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FPÖ (Un)Wahrheiten, Hetze und Märchen

Die blaue Amnesie Show
Herbert Kickl und sein Gefolge demonstrieren derzeit eine beeindruckende Form von politischem Gedächtnisverlust. Mit Schaum vor dem Mund wettert die Parteispitze gegen die staatliche Finanzierung künstlicher Befruchtungen für Asylberechtigte. Dabei merken die Herren in ihrem Eifer gar nicht, dass sie gegen ihre eigenen Unterschriften anschreien. Es erfordert schon ein spezielles Talent, die eigene Regierungsarbeit von 2018 heute als Skandal der Sonderklasse zu verkaufen.
Damals saß Beate Hartinger Klein als FPÖ Ministerin am Drücker. Sie war es, die das entsprechende Gesetz mit Präzision verfeinerte. Herbert Kickl selbst thronte als Innenminister daneben und segnete jene Zeilen ab, die heute angeblich das Sozialsystem zerstören. Vielleicht war der damalige Ministerratstisch einfach zu weit vom logischen Verstand entfernt, um zu begreifen, was man da eigentlich gerade beschließt.
Besonders amüsant wirkt die Schnappatmung von Michael Schnedlitz. Er empört sich über Informationsflyer auf Steuerzahlerkosten. Dass ausgerechnet seine Parteifreundin Hartinger Klein diese Werbezettel tausendfach in der Hausdruckerei produzieren ließ, verschweigt das blaue Gedächtnisprotokoll lieber.
Diese Form der Selbstanklage ist eine wahre Meisterleistung der Selbstverspottung. Die FPÖ bekämpft heute mit markigen Sprüchen wie Migration aus dem Reagenzglas jene Geister, die sie selbst rief. Es ist eine Vorführung in Sachen politischer Dreistigkeit. Wer die eigene Vergangenheit so konsequent ignoriert, hält seine Wählerschaft vermutlich für ebenso vergesslich wie sich selbst.

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In Mordor kam es heute morgen zu einem Straßenbahnunfall! Wer ist schuld? Natürlich der Unterrichtsminister!

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Die FPÖ-Parteisprecherin behauptet ernsthaft: Ist die Inflation niedriger als vor einem Jahr, sinken automatisch die Preise.
Von einer Abgeordneten mit 10.000 Euro Gehalt monatlich kann man erwarten, dass sie Inflation versteht und Jugendlichen keine Fake News auftischt.

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Seit zehn Jahren hat Wels einen blauen Bürgermeister und die FPÖ die Mehrheit im Gemeinderat. Statt sachorientiert an Lösungen im Integrations- und Bildungsbereich zu arbeiten, wurden Warnungen ignoriert, bei der Qualität eingespart und auf ideologische Symbolpolitik gesetzt (kein Kind spricht plötzlich besser Deutsch, weil die FPÖ das in eine schwindlige Hausordnung schreibt).
Was bleibt? Die Probleme sind größer geworden, nicht kleiner. Leidtragende sind die Kinder, weil ihnen Bildungs- und Zukunftschancen genommen werden. Das macht mich betroffen.
In einer Stadt wie Wels braucht es mehr niederschwellige Sprachförderung und vor allem mehr Personal in den Krabbelstuben, Kindergärten und Schulen. Es braucht Verantwortungsträger, die an Lösungen wirklich interessiert sind.

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Nur ein Beispiel von vielen, FPÖ ist leider unfähig. Was FPÖ kann, Hass- und Hetze verbreiten, vor allem gegen Ausländer. Erschreckend, dass eben so viele Menschen darauf abfahren.
 

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FPÖ, wir folgen dir ...
Erinnert uns der Hit, den die John Otti Band gerade gelandet hat, an irgendetwas?

"Oh oh oh oh oh oh oh oh oh
Oh oh oh oh oh oh oh oh
Immer vorwärts FPÖ
Stark und vereint für unser Land
Wir stehen fest an deiner Seite
Verbunden durch das blaue Band
Immer vorwärts FPÖ
Schritt für Schritt wir folgen dir
Für Gerechtigkeit und Frieden
Patrioten bleiben wir".

Das ist jetzt auf Platz 20 der "Austria Top 40" von Ö3 gelandet. Ein Lied in flottem Marschrhythmus, geschaffen von der John Otti Band, der Hauskapelle der FPÖ. Mit Bild von Kickl am Cover.

"Schritt für Schritt, wir folgen dir" – da war doch irgendetwas? Gibt’s da nicht historische Anklänge? Nein, das kann nicht sein, das merkt man schon an den vielen "oh, oh, oh". Das ist untypisch. So haben die Alten nicht gesungen, oder?

Ordnende Hand
Jedenfalls müssen da viele das Stück heruntergeladen haben, damit es in diese Hit-Parade kommt (noch vor „Bad Bunny“). Spontane Begeisterung oder steht da eine ordnende Hand dahinter? Hat da der Volkskanzler gerufen und es folgten viele, viele Klicks für Kickl?

Andererseits…man wird so ein Gefühl nicht los, den Tonfall hat man doch schon einmal gehört? "Zuerst das Volk und dann der Kanzler – Herbert Kickl geht voran…".

"Der Führer hat geführt"? Nein, das war der "Herr Karl". Und das Lied endet dann noch einmal mit sinnlosen Silben:
"Na na na na na na na na na
Na na na na na na na na na
Na na na na na na na na na
Na na na na na"

Na, na, das muss ein Irrtum sein. (Hans Rauscher, 9.2.2026)

 
18 Monate für bekannten Rechtsextremisten
Am Wiener Straflandesgericht ist am Montag der bekannte Rechtsextremist Hans Jörg Schimanek junior wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung zu 18 Monaten bedingter Haft verurteilt worden. In der Wohnung des Mannes waren 2024 zahlreiche NS-Devotionalien gefunden worden.

Die Entscheidung der acht Geschworenen fiel in vier der fünf Anklagepunkte einstimmig. Der Angeklagte nahm das Urteil an, der Staatsanwalt gab allerdings zunächst keine Erklärung ab, weshalb das Urteil noch nicht rechtskräftig ist. Mildernd wurde der ordentliche Lebenswandel des bereits mehrfach wegen Wiederbetätigung Verurteilten, der wegen der Tilgung der längere Zeit zurückliegenden Strafen als rechtlich unbescholten gilt, anerkannt. Als erschwerend galt dagegen, dass es sich um mehrere Darstellungen mit NS-Bezug handelte, so der Richter in der Urteilsbegründung.

In seiner Wohnung in Wien soll Schimanek, der nach eigenen Angaben zuletzt in einem Hotel als Hausmeister tätig war, Gegenstände mit NS-Bezug propagandistisch zur Schau gestellt haben, so der Staatsanwalt. Er begründete die im Schlaf- und Wohnzimmer an der Wand aufgehängten Bilder – darunter Porträts von Soldaten des Dritten Reichs, die Reichsadler mit Hakenkreuz zeigen – mit seinem „geschichtlichen Interesse“, das sich nicht nur auf das „Dritte Reich“ und den Zweiten Weltkrieg beschränke.

Geburtstagswünsche an „Gaubeauftragten“
Gefunden wurden auch gerahmte Geburtstagswünsche mit Reichsadler und Hakenkreuz und der Aufschrift „Der Führer“ an einen „Gaubeauftragten“. Dabei handle es sich um ein Geschenk zu seinem 40. Geburtstag, so Schimanek. Auch im Wohnzimmer hingen insgesamt 14 einschlägige Bilder und im Arbeitszimmer ein signiertes Bild eines SS-Soldaten. Unter den SS-Soldaten seien ein Onkel und ein Cousin seiner Großmutter, verwies der Angeklagte auf ein familiäres Interesse.

 
„Immer Vorwärts FPÖ“: Gekaufte Charts bekommen Schlagzeilen in Boulevard-Medien
„Ein Song. Ein Ziel. Ein Klick.“ So wirbt der parteieigene Radiosender „Austria First“ für das Lied „Immer Vorwärts FPÖ“ der John Otti Band. Die Parteianhänger sollen den Song downloaden und in die Charts pushen. FPÖ-Chef Herbert Kickl legte auf Facebook nach: Am Tag der Wochenwertung solle noch „unbedingt“ geladen werden, „jeder Download zählt“. Das lief über eine einfache Download-Seite, die direkt zu Angeboten von Apple und Amazon führt. Der Titel landet weit oben in den Charts. Boulevard-Medien schreiben von einem musikalischen Durchbruch, dabei handelt es sich um einen PR-Stunt, der ausnutzt, dass Downloads sehr unterschiedlich gewichtet werden.

Wie geht das? Die FPÖ nutzt eine Schwachstelle im Chart-System: Ein Titel-Download zählt wie ein Kauf, Streams werden umgerechnet. Laut der „Presse“ entspricht ein Titel-Kauf auf Spotify-Premium etwa 188 Premium-Streams. Bei Gratis-Streams (z. B. über YouTube) liegt der Faktor bei 843 zu 1.

Weil echte Downloads inzwischen selten sind und die Single-Charts praktisch Streaming-Charts sind, kann eine koordinierte Kaufaktion vergleichsweise schnell zu einer Chartplatzierung führen.

Top-Hits erreichen in Österreich oft rund 500.000 Streams pro Woche, sagt Christoph Gruber, der die Ö3 Austria Top 40 ermittelt. Umgelegt auf die Umrechnungsfaktoren entspricht das bei einem typischen Mix aus Gratis- und Premium-Streams grob etwa 1.000 „Käufen“. Ein Download kostet rund 1 Euro. Einen Song mit Käufen in die Charts zu pushen, ist dabei in Summe nicht teuer. Zum Vergleich: Die FPÖ gab im Vorjahr auf Facebook und Instagram teilweise über 20.000 Euro pro Woche für Werbung aus.


Wenn es um Peinlichkeit geht, ist die FPÖ ganz vorne mit dabei.
 
Trotz Charterfolg: Bad Bunny singt nicht „Immer vorwärts FPÖ“ beim Super Bowl

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Das System will den Erfolg der FPÖ einfach nicht wahrhaben! Obwohl „Immer vorwärts FPÖ“ von der John-Otti-Band schon seit Tagen Platz 20 der Ö3-Charts dominiert, boykottieren Mainstream-Medien und Veranstalter den Superhit. Auch der US-Superstar Bad Bunny weigerte sich, das Lied bei der Halftime Show des Super Bowls zum Besten zu geben. FPÖ-Chef Herbert Kickl tobt.

SANTA CLARA – Die Halftime Show beginnt. Milliarden Zuseher in aller Welt halten inne und fragen sich: Gibt Bad Bunny feige dem politisch-korrekten Woke-Mob nach, oder ist er mutig genug, der John-Otti-Band die Ehre zu gebieten, die ihr zusteht?

Gebannt verfolgt Herbert Kickl den „Totalen Ball“, wie er den Super Bowl selbst nennt. Doch auf seinen Song wartet er vergeblich. Was er in den nächsten 15 Minuten aus seinem Volksempfänger vernehmen muss, ist nichts weniger als eine Farce – Bad Bunny entpuppt sich als Angsthase.

Böser Hase
„Ich hoffe, der Herr Bunny weiß, dass wir in Österreich einen sehr eigenen Umgang mit bösen Hasen haben, speziell im Mühlviertel“, echauffiert sich Kickl. „Dieses böse Häschen sollte wissen, was ihm droht, wenn es seinen globalistischen Hoppelkurs zu einem Konzert nach Österreich fortsetzt, ja, da werden wir ihm die Löffel langziehen und gleich einmal den Bestand regulieren.“

 

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Wie kam der FPÖ-Song in die Österreich-Charts? Die FPÖ nutzt eine Schwachstelle im Chart-System: Ein Titel-Download zählt wie ein Kauf, Streams werden umgerechnet. Ein Titel-Kauf auf Spotify-Premium entspricht etwa 188 Premium-Streams.
Weil echte Downloads inzwischen selten sind und die Single-Charts praktisch Streaming-Charts sind, kann eine koordinierte Kaufaktion vergleichsweise schnell zu einer Chartplatzierung führen.
Top-Hits erreichen in Österreich oft rund 500.000 Streams pro Woche, sagt Christoph Gruber, der die Ö3 Austria Top 40 ermittelt. Das entspricht grob etwa 1.000 „Käufen“. Ein Download kostet rund 1 Euro.
Einen Song mit Käufen in die Charts zu pushen, ist dabei in Summe nicht teuer. Zum Vergleich: Die FPÖ gab im Vorjahr auf Facebook und Instagram teilweise über 20.000 Euro pro Woche für Werbung aus.

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Wenn die Ponys Trauer tragen
Warum wir Karin Kneissl nicht ausbürgern, sondern heimholen sollten

Als wäre die Weltlage nicht schon schlimm genug, jetzt auch das noch: Die Tiere von Karin Kneissl sind traurig.

Das berichtete Österreichs ehemalige Außenministerin vor ein paar Tagen auf ihrem Telegram-Kanal. Schuld an der animalischen Melancholie seien "schmutzige Angriffe und Diffamierungen made in Austria. Die Tiere fühlen es so tief. Also trauern wir zusammen." Dabei war ihr Tierleben in Russland bislang ein Ponyhof gewesen, inklusive einer Flugreise mit ihrem Frauerl in einer russischen Militärmaschine, die auch schon den syrischen Massenmörder Baschar-al Assad in Putins Reich evakuiert hatte.

Als Auslöser der tierverstimmenden "Angriffe made in Austria" gilt Kneissls Aussage: "Wenn ich etwas vermisse aus Europa, dann Frankreich, nicht Österreich. In Frankreich waren die Menschen menschlich, in Österreich Hyänen." Das überrascht, zumal Kneissl im September 2023 behauptete, sie wäre aus Frankreich ausgewiesen worden. Eine solche Demütigung blieb ihr in Österreich erspart. Hat sie am Ende gar die Vorgangsweise der Franzosen als ehrlicher empfunden? Auf jeden Fall sollten unsere Behörden einmal bei den französischen Amtskollegen nachfragen. Denn falls das mit der Ausweisung stimmt, wäre der Grund für diese auch für heimische Sicherheitsbehörden interessant.

Im Sinne der Aufklärung
Deshalb plädiere ich auch nicht – wie derzeit von den Neos gefordert – für eine Ausbürgerung Karin Kneissls, sondern für ihre Heimholung. Oder um es in der Sprache ihrer ehemaligen politischen Weggefährten in Österreich zu sagen:

Remigration jetzt! Denn jetzt wäre ein Zeitpunkt, zu dem die Kreml-Propagandistin der Republik Österreich endlich einen Dienst erweisen könnte, nämlich im Sinne der Aufklärung über Bedrohungsszenarien für unser Land. Ab 17. März beginnt in Wien der Prozess gegen Johannes Peterlik, Kneissls ehemaligen Generalsekretär im Außenministerium. Bereits jetzt steht Egisto Ott vor Gericht, auf dessen Handy Aufzeichnungen über einen mutmaßlich von ihm geplanten russlandnahen "Schattengeheimdienst" im Ministerium von Kneissl und Peterlik gefunden wurden.

Ein beunruhigender Verdacht, denn schließlich sollen damals auch Informationen an den mittlerweile enttarnten Russland-Spion Jan Marsalek geflossen sein.

 
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