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Iran News....

Teheran hat Washingtons Antwort – während Trump mit „in die Luft jagen“ droht und Irans Wirtschaft abstürzt
Teheran hat nach eigenen Angaben inzwischen eine offizielle Antwort der USA auf seinen jüngsten Vorschlag zur Beendigung des seit 7 Monaten laufenden Krieges erhalten. Was darin steht, sagt die iranische Regierung bislang nicht, selbst eine Ablehnung wurde nicht bestätigt. Außenminister Abbas Araghchi legte Präsident Masoud Pezeshkian die Antwort nach seiner Rückkehr aus New York vor. Pezeshkian erklärte, Iran werde alles daransetzen, eine Vereinbarung zustande zu bringen, sie müsse jedoch auf einer Lösung beruhen, von der beide Seiten profitierten. In New York hatte die iranische Delegation indirekt mit amerikanischen Vertretern gesprochen und sich daneben mit Vermittlern aus Katar und Pakistan getroffen. Außenminister Marco Rubio ließ Araghchi und seine Delegation anschließend früher als geplant aus New York abreisen.

Auf dem Tisch liegt weiterhin Irans Angebot zur Straße von Hormus. Araghchi hatte vorgeschlagen, die Meerenge innerhalb von 1 Woche wieder zu öffnen, falls Washington unter anderem die Blockade iranischer Häfen aufhebe, eingefrorenes iranisches Vermögen freigebe und Sanktionen gegen iranische Ölverkäufe aussetze. Trump wies das öffentlich zurück und erklärte, Iran wolle nur einen Vertrag, weil das Land „so schwer verliere“. Vermittler arbeiteten trotzdem weiter. Am Mittwoch legte Trump noch nach: Falls keine Einigung zustande komme, werde man „sie in die Luft jagen“. Der Krieg werde sehr bald enden, „auf die eine oder andere Weise“. Zu Beginn hatte er noch von wenigen Wochen gesprochen, inzwischen rechnet er selbst mit einem Ende erst nach den Zwischenwahlen am 3. November.

Während verhandelt wird, drückt Washington wirtschaftlich weiter zu. Neue Sanktionen treffen 10 Personen und Einrichtungen in Iran, Hongkong und Pakistan, denen die USA vorwerfen, Geldflüsse und Beschaffung für Irans militärische Lieferketten zu ermöglichen. Die Maßnahmen laufen unter dem Namen „Operation Economic Outcast“. Gleichzeitig fällt der Rial weiter. Am Dienstag wurden in Teheran mehr als 2,5 Millionen Rial für 1 Dollar verlangt, erst 27 Tage zuvor hatte der bisherige Tiefststand bei 2,2 Millionen gelegen. Medikamente haben sich teilweise mehr als verdreifacht, manche Behandlungen sind schwer zu bekommen. Lebensmittel werden teurer, die Arbeitslosigkeit steigt. Seit Juni blockieren die USA iranische Häfen, während Iran mit Angriffen auf Öltransportwege versucht, die weltweiten Energiepreise nach oben zu treiben.

Und während draußen über ein Ende des Krieges gesprochen wird, richtet Teheran im Inneren weiter hin. Am Mittwoch wurden 2 Männer wegen ihrer Beteiligung an Gewalt während der Proteste im Januar exekutiert. Nach Angaben der iranischen Justiz waren sie an Unruhen in Maschhad beteiligt, bei denen 4 Angehörige der Sicherheitskräfte starben. Die Proteste hatten Ende Dezember wegen der kollabierenden Währung und der wirtschaftlichen Lage begonnen und sich rasch gegen die Islamische Republik gerichtet. Menschenrechtsgruppen sprechen von Tausenden Toten und Zehntausenden Festgenommenen, die iranischen Behörden nennen deutlich niedrigere Zahlen. Zwischen Washingtons Drohung, Teherans Hinrichtungen und einer Wirtschaft im freien Fall liegt nun irgendwo die Antwort, von der beide Seiten noch nicht sagen, ob sie Frieden bedeutet.
 
Trump schickt 3. Flugzeugträger Richtung Iran - 9.000 weitere Soldaten unterwegs

Washington fährt seine Militärpräsenz im Nahen Osten massiv hoch: Rund 9.000 weitere Soldaten sind unterwegs, darunter mehr als 7.000 Seeleute und 2.000 Marines. Mit der USS Theodore Roosevelt könnte schon Ende Oktober der 3. amerikanische Flugzeugträger in der Region stehen, insgesamt wären dann mehr als 20.000 Angehörige der Marine und Marines samt Hunderten Flugzeugen vor Ort. Trump hält neue Bombardierungen Irans nach den Zwischenwahlen ausdrücklich für möglich und sagt offen, dass Teherans jüngster Waffenstillstandsvorschlag für ihn „nicht gut genug“ gewesen sei. Gleichzeitig behauptet er, erste Hinweise deuteten auf eine iranische Verbindung zum Angriff eines FlyDubai-Co-Piloten hin, Details liefert er nicht. Sollte sich das bestätigen, droht Trump mit harter Vergeltung. Aus dem Krieg, der ursprünglich nur Wochen dauern sollte, wird damit immer sichtbarer ein Konflikt, für den Washington gerade noch mehr Träger, Soldaten und Feuerkraft heranschafft.
 
UKMTO: Zwei Tanker in Straße von Hormus von Geschossen getroffen
In der Straße von Hormus sind nach britischen Angaben erneut zwei Tanker angegriffen worden. Die Schiffe seien im Gebiet der Meerenge von „unbekannten Geschossen“ getroffen worden, teilte die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO gestern mit. Der erste Angriff habe einen Brand und einen Stromausfall an Bord ausgelöst. Das Feuer sei inzwischen gelöscht, es habe auch keine Opfer oder Umweltschäden gegeben.

Einige Stunden später wurde ein weiterer Öltanker östlich vom Oman von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen. Laut UKMTO waren alle Besatzungsmitglieder wohlauf und es wurden keine Umweltschäden gemeldet. Der Behörde zufolge untersuchten die Behörden die Vorfälle.

 
Teheran feiert den Abzug der US-Truppen aus dem Irak als Sieg
Die Regierung in Bagdad versucht nun, die Iran-freundlichen schiitischen Milizen zu entwaffnen, bisher ohne Erfolg

Ein "historischer Sieg für den Irak" – und der Anfang vom Ende der gesamten US-Militärpräsenz im Nahen Osten: So jubelten die Revolutionsgarden in Teheran, während der Irak den "Tag der Souveränität" feierte. Am 30. September zogen – allerdings nicht zum ersten Mal – alle US-Kampftruppen aus dem Irak ab. Damit ist jener Einsatz abgeschlossen, der 2014 begann, um den "Islamischen Staat" (IS) zu stoppen. Der IS breitete sich damals rasant auf irakischem und syrischem Territorium aus. Die zweitgrößte Stadt des Irak, Mossul, war in IS-Hand.

Die militärische Zusammenarbeit Bagdads mit den USA, durch Berater und Logistik-Unterstützung, bleibt jedoch auch in der Zukunft bestehen. Die US-Luftwaffe kann den irakischen Luftraum benützen. Washington hat auch erheblichen Einfluss auf die irakischen Finanzen: Die irakischen Öleinnahmen werden an der Federal Reserve Bank of New York gemanagt.

Die irakische Souveränität wird jedoch auch von jenen irakisch-schiitischen Milizen infrage gestellt, die dem iranischen Regime gegenüber Loyalität schwören und mit anderen Mitgliedern der vom Iran sogenannten "Achse des Widerstands" kooperieren. Sie eilten etwa zuletzt am 10. September den jemenitischen Huthis bei ihrem Krieg gegen Saudi-Arabien zu Hilfe und griffen die saudische Ost-West-Pipeline an.

 
Iran-Krieg
Ölbranche warnt vor zäher Erholung
Angesichts der festgefahrenen Situation im Iran-Krieg hat der Chef des weltweit größten Ölkonzerns Saudi Aramco, Armin Nasser, am Montag vor einer bis zu zwei Jahre dauernden Anspannung auf den Märkten für Rohöl und Kraftstoffe gewarnt. Die für die Weltwirtschaft so wichtige Straße von Hormus ist faktisch weiter gesperrt. Am Sonntag musste Saudi-Arabien zudem die wichtige Ost-West-Pipeline nach einem Angriff der Huthi-Miliz erneut schließen.

Selbst wenn die wichtigsten Handelsrouten wieder vollständig geöffnet würden, könnte das Wiederauffüllen der angezapften strategischen Reserven bis zu zwei Jahre lange dauern, sagte Nasser am Montag auf einer Energiekonferenz in London.

 
Peseschkian: Verhandlungen mit USA „sinnlos“
Die Verhandlungen zwischen Teheran und Washington über ein Ende des Iran-Krieges sind nach iranischen Angaben „sinnlos“. „Bisher haben sie uns nach Gesprächen dreimal angegriffen. Das zeigt, dass sie keinen Dialog anstreben, sondern die Islamische Republik zerstören wollen“, erklärte der iranische Präsident Massud Peseschkian nach Angaben der Nachrichtenagentur IRNA gestern.

„Mit einem Feind, der täglich zu Attentaten, Sanktionen, Druck und Drohungen greift und seine Zusagen bricht, sind Verhandlungen sinnlos“, fügte Peseschkian hinzu.

Der Iran-Krieg hatte Ende Februar mit Angriffen der USA und Israels begonnen – schon damals hatten die USA und der Iran Verhandlungen über Teherans Atomprogramm geführt. Nach einer zwischenzeitlichen Waffenruhe wurden die Kämpfe Anfang Juli wieder aufgenommen. Anschließend gab es Verhandlungen unter pakistanischer Vermittlung über eine dauerhafte Friedenslösung.

 
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