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Erdogan will die Hagia Sophia zur Moschee machen

  • Ersteller Ersteller Gelöschtes Mitglied 28870
  • Erstellt am Erstellt am
Glückwunsch, du hast herausgefunden, dass Hieronymus Wolf den Begriff geprägt hat, ein Fleißsternchen für dich! Aber jetzt zum peinlichen Teil: Dass die Oströmer sich selbst Römer nannten, ändert nichts daran, dass sie Griechisch sprachen, griechisch dachten und ihre Kinder auf griechische Schulen schickten.
Wenn du behauptest, die Hagia Sophia sei nicht griechisch, weil sie im Römischen Reich stand, dann ist ein Döner in Berlin wohl auch ein deutsches Traditionsgericht, weil er in der Bundesrepublik erfunden wurde?
Isidor von Milet und Anthemios von Tralleis waren keine Legionäre aus Latium, sondern griechische Mathematiker und Architekten aus Kleinasien. Justinian hat das Geld gegeben, aber der Verstand hinter der Kuppel war hellenisch. Es bleibt dabei, ihr nutzt ein Gebäude, das von Leuten entworfen wurde, deren Nachfahren ihr heute aus der Geschichte radieren wollt.
Es ist schon eine besondere Form von Humor, sich als Erbe Roms aufzuführen, während man gleichzeitig alles zerstört oder umgewidmet hat, wofür dieses Rom (und seine griechische Bildung) stand. Aber klar, als ausgewiesener Griechen- und Kroatenhasser und ziemlich cerebral entkernter Bildungsneuling, wenn es dich besser schlafen lässt, nenn es Rom, nenn es Byzanz, am Ende des Tages bleibt es ein griechischer Entwurf, in dem ihr heute nur Untermieter der Geschichte seid.

Sag mal, was hast du dieses Mal geraucht?
Willst du jetzt ein ernstes behaupten, dass die Kinder in Ostrom zur Schule gingen, wie wir das heute kennen?
Welche Schule hat dir das beigebracht? :lol27:
 
hmmm wieso sehen sich dann die Türken als erben der Osmanen?


Die Elite und der Staat bezeichneten sich nicht als „Türken“, sondern als „Osmanen“ (Osmanlı).




Warum nicht „Türken“?​


  • Der Begriff „Türk“ hatte lange Zeit eher eine abwertende Bedeutung
    → meinte oft einfache, ländliche anatolische Bauern
  • Die gebildete Oberschicht (Verwaltung, Militär, Hof) sah sich als:
    • Teil einer imperialen Elite
    • über ethnischen Kategorien stehend

„Türke“ = eher einfaches Volk
„Osmanisch“ = politische & staatliche Identität




Was bedeutete „Osmanisch“?​


  • Loyalität zur Dynastie von Osman I
  • Zugehörigkeit zum Staat, egal ob:
    • Türken
    • Araber
    • Griechen
    • Slawen
    • Armenier

Es war eine multiethnische Identität, kein Nationalstaat wie heute.




Wann kam „Türke“ als Identität?​


Erst viel später, vor allem:


  • im 19.–20. Jahrhundert (Nationalismus)
  • mit Mustafa Kemal Atatürk

Da wurde „Türke“ plötzlich:


  • positiv
  • zentrale nationale Identität



Fazit​


  • ❌ Osmanen nannten sich nicht primär „Türken“
  • ✅ Sie sahen sich als „Osmanen“ (imperiale Elite / Staatsbürger)
  • 🇹🇷 „Türkische Identität“, wie wir sie heute kennen, entstand erst später


 
Ja aber das passt doch viel besser so PAOK......guck mal unsere Jabbels mögen auch Ziegen und Schafe.....und sind damit auch eher mehr Türke als Osmane.
Vielleicht wollen sie aber auch gerne Osmanisch sein, weil wohl da der RINGELDANCE-GEN herkommt.......und das wollen sie auch nicht missen :thumb:
 
Sag mal, was hast du dieses Mal geraucht?
Willst du jetzt ein ernstes behaupten, dass die Kinder in Ostrom zur Schule gingen, wie wir das heute kennen?
Welche Schule hat dir das beigebracht? :lol27:
Ich kann nichts dafür, dass du nicht einmal zur Schule gegangen bist.
Die drei Stufen der Bildung:
Elementarbildung (ab ca. 6–7 Jahren): Kinder besuchten einen Grammatistes, oft in privaten Räumen oder Kirchenvorhöfen. Sie lernten dort Lesen, Schreiben und einfaches Rechnen (oft mit den Fingern oder auf Wachstafeln). Das Hauptlehrbuch war der Psalter (Bibeltexte).
Sekundarbildung (ca. 10–15 Jahre): Unter einem Grammatikos lernten die Schüler klassische griechische Literatur (Homer war Pflicht), Grammatik und Rhetorik.
Höhere Bildung: In Großstädten wie Konstantinopel konnten reiche Söhne Philosophie, Recht oder Medizin studieren.

Die großen Unterschiede zu heute, mal abgesehen davon, dass Typen wie du überhaupt keine Schulbildung genossen:
Keine Schulpflicht: Bildung war reine Privatsache und eine bewusste Entscheidung der Eltern.
Kosten: Schulen waren fast immer privat und kosteten Schulgeld (misthos). Wer arm war, blieb meist Analphabet oder wurde zu Hause von den Eltern notdürftig unterrichtet.
Mädchen: Während Jungen Schulen besuchten, erhielten Mädchen ihre Bildung fast ausschließlich zu Hause durch Privatlehrer oder die Familie. Dennoch gab es im Vergleich zum Rest des Mittelalters relativ viele gebildete Frauen in der Oberschicht.
Alphabetisierung: Trotz des fehlenden staatlichen Systems war die Alphabetisierungsrate in Ostrom (bis zu 30 %) für mittelalterliche Verhältnisse extrem hoch und lag weit über der im westlichen Europa.

 
Ahja, muss ja auch erwähnt werden:
Interessanterweise war der Bildungsgrad im „goldenen Zeitalter“ Ostroms (Byzanz) im Vergleich zum frühen Osmanischen Reich oft höher. Während Byzanz eine für das Mittelalter ungewöhnlich breite Schicht an Lesekundigen hatte (bis zu 30 %), fiel dieser Wert im frühen Osmanischen Reich zunächst ab und konzentrierte sich fast nur noch auf die religiöse und administrative Elite. Erst die Modernisierungsschübe ab dem 18. Jahrhundert (Gründung von Ingenieurs- und Medizinschulen) brachten das Reich wieder auf einen Weg zur breiteren Bildung.

 
hmmm wieso sehen sich dann die Türken als erben der Osmanen?
ganz einfach,die türken sind die gründer vom osmanischen reich.,das reich wurde vorallem von den europäern auch türkisches reich genannt.


war ein oghusischer Clanführer und der Vater Osmans I., der die Dynastie der Osmanen gründete und dem Osmanischen Reich seinen Namen verlieh.


aber was hat der römische erbauer justinian der hagia sophia jetzt mit euch zu tun? justinians muttersprache war latein.
 
ganz einfach,die türken sind die gründer vom osmanischen reich.,das reich wurde vorallem von den europäern auch türkisches reich genannt.


war ein oghusischer Clanführer und der Vater Osmans I., der die Dynastie der Osmanen gründete und dem Osmanischen Reich seinen Namen verlieh.


aber was hat der römische erbauer justinian der hagia sophia jetzt mit euch zu tun? justinians muttersprache war latein.


Geiles Argument die Europäer nannten Ostrom auch das Reich der Griechen :lol:

Die Osmanische Elite sah sich nicht als Türken siehe mein anderen Post, Türken war für sie eine Beleidigung auch die Sprache war am Hof und in der Verwaltung nicht das Türkische sondern das Osmanische

Osmanisch-Türkisch (lisân-ı Osmânî) war die Amts- und Literatursprache des Osmanischen Reiches, basierend auf dem anatolischen Türkisch, jedoch stark durchsetzt mit arabischen und persischen Elementen. Es wurde in arabischer Schrift geschrieben und diente primär der Elite, Verwaltung und Literatur. Die Sprache entwickelte sich ab dem 15. Jahrhundert zu einer Mischsprache, die sich deutlich vom gesprochenen Türkisch des Volkes unterschied

Also was haben die Osmanischen Sultane mit euch Bauern Türken aus Anatolien zu tun?


PS kannst du das lesen? Wenn nicht hast du nichts mit der Osmanische Elite am Hut , Coban-türke :lol:


Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.
 

Anhänge

    Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.
:haha:


Identität der Elite vs. Volk: Die osmanische Elite (Sultane, Wesire, Militär) betrachtete sich selbst primär als „Osmanen“ (Osmanlı), nicht primär als „Türken“. Der Begriff „Türke“ wurde in der frühen und mittleren Phase des Reiches oft abwertend für die nomadisierende, ungebildete Bevölkerung in Anatolien verwendet (im Sinne von „Turk“ = tölpelhaft, grob).

Die Sultane fühlten sich als Herrscher eines universalen islamischen Reiches und setzten sich von der anatolischen, turkmenischen Bevölkerung ethnisch und kulturell ab
 
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