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FPÖ (Un)Wahrheiten, Hetze und Märchen

RTV ist der Haussender der FPÖ, verbreitet rechte Propaganda und Verschwörungscontent. Im Visier ist „das System“. Für euch recherchiert: 2026 bekommt RTV erneut über 60.000 € Förderung - insgesamt bereits rund 700.000 € in den letzten Jahren. Steuergeld
Es ist eine völlig irre Parallelwelt. Jeden Tag schießt der rechte Privatsender RTV aus Oberösterreich neue Absurditäten ins Netz. Die Feindbilder: Menschen mit Migrationshintergrund, Linke und „die Antifa“, der Klimaschutz, die angebliche „Gender-Ideologie“, Masern-Impfungen oder – immer noch – Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie.

Kurz: Das gesamte Repertoire der extremen Rechten und der Verschwörungsszene wird auf RTV rauf- und runtergespielt.

Dieser Artikel ist erstmals am 23. November 2025 erschienen und wurde am 13.02.2026 um die Förderungen für 2026 ergänzt.

Wen kümmern schon Details?
Mit Details nimmt es RTV dabei nicht so genau. So darf etwa am 11. November 2025 ein Dr. Bernhard Strehl minutenlang „on air“ vor sinnvollen mRNA-Impfungen warnen. Anlass ist eine Veranstaltung in der oberösterreichischen Gemeinde Kronstorf, wo Strehl auftritt.

 
Das Geld ausgegangen um weitere Downloads zu requirieren?
Ö3 ist aus dem Schneider: "Immer vorwärts FPÖ" fliegt aus den Charts
Das Lied der John Otti Band ist nicht mehr in den Austria Top 40 vertreten. Am Montag spielte Ö3 den Kickl-Huldigungssong 45 Sekunden lang

Der ORF hat ein Problem mit der FPÖ weniger: Die Hausband der Partei, die John Otti Band, schaffte es mit ihrem Song Immer vorwärts FPÖ – Featuring Herbert Kickl in dieser Woche nicht mehr in die Austria Top 40 Single-Charts. Das von der FPÖ und ihrem eigenen Radiosender forcierte Lied ist zumindest in den am Freitagnachmittag veröffentlichten Singlecharts nicht mehr unter den Top 75 vertreten. Damit erübrigt sich die Frage, ob und wie Ö3 den Parteisong in seiner Chartsshow kommenden Montag behandelt. Traditionellerweise bekommen dort die Top 40 eine musikalische Bühne.

Wie berichtet, spielte Ö3 den Kickl-Song am Montag 45 Sekunden lang. Das Lied landete vergangene Woche als Neueinsteiger auf Platz 20 der Austria Top 40. In die Charts schaffen es jene Songs, die in Österreich am häufigsten gekauft und gestreamt werden. Die FPÖ animierte ihre Fans auch via Social Media zum Download von Immer vorwärts FPÖ, woraufhin das Lied sogar zeitweise auf Platz eins der iTunes-Downloads sprang.

Rechtlich in Ordnung
In der Ö3-Chartsshow am Montag ordnete Politologe Peter Filzmaier den Kickl-Song für die Hörerinnen und Hörer ein. Ein vom STANDARD befragter Medienrechtsexperte sah im Abspielen des Liedes keine Kollision mit dem ORF-Gesetz, das dem öffentlich-rechtlichen Medienhaus zur Objektivität und Äquidistanz zu allen Parteien verpflichtet. Solange der ORF das Lied nicht mehrfach wiederhole und damit den Eindruck erwecke, sich auf die Seite dieser Partei zu stellen oder spezifisch für sie Werbung betreiben zu wollen, sei es rechtlich nicht problematisch.

Der ORF sagte auf STANDARD-Anfrage, dass es bei den Charts keine Regeländerung gegeben habe. Die Hitliste wird wöchentlich vom Verband der Österreichischen Musikwirtschaft – IFPI Austria erstellt. Erfasst werden dabei laut IFPI Austria physische Verkäufe, Downloads, Musik-Streams in Premium-Abos sowie frei zugängliche, werbefinanzierte Streams auf verschiedenen Online-Plattformen. (omark, 13.2.2026)

 
ORF-Chef Weißmann an Westenthaler: "Grenzen mehrfach überschritten"
Stiftungsratschef Lederer: ORF soll rechtliche Schritte prüfen und allenfalls ergreifen

Für ORF-Generaldirektor Roland Weißmann hat der von der FPÖ entsandte Stiftungsrat Peter Westenthaler "mehrfach Grenzen überschritten" mit seinen Angriffen und Vorwürfen gegen den ORF. Das Schreibens versandte Stiftungsratsvorsitzender Heinz Lederer mit eigenen Kommentaren am Freitag nach STANDARD-Informationen an alle Stiftungsräte des ORF, es liegt dem STANDARD vor. In einem öffentlichen Schreiben an FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker stellte Weißmann "rechtliche Schritte" in Aussicht bei weiteren aus seiner Sicht "kreditschädigenden oder ehrverletzenden Behauptungen über den ORF oder seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter".

Lederer an ORF: Rechtliche Schritte prüfen
"Westenthaler habe in den letzten Tagen öffentlich in diversen Ankündigungen, Interviews und einer Pressekonferenz Äußerungen in einer so nicht zu tolerierenden Weise gegenüber dem ORF, dessen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, und einem Mitglied des Stiftungsrats sowie dem Vorsitzenden des Stiftungsrats getätigt", schreibt Stiftungsratschef Lederer.


Westenthaler wurde wegen schweren Betrugs und Untreue (bzw. zweckwidriger Verwendung von Fördergeldern) in seiner Zeit als Bundesliga-Chef verurteilt.
 
Im FPÖ-Nationalratsklub basteln gewaltbereite Energetiker, Corona-Schwurbler und Schweinefleisch-Ultras mit Rechtsextremen, Okkultismus und KI an Kickls Dritter Republik

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Ähnliches gilt für Die AfD

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Der FPÖler Kunasek wurde von vielen SteirerInnen für sein Versprechen gewählt, die geplanten Spitalschließungen zu verhindern. Als Landeshauptmann will er davon nichts mehr wissen. Bad Aussee kämpft für den Erhalt seines Krankenhauses.

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Text und Cartoon by Karl Berger
 

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Proteste rund um FPÖ-Burschenschafterball am Freitag
Die "Offensive gegen Rechts" rief neuerlich zu einem Demonstrationszug auf. Nationalratspräsident Walter Rosenkranz und FPÖ-Chef Dominik Nepp werden am Ball erwartet

Wien – Am Freitag findet in Wien wieder der freiheitliche "Akademikerball" statt. Während in der Hofburg Korporierte und blaue Funktionäre das Tanzbein schwingen, wird es auf der Straße wieder zu Protesten kommen - die "Offensive gegen Rechts" hat neuerlich zu einem Demo-Zug aufgerufen. Der Ball muss auch heuer ohne FPÖ-Obmann Herbert Kickl auskommen. Erwartet werden - wie schon in den Jahren davor - u.a. Nationalratspräsident Walter Rosenkranz und Wiens FPÖ-Chef Dominik Nepp.

Rosenkranz, der bei früheren Ausgaben des Balls auch die Eröffnungsrede hielt, wird voraussichtlich auch heuer wieder Teil der Eröffnung sein, hieß es seitens der Veranstalter. Auch Wiens Landesparteichef Nepp wird wie im Vorjahr in der Hofburg erwartet. Die "akademische Rede" soll wieder ein bisher nicht genannter Professor halten, sagte der Wiener FPÖ-Landtagsabgeordnete und Ballorganisator Udo Guggenbichler zur APA.

Demonstration geplant
Ob es rund um den Veranstaltungsort wie üblich wieder ein sicherheitspolizeiliches Platzverbot geben wird, war zu Wochenbeginn seitens der Polizei noch nicht entschieden, ist aber wohl zu erwarten. Ziel dieser Platzsperren war es in der Vergangenheit, das Zusammenstoßen von Demonstranten und Ballbesuchern zu verhindern. Wie gewohnt ist wohl auch heuer mit Verkehrsbehinderungen rund um die Hofburg und in der gesamten Innenstadt zu rechnen.

 
Ein neues Plakatsujet der Linzer FPÖ regt auf. Für die Grünen steht fest, worum es den Freiheitlichen gehe: "Spalten um jeden Preis."

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Die "Offensive gegen Rechts" rief neuerlich zu einem Demonstrationszug gegen den freiheitlichen "Akademikerball" am Freitag auf.
Wie gewohnt ist wohl auch heuer mit Verkehrsbehinderungen rund um die Hofburg und in der gesamten Innenstadt zu rechnen.

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Blaue Putin-Freunde
Aber auch ein Drittel der Gesamtbevölkerung mag nicht so enge Beziehungen zur Ukraine

Putin kann sich auf seine blauen Freunde in Österreich verlassen. Rund 50 Prozent der heimischen FPÖ-Wähler möchten "engere Beziehungen" zu Russland, sagt eine "Market"-Umfrage im Auftrag des STANDARD.

Analog dazu mögen rund 60 Prozent der FPÖ-Wähler die Unterstützung der Ukraine nicht so sehr. Aber auch in der Gesamtbevölkerung halten rund ein Drittel die Beziehungen Österreichs zur Ukraine für zu eng (ein weiteres Drittel denkt, das Verhältnis zur Ukraine sei gerade recht, 13 Prozent wollen mehr davon und der Rest machte keine Angaben).

Gute Geschäfte
Sollte niemand verwundern. Mit dem großrussischen Bären soll man sich besser gut stellen – das war jahrzehntelang die Einstellung der Bevölkerung und der Regierenden. Man weiß ja nie. Wladimir Putin galt auch lange als netter Kerl, der in Österreich gerne Skifahren ging und mit dem manche heimische Unternehmer gute Geschäfte machten. Das ist zwar stark abgekühlt und eine Mehrheit empfindet sicher Unbehagen angesichts des erbarmungslosen Aggressionskrieges gegen die Ukraine. Aber irgendwie sind wir ja neutral…

Die große Frage ist, ob eine Mehrheit der Österreicher jenseits der Russenpartei FPÖ auch realisiert, dass Russland für Europa und auch für uns eine reale Gefahr darstellt. Dass er mit der Ukraine nicht genug haben wird. Dass wir nebenan einen Putin-Parteigänger haben. Und ob wir daraus Konsequenzen ziehen wollen. (Hans Rauscher, 16.2.2026)

 
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