelöste Spritkrise aus, aber auch „wirtschaftliche Stagnation, explodierende Militärausgaben und ein rasch wachsendes Haushaltsdefizit“ setzen Putin laut „Neuer Zürcher Zeitung“ („NZZ“) zu. „Die Krim war Putins größter Triumph, nun wird sie für ihn zur Belastung“, so die „NZZ“ (Dienstag-Ausgabe) weiter.

Die Treibstoffkrise habe für Putin im Vorfeld der Parlamentswahl im September eine große Herausforderung geschaffen, so das „Wall Street Journal“ in seiner Mittwoch-Ausgabe. Durch die Engpässe beim Treibstoff, hervorgerufen durch die ukrainischen Drohnenangriffe auf die russischen Ölraffinerien, sei der Krieg nun auch für die meisten einfachen Russen spürbar, so die Zeitung.

 
Tote nach schweren russischen Luftangriffen auf Kiew
Die russische Armee hat in der Nacht auf heute erneut die ukrainische Hauptstadt Kiew in großem Umfang aus der Luft angegriffen. Raketen hätten mehrstöckige Gebäude in Brand gesetzt, darunter ein Hotel, einige Wohnhäuser seien komplett zerstört worden, berichtete die Nachrichtenseite The Kyiv Independent.

„Die ganze Stadt“ werde angegriffen, sagte Bürgermeister Witali Klitschko. Verängstigte Bewohnerinnen und Bewohner Kiews suchten in U-Bahn-Stationen Zuflucht. Mindestens neun Menschen seien getötet, über 30 weitere seien verletzt worden, erklärte der ukrainische Zivilschutz. Der Leiter der Militärverwaltung der Hauptstadt, Tymur Tkatschenko, warf Russland eine gezielte Attacke auf Wohngebiete und Zivilisten vor.

Selenskyj warnte vor „Großangriff“
Auf vom Zivilschutz veröffentlichten Bildern waren schwere Schäden in einem Wohngebiet zu sehen, ein Gebäude war fast vollständig zerstört.

 
Studie: Bereits mehr als zwei Mio. Soldaten Opfer von Kämpfen
In dem inzwischen seit mehr als vier Jahren dauernden Krieg in der Ukraine sind einer Studie zufolge mehr als zwei Millionen Soldaten getötet, verletzt oder als vermisst gemeldet worden.

„Die kombinierten russischen und ukrainischen Verluste haben zwei Millionen überschritten“, heißt es in einer gestern (Ortszeit) veröffentlichten Studie des Zentrums für Strategische und Internationale Studien (CSIS) in Washington. Den Großteil der Verluste tragen laut der Studie die russischen Streitkräfte.

Deutlich mehr Tote auf russischer Seite
Seit Beginn des Kriegs im Februar 2022 hat die russische Armee der Studie des CSIS zufolge rund 1,4 Millionen Verluste verzeichnet. Davon seien zwischen 400.000 und 450.000 russische Soldaten getötet worden. Die ukrainischen Streitkräfte hätten im selben Zeitraum hingegen zwischen 525.000 und 625.000 Verluste erlitten, darunter zwischen 125.000 und 150.000 Tote.

 
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