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FPÖ (Un)Wahrheiten, Hetze und Märchen

Es ist ein Skandal, dass deutschnationale Burschenschaften im Jahr 2026 weiterhin in den repräsentativsten Räumen der Republik feiern dürfen.
Der „Akademikerball“ ist kein harmloser Gesellschaftsball, sondern ein Treffpunkt für Rechtsextreme und Neonazis aus ganz Europa, der für Geschichtsverklärung, Antisemitismus und Rechtsextremismus steht.
Die Teilnahme führender politischer Vertreter der FPÖ soll diese Ideologien des Hasses gesellschaftsfähig machen.

Lia Guttmann & Milli Li Rabinovici
Präsidentinnen Jüdische Österreichische Hochschüler:innen (JÖH)

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Naja, schließlich hatte Rosenkranz ja einen Nazi als Büroleiter. Es gilt die Unschuldsvermutung
Nationalratspräsident Rosenkranz und Identitäre auf dem Akademikerball
Proteste gegen den freiheitlichen Ball der Burschenschaften verliefen ohne gröbere Zwischenfälle

Am Freitagabend fand in Wien wieder der umstrittene freiheitliche "Akademikerball" in der Hofburg statt. Während drinnen deutschnationale Burschenschafter, Identitäre und FPÖ-Funktionäre feierten, formierte sich draußen Protest. Die Polizei reagierte mit einem großräumigen Platzverbot rund um das Areal – eine Maßnahme, die längst zum festen Bestandteil dieses Abends gehört.

Wie schon im Vorjahr teilte sich der Protest in zwei getrennte Züge. Der sogenannte "Budenbummel" startete am Urban-Loritz-Platz und führte gezielt an mehreren Verbindungshäusern vorbei. Die Route war bewusst gewählt: Nicht nur der Ball selbst stand im Fokus, sondern jenes akademisch-deutschnationale Milieu, das ihn ideologisch trägt. Rund 350 Personen beteiligten sich an dem Zug, der schließlich größtenteils in eine Kundgebung am Michaelerplatz mündete – nur wenige Schritte von der Hofburg entfernt. Dorthin waren einige Hundert Personen gekommen.

Parallel dazu mobilisierte die "Offensive gegen Rechts". Ihr Aufruf fiel weniger ironisch, dafür umso konfrontativer aus: "Auf die Straße gegen Burschis & Faschos". Treffpunkt war vor der Hauptuni Wien, von dort zog ein rund 750 Personen starker Demonstrationszug durch die Innenstadt.

Problem: Antisemitismus
Dass es keine gemeinsame Demonstration gab, hat grundsätzliche Ursachen. Teile der antifaschistischen Szene werfen der "Offensive gegen Rechts" vor, nicht ausreichend Distanz zu antiisraelischen Gruppen zu wahren, in deren Umfeld es wiederholt zu antisemitischen Äußerungen oder Handlungen kommt.

 
Am Akademikerball von FPÖ und Burschenschaften wird "I want to break free" von Queen gespielt, wie dieses Video von FPÖ-Mann Amesbauer zeigt. Es ist ein Lied über die Befreiung von Unterdrückung - im Video treten alle Mitglieder von Queen in Frauenkleidung auf. In den USA durften das Lied und das Video deshalb teilweise nicht einmal gespielt werden. Queen-Sänger Freddy Mercury war ein schwuler Migrant. Gleichzeitig attackiert die FPÖ regelmäßig die LGBTI+-Community, Drag Queens trans*Menschen und Menschen mit Migrationsbiographie. Das ist so absurd, das kannst du nicht einmal mehr erfinden.

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Man kann in Österreich vieles sagen.
Man kann gegen „das System“ wettern.
Man kann Medien „Lügenpresse“ nennen.
Man kann Richter als politisch bezeichnen.
Man kann Journalisten als gekauft diffamieren.
Alles kein Problem.
Aber wehe, jemand sagt „Nazi“.
Dann ist plötzlich Alarmstufe Rot.
Plötzlich sind genau jene, die sonst jede Empfindlichkeit verhöhnen, zutiefst gekränkt.
Plötzlich geht es um „Anstand“.
Plötzlich um „Spaltung“.
Plötzlich um „Wie kann man nur!“.
Warum?
Weil das Wort eine ideologische Verwandtschaft andeutet,
die man empört von sich weist – aber nie sauber entkräftet.
Niemand wird „Nazi“ genannt, weil er die Mineralölsteuer diskutiert.
Niemand wird so bezeichnet, weil er über Bürokratie schimpft.
Der Begriff fällt immer dann, wenn es um völkisches Denken geht.
Um „Volk zuerst“.
Um Abwertung von Minderheiten.
Um Relativierung historischer Verantwortung.
Um autoritäres Durchregieren.
Und dann passiert das Interessante:
Statt über Inhalte zu reden, wird über Empörung geredet.
Statt über Rhetorik zu reden, wird über „Opferrolle“ geredet.
Die eigentliche Debatte wird ersetzt durch moralische Panik.
Man muss klar sagen:
Nicht jeder FPÖ-Wähler ist Nationalsozialist. Das wäre Unsinn.
Aber eine Partei, die immer wieder mit deutschnationalen Netzwerken, „Einzelfällen“ mit NS-Bezug und systematischer Verächtlichmachung liberaler Institutionen auffällt, darf sich nicht wundern, wenn historische Vergleiche gezogen werden.

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Das Wort zum Sonntag:
Stundenlang musste ich in der letzten Woche rechtsextreme, beleidigende, ordinäre und extrem frauenfeindliche Kommentare zu einem Posting über Beate Meinl-Reisinger löschen - weil es Gesetz und Anstand verlangen! Dabei habe ich nur dazu aufgerufen, die österreichische Außenministerin mit Respekt zu behandeln.
Natürlich bekam ich auch sehr, sehr viel, sogar tausendfache Zustimmung - aber beim Lesen anderer Reaktionen fiel mir der Film ,,Welcome in Vienna‘‘ ein, in dem der begnadete Regisseur Axel Corti KZ-Überlebende spekulieren hatte lassen, wieviel Nazis es denn in unserem Land gegeben hätte: Rund ein Drittel, und sie würden wieder eine Partei gründen, allerdings unter einem anderen Namen.
Wurde daraus Realität? Ist es die gesamte Menschheit oder nur unser Volk, das sich zu einem derart hohen Prozentsatz in absoluter Verkommenheit suhlt, in blindem Hass austobt und in erschreckender Leugnung aller Fakten auf seine niedrigsten Instinkte verlässt? Sind da die Wächter von morgen darunter, die - wie die von gestern - Männern und Frauen, die vermeintlich anders aussehen, denken oder fühlen, die Menschenrechte rauben? Muss man diese tickenden Zeitbomben nur scharf machen, damit sie wieder explodieren?

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Unter Hirntoten
FPÖ-Chef Herbert Kickl setzte bei seiner Aschermittwochsrede erneut auf morbide Metaphern

Er ist wieder da! Lange war er wie vom Erdboden verschluckt, vor ein paar Tagen aber hat Herbert Kickl wieder das Licht der Öffentlichkeit gesucht und seine Aschermittwochsrede abgeliefert. Sie war so voll des Jammerns und Greinens, dass selbst ein professionelles Klageweib in Neid hätte verfallen können. Kickl setzte erneut auf morbide Metaphern: früher einmal nannte er den Bundespräsidenten eine "Mumie", heute erscheint ihm die Regierung als "hirntot". Das hat gesessen – obwohl es auch Leute geben soll, die das Hirn des Bundeskanzlers, der Außenministerin oder des Finanzministers jenem von Kickl vorziehen würden, wenn man es denn austauschen könnte.

Ein Haufen von Leichen
Was der Kärntner Schmerzensmann im Schilde führt, ist nicht schwer zu erraten: Er will seine politische Gegnerschaft als einen Haufen von Leichen darstellen und sich selbst als quicklebendige politische Vitalkraft. Um dieses ersehnte Image abzurunden, fehlt nur noch ein Foto, auf dem er, wie Wladimir Putin, mit nacktem Oberkörper durch die Landschaft reitet.

Vampire und Zombies
Offenbar verbringt Kickl sehr viel Zeit in der Gegenwart von Vampiren, Zombies und sonstigen Halb-Verwesten, die ihn zu seiner Jenseits-Rhetorik inspirieren. Soll sein. Aber irgendwann wäre es auch an der Zeit, dass er den Spuk beendet. Sonst besteht die Gefahr, dass sich sein giftiger Bierzeltschmäh endgültig totläuft. (Christoph Winder, 22.2.2026)


Wenn man jemand als Hirntoten bezeichnen kann, dann seine Wähler. Einfach ekelhaft was dieser Mann von sich gibt.
 
Verhetzung: Staatsanwaltschaft Wien will gegen Hofer ermitteln
Die Staatsanwaltschaft Wien will Ermittlungen gegen FPÖ-Mandatar Norbert Hofer aufnehmen und hat dafür beim burgenländischen Landtag um dessen Auslieferung ersucht, bestätigte eine Sprecherin am Montag auf APA-Anfrage. Es soll wegen des Verdachts auf Verhetzung ermittelt werden.

Geprüft werden soll eine Aussage des Ex-FPÖ-Chefs bei einer Demo im Juni 2020, wo er sinngemäß sagte, der Koran, das heilige Buch des Islam, sei gefährlicher als das Coronavirus. Es bestehe der Verdacht auf Verhetzung und Herabwürdigung religiöser Lehren.

Ermittlungen schon 2020
Schon 2020 wollte die Staatsanwaltschaft wegen dieser Aussage ermitteln. Der Nationalrat stimmte damals jedoch einstimmig gegen die behördliche Verfolgung des damaligen Dritten Nationalratspräsidenten. Die Abgeordneten begründeten das damit, dass ein Zusammenhang zwischen der Äußerung und der politischen Tätigkeit Hofers bestehe. Seit gut einem Jahr sitzt dieser nun aber nicht mehr im Nationalrat, sondern im burgenländischen Landtag, der nun ebenfalls über eine mögliche Auslieferung entscheiden soll.

Wörtlich soll Hofer bei einer Kundgebung der Wiener FPÖ auf dem Viktor-Adler-Markt vor rund 2.500 Besucherinnen und Besuchern gesagt haben: „Ich fürchte mich nicht vor Corona, Corona ist nicht gefährlich. Da ist der Koran gefährlicher, meine Lieben, als Corona.“

 
Typisch Krone, der Steigbügelhalter der FPÖ.
Jeder der zu einem Konzert von Grönemeyer geht, sollte seine politischen Gesinnung kennen. In jedem Konzert und Anlass gibt er ein Statement ab. Wenn sich Petzner jetzt provoziert fühlt, sollte er lieber ein Konzert der Otti Band, die ja gerade einen " Welthit" geschrieben hat, auf deren Wahlkampfbühne besuchen.

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Die Freunde Putins in Österreich

Für mich ist klar: Wer dauerhaft in Linz leben möchte, muss Deutsch lernen. Integration ist keine freiwillige Übung, sondern eine Bringschuld!
Zudem trete ich dafür ein, städtische Sozialleistungen konsequent an Deutschkenntnisse zu koppeln. Es kann nicht sein, dass Leistungen wie der Aktivpass oder eine städtische Wohnung ohne entsprechende Sprachkenntnisse und ohne einwandfreien Leumund vergeben werden. Wer Unterstützung aus Steuergeld erhält, muss auch bereit sein, seinen Beitrag zu leisten.
Ich habe eine Bemerkung zu den Deutschkenntnissen dieses Geralds gemacht

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Dann kommt dieser rassistische, ausländerfeindliche Beitrag.
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Das Gespenst von links | Die FPÖ und ihr Kampf gegen die Realität
Marlene Svazek hat Angst. Große Angst. Vor „den Linken“ in Salzburg. Ein Blick auf die Zahlen entlarvt das Drama schnell als schlechtes Theater. SPÖ, Grüne und KPÖ dümpeln zusammen bei 32 % herum. Das ist keine Machtübernahme, das ist im bürgerlichen Salzburg bestenfalls eine statistische Randnotiz.
Die Kickl-Logik | Alles ist links, was nicht bei drei auf dem Baum ist
Für Herbert Kickl und seine Gefolgschaft ist die Welt herrlich einfach. Wer nicht für die „Festung“ ist, muss ein gefährlicher Linksextremer sein.
• Andreas Babler? Ein gefährlicher Marxist, der brav ÖVP-Linien bei Kopftuchverboten und Familienzusammenführung mitträgt.
• Die Wissenschaft? Links.
• Klimaschutz? Links.
• Freie Presse? Ganz besonders links, weil sie es wagt, Fakten statt FPÖ-Presseaussendungen zu drucken.
Der „Volkskanzler“ und sein Feindbild „System“
Hinter der hysterischen Warnung vor dem Linksrutsch steckt Kalkül. Es ist die Generalabrechnung mit der Mitte. Wer für Geschlechtergerechtigkeit, Europa oder schlicht für ein funktionierendes Zusammenleben eintritt, landet im großen Topf der „Systemlinge“.
Kickl nutzt „Links“ als modisches Schimpfwort für alles, was seinem autoritären Anspruch im Weg steht. Sein „Volkskanzler“ dient nicht dem Volk, er will bestimmen, wer überhaupt zum Volk gehört. Wer widerspricht, wird weggeschrien
(Spoiler: irgendwann vermutlich auch weggesperrt.)
Die Strategie der Angst
Es geht nicht um Inhalte. Es geht um den Außenfeind, den man braucht, um die eigene Anhängerschaft bei Laune zu halten. Am Ende des Tages ist für die FPÖ sogar die Realität links, wenn sie nicht ins Parteiprogramm passt.

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