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Iran News....

Export eingebrochen, Lager voll – Iran könnte Ölfelder für immer verlieren
Die Öl-Lagerkapazitäten im Iran werden knapp. Alte Tanker werden nun als Lager genutzt. Wird noch mehr Druck aus den Bohrfeldern genommen, könnten diese verwässern

Mit der Blockade der Straße von Hormus hatte der Iran deutlich gezeigt, wie viel Druck auf die Weltwirtschaft ausgeübt werden kann. Solange der Iran jedoch ein paar seiner eigenen Schiffe durchfahren hat lassen, konnte das Land Öl-Einnahmen generieren. Dass nun wiederum aber die USA die Meerenge blockieren, wird auch für den Iran zu einer zunehmenden Bedrohung. Der Grund liegt in den Öl-Lagerkapazitäten des Iran, die nahezu erschöpft sind. Nun soll der rostige Tanker "Nasha" helfen, berichtet n-tv. Der 1996 gebaute Tanker soll wieder in Betrieb genommen und mit rund zwei Millionen Barrel (je 159 Liter) Öl beladen werden. Das Schiff wird damit zu einem schwimmenden Öl-Lager.

Kann der Iran sein Öl nicht in die Welt verschiffen und auch nicht mehr lagern, könnte das dramatische Folgen für die Ölfelder haben. Denn bei einem Ölfeld kann der Bohrdruck nicht unendlich zurückgeschraubt werden. Wird der Druck zu gering oder die Förderung gar ganz gestoppt, kann das Ölfeld verwässert werden. Das hat eine geologische Ursache: aufgrund des sinkenden Bohrdrucks (oder Förderstopps) kann Wasser aus tieferen Schichten nach oben drücken und die Ölquelle im wahrsten Sinne des Wortes verwässern.

Ist das passiert, lässt sich dieser Prozess oft nicht mehr umkehren. Technisch sei es zwar möglich, aber sehr aufwendig und teuer, beschreibt n-tv. Ein Problem wird das bei älteren Ölfeldern und für den Iran vor allem auch, weil aufgrund der jahrelangen westlichen Sanktionen die Bohrtechnologie im Iran als veraltet gilt. Irans Riesen-Felder im Südwesten des Landes werden bereits seit mehr als 50 Jahren ausgebeutet, in ihnen ist die Gefahr der Verwässerung besonders groß. Wenn hier der Druck abfällt, könnte das Land auf einen Schlag seine wichtigsten Förderquellen verlieren.

 
Pentagon: Krieg kostete bisher 25 Mrd. Dollar
Der Iran-Krieg hat die Vereinigten Staaten nach Angaben eines hochrangigen Pentagon-Mitarbeiters bisher circa 25 Milliarden US-Dollar (knapp 21,4 Mrd. Euro) gekostet. Das seien schätzungsweise alle Ausgaben, die seit Beginn der „Operation Epic Fury“ angefallen seien, sagte Jules W. Hurst III gestern bei einer Anhörung des Repräsentantenhauses. Der größte Teil davon sei für Munition aufgewendet worden.

Hurst kündigte an, dass das Pentagon über das Weiße Haus einen Nachtragshaushalt beantragen werde, „sobald uns eine vollständige Einschätzung der Kosten des Konflikts vorliegt“. Dem Nachrichtenportal Politico zufolge hatte Hurst zuvor gesagt, dass die erste Woche des Iran-Krieges elf Milliarden Dollar an Kosten verursacht habe.

Hegseth verteidigt Vorgehen
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth verteidigte unterdessen den Krieg im Iran vor dem Kongress mit scharfen Worten. Er weist die Darstellung zurück, die US-Truppen steckten in dem unpopulären Konflikt in einer ausweglosen Situation fest.

„Sie nennen es einen Sumpf und liefern unseren Feinden damit Propagandamaterial? Schämen Sie sich für diese Aussage“, sagte Hegseth vor dem Streitkräfteausschuss des Repräsentantenhauses mit Blick auf die Demokraten.

 
Trump: Iran-Gespräche laufen telefonisch
US-Präsident Donald Trump hat erklärt, dass die Verhandlungen mit dem Iran derzeit telefonisch geführt werden. Man verzichte auf zeitaufwendige persönliche Treffen, auch wenn er diese bevorzuge, sagte Trump gestern im Weißen Haus.

Es sei „lächerlich“ 18 Stunden zu fliegen, um am Ende absehbar unbefriedigende Ergebnisse zu erhalten. Zwar habe es Fortschritte gegeben, ein Durchbruch sei aber noch nicht erreicht, sagte er. Eine Einigung werde es nur geben, wenn Teheran vollständig auf Atomwaffen verzichte.

Auf die Frage, ob dafür aus seiner Sicht zusätzlicher militärischer Druck nötig werden könnte, zeigte sich Trump unentschlossen. „Ich weiß es nicht“, sagte er. Das hänge davon ab, wie weit der Iran in den Gesprächen gehe.

Trump will Druck aufrechterhalten
Nach Informationen des US-Portals Axios will Trump den Druck aufrechterhalten. Einen iranischen Vorschlag, zunächst die Seeblockade zu lockern und Gespräche über ein Abkommen zum Atomprogramm später zu führen, lehne er ab.

 
Iranische Wirtschaft erreicht „Tiefpunkt“
Der Krieg, den die USA und Israel Ende Februar gegen den Iran begonnen hatten, kommt der iranischen Wirtschaft teuer zu stehen: Zahlreiche Menschen wurden infolge arbeitslos, die bereits zuvor hohen Lebenshaltungskosten stiegen weiter. Der Wirtschaftsexperte Mahdi Ghodsi sah die Wirtschaftstätigkeit im Gespräch mit ORF.at auf einem „Tiefpunkt“. Eine baldige Besserung ist nicht in Sicht: Wie das „Wall Street Journal“ („WSJ“) am Dienstag berichtete, soll US-Präsident Donald Trump eine längere Blockade des Iran vorbereiten lassen.

Trump wolle den Druck auf die iranische Wirtschaft und die Ölexporte aufrechterhalten, indem der Schiffsverkehr von und zu den Häfen des Landes unterbunden werde, berichtete die Zeitung unter Berufung auf US-Regierungsvertreter. Verhandlungen über eine Beendigung des Konflikts kamen zuletzt nicht voran. Trump gab wiederum an, dass der Iran die USA über einen drohenden Zusammenbruch des Landes informiert haben soll.

Die verheerende Wirtschaftslage hatte schon Ende Dezember und Anfang Jänner – also vor Kriegsbeginn – regierungskritische Proteste ausgelöst. In Teheran gingen wütende Händler, die bis dahin als Stütze des Regimes galten, spontan auf die Straße. Später weiteten sich die Proteste auf weite Landesteile aus. Die Behörden gingen mit Brutalität dagegen vor: Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen wurden dabei Tausende Menschen getötet.

 
Medien: US-Flugzeugträger soll Nahen Osten verlassen
Der größte Flugzeugträger der US-Marine, die „USS Gerald R. Ford“, soll Medienberichten zufolge bald den Nahen Osten verlassen. In den kommenden Tagen werde er in Richtung USA aufbrechen, berichtete in der Nacht auf heute unter anderem die „Washington Post“ unter Berufung auf mehrere US-Beamte.

Der monatelange Einsatz auf See habe seine Spuren hinterlassen – zurück im Hafen werde das Schiff voraussichtlich umfangreiche Reparaturen und Wartungsarbeiten durchlaufen, schrieb die Zeitung. Der Schritt würde die militärische Schlagkraft der USA im Krieg mit dem Iran schwächen – zu einem Zeitpunkt, zu dem zwar eine Waffenruhe gilt, eine baldige Verhandlungslösung aber nicht in Sicht ist.

Die USA hatten ihre Militärpräsenz in der Region erst jüngst mit dem Flugzeugträger „USS George H.W. Bush“ aufgestockt. Erstmals seit 2003 seien damit drei US-Flugzeugträger gleichzeitig im Nahen Osten im Einsatz, hieß es vergangene Woche vom zuständigen US-Regionalkommando (CENTCOM).

Diese umfassten zusammen über 200 Flugzeuge und 15.000 Matrosen und Marineinfanteristen. Neben den beiden Flugzeugträgern war auch die „USS Abraham Lincoln“ in Richtung Iran verlegt worden. Die „USS Gerald R. Ford“ war nach Angaben des US-Militärs zuletzt im Roten Meer im Einsatz.

 
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