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Iran News....

Iran wirft USA Behinderung von Lebensmittelimporten vor
Die Preise für Lebensmittel und andere Güter des täglichen Bedarfs sind im Iran seit Beginn des Konflikts im Februar rasant gestiegen. Dies sagte der iranische Präsident Massud Peseschkian auf einer Pressekonferenz. Er machte die USA für Schwierigkeiten beim Import von Grundgütern verantwortlich.

Ausnahmen von der US-Blockade für humanitäre Hilfe erwähnte er nicht. Das US-Zentralkommando hatte kurz zuvor mitgeteilt, seit Beginn der aktuellen Blockade hätten die US-Streitkräfte mehr als 30 Schiffe mit Hilfsgütern für den Iran passieren lassen. 53 Schiffe seien abgewiesen, zwei außer Gefecht gesetzt und zwei weitere geentert worden.

 
Teheran tauscht obersten Sicherheitsberater aus
Der ehemalige Kommandeur der mächtigen iranischen Revolutionsgarde (IRGC), Mohsen Resai, ist neuer Vorsitzender des iranischen Nationalen Sicherheitsrates. Der oberste Führer Modschtaba Chamenei habe ihn ernannt, teilten iranische Medien gestern übereinstimmend mit.

Mit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar waren durch amerikanisch-israelische Luftangriffe viele zentrale Personen der iranischen Führung getötet worden. Dass nun der bisherige Vorsitzende des Sicherheitsrates, der eher unbekannte Brigadegeneral Mohammed Bagher Solghadr, durch Resai ersetzt wird, könnte auf eine weitere Festigung des Einflusses der IRGC auf die Regierung hindeuten.

 
Der ist wirklich gut.
Trump zu Iran-Krieg: „Halten uns zurück“
US-Präsident Donald Trump will auf weitere Angriffe auf den Iran offenbar weiter verzichten und stattdessen auf wirtschaftlichen Druck setzen. „Wir halten uns zurück“, sagte Trump gestern dem Nachrichtenportal Axios in einem kurzen Telefoninterview.

„Wir verhandeln nur so halb mit ihnen“, fügte der US-Präsident hinzu. Die US-Regierung warte ab und beobachte den Iran, der eine „enorme Inflation“ und „kein Geld“ habe.

 
Iran plant Gebühren für Straße von Hormus
Der Iran beabsichtigt nach Angaben des Außenministeriums in Teheran, von Handelsschiffen Gebühren für eine Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu erheben. Wie Außenamtssprecher Ismail Baghaei laut iranischen Medien in Teheran heute sagte, erarbeite der Iran gemeinsam mit Oman „Mechanismen zur Überwachung der Sicherheit, zum Schutz der Umwelt und zur Bekämpfung der Kriminalität auf See“.

Für die maritimen Dienstleistungen für Schiffe würden entsprechende Gebühren und Entgelte erhoben. Der Streit um die Durchfahrtsrechte auf einer internationalen Schlüsselroute für Öl, Gas und Düngemittel gilt als ein wesentlicher Auslöser für die jüngste Eskalation im militärischen Konflikt zwischen den USA und dem Iran.

Vor dem Ende Februar von den USA und Israel begonnenen Krieg gegen den Iran verlief die Schifffahrt in der Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman weitgehend ungestört. Das UNO-Seerechtsübereinkommen (UNCLOS) garantiert dort ein Recht auf Transitdurchfahrten und untersagt eine Blockade von Handelsschiffen. Der Iran akzeptiert diese Rechtslage nicht.

Iran: Mekka-Sicherheitsbündnis zeigt „Wandel in Wahrnehmung“ der USA
Der Iran bezeichnete indes das zwischen Saudi-Arabien, der Türkei und Pakistan geschlossene Verteidigungsabkommen als ein „Zeichen für einen Wandel in der Wahrnehmung“ der USA durch diese Länder.

 
Trump fordert Entschädigung von Iran
Nach der Führung in Teheran macht nun auch US-Präsident Donald Trump Entschädigungszahlungen zur Bedingung für künftige Verhandlungen zur Beilegung des Konflikts mit dem Iran. Der Iran solle für alle Menschen zahlen, die in der Vergangenheit von iranischer Seite schwer verletzt oder getötet worden seien.

Zudem sollten die Familien von Demonstrierenden entschädigt werden, die die iranische Führung in den vergangenen 50 Jahren getötet habe, schrieb Trump gestern auf seiner Plattform Truth Social.

Trump: Haben in gesamter Straße von Hormus Minen geräumt
Unter anderem machte Trump den Iran auch für den Anschlag auf den amerikanischen Zerstörer „USS Cole“ verantwortlich. Daher müsse Teheran die Angehörigen der Opfer entschädigen. Nach Ermittlungen des FBI planten und verübten Mitglieder des Terrornetzwerks al-Kaida den Anschlag. In einem weiteren Beitrag forderte Trump, der Iran solle ebenfalls für die Schäden und Tötungen im Libanon, in Syrien, im Jemen und in Gaza „verantwortlich gemacht“ werden.

Trump gab außerdem an, dass in der gesamten Straße von Hormus Minen geräumt wurden. Er betonte, dass die Meerenge für die Schifffahrt offen sei. Die USA kontrollierten die für den Öltransport wichtige Seestraße „zu 100 Prozent“. Gelegentlich würde der Iran eine Mine ablegen, man finde diese Minen aber.

Iran hatte Entschädigung für Kriegsschäden gefordert
Zuvor hatte der Nationale Sicherheitsrat des Iran iranischen Medienberichten zufolge die Wiedereröffnung der blockierten Straße von Hormus an Zugeständnisse der USA und ihrer Verbündeten geknüpft.

 
Heute Abend MEZ hatten wir keinen Artikel veröffentlicht. Das hatte auch den folgenden Grund: die irrsinnige Aussage von Trump auf die Frage:
„Können Sie uns ungefähr sagen, wann Ihrer Einschätzung nach die Straße von Hormus wieder geöffnet sein wird?“
Trump: „Die Straße ist jetzt offen. Wir kontrollieren die Meerenge. Kann Iran Schwierigkeiten machen? Ja.“
Stand 22:00 MEZ:
Iran wird die Straße von Hormus nicht wieder öffnen, solange die USA die iranischen Bedingungen nicht erfüllen. Das geplante Abkommen mit Oman befindet sich zwar in der Endphase, aber Iran betont ausdrücklich, dass dieses Abkommen für sich genommen keine Wiederöffnung bedeutet. Unser Artikel mit weiteren Rechercheresultaten folgt in der Nacht

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Trump weist Irans Forderung nach Kriegsentschädigung zurück – und stellt eigene Rechnung auf
Donald Trump weist die iranische Forderung nach Entschädigung für die Verwüstungen durch die amerikanischen und israelischen Bombardierungen der vergangenen fünf Monate zurück und reagiert darauf mit einer Gegenforderung. Der US-Präsident erklärte, Teherans Unterhändler hätten eine solche Forderung während der bisherigen Gespräche nicht erhoben. Nun soll sie offenbar doch Teil der Verhandlungen werden, doch Trump macht bereits deutlich, dass Washington darauf nicht eingehen will. Stattdessen wies er die amerikanischen Unterhändler an, ihrerseits Entschädigungen von Iran zu verlangen – für Menschen, die nach seiner Darstellung durch iranische Sprengsätze am Straßenrand und in zahlreichen Konflikten getötet oder schwer verletzt wurden. Damit liegt neben den ohnehin schwierigen Verhandlungen plötzlich eine weitere Rechnung auf dem Tisch, und beide Seiten verlangen Geld für Tote und Verwundete aus völlig unterschiedlichen Jahrzehnten und Kriegen.

Die US-Regierung macht von Iran unterstützte Gruppen seit Langem für den Tod und die Verletzung Hunderter Amerikaner verantwortlich. Washington verweist dabei unter anderem auf den Bombenanschlag auf den Stützpunkt der US-Marines in Beirut 1983, bei dem 241 amerikanische Militärangehörige getötet wurden. Hinzu kommt der Lastwagenbombenanschlag auf eine Wohnanlage der US-Luftwaffe in Saudi-Arabien 1996, bei dem 19 US-Soldaten starben und Hunderte weitere Menschen verletzt wurden. Besonders schwer wiegt für Washington der Irakkrieg: Nach Angaben der US-Regierung wurden zwischen 2003 und 2011 mindestens 603 amerikanische Soldaten durch von Iran unterstützte Kräfte getötet. Trump will diese jahrzehntealte Rechnung nun unmittelbar in die laufenden Verhandlungen hineinziehen. Iran verlangt Entschädigung für die Zerstörungen der vergangenen fünf Monate, Washington antwortet mit Forderungen für amerikanische Tote und Schwerverletzte aus früheren Konflikten. Ausgerechnet während um eine politische Lösung mit Teheran gerungen wird, kommt damit ein weiterer Streitpunkt hinzu, bei dem bereits die Frage, wer wem überhaupt etwas schuldet, beide Seiten weit auseinanderbringt.
 
Im iranischen Regime sind die "Kompromissler" auf dem Rückzug
Der im Untergrund lebende oberste Führer, Mojtaba Khamenei, ernennt den Hardliner Mohsen Rezaei zum neuen Sekretär des Nationalen Sicherheitsrats

Wenn es nach den Berichten aus Teheran geht, dann hält Mojtaba Khamenei fest die Zügel in der Hand. Der Sohn des Ende Februar getöteten religiösen Führers Ali Khamenei besetzt Spitzenposten neu und baut das Kommando der Sicherheitskräfte um. Aber weiter bleibt Mojtaba, der im März im Eilverfahren zum Nachfolger seines Vaters ernannt wurde, verschwunden.

Gut fünf Monate nach Beginn des US-israelischen Kriegs gegen den Iran findet im Regime der Islamischen Republik eine teilweise Umstrukturierung statt, und sie wird – so lautet die Botschaft – von ganz oben gelenkt. Die Veränderungen betreffen die Sicherheit des Landes, das höchste politische Gremium und die Führung der Streitkräfte. Personell sticht vor allem die Ablöse des Sekretärs des Nationalen Sicherheitsrats, Mohammed Bagher Zolghadr, hervor.

 
US-Helikopter beschießt Tanker in Golf von Oman
Das US-Militär hat einen Tanker bei dem Versuch beschossen, die amerikanische Blockade gegen iranische Häfen zu durchbrechen. Ein Helikopter des Typs MH-60 habe zwei Hellfire-Raketen auf das unter panamaischer Flagge fahrende Frachtschiff „M/V Vela Nova“ gefeuert, als es auf einen iranischen Hafen zusteuern wollte, teilte das US-Regionalkommando Centcom gestern auf der Plattform X mit. Zuvor habe die Besatzung „wiederholte Warnungen“ ignoriert.

Zunächst war unklar, ob bei dem Vorfall Menschen verletzt oder getötet wurden.

Zuvor hatte die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) von einem Zwischenfall im Golf von Oman berichtet. Dabei seien ein Containerschiff und Streitkräfte ohne Nennung eines Landes involviert, hieß es.

 
Verdacht auf Weitergabe sensibler Asyldaten an Iran – US-Senatoren nehmen ICE und private Haftzentren ins Visier
Wenn die Vorwürfe stimmen, könnte eine amerikanische Behörde ausgerechnet jene Informationen an Iran gelangen lassen haben, wegen derer Menschen überhaupt aus diesem Land geflohen sind. Die demokratischen US-Senatoren Richard Blumenthal und Adam Schiff verlangen nun nach Recherchen durch Journalisten Aufklärung über mögliche Kontakte zwischen zwei privat betriebenen Einwanderungshaftzentren und iranischen Diplomaten. Sie fordern Zugang zu sämtlicher möglicher Kommunikation, die darüber Auskunft geben könnte, was zwischen den Einrichtungen und iranischen Vertretern besprochen und weitergegeben wurde. Anlass sind schwere Anschuldigungen iranischer Asylsuchender gegen das amerikanische Heimatschutzministerium und die Einwanderungsbehörde ICE. DHS weist die Vorwürfe entschieden zurück.

Mehrere iranische Asylsuchende hatten bereits im vergangenen Monat Klage eingereicht. Sie werfen dem Heimatschutzministerium vor, Informationen aus ihren Asylverfahren an die iranische Regierung weitergegeben und sie dadurch unmittelbar gefährdet zu haben. Es geht dabei nicht um belanglose Verwaltungsdaten. Nach den Gerichtsunterlagen enthalten die betroffenen Asylanträge Angaben darüber, warum diese Menschen Iran verlassen haben und weshalb sie bei einer Rückkehr Verfolgung fürchten. Unter den Antragstellern befinden sich Menschen, die nach eigenen Angaben zum Christentum konvertiert sind, wegen ihrer Sexualität verfolgt wurden oder an den Protesten der Bewegung „Frau, Leben, Freiheit“ gegen die iranische Regierung teilgenommen haben. Genau solche Angaben gehören zu den empfindlichsten Informationen eines Asylverfahrens. Sie können darüber entscheiden, ob ein Mensch Schutz erhält, und sie können für Betroffene gefährlich werden, wenn sie den Behörden jenes Staates bekannt werden, vor dem sie Schutz suchen.

Nach Darstellung der Kläger blieb es nicht bei der Sorge, ihre Daten könnten irgendwo gelandet sein. Sie erklären vor Gericht, sie seien gezwungen worden, sich mit Mitarbeitern der iranischen Interessenvertretung zu treffen. Bei diesen Begegnungen hätten die iranischen Vertreter bereits vertrauliche Informationen über ihre Verfolgungsgründe gekannt. Damit steht eine sehr konkrete Frage im Raum: Wie konnten iranische Regierungsvertreter an Angaben gelangen, die Bestandteil amerikanischer Asylverfahren waren? Genau hier setzen Richard Blumenthal und Adam Schiff an. Die beiden Senatoren wollen wissen, ob und in welchem Umfang zwischen den beiden privaten Haftzentren und iranischen Diplomaten kommuniziert wurde. In zwei Schreiben verlangen sie deshalb sämtliche möglicherweise vorhandenen Mitteilungen. Damit geht die Untersuchung über die politische Auseinandersetzung mit ICE hinaus. Entscheidend ist nun, ob sich anhand von E-Mails, Gesprächsaufzeichnungen, internen Anweisungen oder anderer Kommunikation nachvollziehen lässt, welche Kontakte tatsächlich bestanden und welche Informationen dabei eine Rolle spielten.

Für die betroffenen Iraner könnte eine Weitergabe solcher Daten schwerwiegende Folgen haben. Wer in einem amerikanischen Asylantrag erklärt, wegen eines Religionswechsels, seiner Sexualität oder seiner Teilnahme an Protesten vom iranischen Staat verfolgt zu werden, muss darauf vertrauen können, dass genau diese Angaben nicht bei iranischen Stellen landen. Andernfalls würde aus einem Verfahren, das Schutz vor Verfolgung gewähren soll, möglicherweise eine Informationsquelle für jene Behörden, vor denen der Antragsteller Schutz sucht. Das Heimatschutzministerium bestreitet, dass ICE Asylunterlagen an die iranische Regierung weitergegeben habe. In einer Stellungnahme erklärte DHS ausdrücklich: „Die Behauptungen, ICE habe Unterlagen aus Asylanträgen an die iranische Regierung weitergegeben, sind FALSCH.“ Damit stehen sich derzeit zwei vollkommen unterschiedliche Darstellungen gegenüber. Auf der einen Seite befinden sich Asylsuchende, die vor Gericht behaupten, iranische Vertreter hätten vertrauliche Einzelheiten ihrer Fälle gekannt. Auf der anderen Seite steht eine Bundesbehörde, die eine Weitergabe dieser Unterlagen kategorisch bestreitet.

Gerade deshalb sind die von Blumenthal und Schiff verlangten Unterlagen entscheidend. Nicht eine Presseerklärung wird beantworten, wie iranische Vertreter nach Darstellung der Kläger an vertrauliche Informationen gelangten, sondern die tatsächliche Kommunikation zwischen den beteiligten Stellen. Sollte sich herausstellen, dass keine Daten weitergegeben wurden, bleibt zu erklären, woher die iranischen Vertreter die Informationen hatten. Sollte dagegen dokumentiert sein, dass sensible Angaben tatsächlich übermittelt wurden, wäre die Frage erheblich größer als ein weiterer Streit über die amerikanische Abschiebepolitik. Dann ginge es darum, ob Menschen in der Obhut der Vereinigten Staaten Informationen über ihre eigene Verfolgung preisgeben mussten und diese Angaben anschließend bei Vertretern genau jener Regierung auftauchten, vor der sie geflohen waren. Richard Blumenthal und Adam Schiff wollen jetzt die Kommunikation sehen. Das DHS sagt, die Anschuldigungen seien falsch. Die Kläger sagen, iranische Vertreter hätten ihre vertraulichen Angaben gekannt.

Fortsetzung folgt …
 
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