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Iran News....

London schickt Luftabwehrsysteme in mehrere Golfstaaten
Großbritannien entsendet Luftabwehrsysteme für Kurzstreckenraketen zum Schutz seiner Verbündeten in mehrere Golfstaaten. Die Systeme sollten „rasch“ an Bahrain geliefert werden, sagte der britische Premierminister Keir Starmer gestern in einem Parlamentsausschuss in London. Auch Kuwait und Saudi-Arabien würden beliefert.

Großbritannien hat den USA auch die Nutzung britischer Militärbasen für den Krieg gegen den Iran erlaubt.

Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen den Iran-Krieg begonnen. Teheran reagiert seitdem mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion. Unter anderem beschoss die iranische Seite Ölanlagen in mehreren Ländern der Golfregion sowie Öltanker.

 
Selenskyj: Russland hilft Iran mit Geheimdienstinfos
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft Russland vor, den Iran-Krieg durch die Weitergabe von Geheimdienstinformationen zu verlängern. Es gebe weitere Belege dafür, dass Russland der iranischen Führung weiterhin mit Geheimdienstinformationen helfe, sagte er gestern in seiner abendlichen Videobotschaft unter Berufung auf den ukrainischen Militärgeheimdienst HUR. Details nannte er nicht.

Auch der Geheimdienst SBU erstattete Selenskyj demzufolge Bericht. Der russische Krieg dürfe nicht von der geopolitischen Lage und solchen Krisenölpreisen profitieren, sagte der ukrainische Präsident. Er dankte den Soldaten für ihre „Treffsicherheit“ bei Angriffen auf die russische Ölindustrie, die wichtig für Moskaus Kriegskasse ist. Selenskyj sprach auch von guten Ergebnissen des SBU an der Front und beim Vorgehen gegen russische Spionagenetzwerke.

 
Trumps Kehrtwende wirft neue Fragen auf
Kurz vor Ablauf eines Ultimatums gegen den Iran hat US-Präsident Donald Trump dieses am Montag überraschend um fünf Tage verschoben. Als Grund dafür gab er „produktive“ Gespräche mit dem Iran an – mit wem diese geführt worden sein sollen, sagte er nicht. Der Iran hingegen dementierte jeden Kontakt, lediglich eine Anfrage der USA habe es gegeben, diese sei aber noch nicht erwidert worden. Trumps Kehrtwende wirft nun neue Fragen auf.

Einmal mehr stellt sich die Frage nach Trumps Iran-Strategie, wenn er nun über Verhandlungen spricht. Die widersprüchlichen Signale – erst Drohungen, dann Gesprächsbereitschaft – könnten darauf hindeuten, dass sich Washington Spielraum eröffnen will. Ob es sich um ein Vorgehen mit der wirklichen Absicht in Richtung Verhandlungen oder schlicht nur politische Rhetorik handelt, bleibt offen.

Zuvor war der US-Präsident auch vom erst am Samstag gestellten Ultimatum gegen den Iran abgerückt, wonach ursprünglich bereits in der Nacht auf Dienstag Angriffe auf Kraftwerke und Energieinfrastruktur folgen sollten, wenn Teheran die Straße von Hormus nicht wieder für den Schiffsverkehr freigebe. Der Iran lässt derzeit kaum Schiffe durch die Meerenge.

Netanjahu spricht über Trumps Vorstellung
Zugleich berichtete das Nachrichtenportal Axios, dass US-Vizepräsident JD Vance am Montag in einem Telefonat mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu Möglichkeiten zur Eröffnung von Verhandlungen mit Teheran ausgelotet habe. Dabei sollen auch Komponenten einer möglichen Übereinkunft diskutiert worden sein, die den gemeinsamen Krieg gegen den Iran beenden könnten.

 
Trump spricht von Deal, Iran widerspricht – fünf Tage Aufschub und ein Krieg ohne klare Linie
Teheran – Donald Trump setzt ein neues Zeitfenster und nennt es Chance. Fünf Tage, in denen keine Angriffe auf iranische Kraftwerke erfolgen sollen. Fünf Tage, in denen sich entscheiden könnte, ob dieser Krieg eine weitere Eskalation erlebt oder ob Gespräche doch einen Weg öffnen. Gleichzeitig behauptet der Präsident, Iran wolle „einen Deal machen“. In Teheran weist man das entschieden zurück.

Die Aussagen stehen frontal gegeneinander. Trump spricht von Kontakten, von Gesprächen mit einem „respektierten“ iranischen Vertreter. Er nennt Namen nicht, bleibt vage, deutet aber an, dass seine Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner bereits verhandeln. Iran reagiert sofort. Außenministeriumssprecher Esmail Baghaei erklärt über die staatliche Nachrichtenagentur IRNA, es habe keinerlei Gespräche mit den USA gegeben. Parlamentspräsident Mohammad Bagher Qalibaf geht weiter und spricht offen von „Fake News“, die gezielt eingesetzt würden, um Öl- und Finanzmärkte zu beeinflussen.

 
Generalleutnant a. D. Mark Hertling analysiert die Risiken eines US-Angriffs auf die iranische Energieinfrastruktur und erklärt, wie solche völkerrechtswidrigen Handlungen letztlich vor internationalen Gerichten wie in Den Haag landen können.
Generalleutnant Mark Hertling (US Army, im Ruhestand) ist ein Militäranalyst und ehemaliger Kommandeur der US-Armee in Europa

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Trumps Kehrtwende – Hinter den Kulissen wächst der Druck zur Pause
Donald Trump stellt sein eigenes Ultimatum zurück. Noch am Wochenende drohte er damit, iranische Kraftwerke zu zerstören, sollte die Straße von Hormus nicht binnen 48 Stunden geöffnet werden. Zwei Tage später zieht er die Drohung zurück und setzt stattdessen auf Gespräche. Auslöser sind diskrete Kontakte über mehrere Staaten im Nahen Osten, die parallel zu den öffentlichen Drohungen liefen. In Riad treffen sich Außenminister aus Ägypten, Saudi-Arabien, Türkei und Pakistan, doch ein Problem bleibt: In Teheran fehlt ein klarer Ansprechpartner. Nach dem Tod von Ali Laridschani ist die Machtlage unübersichtlich, Entscheidungen laufen stärker über die Revolutionsgarden. Genau dort gelingt es ägyptischen Vermittlern, einen ersten Zugang zu schaffen. Vorgeschlagen wird eine fünftägige Pause der Angriffe, um überhaupt Vertrauen aufzubauen. Diese Idee erreicht Washington – und verändert die Lage. Trump stoppt geplante Schläge und gibt der Diplomatie Zeit. An den Märkten sorgt das sofort für Bewegung, Aktien steigen, Öl fällt deutlich.

Doch hinter den Kulissen bleibt die Distanz groß. Teheran fordert Garantien gegen neue Angriffe und Entschädigungen für Schäden, während die USA weiterhin das Atomprogramm, Raketen und regionale Netzwerke ins Zentrum stellen. Gleichzeitig laufen Planungen für ein mögliches Treffen in Pakistan oder der Türkei. Namen für die Delegationen stehen im Raum, aber nichts ist fest. Auch die Straße von Hormus bleibt Streitpunkt. Iran will Kontrolle und Gebühren, die Golfstaaten lehnen das strikt ab. Parallel verstärken die USA ihre militärische Präsenz in der Region, was zeigt, dass Gespräche und Druck gleichzeitig laufen. In Teheran selbst wird öffentlich jede Verhandlung abgestritten. Führende Politiker sprechen von Manipulation der Märkte und fordern Vergeltung. Trotzdem laufen über Katar, Oman, Frankreich und Großbritannien weitere Kontakte. Das Ergebnis ist offen. Klar ist nur: Die Entscheidung für eine Pause kam nicht aus Überzeugung allein, sondern aus einer Mischung aus politischem Druck, wirtschaftlichen Folgen und der realen Aussicht, dass der Konflikt außer Kontrolle gerät.

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Jüngstes Kriegsziel ist die Öffnung der Straße von Hormus für die Öltanker - die Straße ist aber nur wegen des Krieges überhaupt zu. Ging es doch nur um die Epstein-Akten?

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Iran: Neuer Generalsekretär für Sicherheitsrat ernannt
Nach der Tötung von Ali Laridschani ist im Iran ein neuer Generalsekretär für den mächtigen Nationalen Sicherheitsrat ernannt worden.

Mohammad Bagher Solghadr, ein Brigadegeneral im Ruhestand, wurde nach Zustimmung durch die Staatsführung und per Erlass durch den Präsidenten für das Amt ernannt, berichteten iranische Medien heute. Sie bezogen sich dabei auf ein Posting von Mehdi Tabatabai, Vizekommunikationschef im Präsidialamt, auf der Plattform X.

Über Solghadr ist wenig bekannt. Er wurde Mitte der 1950er geboren und ist ein Veteran des Iran-Irak-Kriegs (1980–1988). Seine militärische Karriere absolvierte er bei der mächtigen Revolutionsgarde. Zuletzt war er ein führendes Mitglied des Schlichtungsrats, eines einflussreichen Schiedsorgans im iranischen Machtapparat.

Gremium für strategische Entscheidungen
Als Favorit für den Posten im Sicherheitsrat galt eigentlich Said Dschalili, ein erzkonservativer Politiker. Er gehört zur Fraktion der Fundamentalisten. Israel hatte den bisherigen Generalsekretär Laridschani vor einer Woche bei einem gezielten Luftangriff im Osten von Teheran getötet.

 
Israel und die USA müssen den Krieg im Iran gewinnen
Europa sollte sich an der Sicherung der Straße von Hormus beteiligen. Im Golfkrieg steht wirtschaftlich, politisch, moralisch und militärisch viel auf dem Spiel
Gut drei Wochen nach dem israelisch-amerikanischen Angriff gegen das Mullahregime im Iran ist ein rasches Ende des Krieges nicht abzusehen. Die EU-Regierungschefs haben beim Gipfel vergangene Woche zur Deeskalation aufgerufen. Sie zittern vor steigenden Öl- und Gaspreisen. Aber nach Zurückhaltung sieht es nicht aus. Mehrere Golfstaaten haben die USA zuletzt gebeten, „den Job abzuschließen“, sprich: den Iran zu entwaffnen.

Das deckt sich mit den Zielen der Regierung in Israel, die von der Opposition und der großen Mehrheit der Bevölkerung unterstützt werden. Sie werden vom Iran samt seinen Vasallen von Hisbollah, Hamas bis Huthi seit Jahr und Tag mit Raketen und Drohnen beschossen. Nicht nur das Massaker vom Oktober 2023, auch der Beschuss am Krieg nicht beteiligter Golfstaaten, die Angriffe auf die internationale Schifffahrt an der Meeresstraße von Hormus, verändern gerade viele Sichtweisen.

Unterschiedliche Einschätzungen
Die Einschätzungen, wie der Krieg ausgehen wird, könnten nicht unterschiedlicher sein. Die einen hoffen, dass dem Terror der Theokraten in Teheran nach 47 Jahren endlich ein Ende gesetzt wird. Das eint Israelis mit der Mehrheit der Iraner. Die anderen befürchten, dass es damit erst richtig losgehen wird, wenn sich die Führung im Iran an der Macht halten sollte.

 
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