Wie die FPÖ um Bauern und Pensionisten buhlt – und warum gerade jetzt
Bislang fest in schwarzer Hand werden Landwirte und Senioren von den Freiheitlichen zunehmend umgarnt. Der Zeitpunkt ist politisch günstig – aber wird das blaue Buhlen auch aufgehen?
Wenn die FPÖ durchs Land tourt, gehört ein eigenwilliges Ensemble längst zum festen Inventar: eine Schneiderin, ein Messer- und Scherenschleifer – und ein Traktor, beladen mit Grundnahrungsmitteln. Fährt das Gefährt eines freiheitlich gesinnten Landwirts aus Niederösterreich vor, bildet sich rasch eine Schlange. Ausgegeben werden Sackerl mit Karotten, Erdäpfeln und Zwiebeln – ein Angebot, das besonders bei älteren Menschen mit kleinen Pensionen auf Resonanz stößt.
Was sich auf den blauen Veranstaltungen zeigt, spiegelt sich zunehmend auch in der politischen Strategie wider. Die FPÖ richtet ihren Fokus nämlich verstärkt auf zwei Gruppen, die bislang zur traditionellen ÖVP-Kernklientel gehören: Bauern und Pensionisten.
Bei der Nationalratswahl 2024 konnte sich die Volkspartei noch auf beide Milieus verlassen. Rund 61 Prozent der Landwirte gaben ihr die Stimme, bei den Senioren lag sie bei 30 Prozent – deutlich vor der FPÖ, die in dieser Gruppe auf 22 Prozent kam. Gerade darin liegt für die Freiheitlichen Potenzial vergraben, denn wer wachsen will, muss dort wildern, wo die Konkurrenz noch stark ist.
www.derstandard.at
Bislang fest in schwarzer Hand werden Landwirte und Senioren von den Freiheitlichen zunehmend umgarnt. Der Zeitpunkt ist politisch günstig – aber wird das blaue Buhlen auch aufgehen?
Wenn die FPÖ durchs Land tourt, gehört ein eigenwilliges Ensemble längst zum festen Inventar: eine Schneiderin, ein Messer- und Scherenschleifer – und ein Traktor, beladen mit Grundnahrungsmitteln. Fährt das Gefährt eines freiheitlich gesinnten Landwirts aus Niederösterreich vor, bildet sich rasch eine Schlange. Ausgegeben werden Sackerl mit Karotten, Erdäpfeln und Zwiebeln – ein Angebot, das besonders bei älteren Menschen mit kleinen Pensionen auf Resonanz stößt.
Was sich auf den blauen Veranstaltungen zeigt, spiegelt sich zunehmend auch in der politischen Strategie wider. Die FPÖ richtet ihren Fokus nämlich verstärkt auf zwei Gruppen, die bislang zur traditionellen ÖVP-Kernklientel gehören: Bauern und Pensionisten.
Bei der Nationalratswahl 2024 konnte sich die Volkspartei noch auf beide Milieus verlassen. Rund 61 Prozent der Landwirte gaben ihr die Stimme, bei den Senioren lag sie bei 30 Prozent – deutlich vor der FPÖ, die in dieser Gruppe auf 22 Prozent kam. Gerade darin liegt für die Freiheitlichen Potenzial vergraben, denn wer wachsen will, muss dort wildern, wo die Konkurrenz noch stark ist.
Wie die FPÖ um Bauern und Pensionisten buhlt – und warum gerade jetzt
Bislang fest in schwarzer Hand werden Landwirte und Senioren von den Freiheitlichen zunehmend umgarnt. Der Zeitpunkt ist politisch günstig – aber wird das blaue Buhlen auch aufgehen?