Aktuelles
  • Herzlich Willkommen im Balkanforum
    Sind Sie neu hier? Dann werden Sie Mitglied in unserer Community.
    Bitte hier registrieren

Iran News....

Demo mit 250.000 Menschen in München gegen Iran-Regime
Bis zu 250.000 Menschen haben gestern nach Angaben der Polizei in München ihre Solidarität mit den Menschen im Iran gezeigt. Das waren mehr als doppelt so viele Demonstranten und Demonstrantinnen wie der Veranstalter, der Verein The Munich Circle, erwartet hatte. Unter den Teilnehmenden waren viele Exil-Iraner aus Deutschland und anderen Nationen.

Mit großem Jubel empfingen sie Resa Pahlawi, den Sohn des 1979 vertriebenen Schahs von Persien. Der 65-Jährige ist die bekannteste Stimme der Revolutionsbewegung im Iran: „Wir kämpfen für Freiheit, für Gerechtigkeit und für Gleichheit“, sagte Pahlawi und bekräftigte, den Iran in eine demokratische Zukunft mit freien Wahlen führen zu wollen.

Friedman: Missbrauch des Islam
Unter den Rednern war auch der Publizist Michel Friedman, der der iranischen Regierung vorwarf, „den Islam, den Koran zu missbrauchen“. Seit 47 Jahren würden im Iran im Namen Gottes Millionen Menschen unterdrückt. „Die Welt schaut seit 47 Jahren zu.“

 
Iran: Offen für Atom-Kompromiss mit USA bei Sanktionsaufhebung
Der Ball liege im Feld der Amerikaner, sagte der iranische Vize-Außenminister Madschid Tacht-Rawanchi

Iran/USA – Der Iran ist nach Regierungsangaben unter bestimmten Bedingungen zu Kompromissen bereit, um ein Atomabkommen mit den USA zu erreichen. Voraussetzung sei, dass die US-Regierung willens sei, über eine Aufhebung ihrer Sanktionen gegen das Land zu verhandeln, sagte Vize-Außenminister Madschid Tacht-Rawanchi dem britischen Sender BBC. Der Ball liege im Feld der Amerikaner, die beweisen müssten, dass sie eine Einigung wollten, sagte er in dem am Sonntag veröffentlichten Interview. "Wenn sie es ernst meinen, dann bin ich sicher, dass wir auf dem Weg zu einem Abkommen sind." US-Außenminister Marco Rubio hatte am Samstag gesagt, Präsident Donald Trump bevorzuge zwar eine Einigung, es sei jedoch "sehr schwer", eine mit dem Iran zu erzielen.

Für Dienstag sind Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran unter Vermittlung des Omans in Genf geplant. Anfang Februar hatten der iranische Außenminister Abbas Araghtschi, der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner über Vermittler des Omans in Maskat beraten. Die Positionen des Irans und der USA liegen weit auseinander. So will der Iran nur über sein Atomprogramm und die Aussetzung von Sanktionen sprechen. Die USA wollen die Verhandlungen jedoch ausweiten. Sie wollen zusätzlich über die ballistischen Raketen des Irans und seine Unterstützung bewaffneter Gruppen wie der Hisbollah im Libanon und der Hamas im Gazastreifen beraten.

 
Vor Atomgesprächen: Iranischer Minister traf IAEA-Chef
Vor der heutigen zweiten Runde der indirekten Atomgespräche mit den USA hat sich der iranische Außenminister Abbas Araktschi gestern in Genf mit dem Direktor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, getroffen. Araktschi schrieb auf der Plattform X von „intensiven technischen“ Gesprächen.

Grossi: „Gründliches“ Gespräch
Grossi bestätigte das Treffen mit dem Minister später und sprach von einem „gründlichen“ Gespräch im Vorfeld der „wichtigen Verhandlungen“. Die Gespräche mit den USA werden Teheran zufolge indirekt geführt werden, wie bereits in der vorherigen Runde im Oman.

Araktschi schrieb, er sei mit „realen Ideen für eine faire und gerechte“ Einigung in die Schweiz gekommen. Man werde sich keinen Drohungen unterwerfen. Die US-Delegation wird nach Angaben des Weißen Hauses vom US-Sondergesandten Steve Witkoff und vom Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, Jared Kushner, angeführt.

Iranische Militärmanöver
Die Iranischen Revolutionsgarden starteten unterdessen Manöver in der Straße von Hormus. Die Militärübungen, deren Dauer nicht angegeben wurde, dienten der Vorbereitung „potenzieller Sicherheits- und militärischer Bedrohungen“ in der strategisch wichtigen Wasserstraße, berichtete das Staats-TV.

 
Vance zu Atomstreit: Iran erkennt „rote Linien“ nicht an
Nach der zweiten Runde indirekter Verhandlungen im Atomstreit hat US-Vizepräsident JD Vance dem Iran vorgeworfen, von Präsident Donald Trump formulierte „rote Linien“ nicht anzuerkennen. Die Gespräche in Genf seien „in mancher Hinsicht“ gut verlaufen, sagte Vance gestern.

Beide Seiten hätten vereinbart, die Gespräche fortzusetzen. „In anderer Hinsicht war es aber sehr deutlich, dass der Präsident einige rote Linien gezogen hatte, die die Iraner noch nicht wirklich anerkennen und abarbeiten wollen“, sagte Vance.

„Wir werden weiter daran arbeiten“, kündigte Vance in einem Interview im Fernsehsender Fox News an. „Aber natürlich behält sich der Präsident das Recht vor zu sagen, wann die Diplomatie seiner Ansicht nach ihr natürliches Ende erreicht hat“, warnte der US-Vizepräsident. „Wir hoffen, dass es nicht so weit kommt, aber wenn doch, dann liegt die Entscheidung beim Präsidenten.“

Zu „Leitprinzipien“ einig
Vertreter des Iran und des Vermittlers Oman hatten sich nach der zweiten Runde indirekter Verhandlungen am Dienstag in Genf positiv geäußert. Es habe eine Einigung über einen „Satz von Leitprinzipien“ gegeben, der den Weg für ein Abkommen ebnen könnte, sagte der iranische Außenminister Abbas Araktschi nach dem Treffen. Omans Außenminister Badr Albusaidi sprach von „guten Fortschritten“.

 
Grossi: „Nicht viel Zeit“ für Atomgespräche mit Iran
Nach einer zweiten Runde indirekter Atomgespräche zwischen dem Iran und den USA hat der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, von einem „Schritt nach vorn“ gesprochen und zugleich zur Eile gemahnt. „Wir haben Fortschritte gemacht, aber es gibt noch viel zu tun, und das Problem ist, dass wir nicht viel Zeit haben“, sagte Grossi dem französischen Fernsehsender LCI. „Es besteht die Möglichkeit eines Dialogs, der nun zum ersten Mal wirklich Gestalt annimmt.“

Erstmals werde über „konkrete Dinge“ gesprochen. Er sehe „auf beiden Seiten den Willen, eine Einigung zu erzielen“, aber eine solche Einigung sei „ungeheuer komplex“. Die USA und der Iran hatten Anfang Februar unter Vermittlung des Oman die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm wieder aufgenommen. Eine zweite Runde indirekter Gespräche hatte gestern in Genf stattgefunden.

Nach den Gesprächen hatte der Iran erklärt, Teheran und Washington hätten sich auf eine Reihe von Leitprinzipien für ein mögliches Abkommen geeinigt. Zuvor hatte sich Teheran bereit für eine „Überprüfung“ seines Atomprogramms durch die IAEA gezeigt. US-Vizepräsident JD Vance hatte allerdings betont, dass weiterhin Meinungsverschiedenheiten bestünden.

Medien: USA für Angriff bereit
Angesprochen auf Abwägungen von US-Präsident Donald Trump zu einem möglichen militärischen Vorgehen gegen den Iran sagte US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt, es gebe viele Argumente, die man für einen Angriff anbringen könnte. Zugleich bekräftigte sie aber, dass Diplomatie immer die erste Wahl Trumps sei. Für den Iran wäre es „sehr klug“, ein Abkommen mit dem US-Präsidenten zu treffen, sagte Leavitt.

 
Trump und der Iran: Auch ein "Madman" braucht einen Plan
Die USA bauen eine Drohkulisse vor dem Iran auf, die ihresgleichen sucht. Was nicht absehbar ist, ist der Plan für den Tag danach

Es gebe "viele Argumente für einen Angriff auf den Iran", teilte das Weiße Haus am Mittwoch über Sprecherin Karoline Leavitt mit. Das mag sein. Für Präsident Donald Trump muss aber wohl eines besonders im Zentrum stehen: seine Glaubwürdigkeit als Präsident und "Dealmaker".

Ein guter Teil der Außenpolitik Donald Trumps ist darauf aufgebaut, dass ihm Gegner im Zweifel jeden Irrsinn zutrauen. "Madman-Strategie" hieß das im Kalten Krieg, Trump verkörpert sie seit Jahren in seinem Handeln.

Gern wäre er Dealmaker des Jahrtausends, seine narzisstische Sehnsucht gilt dem Friedensnobelpreis. Doch um seine oft weit über die Schmerzgrenze von Verhandlungspartnern hinausgehenden Forderungen Nachdruck zu verleihen, braucht er sein schlagkräftiges Militär. Ein "Madman", der nie zuschlägt, löst keinen Schrecken aus.

Viele Warnungen
Der US-Präsident hatte die iranischen Anti-Regime-Demonstranten im Jänner tagelang zu weiteren Protesten ermutigt und ihnen baldige Hilfe versprochen. Passiert ist nichts dergleichen, indes sind Tausende der Protestierenden getötet worden, teils offenbar nach Folter oder auf andere bestialische Weise. Zehntausende sollten mindestens noch in Haft sein.

Im Iran ist das für den Präsidenten ein Dilemma. Bis zum Wochenende wird er die größte US-Streitmacht im Nahen Osten seit 2003 zusammengezogen haben, heißt es in US-Medien. Einen großen und vor allem langen Krieg scheut er aber. Das Risiko, dass genau dieser im Fall eines Angriffs ausbricht, ist aber groß.

 
Möglicher Angriff auf Iran
US-Militär in Stellung gebracht
Nach den jüngsten Atomverhandlungen häufen sich Hinweise auf einen möglicherweise bald bevorstehenden Angriff der USA auf den Iran. Das US-Militär sei im Nahen Osten umfassend in Stellung gebracht worden, sodass ein Angriff bereits am Wochenende möglich wäre, berichteten US-Medien. Entschieden sei aber noch nichts. US-Präsident Donald Trump drohte Teheran am Donnerstag erneut.

Der US-Sender CBS News zitierte informierte Quellen, wonach ranghohe nationale Sicherheitsbeamte Trump mitgeteilt hätten, dass das Militär für einen baldigen Angriff bereit sei. Das US-Nachrichtenportal Axios zitierte ebenfalls namentlich nicht genannte Quellen, wonach die US-Regierung näher vor einem großen Krieg stehe, als den meisten Amerikanern bewusst sei.

Unisono berichteten US-Medien, Trump habe bisher keinen Hinweis darauf gegeben, wie er vorgehen will. Das Weiße Haus wäge derzeit die „Risiken einer Eskalation und die politischen und militärischen Folgen einer Zurückhaltung“ ab, berichtete CBS.

Trump-Drohung
„Es hat sich im Laufe der Jahre gezeigt, dass es nicht einfach ist, ein sinnvolles Abkommen mit dem Iran zu schließen. Wir müssen ein sinnvolles Abkommen schließen, sonst passieren schlimme Dinge“, sagte Trump am Donnerstag. Washington werde möglicherweise „einen Schritt weiter gehen müssen“, falls keine Einigung mit Teheran erzielt werde, sagte Trump und ergänzte: „Sie werden es wahrscheinlich in den nächsten zehn Tagen herausfinden.“

 
Zurück
Oben