"Remigration" für Kinder: Der kalkulierte Ragebait der FPÖ
Letztlich geht es der FPÖ bei ihrem Versuch, den Begriff "Remigration" zu verankern, darum, ein völkisches Verständnis von Herkunft durchzusetzen
Als der Innsbrucker Gemeinderat Fabian Walch (FPÖ) die Namen der Kinder einer Innsbrucker Schule postete, dürfte er den Eklat einkalkuliert haben. Es wirkt wie ein Déjà-vu: Schon 2023 verlas sein Parteikollege Johann Tschürtz (FPÖ) im burgenländischen Landtag die Namen von Volksschülern und forderte ohne näheren Kontext die Abschiebung straffällig gewordener Asylwerber.
Mit einem Unterschied: Walch forderte zunächst "Remigration" von Schulkindern. Dass er nach Kritik an "Deportationsfantasien", wie es die SPÖ formulierte, zurückruderte und behauptete, eigentlich straffällige Ausländer und nicht Kinder gemeint zu haben, ist fadenscheinig.
Walch veröffentlichte keine Liste straffälliger Asylwerber, sondern die Namen unmündiger Kinder. Zudem ist die Abschiebung krimineller Ausländer ohnehin geltendes Recht – laut BMI passierte dies heuer bereits rund 2000mal.
Bewusst schwammig gehalten
Das Vorgehen ist nicht neu, Walch nutzt bewusst jenen Kampfbegriff, den FPÖ und AfD seit der Veröffentlichung eines Buchs des rechtsextremen Identitären Martin Sellner offensiv propagieren: "Remigration". Ihre Definition dafür bleibt bewusst schwammig, doch Sellner war eindeutig: Es ist ein Euphemismus für ethnische Homogenisierung und Massenabschiebungen – auch von Staatsbürgern.
www.derstandard.at
Letztlich geht es der FPÖ bei ihrem Versuch, den Begriff "Remigration" zu verankern, darum, ein völkisches Verständnis von Herkunft durchzusetzen
Als der Innsbrucker Gemeinderat Fabian Walch (FPÖ) die Namen der Kinder einer Innsbrucker Schule postete, dürfte er den Eklat einkalkuliert haben. Es wirkt wie ein Déjà-vu: Schon 2023 verlas sein Parteikollege Johann Tschürtz (FPÖ) im burgenländischen Landtag die Namen von Volksschülern und forderte ohne näheren Kontext die Abschiebung straffällig gewordener Asylwerber.
Mit einem Unterschied: Walch forderte zunächst "Remigration" von Schulkindern. Dass er nach Kritik an "Deportationsfantasien", wie es die SPÖ formulierte, zurückruderte und behauptete, eigentlich straffällige Ausländer und nicht Kinder gemeint zu haben, ist fadenscheinig.
Walch veröffentlichte keine Liste straffälliger Asylwerber, sondern die Namen unmündiger Kinder. Zudem ist die Abschiebung krimineller Ausländer ohnehin geltendes Recht – laut BMI passierte dies heuer bereits rund 2000mal.
Bewusst schwammig gehalten
Das Vorgehen ist nicht neu, Walch nutzt bewusst jenen Kampfbegriff, den FPÖ und AfD seit der Veröffentlichung eines Buchs des rechtsextremen Identitären Martin Sellner offensiv propagieren: "Remigration". Ihre Definition dafür bleibt bewusst schwammig, doch Sellner war eindeutig: Es ist ein Euphemismus für ethnische Homogenisierung und Massenabschiebungen – auch von Staatsbürgern.
"Remigration" für Kinder: Der kalkulierte Ragebait der FPÖ
Letztlich geht es der FPÖ bei ihrem Versuch, den Begriff "Remigration" zu verankern, darum, ein völkisches Verständnis von Herkunft durchzusetzen