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Der Ukraine Sammelthread

Terroranschlag in Monaco: Mindestens drei Verletzte, einige schwer, berichten Medien.

BFMTV berichtet, dass sich unter den Opfern Russen befinden, Le Figaro meldet, dass es sich um Mitglieder einer ukrainischen Familie handelt. Zwei Elternteile, einer davon vermutlich ein ukrainischer Oligarch, schweben in Lebensgefahr, während ein minderjähriges Kind schwer, aber stabil verletzt ist.
Vor der Explosion ließ eine unbekannte Person einen Rucksack zurück und flüchtete. Die Polizei fahndet nach ihr.

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Monaco ist in Aufruhr: Die Polizei fahndet nach einem Verdächtigen eines Terroranschlags.

„Soweit ich weiß, ist dies der erste derartige Anschlag in der Geschichte des Fürstentums“, sagte der Regierungschef.

Le Figaro

Oligarch wurde „gewarnt“, Verdächtiger weiterhin flüchtig: In Monaco konzentrieren sich die Ermittler auf die ukrainische Verbindung
Auf einer Pressekonferenz am Dienstag, dem 30. Juni, erklärte Monacos Generalstaatsanwalt Stéphane Thibault, dass die monegassischen Behörden gemeinsam mit ihren französischen Kollegen weiterhin nach dem Bombenattentäter fahnden. Seine Festnahme könne angesichts der eingesetzten Ressourcen „recht schnell“ erfolgen.

Es gibt verschiedene Theorien zu seiner Flucht, die plausibelste geht jedoch davon aus, dass der Flüchtige nach Italien geflohen ist. Von Beausoleil aus sind es tatsächlich nur etwa zwölf Kilometer bis zur Halbinsel. Hat er bei seiner Flucht Hilfe erhalten? Handelte er im Auftrag eines Auftraggebers? Dazu wollte sich der Generalstaatsanwalt gestern nicht äußern – die formelle Identifizierung des Täters ist noch nicht abgeschlossen.

Laut mehreren übereinstimmenden Quellen von Le Figaro konzentrieren sich die Ermittler jedoch auf die Möglichkeit, dass der Anschlag vom ukrainischen Geheimdienst SBU orchestriert wurde. Vadim Ermolaev, der wohlhabende Geschäftsmann, der seit 2021 in Monaco lebt, hatte sich, wie der Richter feststellte, von seinem Heimatland distanziert und 2019 seine ukrainische Staatsbürgerschaft gegen einen zypriotischen Pass eingetauscht, bevor er im Dezember 2023 von Kiew mit persönlichen Sanktionen belegt wurde. Unseren Informationen zufolge scheint der Angriff eher eine „Warnung“ als ein vorsätzlicher Mordversuch gewesen zu sein.
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Somit bestätigen sich frühere Berichte einiger ukrainischer Oppositionsmedien, dass der Terroranschlag vom ukrainischen Geheimdienst SBU organisiert wurde, der direkt dem ukrainischen Präsidenten untersteht
 
Tote nach russischen Angriffen auf Saporischschja
In der südostukrainischen Großstadt Saporischschja sind mindestens zwei Menschen bei russischen Gleitbombenangriffen getötet worden. 15 Zivilisten seien verletzt worden, teilte der Militärgouverneur des Gebiets Saporischschja, Iwan Fedorow, gestern auf Telegram mit.

Insgesamt seien sieben derartige Bomben auf die Industriestadt abgeworfen worden. Den Angaben zufolge wurde dabei auch das Gebäude eines Kindergartens stark beschädigt.

Die Front verläuft rund 20 Kilometer südlich der Stadt. Gleitbomben werden von russischen Kampfflugzeugen aus großer Höhe und sicherer Entfernung zur ukrainischen Flugabwehr abgeworfen und gleiten dann mit Hilfe von Satellitennavigation ans Ziel.

 
Zum Teil ganz schlechte Entscheidung
Ukraine beschließt Schaffung umstrittener Gedenkstätte
Inmitten des Krieges gegen Russland und vor dem Hintergrund eines Geschichtsstreits mit dem verbündeten Polen hat die Ukraine die Einrichtung einer „Pantheon“ genannten nationalen Gedenkstätte beschlossen.

Für die Novelle stimmten laut einer Mitteilung von heute 287 Abgeordnete – und damit eine deutliche Mehrheit. Ziel sei es, „die herausragendsten Vertreter der ukrainischen Nation zu ehren“ und anhand ihres Vorbilds eine „nationale und staatsbürgerliche Identität zu formen“, hieß es im Erklärungstext.

Begräbnisstätte für Präsidenten
Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte die Gesetzesnovelle als „dringlich“ bezeichnet. Der staatliche Gedenkort wird in der Hauptstadt Kiew eingerichtet. Geehrt werden sollen historische Figuren seit der Zeit des mittelalterlichen Reiches der Kiewer Rus. Das „Pantheon“ soll außerdem als Begräbnisstätte für ukrainische Präsidenten dienen.

Konfrontation mit Polen und Israel
Kürzlich hatte Kiew die sterblichen Überreste des Führers der Organisation ukrainischer Nationalisten, Andrij Melnyk, aus Luxemburg überführt und in einem Staatsbegräbnis beigesetzt. An der Zeremonie nahmen Selenskyj, Parlamentschef Ruslan Stefantschuk, Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko und andere Regierungsvertreter teil. Die israelische Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem zeigte sich „zutiefst beunruhigt“ aufgrund der Gedenkfeier auf Kosten des Gedenkens an die Opfer des Holocaust.

 
Der ehemalige polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki hat seinen ukrainischen Orden des Fürsten Jaroslaw des Weisen einem Museum gestiftet, das den Opfern des Massakers von Wolhynien gewidmet ist. Morawiecki erklärte, die Auszeichnung solle dazu anregen, über die in Wolhynien begangenen Verbrechen nachzudenken. Zudem forderte er die Ausweisung aller UPA-Anhänger aus Polen.

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Vertraute des polnischen Präsidenten Karol Nawrocki erwägen, die politischen Kontakte zu Selenskyj aufgrund der Entscheidungen Kiews zur Geschichtspolitik einzuschränken; dies berichtet die Zeitung *Dziennik Gazeta Prawna*. Dem Blatt zufolge betrachtet Nawrockis Büro die Ankündigung eines ukrainischen Nationalen Pantheons als bewusste Provokation und als Teil der langfristigen Geschichtspolitik Kiews. Möglicherweise wird der polnische Präsident am 11. Juli, dem Gedenktag für die Opfer des Massakers von Wolhynien, eine offizielle Erklärung abgeben.
 
Erste Anklage gegen mutmaßlichen Nord-Stream-Saboteur
Der Generalbundesanwalt hat im Fall der gesprengten Nord-Stream-Pipelines Anklage gegen einen Ukrainer erhoben. Laut ARD, SZ und Zeit soll sich der Ex-Soldat in abgehörten Telefonaten selbst belastet haben. Er wird in Hamburg vor Gericht stehen.

Generalbundesanwalt Jens Rommel hat nach Informationen von ARD, Süddeutsche Zeitung (SZ) und Die Zeit erstmals einen mutmaßlichen Saboteur der Nord-Stream-Pipelines angeklagt. Deutschlands höchster Strafverfolger wirft dem Ukrainer Serhii K. demnach Angriffe auf zivile Energieinfrastruktur - nach dem Völkerstrafrecht ein Kriegsverbrechen -, Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion sowie die Zerstörung von Bauwerken vor.

Offenbar erdrückende Beweislast
Nach Informationen von ARD, SZ und Die Zeit soll die Beweislast gegen K. erdrückend sein. Demnach sprach der Ukrainer offenbar unter anderem aus der Auslieferungshaft in Italien heraus am Telefon mit Verwandten und Bekannten über die Anschläge - und belastete sich dabei selbst. Auch fanden Ermittler offenbar auf seinem Mobiltelefon Beweise dafür, dass er in den Anschlag verwickelt war, wie es aus Sicherheitskreisen hieß.

Angehöriger einer militärischen Spezialeinheit
Aus einem Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) aus dem Dezember geht hervor, dass K. Elite-Soldat gewesen sein soll. Darin heißt es, dass er zur Tatzeit "Angehöriger einer militärischen Spezialeinheit der ukrainischen Streitkräfte im Offiziersrang - also mit Führungsverantwortung" gewesen sein soll. Auf eine aktuelle Anfrage antworteten die Anwälte von K. bislang nicht.

Die heikle Operation soll Insidern zufolge von dem damaligen ukrainischen Armeechef Walerij Saluschnyj abgesegnet worden sein.

Die Ermittler hatten zunächst gehofft, mindestens einem weiteren Tatverdächtigen den Prozess in Deutschland machen zu können. Der Ukrainer war im vergangenen September in Polen, wo er mit seiner Familie lebt, festgenommen worden.

Ein Gericht in Warschau untersagte überraschenderweise die Auslieferung des Mannes - ein sehr seltener Vorgang innerhalb der EU. Der Richter begründete seine Entscheidung damit, dass der Angriff auf die Pipelines als militärische Aktion in einem Krieg zu verstehen sei. Für eine Einzelperson könne daher keine strafrechtliche Verantwortung bestehen. Der Richter stellte zudem infrage, ob Deutschland für den Fall überhaupt zuständig sei, da sich die Explosionen in internationalen Gewässern ereigneten.

Die überraschende Ablehnung der Auslieferung hatte sogar der polnische Premierminister Donald Tusk kommentiert: Es liege nicht im Interesse Polens, so der Regierungschef, den Mann auszuliefern.
 
Ukraine: Tote nach Angriffen auf Odessa und Charkiw
Bei einem russischen Raketenschlag sind im südukrainischen Gebiet Odessa gestern laut ukrainischen Angaben mindestens zwei Menschen getötet worden. 13 Personen seien verletzt worden, teilte Militärgouverneur Oleh Kiper auf Telegram mit. Infolge des Angriffs gebe es Schäden auf dem Gelände eines Unternehmens. Ein ausgelöster Brand wurde seinen Angaben zufolge gelöscht.

Auch in der ostukrainischen Großstadt Charkiw gab es nach Behördenangaben einen Toten nach russischen Gleitbombenangriffen. Ein 15-Jähriger sei getötet worden, schrieb Bürgermeister Ihor Terechow auf Telegram, rund ein Dutzend seien verletzt worden. Insgesamt habe es fünf Einschläge in zwei Stadtteilen gegeben.

 
Verletzte bei Luftangriffen in Kiew
Bei schweren russischen Angriffen mit Drohnen und Raketen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind in der Nacht zum Donnerstag mindestens 11 Menschen verletzt worden. Zudem wurden mehrere Wohngebäude getroffen, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. In einem beschädigten neunstöckigen Wohnhaus seien Menschen eingeschlossen, das Dach eines weiteren Hochhauses stehe in Flammen. Klitschko zufolge wurde Kiew auch mit ballistischen Raketen angegriffen. Einem Reporter der Nachrichtenagentur Reuters zufolge waren in der Stadt mehrere Explosionen zu hören.

Zudem geriet das Dach eines Hotels an dem zentralen Schewtschenko-Boulevard in Brand. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor vor einem nächtlichen Angriff gewarnt. Er habe deshalb seinen Aufenthalt in der irischen Hauptstadt Dublin verkürzt, den er zum Beginn der sechsmonatigen EU-Ratspräsidentschaft Irlands besucht hatte. Auf inoffiziellen Telegram-Kanälen veröffentlichte Bilder zeigten, wie Anwohner in U-Bahn-Stationen Schutz suchten.

 
Zahlreiche Probleme für Putin in Russland
Die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine sind immer deutlicher in Russland zu spüren. Auch am Mittwoch kam es wieder zu gegenseitigen Angriffen. Für den russischen Präsidenten Wladimir Putin werden die Probleme in Russland immer größer. Fachleute sehen eine größer werdende Kluft zwischen dem vermittelten russischen Selbstbild durch Präsident Wladimir Putin und dem Alltag der Bevölkerung.

So weitet sich die durch ukrainische Drohnenangriffe ausgelöste Spritkrise aus, aber auch „wirtschaftliche Stagnation, explodierende Militärausgaben und ein rasch wachsendes Haushaltsdefizit“ setzen Putin laut „Neuer Zürcher Zeitung“ („NZZ“) zu. „Die Krim war Putins größter Triumph, nun wird sie für ihn zur Belastung“, so die „NZZ“ (Dienstag-Ausgabe) weiter.

Die Treibstoffkrise habe für Putin im Vorfeld der Parlamentswahl im September eine große Herausforderung geschaffen, so das „Wall Street Journal“ in seiner Mittwoch-Ausgabe. Durch die Engpässe beim Treibstoff, hervorgerufen durch die ukrainischen Drohnenangriffe auf die russischen Ölraffinerien, sei der Krieg nun auch für die meisten einfachen Russen spürbar, so die Zeitung.

 
Tote nach schweren russischen Luftangriffen auf Kiew
Die russische Armee hat in der Nacht auf heute erneut die ukrainische Hauptstadt Kiew in großem Umfang aus der Luft angegriffen. Raketen hätten mehrstöckige Gebäude in Brand gesetzt, darunter ein Hotel, einige Wohnhäuser seien komplett zerstört worden, berichtete die Nachrichtenseite The Kyiv Independent.

„Die ganze Stadt“ werde angegriffen, sagte Bürgermeister Witali Klitschko. Verängstigte Bewohnerinnen und Bewohner Kiews suchten in U-Bahn-Stationen Zuflucht. Mindestens neun Menschen seien getötet, über 30 weitere seien verletzt worden, erklärte der ukrainische Zivilschutz. Der Leiter der Militärverwaltung der Hauptstadt, Tymur Tkatschenko, warf Russland eine gezielte Attacke auf Wohngebiete und Zivilisten vor.

Selenskyj warnte vor „Großangriff“
Auf vom Zivilschutz veröffentlichten Bildern waren schwere Schäden in einem Wohngebiet zu sehen, ein Gebäude war fast vollständig zerstört.

 
Studie: Bereits mehr als zwei Mio. Soldaten Opfer von Kämpfen
In dem inzwischen seit mehr als vier Jahren dauernden Krieg in der Ukraine sind einer Studie zufolge mehr als zwei Millionen Soldaten getötet, verletzt oder als vermisst gemeldet worden.

„Die kombinierten russischen und ukrainischen Verluste haben zwei Millionen überschritten“, heißt es in einer gestern (Ortszeit) veröffentlichten Studie des Zentrums für Strategische und Internationale Studien (CSIS) in Washington. Den Großteil der Verluste tragen laut der Studie die russischen Streitkräfte.

Deutlich mehr Tote auf russischer Seite
Seit Beginn des Kriegs im Februar 2022 hat die russische Armee der Studie des CSIS zufolge rund 1,4 Millionen Verluste verzeichnet. Davon seien zwischen 400.000 und 450.000 russische Soldaten getötet worden. Die ukrainischen Streitkräfte hätten im selben Zeitraum hingegen zwischen 525.000 und 625.000 Verluste erlitten, darunter zwischen 125.000 und 150.000 Tote.

 
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