Aktuelles
  • Herzlich Willkommen im Balkanforum
    Sind Sie neu hier? Dann werden Sie Mitglied in unserer Community.
    Bitte hier registrieren

Iran News....

IAEA verlangt von Iran Offenlegung von Atombeständen
Das Lenkungsgremium der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) macht Druck auf Teheran wegen mangelnder Informationen zu den Uranbeständen im Iran.

Es sei „unerlässlich und dringend“, dass die Islamische Republik ihre Vorräte an nuklearem Material vollständig offenlege, forderte der Gouverneursrat der IAEA in Wien in einer Resolution. Die USA, Deutschland, Frankreich und Großbritannien hatten die Resolution initiiert. Darin verlangt der Gouverneursrat auch, dass der Iran IAEA-Inspektoren Zugang gewähren solle.

Damit soll sichergestellt werden, dass kein nukleares Material für militärische Zwecke abgezweigt wird, wie aus dem Text hervorgeht. Die IAEA bekräftigte auch ihre Drohung, den UNO-Sicherheitsrat in New York einzuschalten, sollte Teheran weiterhin nicht kooperieren.

Seit Monaten Blockade von Inspektionen

 
US-Militär meldet neue Angriffe auf Iran
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben auf Befehl von US-Präsident Donald Trump mit neuen Angriffen auf mehrere Ziele im Iran begonnen. „Die Angriffe sind eine Reaktion auf die ungerechtfertigte und anhaltende Aggression des Iran“, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando CENTCOM gestern Nacht (MESZ) auf der Plattform X mit.

CENTCOM bezeichnete diese als „Selbstverteidigungsschläge“. Kurz zuvor hatte Trump bereits weitere Angriffe angekündigt.

Iranische Staatsmedien meldeten Explosionen an der Südküste. Wie die Nachrichtenagentur IRNA und der Rundfunk übereinstimmend berichteten, wurden Explosionen nahe den Städten Minab und Sirik beobachtet. In der vergangenen Nacht hatte das US-Militär in Sirik am Golf von Oman Angriffe geflogen.

Unklarheit über Straße von Hormus
Der Iran schloss nach den US-Angriffen laut eigenen Angaben die Straße von Hormus für die Durchfahrt jeglicher Schiffe. Das oberste iranische Militärkommando teilt mit, dass die Anordnung auch Öltanker und Handelsschiffe umfasse. Jedes Schiff, das eine Durchfahrt versuche, werde beschossen, meldet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf das Militär. Iranischen Medien zufolge seien bereits zwei Schiffe getroffen worden, die das Verbot missachtet und eine Durchfahrt durch die Meerenge versucht hätten.

 
Trump: „Geheime“ Ölmission in Straße von Hormus
Das US-Militär hat laut US-Präsident Donald Trump Öltanker und andere Handelsschiffe in „geheimer Mission“ dabei unterstützt, die Straße von Hormus zu durchqueren. Er habe das im Vormonat angeordnet, schrieb Trump gestern auf seiner Plattform Truth Social, ohne genauere Angaben zur Unterstützung zu machen.

Trump schrieb weiter, dass mehr als 200 Handelsschiffe die Meerenge sicher durchquert hätten. Eine unabhängige Bestätigung für seine Angaben gab es vorerst nicht.

„Heute freue ich mich, bekanntzugeben, dass diese Bemühungen dazu geführt haben, dass mehr als 100 Millionen Barrel Öl die Straße durchquert haben und auf den freien Markt gelangt sind.“ Nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) wurden im vergangenen Jahr im Schnitt 20 Millionen Barrel an Rohöl und Ölprodukten pro Tag durch die Meerenge transportiert.

„Überaus erfolgreicher Einsatz“
Zuvor hatte der US-Präsident im Weißen Haus bereits vor Reportern vage von dem US-Vorgehen gesprochen und gesagt, dass er nun darüber rede, weil der Iran es herausgefunden habe. „Dieser überaus erfolgreiche Einsatz ist darauf zurückzuführen, dass die Vereinigten Staaten von Amerika die Straße von Hormus kontrollieren – nicht der Iran“, behauptete Trump auf Truth Social.

 
Wir verhandeln mit Bomben

In der zweiten Nacht greift das amerikanische Militär den Iran an, diesmal ohne Anlass, nur um Teheran an den Verhandlungstisch zu zwingen. Ein Präzisionsschlag zerstört einen Trinkwasserspeicher, und die Vereinten Nationen nennen die Waffenruhe ein bloß vermindertes Feuer!
Zum zweiten Mal binnen vierundzwanzig Stunden hat das amerikanische Militär in der Nacht zum Donnerstag den Iran angegriffen, und diesmal nannte niemand mehr einen Anlass. Präsident Trump hatte zuvor gewarnt, Teheran werde den Preis zahlen, weil seine Führung sich zu lange Zeit lasse mit dem Verhandeln. Verteidigungsminister Pete Hegseth, vor Reportern auf dem Luftwaffenstützpunkt MacDill in Tampa, sprach es offen aus. Wenn man mit Bomben verhandeln müsse, sagte er, dann verhandle man mit Bomben, und niemand auf der Welt könne das besser.

Damit ist gesagt, was sonst verschwiegen wird. Der Krieg gilt hier nicht als das Versagen des Gesprächs, sondern als seine Fortsetzung mit anderen Mitteln, und die anderen Mittel sind die einzigen, die noch gebraucht werden. Trump und Hegseth ließen am Mittwoch keinen Zweifel, die neuen Schläge seien nicht Vergeltung für eine bestimmte Tat, sondern Druck, damit Teheran einem Frieden zu Trumps Bedingungen zustimme. Ein Frieden, den man mit Bomben erzwingt, trägt seinen Widerspruch in sich.


Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.
 
Der Blick ins Dunkel – Die Atomaufsicht verlangt Antworten von Iran!
Während Raketen fliegen und die Diplomatie um jeden Atemzug ringt, versucht eine Institution, an einem anderen Maßstab festzuhalten: Kontrolle. Der Gouverneursrat der Internationalen Atomenergiebehörde hat Iran am Mittwoch mit deutlicher Mehrheit aufgefordert, wieder vollständig mit den Inspektoren zusammenzuarbeiten, vollständige Angaben über seine Bestände an hoch angereichertem Uran zu machen und den Zugang zu den betroffenen Nuklearanlagen zu ermöglichen. Einundzwanzig der fünfunddreißig Mitgliedstaaten stimmten in Wien dafür, Russland, China und Niger dagegen, zehn enthielten sich. Eingebracht wurde der Text von Frankreich, Großbritannien, Deutschland und den Vereinigten Staaten. Der Beschluss fällt in einen Moment, in dem die Kontrolle selbst zum politischen Streit geworden ist. Seit den Angriffen auf iranische Atomanlagen im Juni 2025 haben Inspektoren der Behörde nach eigenen Angaben keinen Zugang mehr zu den betroffenen Standorten erhalten. Damit fehlt der IAEA bis heute die Möglichkeit, den Zustand jener Bestände unabhängig zu überprüfen, die nur noch einen technischen Schritt von waffenfähigem Material entfernt liegen. Nach Angaben der Behörde verfügt Iran über 440,9 Kilogramm Uran mit einem Anreicherungsgrad von bis zu 60 Prozent. Behördenchef Rafael Grossi warnte zuletzt, diese Menge könne theoretisch für bis zu zehn Kernwaffen ausreichen, betonte jedoch zugleich, daraus folge nicht, dass Iran tatsächlich über solche Waffen verfüge.

Teheran weist die Vorwürfe zurück und bezeichnet das Programm weiterhin als ausschließlich friedlich. Der iranische Botschafter bei der IAEA, Reza Najafi, kritisierte die Resolution scharf und warf den westlichen Staaten vor, die tatsächliche Sicherheitslage auszublenden. Unter den Bedingungen von Angriffen und fortbestehenden Drohungen seien normale Kontrollen praktisch zerstört worden. Iran habe den Inspektoren Zugang zu allen nicht betroffenen Anlagen gewährt, erklärte er, die Resolution verschweige diese Zusammenarbeit vollständig. Gleichzeitig hält die Behörde daran fest, dass seit Jahren offene Fragen zu Uranfunden an nicht gemeldeten Standorten unbeantwortet geblieben seien. Nach westlicher Lesart könnten diese Spuren Hinweise auf frühere militärische Aktivitäten liefern. Noch bleibt der Schritt zum Sicherheitsrat der Vereinten Nationen aus. Genau diese Schwelle überschritt die internationale Gemeinschaft zuletzt 2006. Doch der Text aus Wien enthält eine deutliche Warnung: Der Gouverneursrat erklärt ausdrücklich, zu weiteren Maßnahmen bereit zu sein und über Zeitpunkt und Inhalt eines möglichen Verstoßberichts an den Sicherheitsrat zu entscheiden. Während draußen über Waffenstillstände gesprochen wird, läuft im Hintergrund längst ein anderer Countdown – der, ob Kontrolle noch möglich ist oder ob niemand mehr sicher sagen kann, was sich hinter den verschlossenen Toren befindet.
 
Zwischen den USA und dem Iran tobt ein sinnloser Machokrieg
Trump und die Machthaber in Teheran wollen den Konflikt dringend beenden, aber auch als Sieger erscheinen. Das geht nur, wenn man immer zurückschlägt

Jeder Krieg ist letztlich sinnlos, aber manche Kriegshandlungen sind noch sinnloser als andere. Schon lange versuchen die USA und der Iran, ihren Krieg zu beenden, und haben sich vor zwei Monaten auf eine Waffenruhe geeinigt, die bis vor kurzem weitgehend eingehalten wurde. Die inhaltlichen Verhandlungen über ein Abkommen, in dem es vor allem um das Atomprogramm und die eingefrorenen Milliardenguthaben des Iran geht, sind schwierig genug. Aber noch komplizierter ist ein psychologischer Faktor: Donald Trump und die iranischen Machthaber möchten sich beide am Ende zum Sieger erklären und keinesfalls als Verlierer dastehen.

Deshalb fühlen sie sich bemüßigt, auf angebliche und echte Provokationen des anderen entschlossen zu reagieren. Wenn eine Seite schießt, muss die andere zurückschießen – und schon ist die Waffenruhe wieder in Gefahr. Jeder möchte die letzte Rakete abfeuern und damit beweisen, dass man der Stärkere ist. Militärisch haben die Angriffe der vergangenen Tage überhaupt keinen Sinn, sie dienen nur dem verletzten Stolz in Washington und Teheran.

 
Nach Gefechten
Iran erklärt Totalsperre der Hormus-Straße
Die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran besteht aktuell nur auf dem Papier. In der Nacht auf Donnerstag erklärte Teheran die komplette Sperre der Straße von Hormus. Die US-Armee hatte zuvor zahlreiche Ziele im Iran aus der Luft angegriffen. Die iranische Armee feuerte ihrerseits Raketen auf mehrere Golfstaaten. US-Präsident Donald Trump drohte dem Iran erneut mit derben Worten.

Die US-Streitkräfte griffen die zweite Nacht in Folge laut Mitteilung Radarstationen und Luftabwehrstellungen im Iran an, auch in der Nähe Teherans und am Persischen Golf. Der US-Sender Fox News zitierte Trump mit den Worten, man werde das Land in Grund und Boden bombardieren („We’ll bomb the shit out of them“), sollte der Iran nicht bald ein Abkommen zur Beendigung des Krieges unterzeichnen. Teheran halte die USA zum Narren, so Trump. Die im April mit Teheran vereinbarte Feuerpause sei "die am häufigsten gebrochene“ der Weltgeschichte.

US-Zentralkommando dementiert
Der Iran reagierte auf die US-Angriffe nach Angaben staatlicher Medien mit der Ankündigung einer Totalsperre der Straße von Hormus und Angriffe auf die Golfstaaten Bahrain und Kuwait sowie auf Jordanien. Jedes Schiff, das die für den Erdöl- und Erdgashandel zentrale Route zu passieren versuche, werde angegriffen, hieß es in einer Erklärung im iranischen Rundfunk. Als Grund wurde eine „veränderte Sicherheitslage“ genannt.

Das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando Centcom dementierte die Schließung der Schiffspassage und schrieb auf der Plattform X: „Falsch“. Handelsschiffe würden die Passage weiterhin durchfahren. Auch einen von der iranischen Revolutionsgarde gemeldeten Angriff auf ein US-Kriegsschiff dementierte Centcom. Die eigenen Angriffe auf den Iran erklärte das Regionalkommando für beendet.

 
Die Straße von Hormus ist noch immer gesperrt, der Ölmarkt aber ruhig. Wie kann das sein?
Ein Mix aus Faktoren sorgt dafür, dass die Angst vor einem Energieschock abgemildert wurde. Geistertransporte gehören ebenso dazu wie eine geänderte Nachfrage

Als vor wenigen Wochen im Zuge des von den USA und Israel begonnenen Kriegs in Nahost die Straße von Hormus gesperrt wurde, war die Angst an den Rohstoffmärkten groß. Denn neben Waren hängen seit Ende Februar vor allem Öl und Gas in der wichtigen Meeresenge fest, ebenso Waren und Rohstoffe für die Düngemittelherstellung. Fatih Birol, Chef der Internationalen Energieagentur, warnte vor der weltweit größten Energiekrise der Geschichte.

In den ersten Tagen dieses Kriegs sind die Preise für Öl und Gas entsprechend nach oben geschnellt. Berichte aus Asien, wonach Treibstoff rationiert wurde, die Menschen ins Homeoffice gebeten wurden und andere Maßnahmen diskutiert wurden, bestimmten die Schlagzeilen. Aus Indien wurde berichtet, dass Kochgas knapp werde.

In Österreich wurde eilig die Spirtpreis-Bremse aus dem Boden gestampft. In der Reisebranche ging die Angst um, dass Kerosin eng werden könnte, vor allem, wenn in asiatischen Regionen nicht entsprechend aufgetankt werden könnte.

Geistertransporte
Nun steht der Sommer vor der Türe, die Straße von Hormus ist noch immer gesperrt. Ein Deal zwischen den USA und dem Iran rückt erneut in die Ferne. Und auch wenn der Ölpreis immer wieder einmal ausschlägt: Von Panik ist derzeit keine Rede mehr. Und das, obwohl selbst der Iran schon damit kämpft, das geförderte Öl zu lagern. Denn die Kapazität der Öl-Förderfelder kann nicht unendlich zurückgeschraubt oder vorübergehend gar gestoppt werden. Wird der Druck im Bohrsystem zu gering, dringt Wasser von den unteren Erdschichten nach oben und verwässert das Ölfeld. Wenn das passiert, ist das Ölfeld im worst case verloren.

 
Trump droht mit „vollständiger Kontrolle“ über iranisches Öl
US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit neuen Angriffen. Die USA würden den Iran in der kommenden Nacht sehr hart treffen, kündigte Trump heute an.

In nicht allzu ferner Zukunft würden die USA zudem die iranische Insel Charg und weitere Teile der Ölinfrastruktur einnehmen und die vollständige Kontrolle über die iranischen Öl- und Gasmärkte übernehmen, sagte er weiter. Über Charg wickelt der Iran rund 90 Prozent seiner Ölexporte ab.

Ungeachtet der Drohung führen die USA nach Angaben Trumps weiter Gespräche mit dem Iran. „Sie verhandeln mit uns über ein Abkommen, aber sie sind stolz“, so Trump in einem Interview des US-Senders Fox News.

 
Seit er den Krieg angefangen hat, stellt er ein Ende in Aussicht.
US-Präsident Donald Trump hat erneut Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Iran-Krieges geschürt und die für Donnerstag angedrohten Angriffe abgesagt. Nach Gesprächen mit „der höchsten Ebene der iranischen Führung“ zeichne sich eine Verhandlungslösung ab, schrieb Trump gestern in seinem Onlinedienst Truth Social. Zeit und Ort der Unterzeichnung des Abkommens würden „in Kürze bekanntgegeben“.

Kurz danach sagte Trump im Oval Office zu Journalisten, es sei eine „großartige Vereinbarung“ für ein Ende des Iran-Krieges erzielt worden. Die entsprechenden Dokumente müssten noch fertiggestellt werden, das dürfte in den „kommenden Tagen“ erfolgen. Eine Unterzeichnung des Abkommens werde „vielleicht in Europa“ stattfinden.

Angekündigte Angriffe abgesagt
Die Abmachung werde bedeuten, dass der Iran „niemals eine Atomwaffe“ haben werde, sagte Trump, ohne nähere Angaben zu machen. Außerdem werde die Straße von Hormus wieder geöffnet. Der Ölpreis gab nach Trumps Ankündigung deutlich nach. Zugleich stiegen die Aktienkurse kräftig.

Zuvor hatte Trump angedrohte Angriffe auf den Iran wieder abgesagt. Nach Gesprächen mit „der höchsten Ebene der iranischen Führung“ zeichne sich eine Verhandlungslösung ab, schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. Der Ölpreis gab daraufhin deutlich nach.

 
Zurück
Oben