Aktuelles
  • Herzlich Willkommen im Balkanforum
    Sind Sie neu hier? Dann werden Sie Mitglied in unserer Community.
    Bitte hier registrieren

Der Ukraine Sammelthread

Wehrfähigen Ukrainern wird Weg erschwert
Ukrainische Männer sollen sich einem Einsatz im Krieg gegen Russland künftig schwerer entziehen können und nicht mehr so einfach Zuflucht in EU-Staaten finden. 23- bis 60-Jährige, die von der Ukraine keine Ausreiseerlaubnis bekommen, sollen nach einem Vorschlag der Europäischen Kommission von den vereinfachten Aufnahmeregeln für Flüchtlinge ausgenommen werden. Das gab Migrationskommissar Magnus Brunner am Freitag bekannt. Der generelle vorübergehende Schutzstatus für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine soll aber bis März 2028 verlängert werden.

Die EU hatte im März 2022 eine Richtlinie über vorübergehenden Schutz aktiviert. Diesen Notfallmechanismus kann Brüssel bei einem außergewöhnlichen Massenzustrom einsetzen. Vertriebene erhalten so rasch und unbürokratisch den Schutzstatus und brauchen kein Asylverfahren. Der Mechanismus galt ursprünglich für ein Jahr, wurde aber bereits mehrfach verlängert.

 
Selenskyj: Haben Putin Friedensvorschlag übermittelt
Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj ihre Vorschläge für Verhandlungen und eine Friedenslösung an Kriegsgegner Russland übermittelt. „Die Freunde von (Kreml-Chef Wladimir, Anm.) Putin haben von uns gehört, dass ein Treffen und ein Ende des Krieges möglich sind“, sagte Selenskyj gestern in seiner abendlichen Videobotschaft.

Nähere Details gab er nicht bekannt. Vor Kurzem hatte der Machthaber in Belarus, Alexander Lukaschenko, über ein Treffen mit Abgesandten Selenskyjs berichtet. Lukaschenko gilt außenpolitisch als engster Partner Putins.

Zuletzt hatten Vertreter Russlands und der Ukraine im Februar unter US-Vermittlung in den Vereinigten Arabischen Emiraten über ein Kriegsende verhandelt. Ergebnisse wurden damals nicht bekannt. Nach Beginn des von US-Präsident Donald Trump befohlenen Iran-Krieges hat Washington seine Vermittlungsbemühungen im Ukraine-Krieg stark zurückgefahren.

 
Bei dem weltgrößten A....loch weiß man nie
Macron ist überzeugt: Jetzt steht Trump im Ukraine-Krieg an Kiews Seite
Die USA verstehen sich im Ukraine-Krieg laut Frankreichs Präsident nicht länger als neutraler Vermittler, sondern offen als Partner Kiews.
Die USA rücken im Ukraine-Krieg offenbar klarer an die Seite des angegriffenen Landes. Laut der „Kyiv Post” sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in Washington, die Vereinigten Staaten sähen sich nicht mehr als „neutraler Vermittler”, sondern als Partner der Ukraine.

Die USA hätten „zum ersten Mal einen Text gebilligt“, in dem sie sich nicht mehr als neutrale Kraft beschrieben. Stattdessen gehe es nun um die Unterstützung der ukrainischen Souveränität, um Militärhilfe, Hilfe im Energiebereich und um weitere Sanktionen gegen Russland.

Für die Ukraine und ihre Verbündeten in Europa ist das ein wichtiges Signal, weil Washington damit eine deutlich klarere Haltung zeigt.

Macron fordert mehr Einsatz für die Ukraine
Macron gehört seit Beginn des russischen Angriffskriegs zu den westlichen Politikern, die besonders deutlich für Hilfe an die Ukraine werben. Auch jetzt fand er klare Worte. „Wir werden alles tun, um zu verhindern, dass Russland diesen Krieg gewinnt“, sagte der französische Präsident.

Zugleich betonte er laut „Kyiv Post”, dass Europa notfalls auch ohne die USA handeln können müsse. Nach seiner Ansicht reicht es nicht, sich allein auf Washington zu verlassen. Europa müsse selbst stärker werden und mehr Verantwortung übernehmen. Macron sagte zudem, eine Niederlage Russlands sei für die langfristige Sicherheit Europas „unverzichtbar“.

 
Warum Polen und die Ukraine plötzlich über Massaker in den 1940er-Jahren streiten
Weil der ukrainische Präsident Selenskyj eine Einheit nach Partisanen benannt hat, die Massaker an Polen angerichtet haben, ist Warschau empört. Fachleute sehen auch andere Motive

Ein Aufatmen dürfte am Donnerstagabend durch Kyjiw gegangen sein. Am Rande der Wiederaufbaukonferenz im polnischen Danzig wurde die erste Tranche des 90-Milliarden-Euro-Kredits der EU für die Ukraine überwiesen. Erst die Abwahl des prorussischen ungarischen Premiers Viktor Orbán im Frühling hatte den Weg dafür freigemacht.

Statt wie üblich Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte Premierministerin Julija Swyrydenko die Dienstreise an die Ostsee auf sich genommen und erklärt, sie hoffe auf milliardenschwere Deals, die der Ukraine helfen sollen, sich weiter gegen Russland zu behaupten. Bei den vorhergehenden Geberkonferenzen in Lugano, London, Berlin und Rom war Selenskyj noch persönlich aufgetreten, um seinem Land die dringend benötigten Hilfen zu sichern.

Grund für die ungewöhnliche Personalie: ein Streit mit Polens nationalkonservativem Präsidenten Karol Nawrocki. Dieser hatte Selenskyj eine Woche zuvor den prestigeträchtigen Orden des weißen Adlers aberkannt. Zwar betonte Nawrocki, seine Entscheidung bedeute "keine Änderung der strategischen Ausrichtung der polnischen Sicherheitspolitik". Die Beziehungen zwischen Kyjiw und Warschau sind aber deutlich erkaltet.

Umstrittene Einheit
Anders als im Falle des unter Ex-Premier Orbán kremlfreundlichen Ungarns dreht sich der Disput aber nicht um die Gegenwart, sondern um die Vergangenheit. Der Anlass für Nawrockis Schritt war nämlich, dass Selenskyj im Mai einer Spezialeinheit der Armee einen neuen Namen zugewiesen hatte: "Helden der UPA", einer historischen ukrainischen Partisanengruppe.

 
Ukrainischer Angriff auf Raffinerie in Russland
In der südrussischen Region Krasnodar ist offiziellen Angaben zufolge durch einen ukrainischen Drohnenangriff ein Feuer in einer Raffinerie ausgebrochen. Bei der Attacke in der Nacht auf heute sei auch ein Mensch getötet worden, teilte Gouverneur Wenjamin Kondratjew bei Telegram mit. Neben der Raffinerie in der Stadt Slawjansk-na-Kubani seien mehrere Häuser, eine Strom- und eine Gasleitung beschädigt worden, schrieb er.

Im Netz verbreitete Bilder und Videos lassen auf einen großen Brand schließen. Eine unabhängige Bestätigung gibt es nicht.

Die Anlage ist mit einer Verarbeitungskapazität von laut unterschiedlichen Quellen vier bis fünf Millionen Tonnen Öl pro Jahr nicht besonders groß. Wegen ihrer Lage in unmittelbarer Nähe zur von Russland annektierten Halbinsel Krim haben die Ukrainer die Raffinerie aber schon mehrfach attackiert und beschädigt.

 
Wendeburg (Niedersachsen) – Die verschwundenen Wärmepumpen findet Natalie Schell (46) noch merkwürdig. Die fehlende Klingel macht sie stutzig. Als sie durch das Fenster schaut, folgt der Schock. Die Küche ist weg. „Da ist mir langsam der Groschen gefallen“, sagt die Hausbesitzerin. Sie alarmiert die Polizei.

Als die Beamten die Tür öffnen, wird aus einem unguten Gefühl blankes Entsetzen. Zimmer für Zimmer wird klar, was hier passiert sein muss. Die Mieter haben nicht einfach ihre Sachen gepackt und sind heimlich verschwunden. Sie haben das Haus ausgeschlachtet. Auch Toiletten, Waschbecken, Armaturen und Türbeschläge fehlen. Selbst die Anlage der Fußbodenheizung wurde ausgebaut und geklaut. „Es wurde praktisch alles mitgenommen“, sagt Schell.

Für Natalie Schell war das Doppelhaus in Wendeburg (Niedersachsen) eine Investition in die Zukunft ihrer Kinder. Erst 2024 ließ sie den Neubau errichten. In einer Hälfte wohnt sie selbst, die andere vermietete sie Anfang 2025 an eine ukrainische Familie mit sechs Kindern. 140 Quadratmeter, fünf Zimmer, alles neu. Warmmiete: 1895 Euro.

Warum sie sich für die Familie als Mieter entschied? „Ich hatte Mitleid, weil ich wusste, wie schwierig es für sie mit so vielen Kindern ist, eine Wohnung zu bekommen. Ich bin selbst erst 1995 mit meinen Eltern aus Kasachstan nach Deutschland gekommen.“

Weil sie lediglich eine einfache Wohngebäudeversicherung abgeschlossen hat, ersetzt die Versicherung gerade einmal 2500 Euro. Dabei hatte sie allein rund 50.000 Euro in Küche, Sanitäranlagen und Haustechnik investiert. „Wenn ich das noch einmal ausgeben muss, bin ich insgesamt fast bei 100.000 Euro.“

Besonders fassungslos machen sie die Bilder, die ihr inzwischen Bekannte zugeschickt haben. „Leute haben mir Screenshots von Instagram geschickt, die Fotos von meinem Mieter und Sohn beim Fliesenlegen in der Ukraine zeigen. Als wäre nichts passiert. Ich bin fassungslos.“
 
Erneut Tote bei Angriffen in der Ukraine
Bei russischen Angriffen im Südosten und Nordosten der Ukraine sind nach Angaben örtlicher Behörden fünf Menschen getötet worden. In der südöstlichen Stadt Saporischschja kamen zwei Menschen ums Leben, 16 weitere wurden verletzt, wie der regionale Gouverneur Iwan Fedorow auf Telegram mitteilte. In der nordöstlichen Grenzregion Charkiw sein ein Mensch bei einem Raketenangriff auf Smijiw ums Leben gekommen, acht Menschen seien verletzt worden, darunter zwei Kinder, erklärte Gouverneur Oleh Synjehubow.

Zudem starb nach Polizeiangaben ein Beamter bei der Evakuierung von Anwohnern in einer anderen Gemeinde der Region. In der ebenfalls an Russland grenzenden Region Sumy wurde nach Angaben des dortigen Gouverneurs eine ältere Frau getötet.

 
Das Blatt im Ukrainekrieg wendet sich gegen Russland
Die Ukraine schlägt sich im Krieg gegen den Aggressor immer besser, die Wirtschaftslage in Russland immer schlechter. Und die USA scheinen ihr Interesse an Putin verloren zu haben

Ökonom Sergej Guriew geht in seinem Gastkommentar auf die immer schlechter werdende wirtschaftliche Lage Russlands ein und meint, dass es in Wladimir Putins "eigenem Interesse, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, um den Konflikt einzufrieren".

Der russische Präsident Wladimir Putin hat einige schwierige Monate hinter sich. Auch wenn der Krieg in der Ukraine nie nach Plan verlief, glaubte Putin bis vor kurzem, dass die Zeit für ihn spielte. Es gelang Russland 2025, seinen Anteil besetzten ukrainischen Territoriums zu erhöhen – wenn auch nur geringfügig, von 18,5 auf 19,3 Prozent. Noch wichtiger war, dass US-Präsident Donald Trump offenbar bestrebt war, den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu einem "Friedensabkommen" zu drängen, das Russland noch mehr ukrainisches Gebiet eingebracht hätte.

Doch in diesem Jahr sieht die Lage ganz anders aus. Trump war so sehr mit der Krise im Nahen Osten beschäftigt, dass die Ukraine weitgehend aus seinem Blickfeld geraten ist; Auf dem G7-Gipfel in diesem Monat erklärte er, die USA hätten mit diesem Krieg, der "Tausende von Meilen entfernt" stattfinde, "nichts zu tun". Und es gibt wenig Grund zu der Annahme, dass die Trump-Regierung nach den Zwischenwahlen zum Kongress im November eher geneigt sein wird, Putin zu einem günstigen Ergebnis zu verhelfen.

 
"Absichtliche Explosion" in Monaco: Ukrainischer Oligarch schwer verletzt
Monacos Staatsminister Mirmand sprach zunächst von einem "wahrscheinlichen Anschlag". Berichten zufolge soll es sich bei den drei Opfern um eine Familie handeln

Monte Carlo – Bei einer heftigen Explosion am Eingang eines Wohngebäudes in Monaco soll Medienberichten zufolge am Montagabend einer der reichsten Unternehmer der Ukraine schwer verletzt worden sein. Nach Behördenangaben wurde außer dem Immobilienunternehmer eine Frau ebenso lebensgefährlich sowie ein Jugendlicher verletzt. Von offizieller Seite wurden die Identitäten nicht bestätigt. Weitere Personen erlitten Berichten zufolge Schnittverletzungen und Schocks.

Laut Angaben der Regionalzeitung Monaco-Matin gehören die drei Opfer zu einer Familie. Monacos Staatsminister Christophe Mirmand sprach von einer "absichtlichen Explosion", nachdem er zunächst von einem "wahrscheinlichen Anschlag" gesprochen hatte. "Dies ist meines Wissens das erste Mal in der Geschichte, dass eine solche Tat im Fürstentum verübt wurde", sagte der Politiker.

Nun komme es darauf an, mit den Nachrichtendiensten zusammenzuarbeiten, "um das Umfeld der Opfer zu identifizieren" und um festzustellen, ob womöglich weitere Menschen bedroht sein könnten, sagte er. Dutzende Feuerwehrleute und Angehörige der Sicherheitskräfte waren im Einsatz, um die Verletzten zu versorgen und um den Explosionsort zu sichern, der sich an einer Straße entlang der Grenze zu Frankreich befand.

 
Ukraine: Vögel bauen Nester aus Glasfaser (Videobericht im Link)
Entlang der Front in der Ukraine sind Vogelnester aus Glasfaserkabeln und Gras gefunden worden. Biologe Auke-Florian Hiemstra bezeichnete die Nester als „sehr einzigartig“ und „sehr speziell“. Die Kabel stammen von glasfasergesteuerten Drohnen.

 
Zurück
Oben