Aktuelles
  • Herzlich Willkommen im Balkanforum
    Sind Sie neu hier? Dann werden Sie Mitglied in unserer Community.
    Bitte hier registrieren

FPÖ (Un)Wahrheiten, Hetze und Märchen

Eine Spionagegeschichte, die zu wenig interessiert
In den ganzen Komplex um die "Russland-Connection" kommt jetzt etwas Bewegung

Es ist eigenartig – seit Jahr und Tag sammeln sich die Nachrichten rund um "Russland-Connection", die Unterwanderung österreichischer sicherheitsrelevanter Institutionen durch russische Spione und Einflussagenten. Durch Leute aus dem Sicherheitsapparat und auch solche mit einer Beziehung zur FPÖ. Doch eine breitere Öffentlichkeit scheint sich nur mäßig für das Thema zu interessieren, die Politik selbst macht kein besonderes Aufhebens von diesen brisanten Zusammenhängen. Es scheint, als sei das ein unangenehmes Thema, dass sowohl die Politik wie auch die Bürger von sich wegschieben wollen.

Oberste Ränge
Daran hat sich nun etwas geändert. Innenminister Gerhard Karner erstattete Anzeige gegen eine, inzwischen pensionierte, aber vorher nicht unwichtige Funktionärin seines Ministeriums – wegen Weitergabe des Personenverzeichnisses mit allen Daten von rund 36.300 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Innenministeriums, also überwiegend Polizeikräfte, und zwar bis in die obersten Ränge. Die Verdächtige Elisabeth P., eine frühere Personalvertreterin im Ministerium von der Fraktion Christlicher Gewerkschafter, soll dem früheren Verfassungsschützer Egisto Ott, der zurzeit wegen Verdachts der Spionage für Russland vor Gericht steht, die Daten übergeben haben. Dieser wiederum soll sie an den früheren FPÖ-Abgeordneten Hans-Jörg Jenewein weitergereicht haben, der einmal Sicherheitssprecher (!) dieser Partei war. Bei Jenewein wurde der Datenstick mit den Personendaten im Zuge einer Hausdurchsuchung gefunden.

Frau P. hatte schon früher ein Ermittlungsverfahren wegen Weitergabe der Polizei-Daten an Egisto Ott. Das wurde von der Staatsanwaltschaft Wien jedoch eingestellt. Jetzt stellt sich aber heraus, dass sie bei ihrem internen Disziplinarverfahren im Ministerium sehr wohl die Weitergabe zugegeben hatte. Das gelangte damals aber nicht zur Kenntnis der Staatsanwaltschaft. Jetzt ist das durch den Falter bekannt geworden und führte zur Anzeige von Karner.


Es gilt die Unschuldsvermutung
 
FPÖ-Mitarbeiter des Monats

Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.


Seine ärztlichen Fähigkeiten leider vergessen: Pferdedoktor der gesunde Watschen empfiehlt.

Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.
 

Anhänge

    Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.
„Das sind nur Ängste und Sorgen.“
Kaum ein Satz wird derzeit von der FPÖ häufiger benutzt, um Hetze und Ausgrenzung als vernünftige Politik zu tarnen.
Tatsächlich existieren reale Probleme. Inflation, explodierende Mieten und prekäre Arbeitsplätze sind Fakten. Politik muss hier Lösungen liefern. Das Problem beginnt jedoch dort, wo die FPÖ aus diesen Sorgen eine manipulative politische Erzählung konstruiert.
In dieser politischen Erzählung gibt es immer dieselben Sündenböcke. Flüchtlinge. Migranten. Minderheiten. Parteien und Politiker, die angeblich ein „System“ schützen und nicht für das Volk regieren.
In dem Moment, in dem komplexe Probleme auf solche Feindbilder reduziert werden, verlassen die meisten FPÖ-Anhänger den Boden der Realität.
Viele dieser Ängste entstehen nicht aus eigener Erfahrung, sondern aus der permanenten Wiederholung politischer Narrative, mit denen die FPÖ Migration und gesellschaftliche Veränderungen als Bedrohung darstellt. Wer täglich hört, das Land stehe kurz vor dem Zusammenbruch und „Eliten“ würden das Volk verraten, wird systematisch in ein Bedrohungsgefühl hineingetrieben.
Sobald ein solches Weltbild entstanden ist, stellt sich eine entscheidende Frage.
Was geschieht, wenn Fakten auftauchen, die diese Erzählung widerlegen? Was passiert, wenn Statistiken und wissenschaftliche Erkenntnisse den einfachen Parolen widersprechen?
Die Antwort ist ernüchternd. Ein großer Teil der FPÖ-Anhänger reagiert darauf nicht mit Diskussion, sondern mit Verweigerung und Beschimpfungen. Wer sich bewusst entscheidet, Informationen auszublenden, um an einem einfachen Feindbild festzuhalten, entfernt sich zunehmend von der Realität.

Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.
 
Bei allen politischen Differenzen mit der FPÖ, dachte ich zumindest bis jetzt, dass alle politischen Parteien in Österreich eines eint: das Gewalt gegen Kinder absolut abzulehnen ist.
Leider ist das nicht so: Herbert Kickl meint, dass Gewalt gegen Kinder legitim sei und den Kleinsten und Verletzlichsten in unserer Gesellschaft nicht schadet.
Gewaltanwendung ist nicht nur ein eindeutiges Zeichen von absoluter Überforderung und sicher kein respektables Verhalten, Gewaltanwendung ist zudem ein klarer Gesetzesbruch. Seit 1989 ist Gewaltanwendung als Erziehungsmittel verboten.
Das im Jahr 2026 so essentielle Kinderrechte wie ein gewaltfreies Aufwachsen in Frage gestellt werden, ist echt schockierend!
 
Jetzt ist schon wieder was passiert: Im Schloss Albeck in Kärnten findet zwischen dem 8. und 10. Mai ein Vernetzungstreffen der sogenannten „Neuen Rechten“ statt. Auf der Teilnehmerliste steht unter anderem Reinhard Teufel - er ist Büroleiter von FPÖ-Chef Herbert Kickl und FPÖ-Klubobmann in Niederösterreich. Organisiert wird das Treffen mit dem Titel „Österreich-Akademie“ von Heinrich Sickl, Herausgeber des „Freilich Magazins“. Sickl war früher in der Neonazi-Szene aktiv und später in der Grazer FPÖ sowie im Umfeld der Identitären Bewegung. Unterstützt wird die Veranstaltung unter anderem vom deutschen rechtsextremen Verleger Götz Kubitschek, der seit Jahren ähnliche Treffen organisiert. Neben Teufel sollen auch weitere FPÖ-Politiker sowie ein AfD-Abgeordneter auftreten. Ebenfalls angekündigt ist Benedikt Kaiser, einer der wichtigsten rechtsextremen Ideologen im deutschsprachigen Raum.

 
FPÖ OÖ, Manfred Haimbuchner verbreitet Unwahrheiten, ich habe nachgefragt

Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.


Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.


Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.

Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.


Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.


Ich kann leider nicht mehr auf die Seite von Herrn Haimbuchner
 

Anhänge

    Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.
Ja, einfach nur peinlich diese FPÖ-Politiker. Außer Hetze habe sie nichts drauf.
Zwischenrufe
Aufregung nach Feldmesse am Gauder Fest
Der FPÖ-Nationalratsabgeordnete Christoph Steiner soll am Sonntag bei der Feldmesse beim Gauder Fest die Predigt von Bischof Hermann Glettler gut hörbar kritisiert und gemeint haben, dass der Geistliche besser „Politiker bei den Grünen“ hätte werden sollen. Steiner wollte dies nur zu Parteikollegen gesagt haben und warf Glettler Polit-Agitation vor.

Der Zwischenruf bei der Messe in Zell am Ziller sei „zum Fremdschämen“ gewesen, empörte sich etwa ÖVP-Landtagsvizepräsident und Fügener Bürgermeister Dominik Mainusch. Der FPÖ-Nationalratsabgeordnete habe Glettler nach der Predigt von der ersten Reihe aus in Richtung Altar ein „Wärst besser grüner Politiker geworden“ zugerufen, berief sich die Online-Ausgabe der „Tiroler Tageszeitung“ zudem auch auf andere Messbesucher und berichtete auch von Zillertaler Bürgermeistern, die sich im Anschluss beim Innsbrucker Diözesanbischof entschuldigt hätten.

Stimmt so nicht (ganz) – zumindest was den unmittelbaren Adressaten betrifft, meinte hingegen Steiner selbst zur APA. Er habe vor sich hin sowie zu neben ihm sitzenden Parteikollegen in Bezug auf Glettler gesagt: „Wäre er doch besser Politiker geworden.“ Daraufhin habe jemand aus einer anderen Sitzreihe gerufen: „Aber kein G’scheiter“. Woraufhin er, Steiner, wiederum von sich gegeben habe: „Dann halt bei den Grünen.“ Geschrien oder lautstark gerufen, habe er dabei nicht. Glettler wollte auf APA-Anfrage keinen Kommentar zu der Causa abgeben.

Glettler: „Es gibt nicht die einfachen Lösungen“
In seiner Predigt, die mittlerweile auch auf der Homepage der Diözese veröffentlicht wurde, hatte der Bischof wegen der aktuellen gesellschaftlichen Spannungen für mehr Zusammenhalt appelliert. Gleichzeitig meinte Glettler: „Vorsicht vor denen, die das Blaue vom Himmel versprechen“. „‚Mit uns wird alles besser, alles gerechter. Mit uns kommt die gute alte Zeit zurück!‘ Das sind leere Worte. Und wenn dann jemand noch die Klaviatur von Neid, Hass und Verlustängsten beherrscht – gegen die Sozialbetrüger und ‚Völkerwanderer‘ – dann bitte Vorsicht: Es gibt nicht die einfachen Lösungen! Neid erzeugt Neid, Enthemmung führt zu weiterer Enthemmung und Hass produziert Hass. Wollen wir das? Gefährlich ist das Nicht-Zuhören und Drauflos-Behaupten“, erklärte der Bischof.

 
EU-Ausschuss für Aufhebung der Immunität von Vilimsky
Die Immunität des FPÖ-Delegationsleiters im EU-Parlament, Harald Vilimsky, könnte ein weiteres Mal aufgehoben werden. Der Rechtsausschuss des EU-Parlaments nahm heute einen Antrag auf Aufhebung der parlamentarischen Immunität Vilimskys mit deutlicher Mehrheit an, wie der APA aus dem Parlament bestätigt wurde.

Das Plenum des Parlaments dürfte den Antrag bereits bei seiner nächsten Sitzung Ende Mai abstimmen.

Grund für die Anfrage ist laut Vilimsky selbst die Anfertigung einer Sicherheitseingangstüre für seine Privatwohnung vor 13 Jahren, die aufgrund einer Bedrohungslage von der Partei bezahlt worden sei. „Dieser Vorgang wird nun überprüft. Ich sehe darin nichts Verwerfliches“, so Vilimsky laut schriftlicher Stellungnahme.

Immunität zuletzt 2021 aufgehoben
Das EU-Parlament hatte zuletzt im November 2021 einen „Antrag auf Aufhebung der Immunität von Harald Vilimsky“ angenommen. Dieser wurde damals von der Staatsanwaltschaft Wien beantragt. Grund war der Verdacht auf Untreue und Förderungsmissbrauch.

„Die FPÖ hat zuletzt gegen Gesetzesvorlagen zu Transparenz im EU-Parlament gestimmt – jetzt wissen wir auch, warum. Wir vertrauen auf den Rechtsstaat und fordern eine lückenlose Aufklärung“, so NEOS-EU-Delegationsleiter Helmut Brandstätter.


Der Taser-Harry.
 
Die FPÖ und der Fetisch der Vergangenheit.
Die FPÖ und ihr Parteichef Herbert Kickl betreiben eine Politik der systematischen Verklärung.
Bei fast jeder Gelegenheit beschwören sie die „gute alte Zeit“ herauf. Es ist eine Erzählung von einer Welt, die angeblich von Ordnung und Disziplin geprägt war. Doch hinter dieser nostalgischen Fassade verbirgt sich ein zutiefst reaktionäres Weltbild, das die Realität ignoriert und Fortschritte der Zivilisation gezielt angreift.
Ein besonders erschreckendes Beispiel für diese Rückwärtsgewandtheit ist das Bild der Schule von früher. Wenn Anhänger der FPÖ die „gesunde Watschn“ zurückfordern, ist das kein harmloser Wunsch nach mehr Respekt. Es ist die Forderung nach der Rückkehr staatlich legitimierter Gewalt gegen Wehrlose.
Dass Kickl solche Praktiken öffentlich positiv kommentiert, entlarvt sein Verständnis von Autorität. Körperliche Züchtigung ist keine Erziehungsmaßnahme, sondern eine Verletzung der Menschenwürde. Wer Gewalt gegen Kinder romantisiert, hat den Boden eines modernen, demokratischen Rechtsstaates verlassen. Diese Aussagen sind keine Ausrutscher, sondern politische Signale.
Diese Verklärung der Vergangenheit ist kein Zufall und kein rhetorischer Nebeneffekt. Sie ist das Fundament des politischen Projekts der FPÖ. Im Wahlprogramm „Festung Österreich“ wird genau diese rückwärtsgewandte Vorstellung in konkrete Politik übersetzt. Ein Staat, der abschottet statt gestaltet. Eine Gesellschaft, die kontrolliert statt vertraut. Eine Politik, die nicht auf Zukunft setzt, sondern auf Rückbau.
Kickl verkauft den Menschen die Illusion, man könne einfach zurück. Zurück in eine vermeintlich überschaubare Welt. Zurück in eine Zeit, in der „alles besser“ gewesen sei. Das ist nicht nur historisch falsch, es ist politisch gefährlich. Denn diese Vergangenheit war geprägt von Kaltem Krieg, atomarer Bedrohung, massiven Umweltproblemen und gesellschaftlicher Enge. Sie taugt nicht als Vorbild, sondern als Mahnung.

Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.
 
Blaue Attacken gegen Innsbrucker Bischof: Eine "Bergpredigt" entlarvt die FPÖ
Hermann Glettler sprach sich für Solidarität und gegen Neid und Hass aus, ohne Parteien zu nennen: christliche Worte, die Abgeordneten Steiner in Rage brachten

Während der NS-Zeit wurden zahlreiche Priester mit einem Predigtverbot belegt. Ziel der Diktatur war es, regimekritische Inhalte von den Ohren der Gläubigen fernzuhalten. Ungehorsamen drohten Kerker oder KZ.

Der Innsbrucker Bischof Hermann Glettler predigte am vergangenen Sonntag bei einer Feldmesse in Zell am Ziller. Anwesend waren rund 2000 Gäste des Gauder Festes, einer der größten Trachten- und Musikveranstaltungen, an der auch Gruppen aus Italien und Slowenien teilnehmen.

"Das Blaue vom Himmel"
Glettler predigte dort Liebe und "Aufmerksamkeit füreinander" und warnte vor jenen, "die das Blaue vom Himmel versprechen", die auf der "Klaviatur von Neid, Hass und Verlustängsten" spielen. Er warnte auch vor einer "gefährlichen Abschottung in den eigenen ideologischen Blasen".

Die Predigt erntete Applaus. Doch FPÖ-Nationalratsabgeordneter Christoph Steiner war empört. Warum? Hatte er sich von den Worten angesprochen gefühlt, obwohl die FPÖ nie ausdrücklich erwähnt wurde? Steiner meinte vor Ort, Glettler hätte Politiker bei den Grünen werden sollen. Der APA sagte er später, der Bischof solle seine "politische Einstellung nicht von einer Kanzel herunter predigen".

Wem das Häferl schon übergeht, wenn jemand sich für Solidarität und gegen Spaltung ausspricht, hat in der Politik nichts verloren. Wo er und seine Kameraden stehen, hat Steiner jedenfalls unmissverständlich gezeigt. Nicht, dass es daran Zweifel gegeben hätte. (Colette M. Schmidt, 5.5.2026)

 
Zurück
Oben