Gerade in der Abwendung und der Relativierung des Christentum, hat es Europa geschafft sich von den Fesseln der Religion und damit der beschränkten Sicht auf die Dinge zu lösen. Nicht zu vergessen, dass die Humanisten in Europa stark auf die Lehren der arabischen Aufklärer des Mittelalters, die die griechischen Lehren übernahmen und fortentwickelten, aufbauten. Erst die Fortführung und Weiterentwicklung der griechischen Philosophie, Chemie, Mathematik, etc. durch die arabischen Gelehrten ermöglichte es später den europäischen Humanisten auf die antike griechische Kultur zurückzugreifen. Die Araber stellen für uns Europäer inswoeit eine Brücke zwischen den antiken griechischen Lehren und dem neuzeitlichen Humanismus. Unzweifelhaft gehören zu den größten Gelehrten und Humanisten der damailgen arabischen Epoche
al-Ghazali,
al-Farabi,
Ibn Chaldun,
Ibn Arabi, die Europa und seinen Humanismus stark prägten und zu damaligen Zeit, als Europa in einem dunklen Zeitalter vor sich hinsiechte, ihre Werke ins lateinische übersetzt wurden um so später für den europäischen Humanismus eine starke Grundlage für ihre Thesen und eine Referenz auf die antiken griechischen Lehren zu werden.
Was wir heute hier in Europa westliche Werte nennen, waren früher Arabische Werte und davor noch Griechische, etc. Diese Werte, die wir heute westliche Werte nennen, sind nichts anderes als ein Erbe der Menschlichkeit, die mal ein Volk oder eine Region stärke auslebt als andere. Wo Europa noch vor 1000 Jahren stand, droht den arabischen Ländern hinzugelangen. Insofern hat Peter Scholl Latour recht, wenn er sagt, dass er mehr Angst vor Schwäche des Abendlandes, als vor der Stärke des Islam hat, denn das Abendland schafft es nicht den arabischen Ländern die Hand zu reichen und sie aus ihrem eigenen Joch heruaszuholen, ausser Empörung über ihre schwierige Lage zu äßern.