Vermutlich, weil man der FPÖ nachgewiesen hat, dass die Empörung bezüglich des Krone-Artikels einfach unglaubwürdig ist. Eben wegen der Faktenlage
Ein FPÖ-Politiker fragt ob das fair ist?
Ist das fair? Spitalsbilanz seit 2015: Rund 22 Millionen (!) Behandlungen für Flüchtlinge und Zuwanderer, die oft noch keinen Cent eingezahlt haben. Für die Österreicher heißt das: Mehr einzahlen, weniger Leistung, länger warten. (Quelle: Kronen Zeitung)
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Faktenlage:
Die Statistik beweist keine Systemüberlastung durch Flüchtlinge, sondern zeigt, dass Menschen behandelt werden – was der Sinn eines Gesundheitssystems ist.
1. Erwerbstätige Drittstaatsangehörige zahlen voll ein
Sobald jemand in Österreich arbeitet – egal ob aus...
Folgendes wurde recherchiert;
Faktencheck zur neuesten Kampagne von Krone und FPÖ:
Migrant:innen kosten das System? Nein – die Daten sagen das Gegenteil aus.
Migrant:innen finanzieren sogar die Gesundheitsausgaben jener Gruppen, die aufgrund von Arbeitslosigkeit oder aufgrund ihres rechtlichen Status nicht arbeiten (können). Trotzdem bleibt ein Überschuss von über 5 Mrd!!!
Die aktuelle Bilanz (2024):

1,73 Millionen erwerbstätige Menschen mit Migrationshintergrund zahlen jährlich ~20 Milliarden Euro in die Sozialversicherung ein – egal, ob Familienmitglieder (Kinder, Partner, Arbeitslose) keinen Beitrag leisten¹

Alle 2,509 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund (auch Kinder, Nicht-Erwerbstätige, Pensionist:innen, Asylwerber) verursachen zusammen Ausgaben von nur ~14,55 Milliarden Euro²:
Gesundheitskosten: 9,2 Mrd. EUR
Pensionen: 2,0 Mrd. EUR
Arbeitslosenunterstützung: 1,6 Mrd. EUR
Mindestsicherung/Sozialhilfe: 0,75 Mrd. EUR
Familienbeihilfe: 1,0 Mrd. EUR

Netto-Überschuss: +5,45 Milliarden Euro pro Jahr³
Die Gesundheitskosten im Detail:
27,8% der Bevölkerung Österreichs haben Migrationshintergrund – aber sie verursachen nur 24,5% der Gesundheitsausgaben. Das sind ~2,6 Milliarden Euro weniger als zu erwarten wäre.⁴
Wichtig zu verstehen: Die Beitragszahler:innen mit Migrationshintergrund finanzieren nicht nur sich selbst, sondern auch:
✓ 470.000 Kinder (beitragsfrei mitversichert)
✓ ~280.000 nicht-erwerbstätige Partner:innen (hauptsächlich Frauen in Kinderbetreuung)
✓ ~120.000 arbeitslose Angehörige
✓ 140.000 Pensionist:innen
✓ 78.800 Menschen in der Grundversorgung
Und trotzdem bleibt ein Überschuss von mehr als 5 Milliarden Euro.
Anmerkung:
Diese Analyse habe ich mit Hilfe der Wissenschafts-KI Perplexity erstellt. Sie basiert auf einer Differenzierung nach Migrationshintergrund (UNECE-Definition: mindestens ein Elternteil im Ausland geboren). Eine Differenzierung nach Staatsangehörigkeit (österreichische Staatsbürger vs. EU/EFTA vs. Drittstaatsangehörige) ist leider nicht verfügbar – Österreich erfasst dies statistisch nicht systematisch.⁵
Die Realität ist: Migrant:innen sind keine Belastung für unser Sozialversicherungssystem – sie leisten einen finanziellen Nettobeitrag zu dessen Finanzierung.
Quellen:
¹ Statistik Austria, Integration Report 2024 / ÖIF Bundesländer-Broschüre 2025 (Erwerbstätigenquoten und Bevölkerungszahlen)
² Schätzung basierend auf: Hofmarcher & Singhuber (ÖIF 2021): Gesundheitsausgaben 2019; AMS 2024: Arbeitslosenzahlen; Statistik Austria 2024/2025: Pensionist:innen und Familienbeihilfen; Sozialministerium Österreich: Mindestsicherungs- und Sozialhilfestatistik 2023/2024; Grundversorgungsstatistik 2024
³ Detaillierte Bilanzrechnung siehe Fußnote ²
⁴ Hofmarcher, M. & Singhuber, S. (2021): Migration in Österreich: Gesundheitliche und ökonomische Aspekte. Österreichischer Integrationsfonds. Daten für 2019; hochgerechnet auf 2024
⁵ Österreichisches Statistisches Zentralamt; Integrationsfonds: Statistisches Jahrbuch Migration & Integration 2025. Die verfügbaren Daten erfassen Migrationshintergrund (erste und zweite Generation), nicht die aktuelle Staatsangehörigkeit systematisch